(Anzeige) Kochbox bei Histaminintoleranz – geht das überhaupt? BioRezeptkistl vorgestellt

Als Histamin-Pirat habe ich das Thema Histaminintoleranz für mich gekapert, habe Rezepte ausgetüftelt und viel Zeit in der Kombüse, vorm Bildschirm und über Büchern verbracht. Ist es mir manchmal zu viel? Klar. Ich habe auch Tage, an denen ich darauf verzichten könnte, durch den Supermarkt zu tigern, Packungen umzudrehen, nur um mich zu fragen: „Darf ich das?“. Tage, an denen ich mich freuen würde, mal ein Kochbuch aufzuschlagen und sagen zu können: „Genau, das mache ich jetzt.“

Aktuell schwirren Kochboxen durch die Werbung. Das Konzept vereint zwei tolle Ansätze: Wir nehmen Dir das Einkaufen und Rezepte-Tüfteln ab. Du musst nur noch kochen. Grundzutaten wie Mehl, Öl oder Butter solltest Du zuhause haben. Nudeln, Sahne/Obers, Obst und Gemüse bringen wir Dir vorbei, lautet die Devise. Vor allem für Berufstätige und Familien verspricht das jede Menge Erleichterung. Doch bei Histaminintoleranz stellt sich die Frage: Kochbox – geht das überhaupt mit HIT? Ich hab’s ausprobiert.

Frisch und bio – das BioRezeptkistl vom Adamah Biohof

Man glaubt gar nicht, wie viele Kochboxanbieter es mittlerweile gibt. Für mich bedeutet das: Offensichtlich besteht Nachfrage. Wir wollen selber kochen statt beim Lieferdienst zu bestellen. Trotzdem wäre es fein, dafür nicht erst Menüs planen zu müssen, nur um nach der Arbeit in den Supermarkt zu gehen, wo wir dann, kurz vor Ladenschluss, vielleicht doch zwei Zutaten nicht bekommen. Mit der Kochbox kommen die Zutaten sowie die passenden Rezepte direkt vor Deine Haustür. Bei den BioRezeptkistln (der Name lässt es erahnen) sind die Zutaten allesamt aus biologischer Landwirtschaft. Das ist mir wichtig.

Die von der Ernährungswissenschaftlerin und Köchin Julia Schwerd erarbeiteten Rezepte sind reichhaltig und der Rezeptplan vielseitig. Außerdem legt man bei Adamah Wert auf saisonale Köstlichkeiten. So kommt man rund ums Jahr in den Genuss von heimischem Gemüse – stets im Rhythmus der Natur. Was mir dabei besonders gefällt: Auch Raritäten wie Sauerampfer stehen auf dem Programm sowie Zutaten, an die sich so mancher von sich aus vielleicht nicht wagen würde. Denn was mache ich eigentlich mit Rote Bete?

Die Kisten werden wöchentlich bis an die Wohnungstür gebracht. Während Gemüse und Obst in einer Art offener Bäckerkiste kommen, finden sich Produkte, die wir sonst im Kühlregal bekommen, in einer Thermobox mit Kühlaggregat. So kann man sich sicher sein, dass Joghurt, Schmand & Co frisch in den eigenen Kühlschrank wandern.

Klassisch, vegetarisch oder für Eilige – die passende Kochbox für (fast) jeden Geschmack

Der Adamah Biohof bietet insgesamt drei Kochboxen an, aus denen Du wählen kannst. Das klassische BioRezeptkistl enthält Gemüse sowie Fleisch. Wer es lieber fleischlos mag, greift zum vegetarischen BioRezeptkistl. Für ganz Eilige, die nicht länger als 30 Minuten am Herd stehen wollen, gibt es das 30-Minuten-BioRezeptkistl.

Ich habe mir die vegetarische Kochbox bringen lassen.

Gute pflanzenbasierte Gerichte zu finden, ist bis heute in vielen Restaurants eine Herausforderung. Man möchte ja nicht nur Salat knabbern, sondern ein tatsächliches Gericht serviert bekommen. So war ich neugierig, was der Adamah Biohof aus den Köstlichkeiten vom Feld kredenzen würde. In meiner Testwoche gab es Schwammerlgulasch mit Semmelknödeln und Thymian, Wurzelrisotto mit Petersil-Zitronengremolata und Frühlingssalat sowie One-Pot-Orecchiette mit Melanzani-Paradeissugo und Zitronenzesten.

Bei kundigen Histaminern gehen da womöglich schon die Alarmglocken an: Schwammerln (Pilze), Zitrone, Paradeiser (Tomaten)?! Das würde den ein oder anderen Histaminer sicher umhauen und erstmal ins Sauerstoffzelt oder, wie hier in solchen Fällen, in die Badewanne befördern.

Während Zitronen hier ganz prima funktionieren und Limetten erfahrungsgemäß noch besser gehen, kommt es bei Pilzen und Tomaten sehr darauf an. Hin und wieder geht bei uns beides, sofern der Rest des Gerichts nicht noch einen fiesen DAO-Blocker oder einen Histaminknaller enthält. Alkohol wäre so ein Übeltäter, der den Histaminabbau hemmt (DAO-Blocker), und zu allem Überfluss gerne selbst auch Histamin enthält, sofern er nicht als histaminzertifiziertes Getränk auf dem Etikett Entwarnung gibt. Parmesan, also lang gereifter Käse, ist in jedem Fall so ein Histaminknaller, der hier wirklich nur in kleinen Mengen eingesetzt werden darf.

Der Histaminer hat daher vor allem von der One-Pot-Pasta, bei der wir die Melanzani (Aubergine) weggelassen haben, und vom Schwammerlgulasch eher probiert, als wirklich zugeschlagen.

Immer diese Experimente vom Histamin-Piraten! 😉 Das Wurzelrisotto war jedoch was Feines. Wie gesagt: Zitrone und Parmesan gehen hier in kleinen Mengen. Das muss für Dich nicht genauso sein. Endlich habe ich eine sinnvolle Verwendung für Rote Bete gefunden.

Das sehr erdig schmeckende Wurzelgemüse kann schnell in den Vordergrund treten und braucht daher einen erfrischenden Gegenspieler. Mit der Petersil-Zitronengremolata (wieder ein Wort gelernt) bekommt das Risotto einen spritzigen Geschmackskick. Da schmeckt sogar Rote Bete. Und: die Farbe! Optisch macht das Wurzelrisotto wirklich was her, was man gerade von Risotto sonst nicht behaupten kann. Wer empfindet so ein breiiges Gericht schon als Augenschmaus? Gaumenfreude, ja. Aber hier stimmt beides.

Das kommt mir nicht ins Kistl! Kochbox für individuelle Bedürfnisse zusammenstellen

Das eigentliche Problem bleibt aber: So praktisch durchgestylte Kochboxen sind, wenn es um Zeitersparnis geht, so unpraktisch sind sie, wenn man individuelle Ernährungsbedürfnisse mitbringt. Während man beim Adamah Biohof bereits auf persönliche Vorlieben von Vegetariern eingeht (das machen durchaus nicht alle Kochbox-Anbieter), fehlt es an einer Kochbox für Histaminer und für alle anderen „Intoleranten“. Oder doch nicht?

Alle Rezepte sind in der Datenbank vom Adamah Biohof gespeichert. Ein Klick und da bist Du schon! Anhand von Filtern wie Schwierigkeitsgrad oder Zubereitungszeit kannst Du, ein bisschen wie auf meiner Seite, die Rezepte durchforsten – ganz bequem von zu Hause aus. Hier finden wir dann auch die Filter „gutenfrei“ und „laktosefrei“. Nur „histaminarm“ und „fruktosearm“ gibt es (noch) nicht. Mit einer Ökotrophologin im Team setzt das der Adamah Biohof vielleicht doch irgendwann noch um. Bis dahin heißt es erstmal: Ja, Du musst weiter tüfteln, ABER …

… auf die Hauszustellung Deiner Bio-Zutaten musst Du nicht ganz verzichten. Neben den verschiedenen BioRezeptkistln bietet der Adamah Biohof noch weitere Boxen an, die Du nach Deinem Geschmack füllen kannst: zum Beispiel Deine Box mit BioGenuss der Woche.

Individuelle Box – eine Lösung in stressigen Zeiten

Als Histaminer weißt Du: Stress ist Gift. Und ja, wer mit Einschränkungen durch Histaminintoleranz zu kämpfen hat, findet Einkaufen manchmal richtig stressig und – Rezepte ausklügeln, umschreiben und anpassen sowieso. Mit individuellen Zutatenboxen kannst Du Dich in Deiner Kombüse ein wenig entlasten. Den Weg zum Supermarkt kannst Du Dir nämlich sparen, wenn Dir allwöchentlich eine Kiste vor die Tür gestellt wird, die Leckereien für die nächsten zwei bis drei Tage enthält, die Du vorher mit ein paar Klicks ausgewählt hast.

Ein wenig im Sinne von Meal Prep kannst Du Deine Speisen vorplanen. Nimm Dir einfach einen Tag in der Woche (z. B. Sonntag), um zu überlegen, was es in der kommenden Woche geben soll. Suche Dir Rezepte heraus (und passe sie gegebenenfalls an). Was brauchst Du dafür? Schreibe Dir alle Zutaten auf und dann ab dafür ins Bestellformular! Jetzt nur noch abwarten und Tee trinken.

Zutaten bestellen – ist das nicht schlecht für die Umwelt?

Aus Bequemlichkeit und/oder zur Zeitersparnis bestellen – ja, das macht die Generation Onlineshop gerne. In den letzten Jahren ist der Versandhandel enorm gewachsen und mit ihm die Verpackungsindustrie sowie das Paketaufkommen. Täglich fluten die Zustellfahrzeuge unsere Straßen. Das alles sorgt für zusätzlichen Müll und extra CO2-Emissionen. Dabei handelt es sich um eine vermeidbare Belastung. Wir könnten vor Ort einkaufen und so weiter.

Das weiß auch der Adamah Biohof. Als nachhaltiger Erzeuger und Händler spürt man hier die Verantwortung, die man für künftige Generationen hat. Deshalb ist die Zustellung CO2-neutral. In der Wiener Innenstadt kommen zunehmend Lastenräder für die Lieferung zum Einsatz. Die Mehrwegkisten habe ich bereits erwähnt. Auch sonstige Zutaten landen möglichst unverpackt oder in Papiertüten in der Kiste. Trotzdem gibt es auch hier noch Luft nach oben.

Der Pflücksalat kam z. B. in der Plastikbox (damit der nicht gequetscht wird, nehme ich an). Die Boxen sind mit einem „Frischesack aus kompostierbarem Material“ ausgelegt – das sind Plastiktüten aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, die jedoch auf dem herkömmlichen Komposthaufen auch nicht einfach so verrotten. Klar, hier könnte man in Zukunft zum Beispiel auch auf Papier setzen oder die Entwicklung einer hygienischen Verpackung abwarten, die noch nachhaltiger ist. Bis dahin macht Adamah jedoch schon mehr für die Umwelt als so manch anderer Zusteller – insbesondere im Kochbox-Bereich.

Wie stehst Du zu Kochboxen und der Hauszustellung von Kochzutaten? Hast Du es schon mal ausprobiert? Würde es Dich entlasten? Hinterlasse eine Flaschenpost mit Deiner Meinung.

Ich bedanke mich beim Adamah Biohof für die gratis zur Verfügung gestellte Kochbox. Die gemachten Angaben sind weder vom Anbieter noch von anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

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„Plastikfrei für Einsteiger“ – in einfachen Schritten zu einem bewussten Umgang mit Plastik (Rezension)

»Sag mal, Oma, womit habt ihr euch eigentlich früher die Zähne geputzt?« – »Na, mit einer Zahnbürste aus Holz«, sagte meine Oma in selbstverständlichem Ton. Ich war überrascht.

Für meine Generation ist Plastik vollkommen normal. Wir sind damit aufgewachsen. Vom Babybreiteller bis zu Omas Kittelschürze – alles war aus Kunststoff. Schließlich ist Kunststoff günstig und super vielseitig. Da ist nur ein Problem: Das Zeug zersetzt sich nicht.

Tonnenweise aufgeriebene Plastiküberreste, sogenannte Mikroplastik, schwimmen neben anderem Kunststoffmüll im Meer herum. Bestimmt hast Du die verheerenden Bilder von, dank der Strömung, zu Bergen aufgetürmtem Plastikmüll schon einmal gesehen. Oder die fiesen Folgen von achtlos weggeworfenen Feuerzeugen, die ihren Weg in den Magen von Vögeln gefunden haben. Fest steht: Die Menschen sind seit dem Plastikboom Mitte des 20. Jahrhunderts viel zu achtlos mit dem haltbaren Material umgegangen.

Mittlerweile werden Maßnahmen ergriffen. Einige Supermärkte haben bereits Plastiktüten ganz verbannt und verkaufen stattdessen Papiertüten und Stoffbeutel für den Transport Deines Einkaufs. Ohne Zweifel, damit wir das große Problem in den Griff bekommen, ist die Industrie gefragt. Doch auch jeder von uns kann seinen Beitrag leisten und damit nicht zuletzt die Wirtschaft zum Nachahmen anstiften. Denn sind wir mal ehrlich, Supermärkte springen nicht aus Nettigkeit auf den Plastikfrei-Zug auf, sondern weil immer mehr Menschen das fordern und so leben.

Denn solange Plastikverpackungen nicht gesetzlich verboten werden, kann nur er [der Verbraucher] das Produkt verändern. Mach dir eins klar: Du als Verbraucher kaufst ein Produkt nur, wenn es dir gefällt.

Und auch die Politik wird erst tätig, wenn ein Großteil der Wähler und Wählerinnen sie dazu zwingt.

Plastikfrei für Einsteiger – so kannst Du beginnen

Kürzlich habe ich Christoph Schulzes Buch „Plastikfrei für Einsteiger“* zur Rezension bekommen. Bisher achte ich bereits hier und da darauf, nicht unnötig Plastikmüll zu produzieren. Das Schwierigste hierbei war tatsächlich der Anfang. Während es nur vorausschauendes Denken braucht, um zum Einkaufen einen Beutel mitzunehmen, erfordern andere Maßnahmen zur Plastikmüllvermeidung wesentlich mehr Denkarbeit.

Das liegt vor allem daran, dass der Kunststoff so normal und allgegenwärtig ist. Wir glauben er ist geradezu alternativlos, bis wir über clevere Alternativen stolpern. Ich hatte einen ähnlichen Aha-Moment wie der Autor, als ich realisierte: Wow, es gibt sowas wie Holzzahnbürsten! (siehe oben)

Aus Erzählungen meiner Eltern wusste ich, dass ich noch geradeso zur Generation Stoffwindel gehörte. Die Dinger gibt’s heute immer noch. Bequemer ist sicherlich das Aufreißen, Anlegen und Wegwerfen einer Einwegwindel, umweltfreundlicher das Wiederverwenden.

Nicht jeder möchte diesen Aufwand betreiben, und das verstehe ich auch irgendwie. Trotzdem brachten mich die Stoffwindeln auf die Idee: Wenn es das für Babys gibt, wie sieht’s dann mit Stoffbinden für Frauen aus? Ja, auch die gibt es und ich bin längst umgestiegen*. Ein großer Vorteil, wenn man von den Pros für die Umwelt einmal absieht: Stoffbinden sind auf Dauer billiger. Ich persönlich finde sie auch angenehmer auf der Haut.

Wenn man so weit ist, hat man wirklich schon viel erreicht. Die Frage ist also: Wie plastikfrei möchtest Du leben?

Ist plastikfrei wirklich das Ziel?

Selbst wer auf die praktischen Einwegwindeln und abgepackten Damenbinden nicht verzichten möchte, kann etwas gegen die Müllberge für Jahrtausende tun. Zum Beispiel den Müll richtig entsorgen. Gebrauchte Windeln und Binden aus dem Wegwurfsortiment gehören trotz ihres hohen Kunststoffanteils nicht in die gelbe Tonne, sondern in den Restmüll. Umgekehrt kommen Joghurtbecher in die gelbe Tonne – am besten ungestapelt, weil sie so besser recycelt werden können.

Grundsätzlich finde ich, wie der Autor übrigens selbst, den Begriff „plastikfrei“ ein bisschen problematisch. Das klingt immer nach „entweder … oder …“, „alles oder nichts“, „schwarz oder weiß“. So ein Denken zwingt uns eine Entscheidung ab und klingt immer nach Verzicht. Das ist aufwändig, anstrengend … und schon steht der innere Schweinehund auf der Matte und kläfft: Darauf habe ich keinen Bock.

Wir versuchen nicht, plastikfrei zu leben, weil Plastik grundsätzlich schlecht ist, sondern weil wir lernen müssen, richtig damit umzugehen.

Für den Anfang fände ich daher einen Begriff wie „plastikarm leben“ treffender. Betroffene von Histaminintoleranz können damit sowieso gleich etwas anfangen. Histaminarm, das kennen wir. Tatsächlich braucht unser Körper Histamin. Ganz ohne geht nicht. Nur zu viel ist eben auch unerträglich. Jetzt brauchen wir Plastik nicht unbedingt, aber das wasserabweisende Material in allen möglichen Flexibilitätsstufen hat in gewissen Bereichen eben seine Vorteile. Man denke nur an den Operationssaal in Krankenhäusern mit Einweghandschuhen und allem Drum und Dran. Genauso finde ich wetterfeste Funktionskleidung durchaus praktisch. Nur im Essen oder auf der Haut brauche ich kein Plastik.

Außerdem hast Du bestimmt schon einige Utensilien zuhause, die aus Plastik bestehen. Sollst Du die nun einfach wegschmeißen? Das wäre ja Quatsch. Dann könnte ich diesen Blog-Artikel (auf meiner Plastiktastatur) zum Beispiel nicht schreiben.

Um den Einstieg zu erleichtern, solltest Du dort ansetzen, wo Du am meisten Wegwerfplastik produzierst. Die Einkaufstüten und Zahnbürsten* habe ich bereits erwähnt. Und die Joghurtbecher auch. Es gibt ja auch Joghurt im Glas. Dann sind da noch ganz andere Verbrauchsgegenstände, die in der Regel aus Plastik bestehen. Einwegrasierer, Strohhalme und – Convenience Food. Was Letzteres angeht, macht Dir wahrscheinlich ohnehin die Histaminintoleranz einen Strich durch die Rechnung. Fertiggerichte gehen gar nicht, schon allein weil da oft so viel Zusatzstoffe drin sind.

Plastikarm leben – eine Chance, auch bei Histaminintoleranz

Das Eindämmen von Plastikmüll birgt Vorteile, insbesondere für Betroffene von Histaminintoleranz.

  • Plastikfreie Alternativprodukte sind BPA-frei und damit hormonell nicht wirksam
  • Wer statt Fertiggerichte zu kaufen, selbst kocht (auch unterwegs – Stichwort: Meal Prep), weiß was drin ist

Christoph Schulz, der Gründer von CareElite, liefert in seinem Buch zahlreiche Tipps, wie und wo Du umdenken kannst, um bewusster mit Plastik umzugehen, das ja aus einem begrenzte Rohstoff – Erdöl – gewonnen wird. Übersichtliche Fragebögen fassen einen Teil jedes Kapitels nochmal zusammen und sorgen dafür, dass Du das „Um-die-Ecke-Gedachte“ gleich verinnerlichst. Dabei wirst Du merken, dass vieles ziemlich Oldschool ist und eigentlich nicht neu. Denn was hat denn Oma im (fast) plastikfreien Zeitalter gemacht?

Die Holzzahnbürste ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass wir mit dem plastikfreien Lebensstil einen wichtigen Schritt zurück zu unseren Wurzeln machen, um dann wieder einige feste, bewusste Schritte nach vorn zu gehen.

Weitere Ideen für Deinen Einstieg in einen bewussteren Umgang mit Plastik

  • Hast Du einen Unverpackt-Laden in Deiner Nähe?
  • Nö? Dann probier’s mal auf dem Wochenmarkt oder bei der türkischen Gemüsehandlung ums Eck.
  • Weniger wegwerfen: Wie sieht es mit Repair-Cafés aus?
  • Sag einfach Nein, wenn Dich der Barkeeper das nächste Mal fragt, ob Du zu Deinem Drink einen Strohhalm möchtest.
  • Du hast ein Smartphone? Informiere Dich über Apps wie ReplacePlastic, Refill, Regio-App und Too Good To Go.
  • Kaufe (und verkaufe) mehr second hand.

Was mir am Buch gefällt

Viele Tipps sind tatsächlich einfach umzusetzen und gehen, wie vom Autor versprochen, schnell in Fleisch und Blut über. Der clevere Kapitelaufbau sorgt für einen übersichtlichen Einstieg, ohne Dich gleich auf komplett plastikfrei bekehren zu wollen. Überhaupt, kommt das Buch prima ohne erhobenen Zeigefinger aus, sodass die Umstellung Spaß macht.

Ein Problem, das ich schon länger habe: Mülltüten ersetzen. Auch hierfür hat Christoph Schulz Ideen parat. Mit einer Faltanleitung zeigt er, wie man den Mülleimer so mit Zeitungspapier auskleiden kann, dass trotzdem nichts daneben geht. Das muss ich mal ausprobieren. Dann werde ich auch diesen Wegwerfartikel los.

Außerdem liefert Christoph Schulz praktische und umweltfreundliche Alternativen für Alltagsprodukte, von denen wir womöglich dachten, dass es sie nur aus Plastik gibt. Ja, es gibt Wasserkocher aus Borosilikatglas*. Hinzu kommen hilfreiche Apps – super für alle, die ein Smartphone haben, und es sinnvoll nutzen wollen. Richtig toll: Rezepte zum Selbermachen von Zahnpasta, Spülmittel & Co. Wow, Du kannst aus Efeu ganz einfach selbst Spüli machen!

Links zu Projekten und Organisationen, wo man sich engagieren kann, aber natürlich nicht muss, runden das Ganze ab.

Was mir nicht so gut gefällt

Ein paar Tipps im Buch verursachen mir dann aber doch Falten auf der Stirn, z. B. als Alternative zum Einwegrasierer empfiehlt der Autor neben dem Rasierhobel* noch eine Option: das Veröden der Haarwurzeln mittels Lasertherapie, ohne hierbei die Risiken einer solchen Behandlung auch nur anzudeuten.

Die Windelfrei-Methode als weitere Alternative neben den waschbaren Stoffwindeln. Das klappt wahrscheinlich nur bei Helikopter-Eltern, die rund um die Uhr zuhause sind, und ist damit alles andere als alltagstauglich. Ähnlich problematisch: Spielsachen ausleihen?! Irgendwie nicht so hygienisch, vor allem wenn man bedenkt, dass Kinder Spielsachen gerne mal in den Mund nehmen. Umgekehrt finde ich Nachbarschaftsportale, zum Beispiel zum Ausleihen von Werkzeugen, sinnvoll. Aber die Bohrmaschine nehme ich ja in aller Regel auch nicht in den Mund 😉

Zusammenfassung:

  • “Plastikfrei für Einsteiger”* von Christoph Schulz
  • Tipps zum persönlichen Eindämmen von Plastikmüll, Rezepte für Naturkosmetik und mehr
  • empf. VK-Preis: € 14,99
  • Taschenbuch, erschienen Februar 2019
  • ISBN: 978-3-86882-993-8

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Ich bedanke mich beim mvg-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.



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(c) Histamin-Pirat

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Mit einfachen Alltagsritualen mehr Entspannung finden (Rezension)

Triffst Du Entscheidungen mehr aus dem Bauch heraus oder doch vorzugsweise mit dem Kopf? Kurzum: Bist Du Kopf- oder Bauchmensch? Womöglich ein bisschen von beidem. In die Kategorie 50/50 würde ich mich selbst einordnen. Ich kann recht analytisch vorgehen, etwa wenn ich Fachliteratur zum Thema Histaminintoleranz studiere. Andererseits gehen Emotionen auch mal mit mir durch. Im Alltag fällt es mir schwer abzuschalten. Wenn viel los war, dreht sich das Gedankenkarussell einfach weiter. Das kennst Du? Vielleicht schafft dieses Werk – Kopf- oder Bauchmensch hin oder her – Abhilfe.

Abschalten lernen mit Übungen, die in den Alltag passen

Sonja Panthöfer liefert mit “Entspannung für Kopfmenschen”* das nötige Handwerkszeug, um nach einem ereignisreichen Tag den ganzen Trubel hinter sich zu lassen und auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ein Großteil des Buchs kann man jedoch querlesen, wie ich finde. Ihre Anmerkungen zu Stressauslösern und unserer achso schnelllebigen Zeit dürften für die meisten nichts Neues sein. Hier finden sich einige Allgemeinplätzchen und die Autorin bleibt mit sloganhafter Wiedergabe von Zitaten eher an der Oberfläche hängen.

Ich denke, also bin ich.

Das ist so ein Satz, mit dem René Descartes unser aufgeklärtes Denken der Neuzeit maßgeblich geprägt hat. Die Kritik von Philosophen wie Bertrand Russell ist, vielleicht sollte es “Da sind Gedanken, also ist da ein Bewusstsein” lauten. Für Panthöfer betont Descartes’ Satz, wie viel Wert wir auf das Denken an sich legen. Wir sind also eine ziemlich verkopfte Gesellschaft, nicht zuletzt weil wir weniger und weniger mit dem ganzen Körper arbeiten. Womöglich gehst auch Du einem Job überwiegend im Sitzen nach, so dass vor allem die grauen Zellen Überstunden schieben.

Die Einteilung in Kopf- und Bauchmenschen empfinde ich daher als gekünstelt. Jeder von uns hat Anteile beider. Und der Zeitgeist sorgt dafür, dass wir den Kopf mehr in den Fokus stellen als den Rest von uns.

Einen witzigen Aphorismus vom Surrealisten Francis Picabia hat die Autorin auch in ihr Werk gepackt.

Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

Im Gegensatz zum Descartes-Zitat wird der pfiffige Satz dem Franzosen an dieser Stelle nicht explizit zugeschrieben. Streng genommen dürfte man aufschreien: Plagiat! Ja, das ist der Kopfmensch in mir, der unermüdlich kritisch arbeitet und sich damit manchmal selbst im Weg steht. Denn womit hat er es denn hier zu tun? Einer philosophischen Abschlussarbeit? Wohl kaum.

Es ist ein Ratgeberbuch zur sogenannten Selbstoptimierung (was für ein furchtbarer Ausdruck!), das zum Glück mit gewisser Leichtigkeit geschrieben ist und mir nicht dauernd irgendwelche Motive oder Eigenschaften unterstellt, wie das in der vom US-amerikanischen Pep-Talk geprägten Ratgeberliteratur sonst nur allzu oft der Fall ist.

Das macht das Lesen angenehm – ein Zitat vergessen auszuweisen hin oder her.

Warum das Buch nicht nur Freude macht, sondern auch was bringt, liegt großteils an den grau unterlegten Kästen, die mit “Alltagsritual” überschrieben sind. Wer sich gar nicht erst mit den Erklärungen wieso, weshalb, warum Stress aufhalten möchte, blättert gezielt zu diesen Übersichten, wo die Autorin einfache, aber nicht weniger effektive Übungen für den Leser bzw. die Leserin bereithält.

Im Gegensatz zum kürzlich vorgestellten Meditationsbuch, wo man sich zwar nicht stundenlang Zeit nehmen muss, aber doch so seine fünf bis zehn Minuten an einem ruhigen Ort verbringen sollte, um eine Veränderung zu spüren, funktionieren Sonja Panthöfers Übungen sofort. Du kannst direkt anfangen. Jetzt und hier und überall. An der Supermarktkasse, in der U-Bahn … egal.

Die “Alltagsrituale” kannst Du verinnerlichen und immer dann darauf zurückgreifen, wenn Du Stress aufkommen spürst. Doch auch für Situationen, in denen ein stressgewaltiges Unwetter längst über uns hereingebrochen ist, gibt es Übungen im Buch sowie Strategien, etwa zur Konfliktbewältigung.

Damit erreicht das Buch mehr als nur “mal abschalten”, sondern sorgt dafür, dass wir generell entspannter durchs Leben gehen. Vielleicht ist auch die eine oder andere Übung für Dich dabei, um Deinen Stresspegel, der ja eng mit dem Histaminpegel verknüpft ist, gar nicht erst hochschießen zu lassen.

Zusammenfassung:

  • “Entspannung für Kopfmenschen”* von Sonja Panthöfer
  • Entspannungsübungen, die sich in den Alltag integrieren lassen
  • empf. VK-Preis: € 18,00 [D], € 18,50 [AT], CHF 25,90
  • Taschenbuch, erschienen am 29.10.2018
  • ISBN: 978-3-466-34694-3

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Ich bedanke mich beim Kösel-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.



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(c) Histamin-Pirat

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Panierter Feta als vegetarischer Fleischersatz

Es muss nicht immer Fleisch sein, auch wenn es gelegentlich bis auf Schweinefleisch, bei mir immer mal wieder den Weg auf den Teller findet. Viele, die den Umstieg auf pflanzenbasierte Ernährung wagen, tun das nicht, weil sie der Geschmack von Fleisch so abturnt (obwohl das vorkommt), sondern aus anderen Gründen: Sie vertragen es besser oder sie möchten keine Tiere töten. Fleischersatz ist dann ein Thema.

Die gängigen Alternativen vom Seitan- bis zum Sojaschnitzel mag ich nicht. Seitan, also Gluten, fliegt aus der Auswahl raus, wenn es um Verträglichkeit bei Glutenintoleranz geht. Soja ist ein Thema für sich. Während fermentierte Sojabohnen sogar allgemein ihre Vorteile für die Gesundheit haben, gilt das in der Regel nicht für Histaminintoleranz. Damit ist auch die Sache vom Tisch.

Doch es gibt genug andere Alternativen. In der Winterzeit finde ich zum Beispiel Maroni super. Überraschend herzhaft ist diese Gemüselasagne – ganz ohne Fleisch. Doch eine Lasagne liegt eben auch recht schwer im Magen. Etwas leichter ist hingegen paniertes Gemüse aller Art wie etwa gebackener Blumenkohl/Karfiol. Nach ähnlichem Prinzip, nur eben ohne (glutenfreie) Semmelbrösel habe ich nun eine weitere Alternative.

Panierter Feta

Zubereitungszeit:

ca. 30 min.

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1–2 Personen:

  • 1 Pck. Feta bio
  • eine Handvoll Polenta (bio)*
  • etwas Dinkelmehl oder eine glutenfreie Alternative nach Wahl
  • 1 Ei (bitte Bio-Eier mit einer “0” an erster Stelle auf dem Aufdruck wählen)
  • Butter oder Öl zum Braten

Zubereitung:

Feta aus der Packung nehmen und vorsichtig in Mehl wälzen. Überschüssiges Mehl leicht abklopfen.

In einem tiefen Teller ein Ei verquirlen. Bemehlten Feta durch das Ei ziehen.

Anschließend auf einem flachen Teller von allen Seiten in Polenta wälzen.

Etwas Butter oder Öl in einer Pfanne erhitzen.

Goldgelb braten.

Tipp: Polenta als Semmelbrösel-Alternative kann übrigens auch für andere panierte Sachen verwendet werden. Damit reiht sich der Maisgrieß in die Riege von Haferflocken & Co ein.

Eine leckere Rezeptidee mit paniertem Feta, die auf Wunsch angepasst werden kann (z. B. mit Weißwein statt Rotwein und ohne Balsamico-Essig und Cassis-Likör, dafür mit Limettensaft), findest Du bei Essen & Trinken. Beim Zwiebelconfit ist jedoch Vorsicht geboten, wenn Du Salicylate schlecht verträgst oder generell auf blähende Lebensmittel übel ansprichst.

Panierter Feta passt aber auch zu viel anderen Beilagen von Reis über Pfannengemüse bis …

Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

(c) Histamin-Pirat

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Einmal Meditation zum Mitnehmen, bitte (Rezension)

Kleine Verschnaufpause gefällig? Dann ist Meditation genau das Richtige für Dich. Auf dem Blog habe ich schon öfter über die Vorteile berichtet und ausgewählte Übungen vorgestellt. Doch wer sich mit dem Thema bisher noch nicht beschäftigt hat, tut sich mit dem Einstieg (genau wie ich anfangs) womöglich schwer. Schließlich geht’s dabei um mehr als nur stillzusitzen und das Gedankenkarussell zum Stillstand zu bringen.

Vielmehr dürfen und sollen die Gedanken dabei fließen. Lediglich der fiese Zensor in unserem Kopf, der sich als alter Skeptiker nur allzu gerne einschaltet, hat bei der Meditation mal Pause. Wir konzentrieren uns auf das Positive.

Meditation – klein anfangen für großes Glücksgefühl

Klingt gut, nicht? Nur übertreiben solltest Du es für den Anfang nicht. Probiere es stattdessen mit kurzen Übungen, kleinen Gedankenexperimenten. Viele davon kannst Du ganz einfach in den Alltag integrieren. “Das kleine Buch vom Meditieren”* liefert knappe Erklärungen für simple Übungen in seiner wohl schönsten Form. Und das Beste? Das gibt es im Hosentaschenformat.

Denn dieses Werk von Dr. Patrizia Collard misst gerade mal elf Zentimeter in der Breite, fünfzehn Zentimeter in der Höhe und ist nur etwas über einen Zentimeter dick. Ideal zum Mitnehmen.

Jenny Römisch verleiht dem Lesevergnügen einen wunderbar farbenfrohen Anstrich, denn nicht nur auf dem Teller, auch beim Durchblättern isst das Auge eben mit.

Schritt für Schritt gibt Dir die Autorin mit dem Buch eine Anleitung an die Hand, wie Du in die Welt des Meditierens eintauchen kannst. Die einzelnen Übungen finden sich in thematisch ausgerichteten Einzelkapiteln. Die Zielsetzung der jeweiligen Meditation schwingt dabei bereits im Kapiteltitel mit:

  • Stress abbauen und das Immunsystem stärken
  • Mut und Selbstvertrauen gewinnen
  • Den Kopf frei bekommen
  • Akzeptieren, loslassen, verändern
  • Harmonie mit der Welt und all ihren Wesen
  • Abenteuer Leben: Kreativität und Fokus

Die einzelnen Übungen werden nicht nur mit liebevollen Illustrationen untermalt, sondern sind auch gespickt mit Einblicken in die Hintergründe von Meditation, darunter zum Beispiel Infos wie:

  • Wie kam die Meditation nach Europa?
  • Welche Meditationsarten gibt es?
  • Wie und wann üben?

Das Schöne am Meditieren: Um damit zu beginnen, brauchst Du nicht viel. Ein Meditationskissen* genügt und schon kannst Du loslegen. Wer nicht gerne auf einem Kissen auf dem Boden sitzen mag oder – das einfach nicht kann, etwa weil die Knie oder der Rücken nicht mitspielen, kann auch auf einem Stuhl Platz nehmen.

Wichtig ist, für eine störungsfreie Umgebung zu sorgen. Suche Dir also einen Ort, wo es ruhig ist und Du ungestört und ohne Unterbrechungen Deinen Gedanken nachhängen kannst.

Gerade am Anfang ist das gar nicht so leicht. Wir leben in solch bewegten Zeiten, dass wir häufig ganz darauf vergessen, mal zur Ruhe zu kommen. Vielleicht nehmen wir uns auch einfach nicht die Zeit. Es gibt ja so viele andere Dinge zu erledigen. Nach der Arbeit muss Essen auf den Tisch, die Kinder (sofern Du welche hast) wollen nicht nur versorgt, sondern auch umsorgt werden. Du schaust nochmal über die Hausaufgaben. Vielleicht fährt ein Kind zum Sport oder zur Musikschule. Am Ende des Tages bleibt einfach wenig Zeit für Dich selbst.

Doch Meditation muss keine Stunden in Anspruch nehmen. Das Versprechen des Buchs: 10 Minuten am Tag reichen. Und die lassen sich freischaufeln. Jetzt, da Du das liest, hast Du womöglich etwas Zeit. Also warum wollen wir nicht direkt mal mit einer kleinen Übung starten?

Nehmen Sie ganz bewusst Ihren Atem wahr. Sie werden erkennen, dass jeder Atemzug eine Einheit für sich ist, länger oder auch kürzer, tiefer oder flacher. Nach jedem Ein- und Ausatemzug, so werden Sie mit der Zeit feststellen, entsteht eine kurze Pause, bevor “die nächste Runde” beginnt. Bleiben Sie bei Ihrem Atem, bis sich eine gewisse Ruhe in Ihnen eingestellt hat.

Nun wird es Zeit, auch den Körper aufmerksam zu beobachten. Haben Sie irgendwo starke Empfindungen?

Bei Verspannungen oder Schmerzen kann es helfen, sich vorzustellen, den Atem an diese Stelle zu lenken. Natürlich geht die frische Luft in die Lungen und die verbrauchte wird nachher wieder ausgeatmet, aber wenn Du so ruhig und bedacht atmest, wirst Du spüren, wie der Atem “Wellen schlägt”. Wie ein Stein, den man in einen See wirft, der dann konzentrische Kreise auf dem Wasser formt.

Konzentrierst Du Dich auf die verspannte oder schmerzende Körperstelle kannst Du die “Atemwellen” genauso an diese Stelle lenken.

Schauen Sie sich jetzt ganz bewusst Ihre Gedanken an […].

Natürlich können Gedanken negativ, neutral oder positiv sein. Aber egal, welcher Spart sie angehören, Sie sehen sie sich in dieser Meditation nur kurz an und benennen sie.

Folgende Bilder haben sich dabei als hilfreich erwiesen:

  • Sie sehen die Gedanken wie Wolken am Himmel.

Und auch die Gedanken lässt Du wie Wolken vorüberziehen. Wenn Du möchtest, kannst Du den “Gedankenwolken” Namen geben. Da sind dann Grübelgedanken, Tagträume oder auch Einkaufslisten.

  • Sie stehen auf einer Brücke und schauen auf einen kleinen Fuss hinunter, auf dem bunte Blätter schwimmen. Auf einigen dieser Blätter sehen Sie Ihre Gedanken geschrieben. Sie können sie lesen und registrieren, aber schon bald ist das Blatt unter der Brücke verschwunden.
  • Sie stehen auf einem Bahnsteig. Ein Zug rast vorbei. Sie sehen die Wagons und auf jedem steht einer Ihrer Gedanken geschrieben. Sie erkennen, um was es geht, aber lassen Ihre Gedanken einfach vorüberziehen.

Diese kleine Übung hilft dabei, quälende Gedanken auch mal sein zu lassen oder sie im Kopf zu sortieren. Welche davon sind wirklich wichtig? Eine Weisheit trifft die Sache im Kern:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wie ist es Dir mit dieser Übung ergangen? Bist Du neugierig darauf geworden, was das Buch noch so zu bieten hat, dann findest Du hier die “Hard Facts” nochmal im Überblick.

Zusammenfassung:

  • “Das kleine Buch vom Meditieren”* von Dr. Patrizia Collard, mit Illustrationen von Jenny Römisch
  • 271 Seiten, Taschenbuch
  • Einführung zum Thema Meditation: gut verständlich, leicht umsetzbar und – schön
  • empf. VK-Preis: € 8,99 [D], € 9,30 [AT], CHF 12,90
  • Taschenbuch, erschienen am 12.10.2018
  • ISBN: 978-3-453-70359-9

Ich bedanke mich bei Heyne für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.


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(c) Histamin-Pirat

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