Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: Kosmetik

Sonne genießen…

Es ist wieder so weit. Morgen, pünktlich zum 6. Juli geht der Recycle&Do-it-yourself-Tag in die zweite Runde. Ich habe wieder mal zugeschlagen im Fachhandel für Naturkosmetik zum Selbermachen. Derweil hat Shaolin den leeren Karton besetzt. Was ich mit einem Teil des Kartoninhalts gemacht habe, seht Ihr weiter unten.

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Ihr seid herzlich eingeladen auch Eure Kreationen hier mit anderen zu teilen. In ein paar Tagen wird es dann einen separaten Beitrag hier auf dem Blog mit allen recycleten und selbstgemachten Kreationen der TeilnehmerInnen geben.

Wenn Ihr mitmachen wollt, hinterlasst unten einen Kommentar mit einem Link zu Eurem Beitrag. Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr den Banner zum Blogevent einbindet und auf mein Blog-Event verlinkt.

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Ich mache den Anfang hiermit:

Zart schmelzende Körperbutter mit leichtem Sonnenschutzfaktor

 

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 1 Glas oder 1 Dose (Angaben gelten für Zustand in Klammern):

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  • 50g Kakaobutter (fest)
  • 10g Sheabutter (cremig)
  • 10g Mandelbutter (cremig)
  • 10g Jojobaöl (flüssig)
  • 10g Macadamianussöl (flüssig)
  • 25g Kokosöl (flüssig)
  • 3 Tr. ätherisches Öl Vanille
  • 5 Tr. ätherisches Öl Ylang-Ylang
  • optional: etwas Vitamin E, um die Haltbarkeit zu erhöhen

Zubereitung:

Kakaobutter im Wasserbad schmelzen lassen. Im Sommer ist bei mir das Kokosöl bereits im Zimmer flüssig, weil’s so warm ist. Wenn sie bei Euch fest ist, könnt Ihr sie im Wasserbad mit der Kakaobutter schmelzen lassen.

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Nach und nach die anderen Zutaten hinzufügen. Mit dem Pürierstab alles gut mixen.

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In eine ausgekochte alte Cremedose oder in ein ausgekochtes altes Marmeladenglas füllen. Ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Körperbutter fest wird.

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Ich hab die Schüssel, in der ich die Creme püriert habe, in den Kühlschrank gestellt, weil ich anscheinend etwas geträumt habe. Dann muss man die Körperbutter herauslöffeln und umfüllen. Das ist an sich nur ein ästhetisches Problem, denn dann hat die Körperbutter im Aufbewahrungsgefäß keine so schön flache Oberfläche.

Wenn Ihr sehr empfindlich auf Duftstoffe etc. reagiert, könnt Ihr das Vanille- und Ylang-Ylang-Öl auch weglassen.

Wer einen anderen Duft bevorzugt, kann natürlich auch andere ätherische Öle verwenden.

Das Tolle an dieser Körperbutter? Sie schmilzt beim Auftragen auf die Haut. Sie hat einen leichten Sonnenschutzfaktor. Hier seht Ihr Öle mit natürlichem Sonnenschutzfaktor:

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Sie riecht zum Anbeißen gut und hinterlässt keinen weißen Film auf der Haut. Keine künstlichen Duftstoffe, keine Konservierungsstoffe, keine hormonähnlichen Substanzen (Parabene). Und? Sie ist selbst gemacht!

Im Sommer im Kühlschrank lagern. (Evtl. vor Gebrauch ein paar Minuten bei Zimmertemperatur aufwärmen lassen.) Ansonsten bei Zimmertemperatur.

Momo beim Sonnenbaden. Er braucht eigentlich keine Sonnencreme, obwohl er gelegentlich trotzdem mit Kokosöl pur eingerieben wird 😉

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So und nun seid Ihr gefragt: Recyclet oder macht was selbst! In einem separatem Beitrag stelle ich dann die Kreationen und Eure Blogs vor.

Recycle & Do it yourself!

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(c) Histamin-Pirat

Zähneputzen nicht vergessen…

Warum Zahnpasta selber machen (mit HIT)?

Insbesondere Betroffene, die gleichzeitig mit Sorbit ein Problem haben, haben meist auch Probleme mit herkömmlicher Zahnpasta. Mehr dazu hier.

Ein anderes Problem, neben Sorbit, ist Fluorid. Fluorid bindet nicht nur Aluminium und generell Schwermetalle, die wir nicht im Körper haben wollen(!), es ist nicht nur fibrinogen (fiebererregend, was wir auch nicht brauchen), nein, es verhindert zudem die Produktion des Verdauungsenzyms Amylase. Und Amylase ist ein Histamin-Blocker (den können wir also gut gebrauchen). Vor allem um Kohlenhydrate zu verdauen, brauchen wir Amylase.

Fluorid wird von vielen Experten als karzinogen (krebserregend) eingestuft. Darüber hinaus begünstigt es u.a. Alzheimer und Diabetes.

Dass Fluorid gegen Karies hilft, ist übrigens Humbug. Das Gegenteil ist der Fall.

Andere Gründe Zahnpasta selber zu machen?

Zahnpasta selber machen geht ganz einfach, ist günstig, man hat volle Kontrolle über das, was hineinkommt und schließlich kann man sich freuen, etwas Gutes selbst gemacht zu haben. Wer macht schon seine Zahnpasta selbst? 😉

Inspiriert hat mich übrigens ein bisschen unsere kleine Krebspatientin Shaolin, die seit November bei uns ist. Sie hat einen Nierentumor und auch die Bauchspeicheldrüse ist in Mitleidenschaft gezogen. Ab und zu hat sie daher neben Verdauungsproblemen, die wir mittlerweile gut im Griff haben, Zahnfleischbluten. Wenn dem so ist, isst sie leider kaum. Auch dafür haben wir nun Abhilfe gefunden: Malventee. Katzen finden nämlich Salbeitee, der im Grunde das Gleiche kann, ganz bäh. Malventee ist nicht so bitter und kann daher besser angewendet werden. Damit tupfe ich ihr also immer mal das Zahnfleisch ab, zusätzlich kommen 1-2 EL in die Wassernäpfe. Wer mehr über Shaolin lesen oder mehr von ihr sehen will, hier geht’s lang 🙂

 

Zahnpasta ohne Fluorid

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für ein Glas:

 

7  EL Kokosöl (flüssig)

9 EL Heilerde (ultrafein)

1  EL Kieselerde (fein)

4 Gewürznelken

1/4 TL Süßholzwurzelpulver (nur für den Geschmack/die Süße, kann weggelassen werden)

10 Tropfen Pfefferminzöl

2 EL Käsepappeltee oder Salbeitee gekocht

Prise Curcuma

 

(es kann auch nur Heilerde verwendet werden, dann die Menge Kieselerde durch Heilerde ersetzen oder umgekehrt)

 

Zubereitung:

 

Nelken in einem Mörser zerstoßen. In einer Schüssel die trockenen Zutaten vermengen.

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Kokosöl und Pfefferminzöl, gekochten Malventee hinzufügen. Mit dem Stabmixer pürieren bis man eine glatte Masse erhält. In einem ausgewaschenen Marmeladenglas aufbewahren. Die Zahnpasta hält sich, da keine schnell verderblichen Zutaten dabei sind.

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Bei Zimmertemperatur lagern.

Kokosöl ist antibakteriell, was nicht zuletzt den Zähnen gut tut. Gewürznelken helfen bei Zahnschmerzen. Pfefferminzöl für frischen Atem. Kieselerde reibt etwas besser. Malventee für die Zahnfleischpflege. Curcuma für weiße Zähne (und zur Ausleitung von Quecksilber, wirkt antientzündlich). Für sehr milde Zahnpasta nur Heilerde  (ohne Kieselerde) für das Rezept verwenden.

PS: Nicht vergessen, am 6. Juli ist wieder DIY-Recycle-Tag.

 

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Nicht wegwerfen, waschen…

Tips

zum Thema Damenhygiene

 

Das Thema Nachhaltigkeit habe ich hier ja schon einmal kurz berührt. Jeder hat sicher andere Vorstellungen davon, was man tun kann, damit die Welt von morgen immer noch lebenswert ist. Der eine isst weniger oder gar kein Fleisch mehr, weil das auch die Ressourcen und nicht nur die Lebewesen schont. Die andere verzichtet auf Plastik, wo es nur geht. Müllvermeidung ist ein Weg die Ressourcen zu schonen. Doch manche Dinge, so sind wir es gewohnt, wirft man nach Verwendung einfach weg. Manchmal ist das aus hygienischen Gründen auch sinnvoll – ein Chirurg sollte dieselben Handschuhe nicht zweimal verwenden z.B. – manchmal fragt man sich aber, wie haben das unsere Vorfahren gehandhabt oder gibt es nicht noch andere Möglichkeiten?

Als frisch gebackener Teenager habe ich mich z.B. gefragt, wie das Frauen mit ihren Tagen früher gehandhabt haben. Heutzutage kauft man Binden und Tampons zum Wegwerfen ganz bequem in der Drogerie oder im Supermarkt. Es gibt alle Formen und Variationen, schwache Tage, starke Tage, mit und ohne Flügeln, kurz, lang, dick, dünn, mit und ohne Duft usw.

Als junge Frau wachsen wir alle mit diesen Utensilien auf. Erst vor kurzem habe ich festgestellt, dass es auch anders geht.

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So wie manche von uns noch aus Erzählungen der Eltern oder selbst aus Erinnerung, wenn ihr Eltern seid, Baumwollwindeln kennen, gibt es auch waschbare Binden zur monatlichen Damenhygiene.

Die sind nicht nur umweltverträglicher, sind auf Dauer nicht nur günstiger, sondern auch noch „gesünder“.

Konventionelle Frauenhygieneprodukte sind oftmals mit gesundheitlich bedenklichen Chemikalien und Pestiziden belastet.
Gefährliche Inhaltsstoffe, die laut des aktuellen WVE-Berichts in Tampons, Binden und Slipeinlagen enthalten sein können, sind unter anderem:
• Chemikalien wie Dioxin und Furanrückstände, die aus dem Bleichprozess mit Chlor stammen können und als krebserregend gelten
• Pestizidrückstände im Falle von Baumwollbestandteilen, die nicht aus biologischem Anbau stammen
• Unbekannte Duftstoffchemikalien, die Störungen im Hormonsystem oder allergische Hautausschläge auslösen können
• Kleber-Chemikalien wie z.B. Methyldibromoglutaronitril, einem Konservierungsstoff, vor dessen Einsatz in Kosmetika Greenpeace bereits 2008 warnte und Entzündungen sowie Allergien auslösen kann.

Diese Stoffe sind vor allem deshalb gefährlich, weil die Haut im Intimbereichbesonders empfänglich für Substanzen ist, die sich für mehrere Stunden am oder im Körperbefinden.
Durch die vielen Blutgefäße und Lymphgefäße gelangen Giftstoffe direkt in den Blutkreislauf und können so gefährliche Folgen haben.

Wichtig ist natürlich auch ein mildes Waschmittel zu verwenden, wenn man auf Stoffbinden umsteigt.

Stoffbinden kann man ganz leicht selber nähen, was sicher die günstigste und individuellste Möglichkeit ist. Im Internet gibt es viele Vorlagen, z.B. hier.

Ansonsten gibt es mittlerweile mehrere Hersteller von Stoffbinden, z.B. Lunapads, GladRags, Sckoon oder New Moon Pads.

Lunapads z.B. setzt sich nicht nur für Nachhaltigkeit durch das Anbieten wiederverwendbarer Monatshygiene ein, sondern hat auch noch ein Hilfsprojekt in Afrika initiiert. Ein Anteil jedes verkauften Produkts geht an das Projekt Pads4Girls, womit waschbare Monatshygiene in Afrika hergestellt wird. Mädchen bzw. Frauen können so auch während ihrer Tage zur Schule bzw. zur Arbeit gehen.

Abschließend habe ich noch zwei Videos, die Euch die Tage noch erleichtern können:

Yoga for menstruation (part 1) und (part 2) von EkhartYoga.

Verwendet Ihr bereits waschbare Monatshygiene, wenn ja, wie ergeht es Euch damit?

Was haltet Ihr von waschbarer Damenhygiene?

 

Entspannte Tage!

(c) Histamin-Pirat

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