Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: Beilage (Seite 1 von 3)

Erfrischendes Quittengelee mit (vor-)weihnachtlichem Touch …

Ich liebe Quitten. Aber im Supermarkt findet man die irgendwie nie. So ist es also Jahre her, dass ich in den Genuss von Quitten gekommen bin. Vor ein paar Tagen habe ich jedoch einen Sack voll Früchte geschenkt bekommen und meinen ersten richtigen Einkochversuch damit gestartet.

Ja, okay, es gibt bereits ein Marmeladenrezept auf dem Blog, aber das hat wenig mit dem Einkochen zu tun, wie wir es von Oma oder so kennen.

Und genau daran wollte ich mich mal versuchen: Einkochen wie die Oma. Aus den Quitten sollte also zum einen Gelee und zum anderen Marmelade werden. Und so viel weg: Das Gelee hat den Geschmackstest bereits bestanden. Saulecker! Der Mix ist irgendwie recht erfrischend und zugleich gibt das Ganze bereits einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Weihnachtszeit.

Neben Quitte ist nämlich noch Vanille, Kardamom und ein Schuss Limette mit dabei. Wer mit Zitrusfrüchten nicht so gut kann, lässt die Limette, die den Frische-Kick gibt, einfach weg. Hier werden Limetten aber ganz gut vertragen. Also darf das ruhig mit rein.

Quittengelee mit Limette, Vanille & Kardamom

Zubereitungszeit:

ca. 2 h bis 3 h

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 3 Gläser

  • ca. 3 kg Quitten (Rohgewicht vor dem Zerkleinern)
  • Wasser
  • 1 Vanilleschote* (kann auch schon ausgekratzt sein, da sie mitgekocht wird)
  • Saft von 1 Limette, optional
  • 1/2 TL Kardamom
  • 500 g 1:1 Gelierzucker

Zubereitung:

Die Quitten gründlich abwaschen und den “Pelz” abputzen. Grob in Stücke schneiden. Die Strünke habe ich weggeschnitten, aber das Kerngehäuse nicht.

In einem großen Topf* mit Wasser weichkochen. Das dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

Anschließend mit einem Schaumlöffel* die Quittenstücke aus dem Kochwasser nehmen oder durch ein großes Sieb abseihen.

Ich habe zunächst versucht, das Quittenmus durch ein feines Sieb zu drücken, um an den Saft zu kommen. Doch die Ausbeute ist dabei wirklich mäßig. Mehr Saft erhält man mit Muskelkraft, indem man die Masse ordentlich durch ein Tuch drückt – ja, geradezu wringt.

Weil ich am nächsten Tag noch Marmelade aus den Überresten machen wollte, habe ich vor dem Ausdrücken die Kerngehäuse entfernt.

Nach dem Auswringen durch ein Tuch erhält man etwa 500 ml Quittensaft. Dieser wird zusammen mit dem Limettensaft (optional), der ausgekratzten Vanilleschote und Kardamom sowie dem Gelierzucker erhitzt.

Währenddessen die sauberen Einweggläser in einen anderen Topf mit heißem Wasser stellen, damit sie vorgewärmt sind. Das verhindert, dass die Gläser springen, wenn das heiße Gelee eingefüllt wird.

Damit die Masse geliert, ist es wichtig, dass alles einmal richtig aufwallt. Ich habe es fünf Minuten siedend (blubbernd) vor sich hin kochen lassen.

Jetzt sollte es schnell gehen. Das Gelee in die vorbereiteten, warmen Gläser füllen. Deckel drauf und einmal auf den Kopf stellen. Nach ein paar Minuten wieder umdrehen. Gegebenenfalls Handschuhe anziehen, falls die Gläser schon zu heiß sind. Diese Prozedur desinfiziert zusätzlich die Deckel. Ich koche aber ohnehin vorher die Gläser und Deckel aus, damit es steril ist.

Jetzt müssen die Gläser noch auskühlen. Wenn sie Zimmertemperatur erreicht haben, können sie auch über Nacht in den Kühlschrank gestellt werden. So wird das Gelee auf jeden Fall fest.

Hinweis: Ich habe bisher noch keinen 1:1 Gelierzucker ohne Citronensäure gefunden und auch hier so welchen verwendet. Wenn ich mal wieder Früchte habe, werde ich einen Versuch nur mit Pektin, Rohrzucker und Limette versuchen. Wie machst Du Gelee oder Marmelade? Bin gespannt auf die Erfahrungen. Das hier ist ja mein erster Versuch, der aber wirklich gut schmeckt. Eigenlob … 😉

Jetzt ist noch jede Menge Mus übrig. Dieses habe ich am nächsten Tag zu Marmelade verarbeitet und das ging so:

Quittenmarmelade mit Minze, aztekischem Süßkraut, Limette, Vanille & Kardamom

Zubereitungszeit:

ca. 1 h

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 10 Gläser

  • Überreste / Mus von den 3 kg Quitten vom Vortag (im Kühlschrank gelagert)
  • Wasser
  • 1 Vanilleschote* (ich habe dieselbe vom Vortag nochmal verwendet)
  • Saft von 2 Limetten, optional
  • frische Kräuter aus dem Garten: 3 Stängel aztekisches Süßkraut, 2 Stängel Zitronenmelisse, 2 Stängel Apfelminze (hier kann nach Geschmack variiert werden)
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1 kg 1:1 Gelierzucker

Zubereitung:

Aus den Kräutern wird ein Tee gekocht. Wir brauchen einen Liter. Im Grunde kann man auch einfach Wasser oder zum Beispiel Apfelsaft nehmen. Ich fand die Kräutertee-Idee aber ganz lecker.

Anschließend werden Mus, Kräutertee, Limettensaft, Vanilleschote, Kardamom und Gelierzucker in einem großen Topf erhitzt. Auch das muss wieder aufwallen, damit es nachher richtig geliert. Also wieder fünf Minuten blubbern lassen.

Währenddessen wieder Gläser vorbereiten und aufwärmen.

Die heiße Marmelade in die Gläser füllen und zuschrauben. Einmal auf den Kopf stellen und nach ein paar Minuten umdrehen. Jetzt heißt es warten, bis die Marmelade fest ist. Dann kannst Du sie Dir schmecken lassen oder verschenken. Einige meiner Gläser sind schon reserviert.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Rezept für Kochfaule (glutenfrei)…

Zugegebenermaßen habe ich im Herbst und Winter wesentlich mehr Freude am Kochen und vor allem am Backen als in den warmen Jahreszeiten, aber manchmal soll es doch schnell gehen. Vielleicht hat man abends noch was vor – und wenn nur ein gemütlicher Filmeabend wartet. Da will ich jedenfalls nicht ewig in der Küche stehen. Kurzerhand mache ich dann Sachen, die sich wie von selber kochen. Ofenkartoffeln zum Beispiel 🙂

Ofenkartoffeln mit Schnittlauchcreme (vegetarisch, glutenfrei)

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + 60 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach


Zutaten:

  • so viele Kartoffeln, wie Du essen möchtest
  • 1 Pck. Frischkäse natur (Achtung: ohne Bindemittel wie Carrageen oder Guarkernmehl und ohne Citronensäure)
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1/3 TL Salz oder weniger
  • 1-2 EL Milch

Zubereitung:

Kartoffeln gründlich abspülen. Jede Kartoffel in Alufolie wickeln und dann alle Kartoffeln zusammen in den Ofen geben und bei 200 °C Heißluft ca. 60 Minuten garen.

In der Zwischenzeit die Schnittlauchcreme vorbereiten: In einer Schüssel den Frischkäse mit gehacktem Schnittlauch, etwas Salz und einem Schluck Milch zu einer geschmeidigen Creme verrühren. Optional mit einem Schuss Leinöl verfeiern.

Die Kartoffeln aus der Folie wickeln und schälen.

Zusammen mit der Schnittlauchcreme servieren und genießen.

(c) Histamin-Pirat

Belegte Brote ohne Brot? Glutenfreies Fingerfood – EM-tauglich (Buchrezension) …

Gesunde Snacks und Fingerfood

Die EM 2016 steht vor der Tür. Zeit, über gesunde Snacks und Fingerfood nachzudenken. Statt Bratwurst und Bier kann es zum Fest des runden Leders auch einmal gesund hergehen. Die Low-Carb-Küche bietet sich an, denn erstens ist das meiste, was Low Carb ist, auch glutenfrei und so manches sogar histaminarm. Für alle, die Low Carb zum ersten Mal hören, es geht um die Einteilung von “guten” und “schlechten” Kohlenhydraten (carb = kurz für carbohydrates).

Grundsätzlich gibt es verschiedene Low-Carb-Diäten, die allesamt das Ziel der Gewichtsreduktion verfolgen. Dabei sollen die Kohlenhydrate mit starker glykämischer Last, also jene, welche den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen, reduziert werden. Getreide, Zucker und stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln werden daher großteils vom Speiseplan gestrichen.

Uff, was bleibt denn dann noch über? Klar, wer Brot, Kuchen und reguläre Beilagen wie Kartoffeln gewohnt ist, muss erst einmal umdenken. Betroffene von HIT sollten sich nicht zu strikt an die Vorgaben halten, um ihren Speiseplan nicht unnötig zusätzlich einzuschränken.

Für traditionelles Gebäck gibt jede Menge gesunde Alternativen. Dabei lässt die Low-Carb-Diät nicht nur Pfunde purzeln, sondern wirkt sich unter anderem auch positiv auf die Herzgesundheit aus. Speziell für gesunde Snacks ist mir dieses Buch* kürzlich in die Hände gefallen:

Und was gibt es so Leckeres in diesem gesunden Kochbuch zu entdecken? Viel Vegetarisches und einiges mit Fisch und Fleisch – dabei geht es stets glutenfrei zu. Einiges wird überbacken, anderes wird gerollt. Gerollt? Ja, die gegrillten Zucchiniröllchen mit Feta-Füllung auf S. 75 zum Beispiel oder die Gurkenröllchen mit Ziegenfrischkäse und Garnelen auf S. 66. Beides ist, sofern die Zutaten frisch sind, sogar histaminarm. Wenn es nicht histaminarm sein muss, bieten sich auch andere “Sushi”-Gerichte an: Gurkenröllchen mit Avocadocremefüllung (S. 65) oder gefüllte Hähnchenbrust im Parmaschinkenröllchen (S. 69).

Da läuft einem doch jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Schließlich sind mit dem Sparschäler schnell einmal Streifen von der Gurke oder Zucchini runtergeschnitten. Dann muss nur noch die Füllung nach Wahl her und es wird gerollt. Mit einem Haps sind die leckeren Röllchen dann im Mund.

Und was bietet das Buch sonst so:

  • marinierter Mini-Mozzarella auf Basilikumblättern (S. 61)
  • gefüllte Gurkenschiffchen (S. 49)
  • belegte Zucchini- und Gurkenscheiben, z. B. mit Hüttenkäse, Olive und frischen Kräutern (S. 34)
  • Zucchinischeiben gestapelt mit Quarkschichten dazwischen (S. 33)
  • gefüllter Grillkäse/Halloumi (S. 21) oder Halloumi statt Toastbrot mit Pesto (S. 19)

Und was möchte ich Euch mit auf den Weg geben? Die leckere Knabberei von S. 84: Mandelbiscuits. Die kann man pur vernaschen oder mit Aufstrich, Kräutern & Co belegen.

Mandelbiscuits

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten + 2 Stunden im Kühlschrank

Schwierigkeit:

normal


Zutaten für ca. 35 Stück:

  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 125 g weiche Butter in Flöckchen oder Kokosöl
  • 75 g Mandelmehl*
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln gleichmäßig mit der Butter verkneten. Mandelmehl, Backpulver, Ei und Salz dazugeben und rasch zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Eine ca. 4 cm dicke Rolle formen, fest in Klarsichtfolie einrollen und für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Teigrolle auspacken und mit einem scharfen Messer ca. 5 mm dicke Scheiben abschneiden. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 15 Minuten goldgelb backen. Vor dem Naschen vollständig auskühlen lassen. Nach Belieben belegen oder pur verspeisen. Die Kekse halten sich luftdicht verschlossen ca. 4 Wochen.

Tipp: Weil die mürben Biscuits so leicht zerbröseln, eignen sie sich auch als Semmelbröselersatz.

Hinweis: Mit 7 Gramm Fett pro Stück sind die Biscuits jedoch nicht ganz ohne.

Zusammenfassung

  • 96 Seiten, Paperback
  • Low-Carb-Kochbuch für Snacks und Speisen für den kleinen Hunger
  • glutenfrei
  • teils vegetarisch, vieles paläotauglich, manches histaminarm
  • 12,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Herbstpuffer…

Herbstpuffer aus Spaghettikürbis (vegan)

Genau wie bei Becky von Becky’s Diner ist der Herbst meine absolute Lieblingsjahreszeit. Ja, ich liebe dieses Wetter das zum Schokolade-trinkenden-auf-dem-Sofa-Einkuscheln einlädt und die Zeit, in der sich die Bäume bunt färben.

Vor allem mag ich den Herbst aber, weil jetzt all meine Lieblingsleckereien Saison haben. Es gibt endlich wieder frische Maroni und diverse Kürbissorten. Mein Favorit unter den Kürbissen ist der Butternusskürbis, aber dieses Jahr hat er Konkurrenz bekommen. Ich habe mich am Spaghettikürbis für Becky’s Blogevent zum kulinarischen Herbstspaziergang versucht.

Der Spaghettikürbis hat seinen lustigen Namen aufgrund der Struktur seines Fruchtfleisches, das nach dem Garen faserartig, ein bisschen wie Spaghetti, aussieht und gerade das macht den Spaghettikürbis zu einem fabelhaften “Pufferkandidaten”.

Außerdem im Rezept: Chia-Samen. Die Wunderdinger gibt es bereits in einigen Rezepten auf dem Blog, nicht zuletzt aufgrund ihrer positiven Wirkung auf den Histaminabbau. Neu in einem Blog-Rezept ist nicht nur der Spaghettikürbis, sondern auch Einkornmehl. Ähnlich wie Dinkel ist Einkorn eine alte Getreidesorte, die wesentlich mehr Nährstoffe als Weizen enthält. Interessant ist Einkorn vor allem, weil viel Magnesium enthalten ist und das habe ich schon länger im Verdacht als “Histamin-Helfer”.

Nach bisheriger Recherche konnte ich aber meinen Verdacht noch nicht eindeutig belegen. Es gibt ein paar Studien zum Thema Magnesium und Histamin, aber die antihistamine Wirkung von Magnesium scheint weniger eindeutig belegt zu sein als die von beispielsweise Zink. In einer Studie wurde Magnesium Betroffenen von allergiebedingtem Asthma gegeben, um zu sehen, ob damit ein Anfall schneller abklingt. Die Wirkung war aber nicht signifikant. Wie dem auch sei, ich bleib dran und halte Euch auf dem Laufenden. So, aber nun zum Rezept!

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 30 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1–2 Personen:

  • 1/2 kleiner Spaghettikürbis
  • 1 EL Chia-Samen-Mehl + 3 EL Wasser = Chia-Samen-Gel als Ei-Ersatz
  • Einkornmehl

Zubereitung:

Zunächst die Spaghettikürbishälfte mit dem Fruchtfleisch nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 200 °C ca. 30 Minuten backen. Den Kürbis aus dem Backofen nehmen – Vorsicht, heiß! Und auskühlen lassen.

Den Ei-Ersatz aus Chia-Samen und Wasser ansetzen und ein paar Minuten quellen lassen.

Mit einem Löffel zunächst die Kerne aus dem Kürbis kratzen und dann das Fruchtfleisch aus dem Kürbis herausschaben. Ich püriere das Fruchtfleisch meist noch ganz kurz, muss man aber nicht unbedingt. Dann mische ich das Chia-Samen-Gel dazu und gebe so lange Einkornmehl dazu, bis die Masse nicht mehr an den Händen klebt.

Vom Teig kleine Menge abnehmen, Bälle daraus formen und mit den Händen flach drücken. Dann von beiden Seiten in Öl braten, bis die Puffer golden sind.

Na, die goldenen Puffer passen doch perfekt zum goldenen Herbst, oder? Ich mag die Puffer mit einem gemischten Salat. Man kann sie aber auch so wie die Maroni-Bratlinge hier mit Maroni-Mandelsauce und Kartoffeln oder Reis genießen. Wer mag, kann etwas Preiselbeermarmelade dazugeben.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Warum nicht mal Picknick…?

Heute gibt es ein Rezept, das ich schon lange einmal ausprobieren wollte und jetzt habe ich es endlich gemacht. Worum es geht? Um zuckerfreie Marmelade, die auch ohne Kochen funktioniert. Am Ende ist das mehr gesund als süß, aber keine Sorge, man mag trotzdem gleich alles wegnaschen. Kurzum, geniale Sache 🙂

Die Chia-Marmelade habe ich mit Heidelbeeren zubereitet, weil die histaminarm sind. Das Prinzip kann man aber auch auf andere Früchte anwenden.

Der Aufstrich, der schnell mal als Kompott pur verschlungen werden kann, eignet sich auch super als Mitbringsel zu einem Frühlingspicknick oder als Geschenk, zum Beispiel zum Geburtstag.

Apropos Geburtstag, Lenas Blog feiert seinen ersten Geburtstag. Und weil nicht nur Lena, sondern auch ihr Blog, Frühlingskinder sind, so wie ich selbst auch, ist doch nichts passender als ein Mitbringsel zum Frühlingspicknick. Da Lena keine Histaminintoleranz hat, kann sie das Ganze gerne mal mit Erdbeeren ausprobieren und berichten. Dann ist es nämlich richtig frühlingshaft. Heidelbeeren sind ja eher was für den Sommer …

Aber die Bilder zeigen Euch auch meine eigene Ernte: Frisch von der frühlingshaften Fensterbank gibt es Kresse.

Also auf geht’s! Chia-Marmelade, da haste was drauf 😉

 

Chia-Marmelade (zuckerfrei, vegan) – geht auch ohne Kochen ODER

Fruchtkompott mit Chia-Samen

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 2 Stunden im Kühlschrank

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 250 g Früchte (ich habe frische Heidelbeeren genommen)
  • 3 gestr. EL Chia-Samen
  • 1 Schuss Ahornsirup, wer mag

Zubereitung:

Die Heidelbeeren waschen.

In einem Topf pürieren und dann kurz aufkochen. Abkühlen lassen. Chia-Samen sind nämlich hitzeempfindlich. Damit alle guten Eigenschaften genutzt werden können, sollten sie möglichst kalt verarbeitet werden.

Chia-Samen in die kalte Fruchtmasse einrühren. Bei Bedarf mit etwas Ahornsirup süßen. Im Kühlschrank richtig fest werden lassen und ab aufs Brot damit.

Das Ganze geht auch ohne Kochen. Also pürieren, Chia-Samen dazu, ab in den Kühlschrank und abwarten, aber wenn man die Früchte vorher aufkocht, hält sich die Marmelade länger.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ich mag den Frühling mit Leib und Seele…

Der Frühling ist in vollem Gange. Der Garten bzw. der Wochenmarkt bieten gerade all die leckeren frühlingsfrischgrünen Sachen an: Spargel, Mangold, Bärlauch … Und ich als Frühlingskind mag diese Jahreszeit ohnehin ganz besonders. Und Sia von Sia’s Soulfood auch. Denn zu ihrer Bloggeburtstagsparty sucht sie leckere Frühlingsrezepte und ich hab da mal was mitgebracht:

Dinkel-Bärlauch-Blumenkohlröllchen

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten + ca. 20 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 12 Röllchen:

Teig

  • 1 EL Chiasamen + 3 EL Wasser zu Ei-Ersatz anrühren
  • 300 g Dinkelmehl
  • 1 EL Schwarzkümmelöl
  • jeweils etwas Salz, Pfeffer und Curcuma
  • 1/2 TL Backpulver
  • ca. 70 g Milch ODER pflanzliche Milch

Füllung bzw. Bärlauchbutter

  • 50 g Bärlauch
  • 100 g Butter ODER Margarine
  • Salz
  • 1 Handvoll bissfest gekochte Blumenkohl-/Karfiolröschen
  • etwas Hanfsamenöl
  • ca. 12 Blätter Feldsalat

Zubereitung:

Zuerst den Chiasamen-Mix ansetzen und ca. 10 Minuten stehen lassen.  Derweil den Blumenkohl bzw. Karfiol bissfest kochen.

Bärlauch waschen und am besten mit einer Salatschleuder trocknen. Dann klein hacken und mit Butter und Salz vermengen (ich mache das mit der Hand).

Den Chiasamenmix und alle restlichen Teigzutaten vermengen und gut verkneten (ich mache das auch mit der Hand).

Den Blumenkohl/Karfiol abseihen.

Den Teig ca. 3-4 mm dick ausrollen. Den ausgerollten Teig großzügig mit Bärlauchbutter bestreichen. Am oberen Rand eine Spur mit Blumenkohl- bzw/ Karfiolröschen setzen. Den Teig von der Seite aus, wo der Blumenkohl/Karfiol liegt, zuerst einrollen.

Von der Rouladen ca. 3 cm dicken Scheiben abschneiden und jeweils einzeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Röllchen dünn mit etwas Hanföl bepinseln.

Bei 180 °C ca. 20 Minuten backen.

Feldsalat waschen und darauf die Bärlauchröllchen betten und warm servieren.

Tipp:

Wenn von der Bärlauchbutter etwas übrig bleibt, könnt Ihr das einfach verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und als Kräuterbutter aufs Brot streichen – ist voll lecker. Bald verbrauchen, aber das sollte kein Problem darstellen 😉

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Gebackener Blumenkohl…

Ich liebe Paniertes. Das ist so ein Laster, geb’ ich zu. Denn wer sein Gemüse nur wie “Schnitzel” isst, lebt auch nicht gesund, aber ab und an darf und muss das auch mal sein 😉 Was Histaminintoleranz angeht, ist Paniertes insofern ein Problem, da die meisten Semmelbrösel, die man zu kaufen bekommt aus Weizen sind und mitunter Hefe enthalten. Man kann also entweder selber Semmelbrösel machen, sprich selbstgemachtes Brot in Brösel reiben oder man kauft Alternativen. Ich habe vor einiger Zeit glutenfreie und auch hefefreie Reisbrösel* entdeckt. Die gehen auch.

Gebackener Blumenkohl

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Personen

  •  2-3 Hände voll Blumenkohl
  • 1 Ei
  • ca. 1 kl. Tasse voll Reisbrösel ODER selbstgemachte Semmelbrösel
  • 2 EL Haselnussmehl (optional)
  • 1/2 TL Curcuma
  • Salz & Pfeffer
  • Butter ODER Öl zum Braten
  • Dip nach Wahl, ich mag Ziegenkräuterfrischkäse natur

Zubereitung:

Blumenkohlröschen zurechtschneiden und waschen. In heißem Wasser ca. 8-10 Minuten bissfest kochen.

Zwei tiefe Teller vorbereiten. In einem ein Ei aufschlagen und verquirlen. In den anderen die Semmelbrösel geben – wer es mag und verträgt mit Haselnussmehl. Curcuma, Salz und Pfeffer unterrühren.

Den Blumenkohl abseihen und ein wenig auskühlen lassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt.

Die Röschen nacheinander zuerst im Ei wälzen, dann in der Bröselmischung.

In einer Pfanne Butter oder Öl erhitzen und die panierten Röschen ausbacken.

Warm mit einem Dip servieren. Ich nehme gerne einfach Ziegenkräuterfrischkäse (ist dann aber nicht laktosefrei).

Tipp:

Gebackener Blumenkohl schmeckt als Hauptgericht oder als Beilage.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Schnell und fluffig …

Diese tolle Idee, Brötchen aus der Muffinform zu backen, habe ich hier bei Frl. Wunderbar bekommen. So kann man ganz schnell leckere, fluffige Brötchen zaubern.

 

Brötchen aus der Muffinform

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Backzeit:

20 Minuten

Schwierigkeit:

normal

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Zutaten:

  • 370 g Dinkelmehl
  • 1 TL Backpulver
  • Ei-Ersatz: 2 EL Chiasamen* mit 10 EL Wasser (statt 2 Eiern)
  • 1 TL Schwarzkümmel
  • 1 TL Kümmel
  • 1 Pr. Thymian
  • Sesam zum Bestreuen
  • 1 Schuss Ahornsirup*
  • 100 ml Wasser
  • 100 ml  Milch, wahlweise Reismilch, Mandelmilch oder Hafermilch
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Schwarzkümmelöl
  • 2 EL Hanföl

Zubereitung:

Den Ei-Ersatz mit Chiasamen in einer Tasse anrühren. Alle trockenen Zutaten miteinander mischen. Dann Öl, Milch, Wasser, Ahornsirup und das Chiasamengemisch hinzufügen und gut vermengen – mit den Händen, auch wenn es etwas klebt oder mit einem Knethaken oder einem großen Schneebesen.

Den Teig in eine gefettete Muffinform geben. Mit Sesam bestreuen.

Bei 180 °C ca. 20 Minuten im Ofen backen.

Die ausgekühlten Brötchen aus der Form lösen und genießen.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Mal wieder Selber-Machen-Tag …

Es ist wieder soweit: Es ist Recycle & Do-it-yourself-Tag!

Alles, was up- oder recyclet ist oder einfach mit Liebe selbst gemacht wird, ganz gleich ob aus der Küche oder aus der Bastelstube, ist erlaubt.

Wenn Ihr mitmachen wollt, hinterlasst unten einen Kommentar mit Link zu Eurem Beitrag. Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr den Banner zum Blogevent einbindet und auf meinen Beitrag hier verlinkt. In einem separaten Beitrag stelle ich dann die teilnehmenden Blogs vor.

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Ich mache wieder den Anfang. Es gibt selbst gemachtes Brot, inspiriert von diesem hier.

 

Kastenbrot mit Chiasamen und Haferflocken

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Backzeit:

50-60 Minuten

Schwierigkeit:

normal

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Zutaten:

  • 300 g Dinkelmehl
  • 150 g Haferflocken* + Haferflocken zum Bestreuen
  • Ei-Ersatz: 2 EL Chiasamen mit 10 EL Wasser (statt 2 Eiern)
  • 1 TL Schwarzkümmel*
  • 1 TL Kümmel
  • 1 Pr. Rosmarin
  • 3/4 Päckchen Backpulver
  • 1 Schuss Ahornsirup
  • 150 ml Wasser
  • 200 ml  Milch, wahlweise Reismilch, Mandelmilch oder Hafermilch
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Schwarzkümmelöl
  • 2 EL Hanföl

Zubereitung:

Den Ei-Ersatz mit Chiasamen in einer Tasse anrühren. Alle trockenen Zutaten miteinander mischen. Dann Öl, Milch, Wasser, Ahornsirup und das Chiasamengemisch hinzufügen und gut vermengen – mit den Händen, auch wenn es etwas klebt oder mit einem Knethaken oder einem großen Schneebesen.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben. Mit einer Handvoll Haferflocken bestreuen.

Bei 200 °C ca. 50-60 Minuten im Ofen backen.

Das ausgekühlte Brot aus der Form lösen und genießen.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Dressing mal anders…

Ina von Ina is(s)t sucht gerade mit ihrem Blogevent Dress to impress Dressings, die beeindrucken.

Da habe ich nun lange nachgedacht, denn Dressings sind so eine Sache mit Histaminintoleranz. Zitrone und Essig ist für die meisten keine Option. Man muss also etwas umdenken oder auf Essigalternativen wie Verjus* umsteigen. Öl und dementsprechend Pestos gehen aber meist. Für Pesto gibt es bereits ein Rezept, das beliebig variiert werden kann. Diesmal habe ich etwas Neues als Salatdressing ausprobiert und stelle fest, daraus lässt sich vielleicht auch prima eine Pastasauce zaubern.

 

Feta-Sahne-Kürbiskern-Dressing

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Schüssel:

  • ca. 125 g Feta
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  • 30 ml Milch ODER Reis-, Hafer-, Mandelmilch
  • ca. 1 EL Kürbiskernmus oder -öl
  • 1 Pr. Pfeffer (Salz kann weggelassen werden, der Feta macht es schon salzig genug)

 

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Zubereitung:

Den Feta in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. In einem Mörser die Kürbiskerne zerstampfen. Alle Zutaten vermengen und pürieren. Frisch an den Salat geben.

Tipp: 

Der Dressing kann auch als Dip für Knabbereien verwendet werden.

Wer den abgebildeten Salat dazu auch machen will: 1 Karotte in Kokosöl leicht anbraten. Mit etwas Wasser ablöschen. 1 rote Paprika, 1/2 Zucchini und 1 Knoblauchzehe dazugeben und bissfest garen. Evtl. Wasser zugeben, wenn es zu schnell verkocht. Bandnudeln kochen. Rucola waschen. Mit Dressing anrichten und nach Belieben ergänzen, z. B. mit Oregano oder frischem Basilikum.

Guten Appetit! 

(c) Histamin-Pirat

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