Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: Pasta (Seite 1 von 2)

Käsespätzle mit Limetten-Joghurtsauce

Sie gehören zur deftigen Küche Österreichs einfach dazu – vor allem im Westen des Landes: Käsespätzle. Und der Histaminer isst sie unglaublich gern. So ganz histaminarm ist das Gericht aber nicht. Traditionell wird die Speise mit Röstzwiebeln garniert und nicht jeder mit Histaminintoleranz verträgt Zwiebeln. Alle Zwiebeln, außer weiße, gelten als Liberator – so die SIGHI-Liste. Damit hat die würzige Garnitur das Potential, im Körper Histamin freizusetzen, was im Übermaß zu Problemen führen kann.

Ein anderes Problem ergibt sich möglicherweise aus den Spätzle selbst. Wer sie nicht selbst macht – etwa weil die Zeit dazu fehlt – kauft sie. Dann sind sie meist aus Weizen. Ich habe bisher keine hellen Dinkelspätzle entdeckt. Und warum wir Vollkorn eher meiden, habe ich hier beschrieben.

Dann ist da noch der Käse. Die fettige Käseschicht kann auch jemandem auf den Magen schlagen, der nicht an HIT leidet. Doch für Menschen mit Histaminintoleranz stellt sich vor allem die Frage: Geht Käse als fermentiertes Produkt überhaupt? Jain. Wir gehen lang gereiftem Käse aus dem Weg und setzen alternativ auf junge Sorten wie Gouda.

Ein Einstiegsgericht, also für die Zeit kurz nach der Diagnose – in der so genannten Karenzphase, sind Käsespätzle also nicht.

Für eine “Sündenaktion” zwischendurch gehen Käsespätzle aber – hier zumindest. Nicht zuletzt, da ich mit einer umstrittenen Zutat “histamintechnisch” gegengesteuert habe: Limetten. Auch Zitrusfrüchte gelten als Liberator. Gleichzeitig enthalten sie jedoch relativ viel Vitamin C, was den körpereigenen Histaminabbau wiederum ankurbelt. Probiere am besten selbst, ob Limetten für Dich eine hilfreiche Rolle in der Küche spielen oder nicht. Weitere Helfer in diesem Rezept: Petersilie und Schwarzkümmel.

Nach der langen Vorrede (oder Vorwarnung) nun aber zum eigentlichen Rezept!

Käsespätzle (aus der Pfanne) mit viererlei Käse, Limetten-Joghurtsauce und Röstzwiebeln

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

normal

Zutaten:

  • Spätzle – Menge je nach Hunger
  • leicht gesalzenes* Wasser zum Kochen
  • ca. 400 g Naturjoghurt – am besten mit Bifido-Bakterien
  • 2 – 3 Stängel fr. Petersilie
  • verschiedene Sorten Käse (wir haben Joghurt-Käse, Feta, Gouda und ein ganz bisschen Bergkäse verwendet)
  • Röstzwiebeln
  • Saft einer halben Limette
  • Butter zum Braten
  • Salz, Pfeffer und etwas Schwarzkümmel*

Zubereitung:

  1. Spätzle nach Packungsanleitung in leicht gesalzenem Wasser kochen. Abseihen und kurz mit Wasser abspülen.
  2. Während die Spätzle kochen, kannst Du die Sauce zubereiten. Dazu Petersilie hacken, Limettensaft in den Joghurt einrühren, mit Salz, Pfeffer und etwas Schwarzkümmel würzen. Dann etwa 2/3 der gehackten Petersilie unterheben. In den Kühlschrank damit!
  3. Etwas Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Ich habe mich vor einiger Zeit von den alten Teflon-Pfannen verabschiedet und verwende nun mit Keramik beschichtete Pfannen*. Diese Pfannen bieten den Vorteil, dass sie höher erhitzt werden können als Teflon-Pfannen, ohne giftige Dämpfe abzugeben, die ansonsten unter anderem für Migräne sorgen könnten. Doch da Keramik voll im Trend liegt, gibt mittlerweile auch viele Billig-Pfannen, bei denen die Beschichtung, selbst bei ordnungsgemäßer Nutzung – ohne Kratzschwamm und mit ausschließlich metallfreien Küchenhelfern, schnell kaputtgeht, wodurch schädliche Metalle wie Blei aus der Keramikbeschichtung ins Essen gelangen können. Daher lieber ein paar Euro mehr investieren und eine langlebende Pfanne der Gesundheit zuliebe verwenden.
  4. Die Spätzle zusammen mit dem Käse in die Pfanne auf mittlerer Hitze geben und regelmäßig umrühren, bis der Käse vollständig geschmolzen ist.
  5. Auf tiefen Tellern mit einem Klecks Sauce, der restlichen Petersilie und etwas Röstzwiebeln anrichten und genießen.

PS: Wie befreie ich meine beschichtete Pfanne nach dem Kochen vom eingetrockneten Käse, ohne sie zu zerkratzen? Einfach Wasser in die abgekühlte Pfanne füllen. Die Pfanne mit dem Wasser auf dem Herd erhitzen und der Käse schmilzt. Die Käse-Wasser-Mischung kann nun abgegossen werden und die Pfanne kann ganz einfach mit einem weichen Schwamm abgewaschen werden.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Herbstlicher Nudelauflauf…

Draußen herbstelt es schon ordentlich: Das Laub verfärbt sich in sonniges Gelb, lebhaftes Orange und signalfarbendes Rot. Die Sonne scheint sich beim Strahlen ein letztes Mal so richtig Mühe zu geben und verabschiedet sich mit einem goldenen Herbst in den Winter. Ich liebe diese Jahreszeit! Endlich freut es mich wieder, in der Küche zu stehen. Ich bin nämlich ein absoluter Sommerkochmuffel. Im Sommer ist der Herd nur Katzenplattform. Seht selbst:

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Jetzt hat aber alles, was ich mag, wieder Saison: Maroni, Kürbis & Co. Und man kriegt am Herd keine Schweißausbrüche mehr. Starten wir also gleich einmal mit meinem Herbst-Liebling in die neue Jahreszeit: Maroni! Sie spielen die Hauptrolle im herbstlichen Nudelauflauf, der natürlich hervorragend zum #VeggieKochevent – Herbst 2016 passt.

Maroni-Nudelauflauf (vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten im Backofen + 30 Minuten + noch mal 20 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 3 bis 4 Personen:

  • ca. 250 g Maroni
  • ca. 200 g Dinkel-Fusilli
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3-4 Karotten
  • 3 Paprika
  • Olivenöl zum Braten
  • 4-5 Stängel glatte Petersilie
  • junger Gouda in Scheiben und/oder Ziegenkäse
  • Salz, Pfeffer und andere Gewürze nach Wahl, z. B. Oregano

Zubereitung:

Zunächst die Maroni garen. Dazu die Maroni kreuzweise einritzen und etwa 20 Minuten bei 200 °C im Backofen rösten. Danach auskühlen lassen und schälen. Beiseite stellen.

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Paprika und Karotten waschen und schälen sowie in kleine Stücke schneiden. Knoblauch schälen und hacken. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das Gemüse mit dem Knoblauch kurz andünsten. Dann mit Wasserablöschen. Jedoch nicht so viel Wasser zugeben, dass das Gemüse bedeckt wird. Auf kleiner Flamme bei geschlossenem Deckel etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen.

Währenddessen Salzwasser zum Kochen bringen und einen Schluck Öl zugeben. Die Nudeln bis eine Minute vor gar kochen. Abseihen und beiseite stellen.

Das Gemüse fein pürieren, so dass eine sämige Sauce entsteht. Gegebenfalls Wasser zugeben. Petersilie fein hacken und 2/3 der Petersilie an die Sauce geben, mit Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Maroni in mundgerechte Stücke schneiden (sechsteln). Fusilli und Maroni mischen.

Eine Auflaufform vorbereiten. Das Pasta-Maroni-Gemisch einfüllen und mit der Sauce bedecken. Darauf die Käsescheiben verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft ca. 15-20 Minuten überbacken, bis der Käse schön zerlaufen ist.

Mit frischer Petersilie servieren

Tipp: Petersilie ist ein toller Vitamin-C-Lieferant und wirkt daher histaminsenkend.

(c) Histamin-Pirat

Inspiralisiert – One-Pot-Gemüse-Pasta (Buchrezension)

One-Pot-Pasta (vegan, glutenfrei)

Kennt Ihr schon den neuen Food-Trend Zoodles oder Coodles? Hinter dem ulkigen Namen verbergen sich Gemüsenudeln aus jeweils Zucchini (Zoodles) oder Karotten (Coodles). Die Teile sind nicht nur schnell gemacht, sondern auch noch glutenfrei und richtig leeecker. Die Gemüsenudeln kann man wie herkömmliche Nudeln mit Sauce zubereiten. Meine erste Rezeptidee sieht so aus:

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Person:

  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 1 große Karotte

nicht histaminarm:

  • 1/2 Hand voll Cashewkerne
  •  4 mittelgroße Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Oregano
  • frisches Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Öl

Alternativ kann man Paprika nehmen, damit es histaminarm wird. Eine histaminarme Tomatensauce OHNE Tomaten gibt es auch hier. Wer es verträgt, kann die Cashewkerne natürlich verwenden.

Zubereitung:

Das Gemüse gründlich waschen. Dann Karotten, Paprika/Tomaten schälen. Tipp für alle, die Tomaten verwenden (wenn’s nicht histaminarm sein muss): die Tomaten in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Dann löst sich die Haut quasi von selbst.

Knoblauch schälen und hacken. Cashewkerne hacken. Karotte und Zucchini in den Spiralschneider geben, wenn Ihr sowas habt. Ansonsten macht es wie ich: Bandnudeln mit dem Sparschäler herstellen! Geht auch.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen: geschälte Paprika/Tomaten in Stücken mit den Cashewkernen und Knoblauch hineingeben und erhitzen. Nach ein paar Minuten die “Nudeln” für 2 bis 4 Minuten mitgaren, so dass sie noch Biss haben, aber doch etwas weich sind. Was die Konsistenz anbelangt, können die Geschmäcker auch etwas variieren.

Mit Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.

Wer übrigens noch Ideen braucht, was man alles Glutenfreies (und nicht immer Veganes) mit dem Spiralschneider und Sparschäler so veranstalten kann, schaut am besten mal hier* hinein:

Mein Rezept stammt zwar nicht aus dem Buch, aber auch hier dreht sich alles um das geschnippelte Gemüse in all seinen Variationen.

Zunächst war ich zwar nicht sonderlich angetan, als ich in der Einleitung las:

Meine süße Großmutter – die zur Messe stolz ihr bestes Sonntagsgewand anzog und mir den Mund mit Seife auswusch, wenn ich “pissen” statt “Pipi machen” sagte – ließ immer irgendetwas im Ofen anbrennen.

Schließlich handelt es sich doch um ein Kochbuch. Persönliche Anekdoten hin oder her, weder vom Pissen noch vom Pipi-Machen will ich in einem Kochbuch lesen. Nicht so appetitlich. Doch wenn man darüber hinwegsehen oder schmunzeln kann, wird’s danach besser und richtig informativ. Kurzerhand erfuhr ich auf S. 24, dass Spiralgemüse mehr kann als Zoodles & Co, z. B. “Reis”. Offenbar als missglücktes Experiment entdeckte die Autorin, dass gekochtes Spiralgemüse zerfellt und nachher wie Reis ausschaut. Sie probierte das mit Butternusskürbis, soll aber auch mit anderem spiralisiertem Gemüse gehen. Das landet also mal auf meiner To-Do-Liste. Reis in 5 Minuten ohne Kochbeutelmist oder Fertigzeugs? Ja, das ginge dann.

Und auch in Sachen Zoodles gibt es einen Tipp. Zucchini bestehen schließlich zu 95 Prozent aus Wasser. Damit man nachher bei einem Saucengericht mit Zoodles (wie oben) nicht “Suppe” auf dem Teller hat, empfiehlt es sich die Sauce gut einzukochen bzw. anzudicken. Es kann auch helfen, die Zucchini vorher gut trocken zu tupfen. Und das Verhältnis muss stimmen: 70 Prozent “Nudeln” zu 30 Prozent Sauce.

Das Buch bietet neben zahlreichen Tipps natürlich haufenweise gute Kochideen für spiralisiertes Gemüse. Das Meiste ist glutenfrei, manches ist vegan, vieles vegetarisch und einiges ist auch paläotauglich. Insofern ist quasi für jeden etwas dabei. Histaminarme Rezepte sind nicht direkt ausgewiesen, wie in den meisten Kochbüchern. Aber folgende Rezepte bieten sich mit eventuell kleinen Abänderungen durchaus an:

S. 40 Blaubeer-Süßkartoffel-Waffeln

S. 65 Zitronen-Knoblauch-Brokkoli mit Bacon (vielleicht ohne Bacon)

S. 76 Nudelsuppe mit Hühnchen und Möhren

S. 85 Caprese-Zucchini-Salat (mit Paprika statt mit Tomaten)

S. 92 Apfel mit Spargelstreifen, Gorgonzola und Pekannüssen (vielleicht einen anderen Käse verwenden, z. B. Mozzarella und vielleicht Cashewkerne oder Macadamianüsse statt Pekannüssen)

S. 117 Süßkartoffel-Mini-Pizzen mit Rucola, Oliven und Zwiebeln (den Belag kann man natürlich anpassen)

und vieles mehr.

Grundsätzlich bietet das Buch Ideen fürs Frühstück, für Hauptspeisen, wie Nudelgerichte oder Gerichte aus dem Ofen, Sandwiches und Desserts.

Für alle, die neue Ideen für ihren Spiralschneider brauchen oder ihren Sparschäler für höhere Aufgaben bestimmt sehen 😉 , empfehle ich dieses Buch. Man muss ja nicht alles direkt so nachkochen, aber man kann sich garantiert inspiralisieren lassen.

Zusammenfassung

  • 224 Seiten, Paperback
  • Kochbuch mit praktischen Anleitungen rund um das spiralisierte Gemüse
  • viele glutenfreie Rezepte
  • teils vegetarisch, vegan, aber auch mit Fleisch
  • 19,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Bunte Pasta…

Heute gibt es mal wieder etwas aus der Kategorie “wenn es ganz schnell gehen soll”.

Vegane Pasta mit Gemüsestreifen und Knusperhanfsamen

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1-2 Personen:

  • Dinkel-Spirelli* ODER Reis-Spirelli (glutenfrei) nach Wunsch / Menge je nach Appetit
  • eine Handvoll Brokkoliröschen
  • 1 gr. ODER 2 kl. Karotten
  • 1 ca. 10 cm langes Stück Zucchini
  • 1-2 EL Hanfsamen
  • Salz, Pfeffer
  • Curcuma
  • Öl zum Braten
  • 1-2 Zehen Knoblauch, gehackt

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Zubereitung:

Wasser für Pasta erhitzen.

In eine tiefe Pfanne (ich nehme eine unbeschichtete Edelstahlpfanne) Wasser einfüllen, so dass es ca. 3 cm hoch steht (Wer einen Dämpfeinsatz hat, kann den Brokkoli auch damit garen). Den Brokkoli in das kochende Wasser geben und bissfest kochen (dauert ca. 8 Minuten). Abseihen.

Karotten und Zucchini waschen, Karotten und Knoblauch schälen, Knoblauch hacken. Zucchini und Karotten mit einem Sparschäler in Streifen schneiden. Das Innerste der Karotten kann auch roh geknabbert werden, wenn es sich nicht mehr richtig schälen lässt.

Pasta in kochendes, leicht gesalzenes Wasser mit einem Schuss Öl geben (ich verwende Olivenöl). Pasta nach Beschreibung kochen, meist um die 8 Minuten. Pasta abseihen.

Etwas Öl in der Pfanne erhitzen (ich habe Kokosöl verwendet) und das Gemüse wenige Minuten darin schwenken, so dass es warm wird. Wer mag, kann auch die Spirelli kurz mit anbraten. Den Knoblauch und die Hanfsamen ganz zum Schluss dazugeben. Mit Gewürzen abschmecken.

Pasta mit dem warmen Gemüse servieren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Klappe, die Zweite…

Teigtaschen mit Pesto-Genovese-Feta-Füllung

Einige von Euch erinnern sich vielleicht noch an meinen ersten Teigtaschenversuch. Heute geht es in die zweite Runde mit einem neuen vegetarischen Teigtaschenrezept. Geschmacklich finde ich das noch besser, aber probiert doch einfach selbst.

Zubereitungszeit:

ca. 1h + 1h Ruhzeit im Kühlschrank

Schwierigkeit:

normal

Bilder: Klick zum Vergrößern


Zutaten für die Teigtaschen:

  • 250 g Dinkelmehl*
  • 2 Eier, 1 Eigelb
  • 2 EL Hanföl
  • 1 Pr. Salz
  • 4-5 Blätter fr. Basilikum
  • 1 Pr. Thymian

Zutaten für die Füllung:

  • ca. 150 g Feta
  • 2 Handvoll fr. Basilikum
  • 1 geh. EL Kürbiskerne
  • 1 geh. EL Hanfsamen
  • etwas Öl (ich habe Hanföl verwendet)

Zubereitung:

Das Mehl in eine große Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde drücken. Eier, Eigelb, Öl, Salz und Kräuter hineingeben. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten, der nicht kleben soll. In Folie wickeln und 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Währenddessen die Füllung vorbereiten. Dazu Basilikum waschen, in eine Schüssel zupfen, die Samen und Kerne und einen Schluck Öl hinzufügen. Das Ganze fein pürieren. Am Ende soll eine cremige Masse entstehen, die nach Pesto ausschaut. Gegebenenfalls muss dazu mehr Öl hinzugefügt werden.

Wenn die Konsistenz stimmt, den Feta hineinbröseln und alles vermengen. Wer es verträgt und mag, kann auch noch eine Knoblauchzehe hineinpressen.

Den Teig auf einer Arbeitsfläche gleichmäßig dünn ausrollen und dann jeweils 6×11 cm große Stücke ausrädeln. Auf jedes Stück ca. 1 EL Füllung geben. Die Teigstücke der Länge nach übereinanderklappen und die Ränder fest andrücken, evtl. vorher die Ränder mit etwas Eiweiß einpinseln.

Die Teigtaschen in kochendes Salzwasser mit etwas Öl geben und auf mittlerer Hitze fertig kochen (ca. 8 Minuten).

Mit frischem Basilikum und einer Sauce nach Belieben anrichten. Man kann auch vorher mehr Pesto (ohne Feta) machen und später dazu essen. Bei uns gab es die Kürbissauce vom ersten Teigtaschen-Rezept.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Randvoll gefüllt…

Zweierlei Teigtaschen mit Kürbis- und Steinpilzfüllung an Kürbissahnesauce

 

Ihr wisst ja, dass ich kein Fan von Kochbüchern bin – eigentlich. Ich koche halt doch lieber “frei Schnauze” ohne feste Mengenvorgaben. Vor kurzem habe ich aber doch ein Kochbuch für mich entdeckt, das mir rundum gefällt. Das Teubner Handbuch Vegetarisch* enthält jede Menge Tricks aus der Küche, viele Hinweise zu allerlei vegetarischen Zutaten und natürlich leckere Rezepte. Ich bin gerade fleißig am Nachkochen.

Heute gibt es für Euch (m)eine Variante der Maultaschen mit Steinpilzfüllung von Seite 310. Einige Zutaten habe ich geändert, damit das Ganze auch histamintechnisch passt (mit Pilzen müsst Ihr trotzdem vorsichtig umgehen). Außerdem ist die Kürbisfüllung sowie die -sahnesauce ganz mein Werk.

Sonst liefere ich meist einfache, flotte Rezepte. Heute verbringen wir mal etwas mehr Zeit in der Küche:

Zubereitungszeit:

ca. 1,5h + 1h Ruhzeit im Kühlschrank

Schwierigkeit:

normal bis anspruchsvoll

Bilder: Klick zum Vergrößern


Zutaten für die Teigtaschen:

  • 250 g Dinkelmehl*
  • 2 Eier, 1 Eigelb
  • 2 EL Hanföl
  • 1 Pr. Salz
  • 4-5 Blätter fr. Basilikum
  • 1 Pr. Thymian

Zutaten für die Füllungen:

1) Kürbis:

  • 1/4 Butternusskürbis
  • 2 Karotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • etw. Butter/Öl zum Braten
  • Salz und Pfeffer
  • ein halbes Basilikumblatt pro Teigtasche

2) Steinpilz (nur, wenn Ihr Steinpilze vertragt!):

  • ca. 100 g Steinpilze
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Butter/Öl zum Braten
  • Salz und Pfeffer
  • ein halbes Basilikumblatt pro Teigtasche

Zutaten für die Sauce:

  • Reste der Kürbisfüllung (ca. 6-7 EL)
  • etw. Butter/Öl zum Braten
  • ca. 1 EL Dinkelmehl*
  • Milch nach Bedarf, ca. 200 ml
  • Salz und Pfeffer
  • fr. Basilikum
  • fr. Rosmarin
  • fr. Koriander
  • (1 Hauch Muskatnuss, bei starker Empfindlichkeit bitte weglassen)

Zubereitung:

Das Mehl in eine große Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Eier, Eigelb, Öl, Salz und Kräuter hineingeben. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten, der nicht kleben soll. In Folie wickeln und 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Währenddessen die Füllungen vorbereiten. Steinpilze putzen und in ca. 5 mm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen, Kürbis schälen und entkernen und in kleine Stücke schneiden. Karotten schälen und in kleine Stücke schneiden.

Einmal: Butter zergehen lassen und Knoblauch darin glasig dünsten. Die Pilze hinzugeben und auf mittlerer Hitze ca. 3-4 Min. mitdünsten, würzen. Beiseitestellen.

Dann: Butter zergehen lassen und Knoblauch darin glasig dünsten. Karotten und Kürbis hinzugeben und kurz anbraten. Etwas Wasser hinzugeben, so dass das Gemüse fast bedeckt ist. Zugedeckt köcheln lassen, bis alles weich ist. Dann pürieren. Beiseitestellen.

Den Teig auf einer Arbeitsfläche gleichmäßig dünn ausrollen und dann jeweils 6 x 11 cm große Stücke ausrädeln. Auf jedes Stück ca. 1 EL Füllung und 1/2 Blatt Basilikum geben, zuerst die Pilzfüllung verbrauchen. Die Teigstücke der Länge nach übereinanderklappen und die Ränder fest andrücken, evtl. vorher die Ränder mit etwas Eiweiß einpinseln.

Für die Sauce eine Mehlschwitze aus Butter und etwas Dinkelmehl ansetzen. Mit etwas Milch aufgießen und gut verrühren. Sobald die Sauce etwas dicker ist, immer wieder etwas mehr Milch hinzugeben. Ungefähr 6 bis 7 EL von der Kürbisfüllung einrühren. Mit Salz, Pfeffer, Gewürzen und Kräutern abschmecken.

Die Teigtaschen in kochendes Salzwasser mit etwas Öl geben und auf mittlerer Hitze fertig kochen (ca. 8 Minuten).

Mit frischem Basilikum anrichten.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Dressing mal anders…

Ina von Ina is(s)t sucht gerade mit ihrem Blogevent Dress to impress Dressings, die beeindrucken.

Da habe ich nun lange nachgedacht, denn Dressings sind so eine Sache mit Histaminintoleranz. Zitrone und Essig ist für die meisten keine Option. Man muss also etwas umdenken oder auf Essigalternativen wie Verjus* umsteigen. Öl und dementsprechend Pestos gehen aber meist. Für Pesto gibt es bereits ein Rezept, das beliebig variiert werden kann. Diesmal habe ich etwas Neues als Salatdressing ausprobiert und stelle fest, daraus lässt sich vielleicht auch prima eine Pastasauce zaubern.

 

Feta-Sahne-Kürbiskern-Dressing

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Schüssel:

  • ca. 125 g Feta
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  • 30 ml Milch ODER Reis-, Hafer-, Mandelmilch
  • ca. 1 EL Kürbiskernmus oder -öl
  • 1 Pr. Pfeffer (Salz kann weggelassen werden, der Feta macht es schon salzig genug)

 

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Zubereitung:

Den Feta in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. In einem Mörser die Kürbiskerne zerstampfen. Alle Zutaten vermengen und pürieren. Frisch an den Salat geben.

Tipp: 

Der Dressing kann auch als Dip für Knabbereien verwendet werden.

Wer den abgebildeten Salat dazu auch machen will: 1 Karotte in Kokosöl leicht anbraten. Mit etwas Wasser ablöschen. 1 rote Paprika, 1/2 Zucchini und 1 Knoblauchzehe dazugeben und bissfest garen. Evtl. Wasser zugeben, wenn es zu schnell verkocht. Bandnudeln kochen. Rucola waschen. Mit Dressing anrichten und nach Belieben ergänzen, z. B. mit Oregano oder frischem Basilikum.

Guten Appetit! 

(c) Histamin-Pirat

Es grünt so schön…

Pesto ist eine Beilage für Pasta (beim schnellen Kochen). Leider ist gekauftes Pesto oft problematisch bei HIT. Parmesan sowie enthaltene Nüsse oder Kerne können mitunter für Probleme sorgen. Häufig sind zudem Zusatzstoffe wie Citronensäure enthalten, um die Haltbarkeit zu verbessern. Traditionell wird das grüne Pesto (Genovese) aus Basilikumblättern hergestellt. Eine etwas bittere bzw. schärfere Variante haben wir selbst ausprobiert: Rucola-Pesto. Statt Parmesan ins Pesto zu geben, kann man nachher frisch Feta zur Pasta genießen. Statt Nüssen haben wir Kürbiskerne und Hanfsamen genutzt. Wer Rucola nicht so mag, kann natürlich auch klassisch Basilikumblätter verwenden.

Eine andere Pestovariante gibt es hier.

Rucolapesto

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Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach


Zutaten für 3-4 Personen:

  • ca. 300 g Rucola
  • eine Handvoll Kerne (z. B. Hanfsamen und Kürbiskerne)
  • ca. 6 EL Hanföl
  • ca. 2 EL Schwarzkümmelöl
  • jeweils 1 Prise Pfeffer, Salz, Oregano

Zubereitung:

Rucola waschen, in einer Salatschleuder sehr gründlich schleudern bzw. in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen, bis keine Feuchtigkeit mehr austritt.

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Etwas Öl (nach Wahl und Verträglichkeit, ich habe Schwarzkümmel- und Hanföl verwendet) dazugegeben. Mit dem Pürierstab feinpürieren. Kerne nach Geschmack mischen (ich habe Hanfsamen und Kürbiskerne verwendet) und zu dem Rucolapüree geben.

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Nochmal grob pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Frisch zu Pasta genießen.

Tipp: 

Wer möchte, kann natürlich noch andere Gewürze nehmen.

Wem Basilikum allein zu fad, aber Rucola pur zu scharf ist, der kann auch beides mischen.

 

Guten Appetit! 

(c) Histamin-Pirat

Cremige Tomatensauce OHNE Tomaten…

Cremige, vegetarische/vegane Pastasauce

 

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 2 Personen:

  • 1/2 Fenchelknolle
  • 1/2 Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 2 Karotten
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 EL Butter oder Öl zum Braten
  • ca. 200 ml Gemüsebrühe oder nur Wasser
  • 1 Zehe Knoblauch
  • (2 EL Frischkäse)
  • 1 Prise Oregano
  • 1 Prise Lemongras (getr.)
  • Salz und Pfeffer
  • frische Petersilie

Zubereitung:

Gemüse waschen und Karotten schälen, Paprika entkernen und alles in mundgerechte Stücke schneiden. Frühlingszwiebel in schmale Ringe schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Butter bzw. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Gemüse kurz anschwitzen, ohne dass es braun wird, mit Brühe bzw. Wasser aufgießen. Köcheln lassen bis alles weich ist (ca. 15 Minuten). Vom Herd nehmen und pürieren.

Zum Schluss die Sauce mit Salz, Pfeffer, Majoran, Oregano, Lemongras und (etwas Frischkäse) abschmecken und mit frischer Petersilie anrichten.

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Tipp: 

Diese Sauce kann auch als Suppe gegessen werden. Für mehr Substanz eventuell noch 1-2 Kartoffeln oder Süßkartoffeln ergänzen.

Guten Appetit! 

(c) Histamin-Pirat

Typisch Österreich – Kürbiskernöl …

Zur Aktion “Sortenvielfalt” von Küchen Atlas Blog gibt es auch von mir ein Rezept. Diesmal geht es um die Öle, mit denen wir backen, braten und Salat verfeinern. Sortenvielfalt gehört auch hier großgeschrieben, denn es gibt so viel mehr als Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl. Zum Beispiel Hanföl oder Distelöl, Kokosöl oder Kürbiskernöl oder eben auch Schwarzkümmelöl. Für die zwei letzteren gibt es nun dieses Rezept von mir:

Spaghetti mit Kürbiskernpesto

 

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 2 Personen:

  • 200 g Dinkelspaghetti* (oder mehr oder weniger, je nach Hunger 😉 )
  • 2 TL Schwarzkümmelöl
  • 2 EL Kürbiskernpesto/-mus
  • 1 EL Frischkäse
  • ca. 150 g Feta
  • 1 Prise Majoran
  • 1 Prise Rosmarin
  • 1 Prise Oregano
  • 1 Prise Curcuma
  • 2 EL Hanfsamen
  • Pfeffer

Zubereitung:

Spaghetti kochen und abseihen. In einer Schüssel oder auf einem tiefen Teller anrichten. Feta, Gewürze und Hanfsamen über die Spaghetti streuen. Etwas Schwarzkümmelöl und Kürbiskernpesto/-mus dazugeben. Mit Pfeffer abschmecken (ich verwende kein Salz, da der Feta immer schon gut salzig ist).

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Tipp:

Kürbiskernpesto bzw. -mus kann man leicht selber herstellen aus Kürbiskernen und Kürbiskernöl – und dann pürieren.

Schwarzkümmel hat botanisch nichts mit dem herkömmlichen Kümmel zu tun. Geschmacklich erinnert Schwarzkümmel an Sesam und er hat eine leichte Kreuzkümmelnote. Seit Jahrtausenden wird Schwarzkümmel als Heilpflanze genutzt. Ihm wird eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Außerdem soll Schwarzkümmel die Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern. Gegen Asthma und Bluthochdruck soll er helfen und bei Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte). Klingt nach einem Mittelchen, das wir gerne auch bei HIT einsetzen, oder?

Seit 2010 versucht Nestlé ein Patent auf die Verwendung von Nigella sativa, so der botanische Name, als natürliches Behandlungsmittel gegen Lebensmittelallergien unter der internationalen Patentnummer WO2010133574 anzumelden. Ein Grund mehr, diesen Giganten zu verschmähen. Sind Bestandteile der Pflanze erst einmal patentiert, heißt das für den Verbraucher meist Preisanstieg und dass an der ursprünglichen Pflanze herumgedoktert wird. Der Zukunft als Heilpflanze für die Allgemeinheit werden durch solche Patente auf jeden Fall Steine in den Weg gelegt, wenn einzelne Firmen das Eigentum von Pflanzenteilen anstreben.

Blogparade: Sortenvielfalt

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

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