Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Schlagwort: Meditation

Einmal Meditation zum Mitnehmen, bitte (Rezension)

Kleine Verschnaufpause gefällig? Dann ist Meditation genau das Richtige für Dich. Auf dem Blog habe ich schon öfter über die Vorteile berichtet und ausgewählte Übungen vorgestellt. Doch wer sich mit dem Thema bisher noch nicht beschäftigt hat, tut sich mit dem Einstieg (genau wie ich anfangs) womöglich schwer. Schließlich geht’s dabei um mehr als nur stillzusitzen und das Gedankenkarussell zum Stillstand zu bringen.

Vielmehr dürfen und sollen die Gedanken dabei fließen. Lediglich der fiese Zensor in unserem Kopf, der sich als alter Skeptiker nur allzu gerne einschaltet, hat bei der Meditation mal Pause. Wir konzentrieren uns auf das Positive.

Meditation – klein anfangen für großes Glücksgefühl

Klingt gut, nicht? Nur übertreiben solltest Du es für den Anfang nicht. Probiere es stattdessen mit kurzen Übungen, kleinen Gedankenexperimenten. Viele davon kannst Du ganz einfach in den Alltag integrieren. “Das kleine Buch vom Meditieren”* liefert knappe Erklärungen für simple Übungen in seiner wohl schönsten Form. Und das Beste? Das gibt es im Hosentaschenformat.

Denn dieses Werk von Dr. Patrizia Collard misst gerade mal elf Zentimeter in der Breite, fünfzehn Zentimeter in der Höhe und ist nur etwas über einen Zentimeter dick. Ideal zum Mitnehmen.

Jenny Römisch verleiht dem Lesevergnügen einen wunderbar farbenfrohen Anstrich, denn nicht nur auf dem Teller, auch beim Durchblättern isst das Auge eben mit.

Schritt für Schritt gibt Dir die Autorin mit dem Buch eine Anleitung an die Hand, wie Du in die Welt des Meditierens eintauchen kannst. Die einzelnen Übungen finden sich in thematisch ausgerichteten Einzelkapiteln. Die Zielsetzung der jeweiligen Meditation schwingt dabei bereits im Kapiteltitel mit:

  • Stress abbauen und das Immunsystem stärken
  • Mut und Selbstvertrauen gewinnen
  • Den Kopf frei bekommen
  • Akzeptieren, loslassen, verändern
  • Harmonie mit der Welt und all ihren Wesen
  • Abenteuer Leben: Kreativität und Fokus

Die einzelnen Übungen werden nicht nur mit liebevollen Illustrationen untermalt, sondern sind auch gespickt mit Einblicken in die Hintergründe von Meditation, darunter zum Beispiel Infos wie:

  • Wie kam die Meditation nach Europa?
  • Welche Meditationsarten gibt es?
  • Wie und wann üben?

Das Schöne am Meditieren: Um damit zu beginnen, brauchst Du nicht viel. Ein Meditationskissen* genügt und schon kannst Du loslegen. Wer nicht gerne auf einem Kissen auf dem Boden sitzen mag oder – das einfach nicht kann, etwa weil die Knie oder der Rücken nicht mitspielen, kann auch auf einem Stuhl Platz nehmen.

Wichtig ist, für eine störungsfreie Umgebung zu sorgen. Suche Dir also einen Ort, wo es ruhig ist und Du ungestört und ohne Unterbrechungen Deinen Gedanken nachhängen kannst.

Gerade am Anfang ist das gar nicht so leicht. Wir leben in solch bewegten Zeiten, dass wir häufig ganz darauf vergessen, mal zur Ruhe zu kommen. Vielleicht nehmen wir uns auch einfach nicht die Zeit. Es gibt ja so viele andere Dinge zu erledigen. Nach der Arbeit muss Essen auf den Tisch, die Kinder (sofern Du welche hast) wollen nicht nur versorgt, sondern auch umsorgt werden. Du schaust nochmal über die Hausaufgaben. Vielleicht fährt ein Kind zum Sport oder zur Musikschule. Am Ende des Tages bleibt einfach wenig Zeit für Dich selbst.

Doch Meditation muss keine Stunden in Anspruch nehmen. Das Versprechen des Buchs: 10 Minuten am Tag reichen. Und die lassen sich freischaufeln. Jetzt, da Du das liest, hast Du womöglich etwas Zeit. Also warum wollen wir nicht direkt mal mit einer kleinen Übung starten?

Nehmen Sie ganz bewusst Ihren Atem wahr. Sie werden erkennen, dass jeder Atemzug eine Einheit für sich ist, länger oder auch kürzer, tiefer oder flacher. Nach jedem Ein- und Ausatemzug, so werden Sie mit der Zeit feststellen, entsteht eine kurze Pause, bevor “die nächste Runde” beginnt. Bleiben Sie bei Ihrem Atem, bis sich eine gewisse Ruhe in Ihnen eingestellt hat.

Nun wird es Zeit, auch den Körper aufmerksam zu beobachten. Haben Sie irgendwo starke Empfindungen?

Bei Verspannungen oder Schmerzen kann es helfen, sich vorzustellen, den Atem an diese Stelle zu lenken. Natürlich geht die frische Luft in die Lungen und die verbrauchte wird nachher wieder ausgeatmet, aber wenn Du so ruhig und bedacht atmest, wirst Du spüren, wie der Atem “Wellen schlägt”. Wie ein Stein, den man in einen See wirft, der dann konzentrische Kreise auf dem Wasser formt.

Konzentrierst Du Dich auf die verspannte oder schmerzende Körperstelle kannst Du die “Atemwellen” genauso an diese Stelle lenken.

Schauen Sie sich jetzt ganz bewusst Ihre Gedanken an […].

Natürlich können Gedanken negativ, neutral oder positiv sein. Aber egal, welcher Spart sie angehören, Sie sehen sie sich in dieser Meditation nur kurz an und benennen sie.

Folgende Bilder haben sich dabei als hilfreich erwiesen:

  • Sie sehen die Gedanken wie Wolken am Himmel.

Und auch die Gedanken lässt Du wie Wolken vorüberziehen. Wenn Du möchtest, kannst Du den “Gedankenwolken” Namen geben. Da sind dann Grübelgedanken, Tagträume oder auch Einkaufslisten.

  • Sie stehen auf einer Brücke und schauen auf einen kleinen Fuss hinunter, auf dem bunte Blätter schwimmen. Auf einigen dieser Blätter sehen Sie Ihre Gedanken geschrieben. Sie können sie lesen und registrieren, aber schon bald ist das Blatt unter der Brücke verschwunden.
  • Sie stehen auf einem Bahnsteig. Ein Zug rast vorbei. Sie sehen die Wagons und auf jedem steht einer Ihrer Gedanken geschrieben. Sie erkennen, um was es geht, aber lassen Ihre Gedanken einfach vorüberziehen.

Diese kleine Übung hilft dabei, quälende Gedanken auch mal sein zu lassen oder sie im Kopf zu sortieren. Welche davon sind wirklich wichtig? Eine Weisheit trifft die Sache im Kern:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wie ist es Dir mit dieser Übung ergangen? Bist Du neugierig darauf geworden, was das Buch noch so zu bieten hat, dann findest Du hier die “Hard Facts” nochmal im Überblick.

Zusammenfassung:

  • “Das kleine Buch vom Meditieren”* von Dr. Patrizia Collard, mit Illustrationen von Jenny Römisch
  • 271 Seiten, Taschenbuch
  • Einführung zum Thema Meditation: gut verständlich, leicht umsetzbar und – schön
  • empf. VK-Preis: € 8,99 [D], € 9,30 [AT], CHF 12,90
  • Taschenbuch, erschienen am 12.10.2018
  • ISBN: 978-3-453-70359-9

Ich bedanke mich bei Heyne für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.


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Entspannung im Handumdrehen: Mudras

Yoga ist ein wiederkehrendes Thema beim Histamin-Piraten. Denn im Yoga vereinen sich verschiedene Entspannungstechniken, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Neben den Asanas (Bewegungsabläufen) sind das vor allem Pranayama (Atemtechniken) und Meditation. Dadurch wird Yoga zum ganzheitlichen Stressmanagement und das können wir bei HIT gut gebrauchen, denn wir wissen: Stress ist ein Histaminliberator.

Über die Zeit haben sich verschiedene Yoga-Stile herausgebildet, so dass jeder sein maßgeschneidertes Programm findet, das dem eigenen Geschmack sowie den individuellen körperlichen Voraussetzungen entspricht. Mir gefällt Yin Yoga sehr gut, aber im Grunde eignet sich jeder Stil, mit der Ausnahme von vielleicht Bikram-Yoga, wo der Körper aufgrund der warmen Umgebungstemperatur doppelt belastet wird.

Heute soll es einmal nicht um die Körperbewegungen im Ganzen gehen, sondern um die kleinen Gesten, die auch als Mudras bezeichnet werden. Statt “Baum” und “herabschauendem Hund” stehen Handposen wie das Herz-Mudra im Vordergrund.

Was sind Mudras?

Swami Saradananda schreibt in ihrem Buch “Entdecke die Kraft der Mudras: Der Energie-Kick für alle Lebenslagen”*:

Neben dem Gesicht ist kein Körperteil so ausdrucksstark wie die Hände. Mit ihrer Beweglichkeit können sie eine Vielzahl von Gesten und subtilen Bewegungen ausführen und so komplizierte Gedanken und tiefe Gefühle vermitteln.

Das haben wir im Alltag alle schon erlebt. Wir begleiten unsere Aussagen mit gewichtigen Gesten, um dem Gesagten Nachdruck zu verleihen. Dieses Verhalten hat auch Eingang in unsere Sprache gefunden, wenn wir zum Beispiel “mit erhobenem Zeigefinger” sprechen oder “abwinken” usw.

Moderne wissenschaftliche Forschungsergebnisse zeigen, dass durch die Bewegungen verschiedener Teile der Hand unterschiedliche Bereiche des Gehirns aktiviert werden. Seit der Antike lehrt die indische Philosophie, dass Fingerbewegungen und -berührungen den Fluss des Prana – der Leben spendenden Energie im Körper […] – beeinflussen.

So wie einige von den Fußreflexzonen vielleicht schon mal gehört haben, wo sich verschiedene Energiepunkte sammeln, die auf Berührung reagieren, gibt es solche Punkte auch an den Händen. Betrachtet man sich den Menschen aus der Perspektive von Ayurveda oder TCM, begegnet man verschiedenen Konzepten über Energiefluss im Körper.

Was in Indien unter der Chakren-Lehre zusammengesetzt wird, hängt eng mit den Meridianen der Traditionellen Chinesischen Medizin zusammen. Beiden Philosophien ist die Elemente-Lehre gemein, auf die auch Swami Saradananda in ihrem Buch eingeht.

So ordnet sie verschiedene Teil der Hand unterschiedlichen Elementen und auch Chakren zu, die ihrerseits wiederum mit verschiedenen Funktionen im Körper betraut sind. So lässt sich auch eine Verbindung zu verschiedenen Organen und anderen Körperteilen herstellen, die mithilfe der Mudras gezielt stimuliert werden können.

Für Histaminintoleranz sind meiner Erfahrung nach vor allem drei Elemente interessant: Feuer (u. a. Verdauung), Luft (u. a. Herzkreislaufsystem und Atmung) sowie Äther/Akasha (u. a. Hunger und Durst). Der Grund? Was die Verdauung bei HIT angeht, haben viele zu viel oder auch zu wenig “Feuer”, wodurch Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden. Der Gegenspieler hierfür ist “Erde”. Wenn wir uns geerdet fühlen, sind wir wieder im Gleichgewicht.

Zahlreiche Histaminrezeptoren sitzen aber auch im Bereich der Bronchien. Das spielt zum Beispiel bei allergischem Asthma eine Rolle. Wir merken den Einfluss aber auch bei Atemnot als Symptom eines anaphylaktischen Schocks. Hieraus ergibt sich, dass wir das Element “Luft” in Einklang zu den anderen Elementen bringen müssen.

“Äther” oder auch Akasha reguliert Hunger und Durst. Dieses Element wirkt beispielsweise auf unsere Kreativität und Ausdruckskraft, aber auch auf unseren “inneren Frieden”. Wer sehr unruhig ist, schlecht schläft usw. sollte sich auf dieses Element konzentrieren.

Mit “Element” ist ein Konzept gemeint, das nicht mit dem chemischen Element aus dem Periodensystem, das wir aus der Schule kennen, verwechselt werden sollte. Wasser ist also nicht H2O. Stattdessen handelt es sich um abstrakte Ideen, mit denen man sich seit Jahrtausenden Funktionsweisen erklärt – und, wie die Wissenschaft vermehrt feststellt, handelt es sich dabei nicht nur um esoterische Spinnerei.

Beispielsweise ist das Konzept vom chinesischen “Chi” durchaus vergleichbar mit dem, was Physiker als “Quanten” bezeichnen.

Für uns soll von Interesse sein, dass die Lebensenergie im Körper stets im Fluss sein soll. Sind wir krank, gibt es irgendwelche Blockaden oder Ungleichgewichte, die man mit verschiedenen Methoden lösen bzw. wieder ins Gleichgewicht bringen kann, so die Lehre von Ayurveda und TCM.

Heute soll es uns dabei jedoch nicht um Kräuter, Atemtechniken oder dergleichen, sondern um Handzeichen gehen, die man beim Meditieren oder einfach in der Mittagspause praktizieren kann.

Mudras und Meditation

Mudras können beim Meditieren helfen. Wer mit dem Meditieren gerade erst beginnt, wird merken, dass es eine ziemliche Herausforderung darstellt, einige Minuten in einer Position zu verharren. Es zwickt und zwackt und die Gedanken beginnen zu rasen. Dabei soll doch Meditation genau das Gegenteil bewirken: beruhigen!

Doch tatsächlich wird andersrum ein Schuh draus. Wer meditieren möchte, sollte bereits ruhig sein. Meditieren erfordert Übung und Geduld. Daher ist es wichtig, sich am Anfang nicht zu übernehmen. Drei bis fünf Minuten pro Tag reichen zu Beginn. Steigern kannst Du Dich immer noch!

Wer den Schneidersitz oder gar den sogenannten Lotussitz unbequem findet, kann auch einfach auf einem Stuhl Platz nehmen. Wichtig ist lediglich, aufrecht zu sitzen, damit der Atem fließen kann. Für die Meditationspraxis auf dem Boden gibt es Meditationskissen*, die man sich unter den Popo schieben kann, um eine aufrechte Sitzposition zu erreichen und zu halten.

Sitzt Du mit geradem Rücken, gilt es, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Manchen Menschen hilft es, die Augen zu schließen oder vor sich hin zu blicken. Zusätzlich kann es helfen, sich auf den eigenen Atem oder Herzschlag zu konzentrieren. Eine weitere Methode für all jene, die wie ich und der Histaminer eher zu der Kategorie “Zappelphilipp” gehören, sind Handzeichen. Durch die verschiedenen Berührungspunkte der Finger fängt man an, sich auf diese Gesten statt auf den gedanklichen Wust zu konzentrieren. Und schwups, kommt man zur Ruhe.

Meine Oma hat mir, als ich klein war, vor dem Schlafengehen oder wenn ich krank war, oft die Füße und Hände massiert. Klar, das wärmt einerseits, bringt aber auch die Energie zum Fließen. Jetzt, wo ich erwachsen bin, massiere ich mir morgens und abends selbst die Hände und Füße.

Swami Saradananda beschreibt in ihrem Buch auch einige Massagetechniken sowie Fingerübungen, die Du ausprobieren kannst.

Doch eigentlich dreht sich das Buch um die Vorteile der Mudras, insbesondere beim Meditieren und zum Stressmanagement. Meine drei liebsten Mudras, wenn es sowas gibt 😉 , finden wir im Kapitel, das dem Element “Luft” gewidmet ist.

Das Herz- oder Hridaya-Mudra, welches mir stets ein Lächeln auf die Lippen zaubert und sich erstaunlich warm anfühlt, macht den Anfang. Besonders gerne nehme ich diese Handposition ein, wenn ich auf dem Rücken liege und dabei die angewinkelten Beine nach außen fallen lasse, sodass sich die Fußsohlen berühren (Asana im Yoga: Supta Baddha Konasana/liegender Schmetterling).

Beim Hridaya-Mudra wird der Zeigefinger eingerollt, so dass die Fingerspitze den Daumenansatz berührt. Mittel- und Ringfinger berühren die Daumenspitze.

Beim Padma-Mudra oder der Lotus-Geste bilden beide Handteller eine Art Schale. Dadurch wird der Körper für frische Energie geöffnet. Dieses Handzeichen mache ich ganz gerne am Ende einer Meditations-Session.

Das Akasha-Mudra (Element Äther) gehört wohl zu den bekanntesten Handzeichen. Du hast es bestimmt schon einmal gesehen. Dabei berühren sich Daumen und Zeigefinger an der Spitze. Die restlichen Finger werden abgespreizt. Diese Geste soll den Geist klären und ist damit eine tolle Geste zum Meditieren.

So ähnlich schaut das Chin-Mudra (Element Luft) aus. Hierbei werden jedoch die restlichen Finger nicht abgespreizt, sondern angewinkelt. Beide erfüllen ähnliche Funktionen.

Swami Saradananda schreibt:

Als sich die Fingerspitzen berührten, habe ich eine starke Verbindung zwischen ihnen gespürt, sie fühlten sich an wie ein geschlossener Stromkreis und ich wollte sie nicht mehr trennen.

Wer jedoch sehr aufgeregt mit seiner Meditationsübung beginnt, freut sich womöglich noch mehr über ein “erdendes” Mudra. Das Jnana-Mudra wird tatsächlich dem Element Erde zugeordnet und wirkt ausgleichend und beruhigend. Die Zeigefingerspitze formt mit dem Daumen einen Kreis. Die Handfläche zeigt nach unten.

Durch die nach unten zeigenden Hände fühlte ich mich geerdet, geschlossen, versteckt, geheim, energetisch sehr verbunden und entspannter.

Wenn Du einmal in das Thema “Mudras” hineinschnuppern möchtest, kann ich Dir das Buch “Entdecke die Kraft der Mudras: Der Energie-Kick für alle Lebenslagen*” nur empfehlen.

Wenn Du mit geführten Meditationen statt in Stille zu sitzen beginnen möchtest, ist womöglich Andrew Wrenn ein guter Lehrer. Ich schätze den Yogi nicht zuletzt aufgrund seiner ruhigen Stimme. Er ist im Übrigen auch ein großer “Mudra-Fan”.

Kennst Du Mudras bereits und nutzt Du sie zur Entspannung und/oder beim Meditieren? Wenn ja, welche Gesten sind Deine Favoriten?

Zusammenfassung:

  • Entdecke die Kraft der Mudras: Der Energie-Kick für alle Lebenslagen*” von Swami Saradananda, übersetzt von Anna Hübinger
  • 160 Seiten, Softcover
  • Überblick über die verschiedenen Handhaltungen/Mudras bei Meditation und Yoga
  • Erklärung der Chakren
  • Einführung in die Elemente-Lehre von Ayurveda/TCM
  • simple Ideen zum Stressmanagement, die auch bei Histaminintoleranz von Interesse sind
  • 16,99 Euro, erschienen im Lotos-Verlag

Ich bedanke mich beim Lotos-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

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Stress lass nach!

Stress ist für Betroffene von Histaminintoleranz und vor allem für Mastozytose-Patienten ein bekannter “Übeltäter”. Ob beruflich oder privat, Stress führt dazu, dass die histaminspeichernden Mastzellen den Stoff freisetzen.

Stress entsteht auch dann, wenn man sich wegen seiner Ernährung verrückt macht. Ein Fakt, der manchmal unter den Tisch fällt. Fragen wie:”Habe ich was Falsches gegessen?”, oder Gedanken wie: “Ich glaub’, das steht auf der Liste XY und das darf ich dann ja gar nicht!”, sind zwar begründet, können im Übermaß jedoch Panik auslösen. Essen wird nicht mehr als wertvoller “Brennstoff” für den Körper angesehen, sondern zum roten Tuch. Bei aller Genauigkeit, die man also bei der histaminarmen Ernährung an den Tag legen will, kann man mit den ständigen Gedankenspiralen genau das Gegenteil erreichen. Man stresst sich und führt seinem Körper so mehr Histamin zu!

Wie viel Vorsicht ist eigentlich nötig?

Vor allem direkt nach der Diagnose oder beim Ausprobieren bisher nicht gegessener oder zuvor einmal schlecht vertragender Lebensmittel ist die Verunsicherung groß. Geht das? “Darf” ich das? Um das herauszufinden, dienen die verschiedenen Listen wie die der schweizerischen Interessensgemeinschaft als gute Inspiration, am Ende muss jeder jedoch seine eigene Liste anlegen. Und das geht mit einem Ernährungstagebuch*. Am besten testet man sukzessive etwa alle zwei bis drei Tage stets ein “neues” Lebensmittel aus, sofern keine schlimme Reaktion eintritt. Ansonsten empfiehlt es sich noch einen oder zwei weitere Tage abzuwarten, bevor weiter getestet wird.

Wer mit dieser stringenten Vorgehensweise nicht zurechtkommt, etwa weil die sehr einseitige Ernährung am Beginn der sogenannten Kartoffel-Reis-Diät zu Mangelerscheinungen führt bzw. weil man sich nur noch schlapp fühlt, kann auch mit mehreren Lebensmitteln in Rotation beginnen. Vorab sollten jedoch Allergien und eventuelle weitere vorhandene Intoleranzen bekannt sein. Ausschließlich ganz “harmlose” Lebensmittel sollten in den Kanon aufgenommen werden. In der SIGHI-Liste sind die grün bzw. mit 0 markiert.

Die Dosis macht das Gift

Greift man dennoch einmal daneben, kommt es vor allem auf die Menge an. Die Histaminintoleranz ist keine Allergie (auch wenn die Symptome zuweilen ähnlich sind). Dementsprechend muss auch erst eine individuelle Toleranzschwelle überschritten werden, bevor es zu Kopfschmerzen, Übelkeit etc. kommt. Allergiker reagieren hingegen bereits bei geringen Mengen mit einer immunologischen Abwehrreaktion.

Dieser Fakt ist im Grunde beruhigend, aber auch tückisch. Einerseits sind Sofortreaktionen auf histaminhaltige Lebensmittel, sofern nur wenige Bissen gegessen wurden, selten, andererseits lässt sich so nicht immer feststellen, ob das Lebensmittel generell bzw. in größeren Mengen ebenso vertragen wird. Hinzu kommt, dass Reaktionen erst durch Kombination verschiedener Stoffe entstehen können – dann gerne auch mal zeitverzögert. Wieso eigentlich?

Die tickende “Histaminzeitbombe” verstehen

Verschiedene Faktoren können zu einem mehr oder weniger großen “Histamin-Peng” beitragen.

  • histaminreiche Speisen, weil die DAO mit dem Abbau von Histamin nicht nachkommt
  • andere biogene Amine, weil sie entweder zur Histaminausschüttung beitragen oder ebenfalls auf die DAO als Abbauweg angewiesen sind
  • DAO-Blocker wie Koffein, weil sie die DAO-Funktion einschränken, wodurch histaminreiche Speisen, die gleichzeitig gegessen werden, nicht vertragen werden
  • vor allem bei Mastozytose: überaktive Mastzellen, die bei bestimmten Reizen vermehrt Histamin ausschütten und die HNMT kommt mit dem Abbau nicht nach

Das Problem liegt darin, diese Faktoren zusammenzudenken.

Beispiel:

Ein histaminarmes Dinkelbrötchen mit Putensalami (mittel bis viel Histamin) wird zu einer Tasse Kaffee (DAO-Blocker/Liberator) gegessen.

Je nach Sensibilität bzw. DAO-Aktivität sind Symptome zu erwarten.

Anderes Beispiel:

Ein histaminarmes Dinkelbrötchen wird nach einem ausgiebigen Sonnenbad (UV-Strahlung als Histaminliberator) trotz histaminarmem Hüttenkäsebelag nicht vertragen.

Im Idealfall werden daher auch kurz Aktivitäten wie Sport, Aufenthalt in der Sonne etc. im Ernährungstagebuch notiert. Auf diese Weise lassen sich zuweilen scheinbar unerklärliche Reaktionen doch erklären. Darüber hinaus sollte bei dauerhaften Reaktionen trotz histaminarmer Ernährung an verschiedene mögliche Nährstoffmängel wie Vitamin D, Magnesium oder Zink gedacht werden. Ein gezielter Bluttest gibt Auskunft. Und ansonsten?

Einfach mal tief durchatmen

Entspannungstechniken gehören zum essentiellen Handwerkszeug bei Histaminintoleranz. Im Grunde ist alles, was entspannt auch erlaubt. Wen also Wandern entspannt, der geht raus in die Natur. Wer bei Musik die Seele baumeln lassen kann, legt die passende Lieblingsplatte auf usw.

Einige Techniken haben sich jedoch besonders bewährt:

Während Atemtechniken, wie die obigen, hervorragend sind, um Stress einfach auszuatmen, sind sie für manche aufgrund der begleitenden Bewegung zu intensiv bzw. zu anstrengend. Atemübungen können auch einfach im Sitzen auf einem Stuhl oder auf einem Sitzkissen* durchgeführt werden. Ich persönlich experimentiere neuerdings sehr gerne mit verschiedenen Handzeichen (Mudras), um die Energie auf unterschiedliche Weise fließen zu lassen. Besonders angenehm finde ich im Moment das Hridaya (Herz) Mudra.

Meditation und die begleitenden Atemübungen können aber auch ganz anders angegangen werden. Buddhistische Mönche malen zum Beispiel auch:

Malen als Entspannungstechnik wird in letzter Zeit gerade wiederentdeckt. Stichwort: Malbücher für Erwachsene*. Wer es selbst einmal probieren möchte, muss nicht unbedingt zu farbigem Sand wie die buddhistischen Mönche oder zu vorgefertigten Ausmalbüchern des neuen Trends greifen. Mit bunten Stiften* und der Maltechnik “Zentangle“* können Motive auch einfach selbst kreiert werden. Dabei werden symmetrische Formen auf quadratisches Papier gebracht, um auf meditative Weise individuelle Muster zu erschaffen.

Zusammenfassung:

Ich bedanke mich beim Irisiana-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

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Körper, Geist und Seele (Teil 3)…

Tipps

zum Thema Meditation und Entspannung

Dieser Beitrag gehört zur Serie “Körper, Geist und Seele”. Teil 1 setzte sich mit dem Thema Yoga auseinander und Teil 2 behandelte das Thema Kampfsport.

Was ist Meditation?

 

Seit Yoga, Pilates & Co zu Trendsportarten unserer Zeit geworden sind, hat auch Meditation Einzug in viele Wohnzimmer gehalten. Vielen erscheint ein Yogi im Lotussitz vor dem inneren Auge, wenn sie an Meditation denken. Für andere handelt es sich bei Meditation lediglich um eine ebenso esoterische Hippie-Praxis wie Horoskope erstellen und auslegen. Man kauert irgendwo auf dem Fußboden und versucht den Alltag bei beruhigender Musik zu vergessen. Da legen viele lieber gleich ein Mittagsnickerchen ein.

Tatsächlich hat Meditation viel mit Sport und Disziplin zu tun und ist weitaus mehr als einfach nur nichts-tuend herumzusitzen. Um zu meditieren, braucht man auch nicht immer eine Stimme, die einem vorsagt, woran man gerade denken sollte. Dennoch kann ein Lehrer hilfreich sein, denn Meditation bedarf etwas Übung.

Dabei geht es nicht nur um Gedankensteuerung, sondern auch um physische Aspekte. Viele Yogaaspekte sind in traditionellen Kampfkünsten zu finden, deren Teil auch die Meditation ist. Das lange Verharren in bestimmten Positionen wie dem Lotussitz will trainiert sein. Ohne Vorbereitung ist es fast unmöglich in den Lotussitz zu kommen, ohne sich Verletzungen oder Schmerzen zuzufügen. Daher ist auch hier schon mal Geduld gefragt. Meditation funktioniert nicht mit der Brechstange. Für Neulinge eignet sich daher vorerst sicher eine andere Position, um mit der Meditation zu beginnen, z. B. die Helden-Pose (Virasana) oder die Der-Festgehaltene-Winkel-/Schmetterlingspose (Baddha Konasana) oder die Totenstellung (Savasana). Wichtig ist es eine Pose zu wählen, in der man bequem länger sitzen und ruhig atmen kann. Mit der Zeit kann man dann auf den Lotussitz oder eine andere Pose hinarbeiten.

 

Viel wichtiger als beruhigende Musik ist es auf seinen eigenen Atem zu hören. Die wichtige Rolle von Pranayama (Atemtechniken) wurde bereits im Yoga-Artikel angesprochen. Es ist der Atem, der unseren Rhythmus auf so vielerlei Weise lenkt. Wenn wir aufhören zu atmen, was ist das Erste, das passiert? Wir verlieren das Bewusstsein.

 

Eine gute Atemtechnik, um mit dem Meditieren zu beginnen, ist Ujjayi. Hier gibt es eine Anleitung dazu (in Englisch):

 

Um Meditationsposen und Atemtechniken zu üben, eignet sich Yin Yoga besonders gut, aber jeder sollte nach seinem Geschmack seinen Yoga- oder Kampfsportstil finden. Einführend zum Thema Yin Yoga empfehle ich die DVDs von Paulie Zink und/oder die Bücher von Paul Grilley und Bernie Clark:

  Yin Yoga Basics with Master Paulie Zink*

The Complete Guide to Yin Yoga*

Yin Yoga: Principles and Practice*

Die geradezu meditativen Yin-Yoga-Flows von Master Paulie Zink strahlen bereits beim Anschauen eine starke innere Ruhe, aber auch Kraft und Grazie aus:

 

Neben sitzender Meditation – was wir allgemein unter dem Begriff Meditation verstehen – gibt es also noch andere Meditationsformen. Genau genommen fließt Meditation in Form von mindfulness in jedes Training ein, sei es nun Yoga oder Kampfsport.

 

Even if you practise regularly and diligently, if you do not put your heart, or mind, into what you are practising, you are unlikely to get good results. Being mindful of whatever you do is a fundamental teaching in all schools of Buddhism. In Theravada temples, for example, every day monks practise walking meditation – in which they become acutely aware of the very moment when and the very spot when their feet touch or leave the ground – in order to cultivate such mindfulness.

Dass Meditation mehr als nur Herumsitzen ist, habe ich bereits erwähnt. Es ist aber auch noch mehr als konzentriert Dasitzen und Atmen. Meditation entstammt einer philosophischen Tradition. Die Wurzeln finden sich im Buddhismus und Taoismus. Der Begriff Meditation ist eng verknüpft mit Zen (japan.) bzw. Chan (chines.) bzw. Dhyana (Sanskrit). Ein umfassendes und tiefgehendes Werk zum Thema hat Wong Kiew Kit mit “The Complete Book of Zen” verfasst, aus dem auch das obige Zitat stammt.

The Complete Book of Zen*

Was ist Zen?

[…] [T]he word ‘Zen’ has at least three different, though related, meanings […]. First, it means meditation. Zen is the Japanese term for the Chinese ‘chan’, which in turn is transcribed from the Sanskrit ‘dhyana’. In Pali it is ‘jhana’. This is the lowest meaning of the term […]. In its highest meaning, it is the name for the Ultimate Absolute or Supreme Reality, ‘which is beyond all names’. The middle meaning is a mystical experience of the Absolute – ‘a flash of awareness, out of time and beyond limitations of personal consciousness, of the Ultimate from which all the world we know has derived’. This mystical experience is usually called awakening, or ‘wu’ in Chinese, and ‘satori’ or ‘kensho’ in Japanese.

Zen ist dadurch aber kein rein asiatisches Konzept, genauso wenig wie Meditation. Dazu schreibt Grandmaster Wong Kiew Kit:

Although ordinary followers may not realize it, all the greatest spiritual experiences of various religious teachers were achieved in moments of deep meditation – though they might have called it something else.

Er zitiert den Christen Augustinus:

[…] Introversion concentrates the mind on its own deepest part in what is seen as the final step before the soul finds God.

Und er zitiert auch den Propheten Mohammed:

An hour of meditation is better than sixty years of acts of worship.

Damit wird bereits deutlich, dass es sich bei Zen zwar um ein recht abstraktes Konzept handelt, dass jedoch durchaus erfahrbar und universell ist. Viele von uns haben es schon einmal erfahren, würden es aber vielleicht nicht gerade “Zen” nennen.

Zen has contributed tremendously to life and civilization. All great human achievements, for example the timeless works of Pythagoras, Chuang Tzu, Sankara, Avicenna, Leonardo da Vinci, Beethoven and Edison, were created in inspired moments of Zen experience (even though they might not have heard of the word ‘Zen’), when they were in a deep meditative state of mind distinctly different from their ordinary consciousness.

Wir nennen es dann womöglich ‘Inpiration’ oder auch ‘Kontemplation’. Es gibt verschiedene Formen Zen zu praktizieren.

Immer wieder hört man auf Meditations-CDs oder beim Yogakurs: “Lass Deine Gedanken los” oder Ähnliches. Was soll das eigentlich heißen?

Wong Kiew Kit erklärt ‘Non-Thought’ und hebt es ab von ‘No-Thought’ – dem Unterdrücken von Gedanken:

Non-thought of phenomena means to see all phenomena but not be attached to any phenomena, to be everywhere but not be attached anywhere. […] Non-thought is neither thought nor no-thought. Thus, non-thought transcends dualistic thinking. […] In this meditative state, we let our six kinds of consciousness (of sight, sound, taste, smell, touch and thought) emerge from our six sense organs (eyes, ears, tongue, nose, body, mind) but the consciousness is not contaminated by the distortion of reality caused by our six senses. When the flow of consciousness coming from our perception or going out from our sense organs is free from delusion, we have attained the samadhi of prajna, the meditative state of enlightenment derived from the application of higher wisdom. In other words, when other people look at an enlightened person sitting in meditation, they see him and the physical objects around him in the usual way, but the enlightened person experiences himself and the surrounding objects as pure consciousness, without any differentiation. This is spontaneity – cosmic reality in its unconditional state, or detachment from phenomena.

Da das alles furchtbar abstrakt ist, wissen sich auch die buddhistischen Mönche mit Veranschaulichungen zu helfen. Eine Methode sind kurze Erzählungen, sogenannte Gong-Ans, die auf meist sehr humorvolle Weise dem Schüler aufzeigen, was ihm zur Erleuchtung noch fehlt. Auf den ungeübten Leser wirken diese Anekdoten meist einfach nur verwirrend oder paradox, z. B.:

Here’s the eye of true teaching, the marvelous mind of enlightenment, reality with no characteristics, techniques of subtle amazement, not recorded in language and words, transmission beyond the tradition, directly pointing at the mind, enter buddhahood in an instant.

Meditation ist also ein Weg Zen zu praktizieren und Erleuchtung zu erlangen. Nicht jeder schafft es in diesem Leben Erleuchtung zu erlangen. Darum soll es im Rahmen dieses Blog-Beitrags aber auch nicht gehen.

Meditation als Heilungs- bzw. Therapieform

Mit westlichem Hintergrund sind wir es gewohnt, Disziplinen voneinander zu trennen, beispielsweise: Biologie ist nicht Chemie, aber beide gehören zur Gruppe der Naturwissenschaften. Im Normalfall studieren wir eine Disziplin, also entweder Biologie ODER Chemie, um beim Beispiel zu bleiben. Im Fernen Osten trennt man diese Disziplinen traditionellerweise so nicht voneinander. Natürlich ist Meditation nicht Kung-Fu, aber sie müssen beide beherrscht werden, wenn man buddhistischer Mönch sein möchte. Mehr noch: Um lange meditieren zu können, muss man gewisse Techniken des Kampfsports erlernt haben und umgekehrt, um Kung Fu richtig auszuüben, muss man auch das richtige Mind-Set haben, das man u. a. durch Meditation schult. Shaolin Kung Fu wird aber nicht nur mit dem Einsatz von Meditation und Kampftechniken trainiert, sondern bedarf auch eines profunden medizinischen Wissens, in erster Linie um zu verhindern, dass man sich oder andere verletzt.

Dieses profunde, traditionelle, medizinische Wissen kann uns heute noch – auch bei Histaminintoleranz – zugutekommen.

According to Chinese medical philosophy, the emotions are intimately connected with both internal energy flow and the mind (which the Chinese call the heart). For example, the meridian system of the heart is connected with the feeling of joy, that of the liver with anger, and that of the stomach with anxiety. Zen cultivation promotes harmonious energy flow through the meridians. This explains why Zen practitioners are always cheerful, amiable and relaxed – not as a result of any extrinsic moral instruction they have received but because of qualities developed intrinsically as part of the training process. Zen practice is therefore an excellent method of stress management. Anyone – in whatever walk of life – who is exposed to stress will derive much benefit from practising Zen.

Da auch Stress ein Auslöser für gesteigerte Histaminausschüttung darstellt, kann es nur sinnvoll sein, diesen Aspekt besser kontrollieren zu können. Hierzu muss man jedoch keiner der buddhistischen Mönche werden – jedoch kann man sich vieles von ihnen abschauen.

Tatsächlich haben viele westliche Mediziner die Vorteile von Meditation, Entspannung und körperlichen Übungen längst erkannt. Man kann Physiotherapie bei bestimmten körperlichen Einschränkungen verschrieben bekommen. Yoga-Kurse und Angebote für Pilates und Progressive Muskelentspannung gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt etc. Einige dieser Kurse kann man sich mittlerweile zum Teil sogar durch die Krankenkasse erstatten lassen. Immer mehr Hausärzte erwerben Zusatzkompetenzen in alternativer Medizin, wie z. B. Akupunktur.

Ich hoffe, die kleine Asien-Exkursion hat Euch gefallen und Ihr konntet ein paar Anregungen mitnehmen.

Auf jeden Fall wünsche ich Euch noch eine entspannte Restwoche!

(c) Histamin-Pirat

 

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