Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: Recycle & DIY (Seite 1 von 3)

Mein erstes Kochevent: Glas, eine nachhaltige Verpackung (Kooperation)

Neben Histaminintoleranz gehören biologische Nahrungsmittel sowie Nachhaltigkeit zu den Kernthemen auf meinem Blog. Die Gründe dafür sind schnell genannt:

  • unverfälschter Geschmack ohne künstliche Zusatzstoffe – jetzt und in Zukunft
  • bedenkenloser Genuss ohne GVO, chemische Düngemittel oder BPA

Wann immer möglich, greife ich vorzugsweise zu Bio-Lebensmitteln, weil ich da zumindest sicher sein kann, dass keine künstlichen Aromen zugesetzt sind, während ich ansonsten gezwungen bin, sowieso die Zutatenliste auf “Histamin-Übeltäter” zu überprüfen.

Glas: Nachhaltige Verpackung Nr. 1

Glas ist für viele eine unbequeme Verpackung, weil es schlichtweg schwerer in der Einkaufstasche wiegt als Plastik. Am Ende gehe ich jedoch mit einem leichten Gewissen nach Hause, denn Glas hat viele Vorteile.

  • Es ist geruchs- und geschmacksneutral und nimmt weder Aromen auf noch gibt es giftige Stoffe an die Lebensmittel ab.
  • Glas ist rein und reagiert nicht mit anderen Stoffen.
  • Glas wird aus natürlichen Rohstoffen wie Quarzsand gewonnen und kann zu hundert Prozent wiederverwertet werden und belastet, anders als Plastik, die Umwelt nicht durch bleibenden Müll.

Friends of Glass laden zum gemeinsamen Kochen ein

So konnte ich die Einladung zum Kochevent von Friends of Glass, einer Initiative vom Glasforum Österreich, nur begrüßen.

Zwar habe ich bereits in der Vergangenheit Einladungen zu solchen Koch- und Blogevents erhalten, doch meist lösten die beteiligten Sponsoren eine innere Abwehrhaltung in mir aus. So kann ich mir beispielsweise nicht vorstellen zu einer Veranstaltung zu gehen, die vom Pharma-Riesen Pfizer gesponsert wird. Ganz einfach, weil Pfizer eine dieser Firmen ist, die zahlreiche Menschen- und Tierleben auf dem Gewissen hat. Doch dazu in einem kommenden Beitrag einmal mehr …

Hingegen habe ich kein Problem damit, die Glasherstellung mitsamt Recycling in ein positives Licht zu stellen, weil es einfach die gesündere Alternative zu Plastik ist und auch ansonsten ohne Nebenwirkungen ist. Ähnlich wie die Schallplatte im Musikbereich, hat auch Glas ein leicht angestaubtes Image, ist jedoch nie ganz von der Bildfläche verschwunden, weil die Vorteile schlichtweg überwiegen. Beim Abspielen von Vinyl klingt ja bis heute auch einfach mehr Herz mit 😉

Ein Nachteil hat sich anhand der Einladung dennoch ergeben: Beim geplanten Kochevent würden wir den Fokus auf Lebensmittel aus der Glaskonserve legen. Sauerkraut, eingelegte Gurken usw. Tja, der Histaminer würde bei einem solchen Event also hungrig nach Hause gehen müssen :/

Kurzerhand habe ich also eine Freundin von mir zur Begleitperson für das gemeinsame Schnibbeln, Dünsten und Genießen im Kochsalon Wrenkh gemacht. Neben uns waren zahlreiche Hobby- und Profiköche sowie andere Foodblogger vertreten.

So viel Gaumenschmaus im Kochsalon Wrenkh

Zu Beginn suchte sich jeder einmal einen Platz an einem der bereits fürs Schnibbeln eingedeckten Tische. Je nach dem, wo man sich eingegliedert hatte, ging es nach der Begrüßung durch den Karl Wrenkh und die Gastgeber vom Glasforum Österreich daran, Zwiebeln in hauchdünne Ringe zu zerlegen oder Gürkchen minutiös zu würfeln.

Das Schnibbelwerk wurde anschließend gesammelt und nun ging es an verschiedenen Stationen ans Eingemachte (hust, was für ein schlechter Wortwitz!): Wir kochten “mit Glas”.

Ausgerüstet mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera spielte ich an unterschiedlichen Stationen Topfgucker, während Isa ihre helle Freude am Umgang mit vegetarischen Zutaten hatte und das Szegediner Sauergemüse kredenzte.

 

Folgende Gerichte standen außerdem auf dem Speiseplan:

  • Eierschwammerl Stroganoff
  • Wildragout mit Salzgurke
  • Beef Tartar
  • Fisch im Überraschungspackerl mit einer Sauergemüse-Variation
  • Steinplizrisotto mit eingelegten Pilzen
  • Pancakes mit feinen Marmeladen

Am Ende gab es also jede Menge zu probieren.

Isa und ich erklärten das Szegediner Sauergemüse zu unserem Favoriten, fanden aber auch das Steinpilzrisotto ganz lecker, obwohl das wirklich sehr viel Parmesan abbekommen hatte. Auch vom Wildragout habe ich ein paar Bissen gekostet und das keineswegs bereut. Lediglich um das Beef Tartar – huch, das ist ja roh! – haben wir einen großen Bogen gemacht.

Bei stimmungsvoller Musik, netten Gesprächen, gutem Wein (darf auch mal sein) und einem süßen Dessert – Pancakes! – floss der Abend unterhaltsam dahin.

Und beim nächsten Mal zeigen wir Euch …

Die Veranstalter kündigten schließlich an, dass nach diesem Erfolg auch eine Nachfolgeveranstaltung geplant ist. Da wird dann aber nicht gekocht werden, sondern wir werden Gelegenheit haben, einmal hinter die Kulissen der Glasherstellung und des Recyclings zu schauen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Als Erinnerung an den tollen Abend habe ich jetzt endlich eine Schürze, die praktischerweise vorne auch noch zwei Einschubtaschen hat – perfekt für Stift und Notizbuch, um beim Kochen gleich das nächste Rezept für den Blog festzuhalten. Ja, Tatsache: Ich habe bisher keine Schürze besessen. Ob ich mich daher überhaupt Foodblogger nennen darf? 😉

(c) Histamin-Pirat

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Vetropack Austria und dem Kochsalon Wrenkh entstanden. Danke an die Friends of Glass, die zu diesem Event eingeladen haben.

Lebensdauer von Duschvorhängen verlängern …

Heute geht’s mal nicht in die Küche, sondern ins Bad. Das Thema lautet

Duschvorhang

Igitt, werden einige sagen. Tatsächlich ist der Duschvorhang ein leidiges Thema. Nach einer Weile fängt so ein Plastikteil wohl oder übel an zu “leben” und landet im Müll.

via huffingpost.de

via huffingpost.de

 

Aber muss das sein?

Was dem Duschvorhang schadet

Einige Faktoren beeinflussen die Lebensdauer eines Duschvorhangs.

  1. Die Länge: Ein zu langer Duschvorhang, der vor Verwendung nicht angemessen zugeschnitten wurde, stirbt schneller. Schließlich hängt er stets in der nassen Badewanne und die zur Badewannenwand gekehrte Seite kann nicht trocknen. Schimmel ist die Folge. Und Schimmel ist bei HIT ein böser Trigger!
  2. Faulheit: Nach dem Duschen sollte der Duschvorhang ordentlich ausgebreitet werden, so dass er auf ganzer Breite trocknen kann. Bleibt der Duschvorhang zusammengeknittert hängen, staut sich in den Falten die Nässe, der Duschvorhang kann nicht trocknen – peng, wieder Schimmel!

Doch selbst wenn diese beiden Faktoren berücksichtigt werden, der Duschvorhang nur gerade so in die Badewanne reicht und auch immer schön trocknet, wird er irgendwann “kalkig” und wirkt einfach nur dreckig und eklig. Woran die wenigsten denken: Man kann einen Duschvorhang reinigen, so wie vieles andere auch. Und das Beste? Dazu muss man sich nicht mal die Finger schmutzig machen.

Duschvorhang waschen – ja, das geht

Um einen Duschvorhang zu reinigen, wird er in die Waschmaschine gegeben. Und zwar so:

  1. Duschvorhang von den Haken lösen und mit einem alten Handtuch in die Waschmaschine geben. (Ich nutze das Handtuch, das vor der Badewanne als “Fußabtreter” liegt)
  2. Ca. 1/3 Tasse Apfelessig* in die Hauptwaschkammer füllen. Achtung: Wer sehr empfindlich auf Gerüche reagiert, lässt das von jemand anderem machen!
  3. Die Hälfte der gewohnten Waschmittelmenge* für einen Waschgang in dasselbe Fach füllen. Optional: Etwas Hygienespüler* ins Weichspülerfach geben.
  4. Bei 40 °C waschen. Ich nutze hier das “Active Sport”-Programm, das eigentlich für stark verschwitzte Funktionswäsche gedacht ist. Der Vorteil: Es wird zwei Mal gespült.

Bitte nicht heißer waschen, sonst schmilzt der Duschvorhang in der Maschine! Das Handtuch ist wichtig, damit der Vorhang etwas gepolstert ist und nicht reißt.

 

Danach kommt der Duschvorhang* wieder schön sauber aus der Maschine und kann direkt aufgehängt werden. Netter Nebeneffekt: Der Apfelessig tut auch der Waschmaschine gut, weil er als Kalklöser wirkt. Und, hat schon mal jemand von Euch einen Duschvorhang gewaschen? Ich mache das alle paar Monate und sorge dadurch für weniger Plastikmüll, weil der Duschvorhang länger in Verwendung bleibt, ohne dass ich mich ekeln muss. So, damit gibt es seit langem mal wieder etwas zum Recycle-&-DIY-Tag!

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(c) Histamin-Pirat

Warum nicht mal Picknick…?

Heute gibt es ein Rezept, das ich schon lange einmal ausprobieren wollte und jetzt habe ich es endlich gemacht. Worum es geht? Um zuckerfreie Marmelade, die auch ohne Kochen funktioniert. Am Ende ist das mehr gesund als süß, aber keine Sorge, man mag trotzdem gleich alles wegnaschen. Kurzum, geniale Sache 🙂

Die Chia-Marmelade habe ich mit Heidelbeeren zubereitet, weil die histaminarm sind. Das Prinzip kann man aber auch auf andere Früchte anwenden.

Der Aufstrich, der schnell mal als Kompott pur verschlungen werden kann, eignet sich auch super als Mitbringsel zu einem Frühlingspicknick oder als Geschenk, zum Beispiel zum Geburtstag.

Apropos Geburtstag, Lenas Blog feiert seinen ersten Geburtstag. Und weil nicht nur Lena, sondern auch ihr Blog, Frühlingskinder sind, so wie ich selbst auch, ist doch nichts passender als ein Mitbringsel zum Frühlingspicknick. Da Lena keine Histaminintoleranz hat, kann sie das Ganze gerne mal mit Erdbeeren ausprobieren und berichten. Dann ist es nämlich richtig frühlingshaft. Heidelbeeren sind ja eher was für den Sommer …

Aber die Bilder zeigen Euch auch meine eigene Ernte: Frisch von der frühlingshaften Fensterbank gibt es Kresse.

Also auf geht’s! Chia-Marmelade, da haste was drauf 😉

 

Chia-Marmelade (zuckerfrei, vegan) – geht auch ohne Kochen ODER

Fruchtkompott mit Chia-Samen

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 2 Stunden im Kühlschrank

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 250 g Früchte (ich habe frische Heidelbeeren genommen)
  • 3 gestr. EL Chia-Samen
  • 1 Schuss Ahornsirup, wer mag

Zubereitung:

Die Heidelbeeren waschen.

In einem Topf pürieren und dann kurz aufkochen. Abkühlen lassen. Chia-Samen sind nämlich hitzeempfindlich. Damit alle guten Eigenschaften genutzt werden können, sollten sie möglichst kalt verarbeitet werden.

Chia-Samen in die kalte Fruchtmasse einrühren. Bei Bedarf mit etwas Ahornsirup süßen. Im Kühlschrank richtig fest werden lassen und ab aufs Brot damit.

Das Ganze geht auch ohne Kochen. Also pürieren, Chia-Samen dazu, ab in den Kühlschrank und abwarten, aber wenn man die Früchte vorher aufkocht, hält sich die Marmelade länger.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Glutenfreie Info-Wochen (Teil 2): Brühe ganz einfach selbst gemacht …

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Ich weiß gar nicht mehr, wo ich diese geniale Idee zuerst gesehen habe. Fakt ist, erfunden habe ich’s nicht. Es ist auch unsagbar einfach und dennoch genial.

Ich stelle Euch heute eine einfache Methode vor, selbst Gemüsebrühe (instant) herzustellen, ohne dass dabei Brühwürfel zum Einsatz kommen. Das Tolle an diesem “Rezept”: Die Brühe ist garantiert glutenfrei, hefefrei, glutamatfrei usw.

Das Ganze hält sich mindestens 10 Wochen.

Es sollte lediglich beachtet werden, dass ich kein Salz zum Pulver gebe. Die meisten Brühen, die man kaufen kann, sind schon gesalzen. Du musst daher beim Kochen nachsalzen.

Gemüsebrühe selbst gemacht

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten Arbeitszeit + ca. 2-3 Stunden im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 1 Glas:

  • eine Portion Suppengrün (gibt es als Mix fertig zu kaufen, enthalten sind meist Teile von Karotte, Kohlrabi, Pastinake, Petersilie, (Porree), (Knollensellerie), Petersilienwurzel – Die Zutaten in Klammern verträgt nicht jeder, am besten in kleinen Mengen austesten)
  • 1 Paprika (rot oder gelb)
  • Teile vom Wirsing/Kohl

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Zubereitung:

Das ganze Gemüse vorbereiten: waschen, gegebenfalls schälen und in sehr kleine Stücke schneiden.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und darauf die Gemüsestücke eben verteilen. Wer sehr viel Gemüse verarbeitet hat bzw. einen Vorrat anlegen will, kann auch mehrere Backbleche verwenden.

Das Gemüse bei 75-80 °C (Umluft) langsam trocknen (nicht heißer, sonst verbrennt das Gemüse). Wenn der Backofen keine Abluft hat (altes Modell), dann am Anfang einen Holzkochlöffel oder Ähnliches zwischen die Tür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Je nach dem, wie fein das Gemüse geschnitten wurde, dauert der Trocknungsvorgang unterschiedlich lang. Bei mir war nach ca. 2,5 h alles trocknen. Es kann aber auch länger dauern.

Wer nicht will, dass die ganze Wohnung nach Suppe riecht, sollte am besten währenddessen lüften. Ich fand das ja eigentlich super, aber die Geschmäcker sind ja verschieden 😉

Die getrockneten Gemüsestücke vom Backpapier schaben und in ein sauberes, ausgekochtes, trockenes Schraubglas füllen.


Tipp:

Die Brühe kann man beliebig statt Brühwürfel oder -pulver verwenden. Dazu einfach mehrere EL zur Suppe, oder wozu immer man gerade Gemüsebrühe braucht, geben und schon hast Du leckere Gemüsestücke in der Suppe.

Wer keine Stücke möchte, kann den trockenen Gemüsemix vor dem Abfüllen in Gläser noch in einem Mörser* zu Pulver zerstoßen.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Nachhaltig und vegan…

Nachhaltig und vegan [mit Give-Away]

Zahnpflege

Es ist mal wieder so weit: Heute ist Recycle-&Do-it-yourself-Tag auf dem Blog, so wie an jedem Monats-6.

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Neben Histaminintoleranz sind Vegetarismus/Veganismus und Nachhaltigkeit wichtige Themen, auf die ich regelmäßig im Blog eingehe.

Gerade, was Zähne angeht, gibt es schon ein paar Sachen auf dem Blog, z.B. ein Rezept für selbst gemachte Zahnpasta, die flurorid- und sorbitfrei ist. Auch heute soll es mal wieder um Zahnpflege gehen.

Ca. alle acht Wochen wechsle ich meine Zahnbürste. Im Jahr fallen dadurch allein durch mich 6 Zahnbürsten als Müll an. Plastik ist biologisch nicht abbaubar. Über kurz oder lang landet dieser Müll in den Weltmeeren, wo Plastik auch nicht abgebaut, aber mit der Zeit in immer kleinere Bestandteile zersetzt wird. Diese Plastikreste (nicht nur von Zahnbürsten natürlich) landen dann in der Nahrungskette. Fische und andere Tiere nehmen die Überreste mit der Nahrung auf und werden davon krank. Wenn wir derart kontaminierte Tiere dann auch noch essen sollten, essen auch wir Plastik mit. Außerdem verunreinigt dieser Müll unser Wasser, Strände und gefährdet Korallenriffe, etc. Die Reduktion von Plastikmüll geht uns alle an.

Ich verzichte z.B. mittlerweile auf Wegwerf-Damenhygieneprodukte. Dass es aber mittlerweile auch nachhaltige Zahnbürsten aus Holz gibt, habe ich erst kürzlich erfahren. Ein einfacher Weg ein bisschen mehr Plastik zu sparen.

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Plastik vs. Bambus (die beiden Bürsten sind gelb, weil in meiner Zahnpasta Curcuma enthalten ist)

Nach einiger Suche – auch in lokalen Geschäften, wo ich leider nicht fündig wurde – habe ich den Online-Versand BioVeganVersand entdeckt. Hier gibt es neben veganen Leckereien und Lesestoff auch Bambuszahnbürsten, die mit weit weniger Plastik als herkömmliche Zahnbürsten auskommen. Die Zahnbürste hinterlässt einen leichten und angenehmen “Waldgeschmack” (Holz) im Mund und bringt die gleiche Putzleistung wie herkömmliche Zahnbürsten. Die Zahnbürste sollte nach der Anwendung trocken gelagert werden (also nicht in der Dusche oder so) und hat dann auch ca. die gleiche Lebensdauer. Nach ca. 6-8 Wochen sollte sie ersetzt werden.

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Im Shop gibt es auch einiges, was für “Histaminintolerante” von Interesse ist, z.B. einige Produkte der Kategorie “glutenfrei“, aber zum Beispiel auch vegane, weiße Schokolade, die ohne Sojalecithin auskommt oder vegane Zuckerstreusel ohne Chemie. Schaut doch einmal vorbei.

Mit freundlicher Unterstützung von BioVeganVersand gibt es passend zum Nikolaus eine Kleinigkeit in den Stiefel für Euch treue Leser und Leserinnen. BioVeganVersand hat mir kostenlos ein Zahnbürstenset für die ganze Familie zum Testen für Euch zur Verfügung gestellt: Eine Zahnbürste von Ecobamboo in der Stärke mittel, eine in der Stärke weich und eine weiche Kinderzahnbürste.

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Um das Zahnbürstenset zu gewinnen, hinterlasst unten einen Kommentar, in dem Ihr mir verratet, was Nachhaltigkeit und Vegetarismus bzw. Veganismus für Euch bedeuten. Was ist Euch dabei besonders wichtig bzw. warum lebt Ihr vegetarisch oder gar vegan?

Falls die Kommentarfunktion nicht funktionieren sollte, könnt Ihr mir auch eine E-Mail schreiben (histaminarm(at)vollbio.de) mit dem Betreff: “Nachhaltigkeit & vegan” oder Ihr nutzt dieses Kontaktformular:

Teilnehmen kann jeder bzw. jede mit einer Adresse in Österreich oder Deutschland. Teilnahmeschluss ist der 24.12.2014.

Viel Glück!

(c) Histamin-Pirat

 

Vergiss Tofu…

Beim Küchenatlas Blog dreht sich gerade alles um die Gemüsesorten der kalten Jahreszeit. Offen gestanden bin ich kein großer Kohlfan. Vor allem Rosenkohl schmeckt mir gar nicht. Allein Rotkohl mag ich ganz gerne.

KüchenAtlas-Blogparade: Wintergemüse

Aber zum Glück bietet die kalte Jahreszeit noch einiges mehr als nur Kohl. Zum Beispiel: Pastinaken, Karotten, Petersilienwurzeln, Kürbis, Fenchel und Esskastanien.

Und um letztere soll es sich heute drehen. Die Kastanien spielen dabei ein wunderbares Solo auf. Na gut, ein paar Mandeln sind auch mit von der Partie 😉

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Esskastanien habe ich als neue Alleskönner für mich entdeckt. Die gehen immer. Egal, ob als Kuchenfüllung, als Süßigkeit, in Keksen, im Brot oder, wie heute, als Fleischersatz.

Wie Ihr wisst, gibt es hier kein Soja und dementsprechend auch kein Tofu, aber es geht doch seit einiger Zeit alles vegetarisch zu. Und manchmal, ja, manchmal, habe ich Appetit auf Fleisch. Geschmacklich sind Esskastanien nun meine neue Alternative. Ohne Witz, diese Bratlinge schmecken tatsächlich etwas “fleischig”, sind aber viel gesünder. In Esskastanien ist z. B. eine gute Menge Vitamin C enthalten, außerdem enthalten: Kalium und Calcium, ein bisschen Eiweiß und auch Fett (und noch einiges mehr). Damit sind Maroni so ein richtiges “Powergemüse” der kalten Jahreszeit.

Maronibratlinge an Maronisauce mit Mandelreis

(inklusive schneller Mandelmilch) –

vegan, glutenfrei, laktosefrei, histaminarm

 

Zubereitungszeit:

ca. 1-1,5 Stunden

Schwierigkeit:

normal

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Zutaten für 2-3 Personen:

  • 500 g Esskastanien
  • 2 Handvoll Mandeln
  • etwas heißes Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • Curcuma, Kreuzkümmel, Oregano, (Hauch Zimt – wenn das vertragen wird), Kümmel
  • etwas Kokosöl
  • 1-2 EL Chiamehl
  • 1/2 Tasse Reis und genug Wasser zum Kochen (ca. 2 Tassen)
  • 1-2 geh. TL Dinkelmehl
  • 1-2 Zehen Knoblauch

Zubereitung:

Die Maroni kreuzförmig einritzen und bei 180-200 °C ca. 20-25 Minuten im Backofen rösten.

Die Mandeln blanchieren, d. h. mit heißem Wasser übergießen und einen Moment im heißen Wasser stehen lassen (ich habe dazu einen Topf verwendet). Dann abseihen und mit kaltem Wasser abschrecken. Schälen. In eine Schüssel geben und mit Wasser großzügig bedecken und dann pürieren. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb (ich habe ein Teesieb* verwendet – ein Pflanzenmilchbereiter* ist jedoch optimal für diesen Arbeitsschritt) streichen. Das Feste, also die Mandelüberreste, in einer Schüssel separat sammeln – das brauchen wir noch. Fertig ist die Mandelmilch.

Die Maroni aus dem Ofen nehmen und schälen. 10 Maroni beiseitelegen. Die brauchen wir später für die Sauce.

Den Rest mit 1 EL Kokosöl und 2-3 EL Wasser, mit der Hälfte der Mandelmasse, Salz, Pfeffer, Curcuma, Kreuzkümmel, Oregano, (Zimt) pürieren. Mit 1-2 EL Chiamehl mischen und aus dieser Masse Bratlinge formen.

Reis aufsetzen. Mit Salz und Kümmel würzen. Sobald der Reis einmal aufgekocht ist, auf kleine Flamme schalten und die andere Hälfte der Mandelüberreste beimengen. Kurz vor Ende bei Bedarf einen 1/2 TL Kokosöl unterrühren.

Die zuvor beiseitegelegten Maroni hacken. Knoblauch schälen und hacken. In Öl den Knoblauch kurz anschwitzen und Mehl hinzugeben und eine Mehlschwitze ansetzen. Mit Mandelmilch ablöschen. Nach und nach die Mandelmilch zugeben, sobald die Sauce etwas angedickt ist. Die gehackten Maroni hinzugeben und wenige Minuten ziehen lassen. Dann pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Andere Gewürze nach Geschmack. (Für die glutenfreie Variante entweder Maisstärke zum Andicken nehmen statt der Mehlschwitze oder mehr Maroni)

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Bratlinge von beiden Seiten braten.

Mit Reis und Sauce die Bratlinge servieren.

Tipp:

Wer mag, kann beim nächsten Mal auch etwas Knoblauch in den Teig für die Bratlinge geben. Das schmeckt auch sehr gut.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Zuckerstreusel selbst gemacht…

Es ist mal wieder soweit. Heute ist Recycle & Do-it-yourself-Tag bei mir – wie an jedem Monats-6.

Wie jeden Monat habt Ihr auch diesmal Gelegenheit, Eure Selber-Machen-, Upcycling- sowie Recycling-Ideen mit mir zu teilen. Hinterlasst dazu einfach unten einen Link zu Eurem Beitrag. Ich werde dann in einem gesonderten Beitrag Eure Idee und Euren Blog vorstellen.

Es ist ja nicht mehr allzu lang bis Weihnachten und so steht der heutige Beitrag schon ein klein wenig im Zeichen der Weihnachtszeit. Wir machen Zuckerstreusel selbst. Das ist ganz einfach.

Warum Zuckerstreusel selber machen?

Zunächst mal ist selbstgemacht in dem Fall viel günstiger als gekauft. Mir ging es aber mehr darum, dass diese Variante 1. vegan ist und 2. ohne künstliche Zusatzstoffe auskommt. Einige wissen vielleicht, dass der rote Farbstoff Karmin aus Schildläusen gewonnen wird. Was mich ein bisschen schockiert hat, war der Stoff E173 in Zuckersilberperlen, denn E173 ist schlichtweg Aluminium. Na ja, irgendwo muss der silbrige Schein ja herkommen. Nur essen mag ich das alles irgendwie nicht. Bei selbst gemachten Zuckerstreuseln habt Ihr volle Kontrolle, was reinkommt.

Heute fange ich mal mit roten Zuckerstreuseln an, wobei meine eher rosa geworden sind. Ich habe eine Sorte Rote Beete entsaftet, die nicht durchgehend rot ist (s. Bilder) und dementsprechend nicht ganz so intensiv färbt. Mit klassischer Rote Beete bekommt Ihr ein kräftigeres Rot hin.

Außerdem hatte ich keinen Staub-/Puderzucker im Haus. Kurzerhand habe ich meinen selbst gemachten Vanillezucker zermörsert. Wird nicht ganz so fein, aber dann haben die Streusel eine tolle vanillige Geschmacksnote.

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Zuckerstreusel selbstgemacht (rot) – vegan und ohne Lebensmittelfarbe sowie künstliche Zusatzstoffe

 

Zubereitungszeit:

ca. 5-10 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

einfach


 

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Zutaten für 1 Glas/ein Blech:

 

  • 3/4 Tasse Staubzucker/Puderzucker
  • 1 TL (leicht gehäuft) Maisstärke
  • 3-4 TL Rote-Rüben-Saft/Rote-Beete-Saft
  • nach Bedarf evtl. Vanille oder andere Gewürze

Zubereitung:

Die Stärke mit dem Staubzucker mischen. Nun den Saft hinzugeben. Gut vermengen. In einen Spritzbeutel mit dünner Tülle füllen und Bahnen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ziehen.

Bei 50 °C ca. 20-30 Minuten backen. Danach auskühlen lassen. Nun sollten die Streifen hart genug sein, dass man sie mit dem Messer hacken kann. In ein ausgekochtes Glas füllen. Hält sich bis zu 3 Monate.

Natürlich lassen sich nach diesem Prinzip auch andersfarbige Zuckerstreusel “basteln”. Ich stelle mir z. B. Brokkolisaft gut für grüne Streusel vor oder Blaubeersaft, wenn’s in den lila/blauen Bereich gehen soll. Andere Farben muss ich aber selbst erst noch ausprobieren. Ich lasse Euch wissen, wie die anderen Streusel bunt geworden sind.

Und was habt Ihr heute so gezaubert? Unten ist Platz für Eure Beiträge.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ganz in weiß …

Es geht weiter mit meinen Maroni-Themen-Wochen.

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Diesmal habe ich leckere helle Pralinen mit Maroni-weiße-Schoko-Füllung für Euch. Absolut passend übrigens auch für Danielas aktuelles Blogevent, wo sich alles um weiße Schoki dreht. Daniela schreibt übrigens auch einen Blog zum Thema Histaminintoleranz. Bei ihr findet Ihr allerhand leckere Rezepte.

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Und der Beitrag ist genauso passend für das Schoko-Event bei der Schokoladenfee.

Schokoladen-Event

Meine Pralinen sind vegan, sofern Ihr vegane Schoki* verwendet (gibt’s im Bioladen oder Reformhaus mit z. B. Reismilch). Damit die Pralinen histaminarm sind, sind sie alkoholfrei – dementsprechend aber auch nicht so lange haltbar. Am besten lagert Ihr die Pralinen im Kühlschrank und verbraucht sie innerhalb weniger Tage. Sollte kein Problem sein. Bei mir haben sie auch nur einen Tag überlebt 😉 Die sind nämlich ganz wahnsinnig lecker.

Die Pralinen eignen sich auch super als Geschenk, z. B. zu Weihnachten oder als Nikolauspräsent. Denkt dann aber daran, sie frisch, kurz vorher zuzubereiten.

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Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten + ca. 30 Minuten im Kühlschrank

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für ca. 12 Stück:

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Zubereitung:

Die Esskastanien oben kreuzförmig einritzen – sonst kriegt Ihr nachher den Inhalt kaum heraus. Dann wandern die eingeritzten Maroni für 20-25 Minuten bei 180-200 °C in den Backofen. Wenn die Hälfte der Zeit um ist, einmal wenden. Die Kastanien aus dem Ofen nehmen. Das Essbare aus der Schale puhlen.

Während die Kastanien im Ofen sind, die Hälfte der Schokolade und die Hälfte der Kakaobutter im Wasserbad schmelzen.

Die Kastanien mit der geschmolzenen Schokolade pürieren. Wer mag, kann mit einer Prise Kardamom würzen. Zucker nach Geschmack hinzufügen. Alles gut vermengen.

Einen Teller mit Backpapier auslegen und mit dem Spritzbeutel (mit weiter Tülle) oder mit einem Löffel die Masse als einzelne, kleine Kugeln auf den Teller setzen. Ihr könnt mit den Händen auch etwas nachformen.

Der Teller mit den Rohlingen wandert erstmal kurz in den Kühlschrank.

Währenddessen die restliche Schokolade und Kakaobutter schmelzen. Die kalten, ausgehärteten Maroni-Kugeln in der Schokolade wälzen und wieder auf den mit Backpapier ausgelegten Teller setzen. Eine Pralinengabel* ist hier ganz praktisch. Die Pralinen im Kühlschrank aufbewahren und bald verzehren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

DIY … Darf ich vorstellen?

Recycle & Do-it-yourself-Tag:

Darf ich vorstellen?

 

An jedem 6. im Monat rufe ich zum Recycle & Do-it-yourself-Tag auf. Eure und auch meine Ideen zum Thema, Recycling, Upcycling und Selbermachen stehen an diesem Tag im Mittelpunkt. Das können selbstgemachte Grundnahrungsmittel sein, Gestricktes, Gehäkeltes, Genähtes z. B. aus Stoffresten. Genauso sind Dekoartikel erlaubt, die Ihr aus etwas geschaffen habt, was eigentlich Müll gewesen wäre oder was Euch sonst noch so einfällt …

Ich selber erstelle immer einen Beitrag mit einer eigenen DIY- oder Recycling-Idee. Darunter könnt Ihr Euren Beitrag dann im Kommentarfeld verlinken und ich werde Euren Blog dann demnächst hier vorstellen.

Die erste Teilnehmerin meines Events ist übrigens Maria von Widerstand ist zweckmäßig. Während es bei mir nur ab und zu explizit um Recycling und DIY geht, stehen diese Themen im Mittelpunkt von Marias Blog. Bei ihr findet Ihr allerhand Tipps zur Müllvermeidung bzw. zur alternativen Müllnutzung, zu Themen des Umweltschutzes, Selbermachen-Ideen, Rezepte, Informationen zu Aktionen rund um das Thema Upcycling … Schaut doch mal vorbei!

Zu meinem letzten Recycle & Do-it-yourself-Tag hat Maria ihre aus einer alten Jeans und einem alten T-Shirt selbst genähte Tasche eingereicht.

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Hier geht es zum ganzen Artikel von Widerstand ist zweckmäßig.

Na, habt Ihr schon Ideen für den 6. November?

(c) Histamin-Pirat

Zum Schleckern gut…

Habt Ihr Ideen für den Recycle & Do-it-yourself-Tag in diesem Monat?

Eure Beiträge könnt Ihr gerne unten im Kommentarfeld verlinken. Demnächst gibt es dann einen eigenen Beitrag mit der Zusammenfassung.

Von mir gibt es heute etwas Leckeres, das Herz und Magen wärmt und Mensch wie Tier freut 😉

 

Schnelle (warme) Kokosmilch aus Kokosflocken

 

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 2 Tassen:

 

  • gewünschte Menge (je nach dem wie “kokosnussig” Ihr es mögt) Kokosflocken
  • 2 Tassen Wasser
  • (Kokosblütenzucker* oder Ahornsirup bei Bedarf)

Zubereitung:

In einem Topf Wasser mit Kokosflocken erwärmen, aber nicht kochen. Ein paar Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen und immer mal umrühren. Pürieren. Dann durch ein feinmaschiges Sieb* (ich habe ein Teesieb genommen) drücken. Optimal ist ein veganer Getränkebereiter*.

Die übrig gebliebenen Flocken kann man zum Beispiel für Muffins oder Kuchen verwenden.

Wer mag, kann seine Milch noch mit Vanille oder Kokosblütenzucker oder dergleichen verfeinern.

Ich habe sie pur, dafür mit recht viel Kokosflocken im Ausgangsstadium, genossen.

Mein größter Fan, wenn es um Kokos(flocken) geht, ist hier Shaolin. Pur zubereitet und ohne Schnickschnack oder Zucker schleckert sie die Milch sehr gerne weg. Ich stelle sie ihr noch handwarm, aber nicht heiß (!) hin.

Für Menschen ist die Milch aber auch ein richtiger Magenschmeichler. Mache ich bestimmt wieder.

Die Idee habe ich übrigens von diesem How-to-Video bekommen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

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