Natürlich gesund: Was hält die Natur-Apotheke für uns bereit? (Rezension)

Ich mache Zahnpasta selbst und achte darauf, jede Menge natürliche Helferlein, die den Histaminabbau ankurbeln oder die Histaminausschüttung vermindern, in den Speiseplan zu integrieren. Doch die „Kräuter-Liesel“ kann mir bestimmt noch mehr beibringen.

Liesel Malm ist die Kräuter-Liesel

Die begeisterte Kräuterfrau wurde 1933 geboren und lebt im Westerwald. Im Jahr 1985 bringt eine Krebsdiagnose ihr Leben durcheinander. Obwohl sie nie wirklich richtig ungesund gelebt hat, entscheidet sie sich, ein paar grundlegende Veränderungen der Gesundheit zuliebe vorzunehmen. Sie hat zwar, genau wie ich, nie viel Fleisch gegessen. Doch ab sofort ernährt sie sich konsequent ovolakto-vegetarisch – sie verzichtet ganz auf Fleisch, isst aber weiterhin Milchprodukte sowie Eier. Ihre vegetarische Vollwertkost ist zudem großteils frisch.

Außerdem setzt sie auf Vollkornprodukte. Die enthalten schließlich viele Ballaststoffe, was für eine gute Darmbeweglichkeit sorgt. Bei HIT und verwandten Problemen wie Reizdarm-Syndrom können Vollkornprodukte zuweilen Probleme machen. Denn neben Ballaststoffen enthält das volle Korn mit Schale auch natürliche Pflanzenabwehrstoffe, die bei empfindlichen Personen Beschwerden machen können. Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben.

Reinschnuppern in die Natur-Apotheke

Beim Reinlesen fällt sofort die leicht verständliche und vielleicht auch etwas anachronistische Schreibweise der Kräuter-Liesel auf. Sie schreibt zum Beispiel nicht von so neumodischen Trends wie „Detox-Tee“. Stattdessen erfahren wir von einer „Kur mit Ausschwemmtee“. Vor allem jungen Menschen legt sie eine Fastenwoche nahe, bei der viel getrunken und weniger gegessen wird. Der beste Zeitpunkt zum Fasten ist laut Liesel Malm die Zeit des abnehmenden Mondes, „denn wenn er zunimmt, kann man nicht abnehmen.“ Klingt einleuchtend.

Doch nicht alles, was Liesel Malm aus ihren Notizbüchern im Buch „Die Natur-Apotheke“* zusammengetragen hat, kommt so einleuchtend daher. So schreibt sie auf S. 35:

Medizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Brennnesselpräparate allergische Symptome im Nasenbereich beseitigen können.

Leider fehlt der Verweis auf die angesprochenen „medizinischen Untersuchungen“. Im Gegenzug ist mir eine groß angelegte Vergleichsstudie 1 bekannt, die für den Zeitraum zwischen 1980 und 2003 alternativmedizinische Ansätze in Studien zu Allergien, Asthma und anderen immunologischen Problemen vergleicht, in der explizit auch die Brennnessel erwähnt wird, die eher negative Effekte haben soll. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass in Brennnesseln Histamin enthalten ist.

Umgekehrt berichtet die folgende Studie 2 davon, wie ein Brennnesselextrakt als H1-Antihistaminikum wirkt und die Mastzellen stabilisiert und so die Histaminausschüttung verhindern kann. Tatsächlich scheiden sich auch unter den Histaminern die Geister, ob Brennnesseltee gut oder schlecht ist. Wie so oft, ist dies womöglich nur individuell auszutesten.

Ein für viele jedoch bereits bekanntes Helferlein ist die Zistrose. Aus Kraut und Blüten wird ein Tee gebrüht, der nicht nur bei Allergien und Neurodermitis wirksam sein soll, sondern meines Wissens nach auch bei HIT.

Hinzu kommen weitere Gartenbewohner, von denen ich mitunter noch nicht gehört habe. Einer davon ist Jiaogulan, eine Rankpflanze, die unter anderem gegen freie Radikale wirken und damit auch für die Krebsbehandlung von Interesse sein soll.

Doch natürlich deckt das Buch weitaus mehr als Krebserkrankungen und Allergien in der Natur-Apotheke ab. Ein interessanter Hinweis, auch für die oft psychisch geplagten Histaminer, ist, magnesium- und kaliumreiche Kost zu sich zu nehmen. Als Beispiele führt die Kräuter-Liesel Portulak, Giersch und Thymian auf S. 47 an.

Umstritten dürften hingegen wiederum die Ausführungen auf S. 60 zur transdermalen Magnesiumaufnahme sein. Ob das sogenannte Magnesiumöl, das eigentlich ein mit Magnesium angereichertes Wasser ist, über die Haut aufgenommen werden kann, wird nach wie vor heiß diskutiert.

Ein weiteres interessantes Thema, das die Autorin in ihrem Buch aufgreift, ist Milchsäure. Speziell in der alternativmedizinischen Krebstherapie kommen rechtsdrehende Milchsäurebakterien seit einiger Zeit zum Einsatz. Kürzlich erreichte mich eine Mail einer Leserin zum Thema Joghurt. Sie beschrieb, wie sie Quark bzw. Topfen und andere gereifte Milchprodukte zwar vertrage, solange sie Bioprodukte kaufe, jedoch mache ihr Joghurt nach wie vor Probleme. Als möglichen Grund stieß ich das Thema der Bakterienstämme an. Denn so sehr Milchsäurebakterien oft als „gut für den Darm“ über einen Kamm geschert werden, gibt es hier doch Unterschiede. Auch in Bezug auf HIT sollte den rechtsdrehenden Kulturen der Vorrang gegeben werden. So gelten die überwiegend linksdrehenden Kulturen Streptococcus thermophilus und Lactobacillus bulgaricus beispielsweise als problematisch bei HIT, während die meist rechtsdrehenden Kulturen Lactobacillus acidophilus sowie Bifidostämme gemeinhin besser vertragen werden.

Und wo wir gerade bei Bakterienstämmen sind, können wir auch gleich über andere – ungewollte – Darmbewohner, also Parasiten sprechen. Denn auch diesem Thema widmet die Kräuter-Liesel ein Kapitel, wo sie unter anderem über Kubebenpfeffer sowie Cranberry-Muttersaft schreibt, um natürlich gegen die Eindringlinge vorzugehen.

Dass es sich bei ihrem Buch jedoch, ähnlich wie bei meinem eigenen Blog, um ein ideengebendes Medium, keineswegs eine Fachpublikation handelt, zeigt sich nicht nur daran, dass es kein Quellenverzeichnis gibt, sondern auch an Pauschalaussagen, wie in dieser Einleitung zum Thema Wechseljahresbeschwerden auf S. 232:

Wenn eine Frau in die Wechseljahre kommt, produziert der Körper weniger Östrogen und stellt langsam, aber sicher die Produktion ganz ein.

Dabei wissen wir längst, nicht zuletzt aufgrund des informativen Gesprächs mit Frau Dr. Scheuernstuhl, dass es vor allem der nicht-lineare Rückgang der Hormonproduktion ist, der für die sogenannten Wechseljahresbeschwerden sorgt. Soll heißen: Hitzewallungen und andere Probleme sind meist dadurch bedingt, dass die Progesteronproduktion schneller abnimmt als die Östrogenproduktion – und umgekehrt. Es geht also um das Verhältnis der verschiedenen sogenannten Sexualhormone zueinander, nicht nur um den bloßen Rückgang. Tatsächlich soll es Frauen geben, die relativ beschwerdefrei durch den Wechsel kommen – weil Progesteron und Östrogene recht synchron zueinander rückläufig in der Produktion werden.

Vor allem bei HIT ist daher ein gut ausgebildeter und engagierter Heilpraktiker gefragt, wenn alternativmedizinisch interveniert werden soll. Doch wer lediglich einmal in die bunte Welt der Kräuter hineinschnuppern möchte, findet bei der Kräuter-Liesel einfache Anregungen, auch dafür, was vielleicht in der nächsten Saison noch im Garten ausgesät werden könnte. Ein besonderer Leckerbissen sind diese entspannenden Betthupferln – Lavendel-Einschlafkekse:

Zusammenfassung:

  • Die Natur-Apotheke“* von Liesel Malm
  • 304 Seiten, Hardcover
  • Rezepte und Tipps im Umgang mit Heilkräutern
  • einfache Einführung / Überblickswerk
  • leider kein Quellenverzeichnis mit den genannten Studien vorhanden
  • 14,99 Euro, erschienen im Bassermann Verlag

Ich bedanke mich beim Bassermann Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Eine Liebeserklärung an die Sonne (Buchrezension) …

Buchrezension: Die Heilkraft von Vitamin D

In meinem letzten Beitrag ging es um Autoimmunkrankheiten. Das konkrete Thema Histaminintoleranz habe ich lediglich in Bezug zu anderen Krankheiten besprochen. Leitgebend war das Buch von Sarah Ballantyne* (The Paleo Mom) über Autoimmunkrankheiten. In dem dicken Buch war so viel Wissenwertes zu finden, dass ich nur eine Reihe meiner Erkenntnisse, die ich durch das Buch gewinnen konnte, in der Rezension festgehalten habe. Eine weitere Erkenntnis aus dem Buch, die ich bisher noch nicht mit Euch geteilt habe, ist:

  • Autoimmunkrankheiten hängen eng mit den fettlöslichen Vitaminen (vor allem Vitamin A und Vitamin D) zusammen. Oft haben Betroffene einen entsprechenden Mangel. Nun ist die Frage, wie herum der Zusammenhang besteht: Sorgt der Mangel für die Autoimmunkrankheit oder ist der Mangel eine Folgeerscheinung der Autoimmunkrankheit?

Leider kann ich diese Frage bisher nicht beantworten. Weitere Studien sind abzuwarten. Dennoch hat mich das Thema genauer interessiert. Daher möchte ich Euch heute ein Buch vorstellen, das sich ganz genau mit einem der fettlöslichen Vitamine, nämlich Vitamin D, beschäftigt.

Grundsätzlich finde ich den Ansatz, sich mit einem Nährstoff zu beschäftigen, irgendwie unsinnig. Schließlich muss man doch einiges mehr bei einer Krankheit zusammendenken. Doch in diesem Fall haben mich mehrere Gründe dazu bewogen, mal genauer hinzuschauen:

  • Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin in dem Sinne, sondern eher eine Art Hormon. Der Mensch kann mithilfe von Sonnenlicht über die Haut selbst Vitamin D herstellen, während Vitamine sonst mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Mit der Nahrung kann man jedoch den Vitamin-D-Bedarf im Grunde nicht decken, aber dazu kommen wir noch.
  • Vitamin D hat auch etwas mit Histaminintoleranz zu tun. Nicht umsonst hat sich bereits Xaver von histaminentzug.de schon einmal dem Thema gewidmet und zwar hier.
  • Die Lektüre war zugegebenermaßen nicht ganz uneigennützig. Ich schreibe hier sonst stets über den “Histaminer”. Kürzlich wurde jedoch bei mir selbst ein massiver Vitamin-D-Mangel festgestellt (mein Wert ist einstellig!). Das nahm ich zum Anlass, mich mal mit dem Sonnenvitamin zu beschäftigen.

Der Autor des Buchs “Die Heilkraft von Vitamin D”* ist ein renommierter Ernährungswissenschaftler in Deutschland. Nicolai Worm stellt in seinem neuesten Buch den aktuellen Forschungsstand zum Thema Vitamin D vor, das ja eigentlich kein Vitamin ist. Da fängt die Sonderstellung dieses Nährstoffs ja schon an, den wir übrigens großteils nicht mit der Nahrung, sondern durchs Sonnenbaden aufnehmen. Und um die Sonne ranken sich einige Gerüchte. Haben uns doch die Kosmetikindustrie und viele Ärzte eingehämmert, dass die Sonne schädlich ist. Hautkrebs-Risiko und all das.

Doch wie gefährlich ist die Sonne wirklich?

Fakt ist, ohne die Sonne wäre kein Leben auf Erden möglich. Wir brauchen die Sonne. Fakt ist aber auch, dass mit Hautkrebs nicht zu spaßen ist und mittlerweile weiß jedes Kind, dass “die Haut nichts vergisst”. Daher ist jeder Sonnenbrand, jede Rötung durch die Sonne zu vermeiden. Zum Schutz vor der UV-Strahlung schmieren wir uns daher vorsorglich ordentlich mit Sonnenschutzcreme ein und hier liegt eines der Probleme. Der BUND hat ja schon vor den hormonähnlichen Inhaltsstoffen gewarnt, die angeblich zum UV-Schutz oft in Sonnenschutzcreme zu finden sind. Sie sollen uns also vor Hautkrebs schützen. Dabei sind viele der Substanzen nachweislich selbst krebserregend. Wir sollten uns also nicht von der Kosmetikindustrie an der Nase herumführen lassen. Hier gibt es übrigens ein Rezept für selbstgemachte zart schmelzende Körperbutter mit leichtem Lichtschutzfaktor.

Ein anderes Problem ist unser Lebensstil. Wer nicht gerade Landwirt, Maurer oder ähnliches ist, hockt wahrscheinlich großteils in geschlossenen Räumen. Und auch hier halten Fenster die UV-Strahlen draußen. Das Schlimmste: Wir arbeiten nicht nur in Gebäuden, wir verbringen mittlerweile auch einen Großteil unserer Freizeit drinnen.

Was viele dabei nicht bedenken: Wir brauchen UV-Strahlen, genauer: UVB-Strahlen, um ausreichend Vitamin D zu bekommen. Die Kosmetikindustrie hat uns die Sonne jedoch ordentlich madig gemacht und auch die meisten Ermährungswissenschaftler waren, so Nicolai Worm, dem Thema lange nicht zuträglich. Mittlerweile gibt aber selbst die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) an, dass der Vitamin-D-Bedarf über eine normale, ausgewogene Ernährung nicht zu decken ist. Vitamin D muss man selbst produzieren (über die UVB-Strahlen der Sonne) oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Weil viele sich zu selten draußen aufhalten, ist der Vitamin-D-Mangel, häufig undiagnostiziert, zur Epidemie geworden. Und auch mit dem einfach “Draußen-Aufhalten” ist es nicht getan.

Nicolai Worm erklärt in seinem Buch, dass es vor allem die mittägliche Sommersonne ist, die uns aufgrund des Einfallswinkels ausreichend mit Vitamin D versorgen kann. Ein morgendlicher Spaziergang oder das Joggen am Nachmittag bzw. Abend wird nichts nutzen, zumindest wenn es um Vitamin D geht.

Aber ist es nicht die Mittagssonne, die wir meiden müssen? Jain. Nicolai Worm macht natürlich klar, dass jede Verbrennung der Haut das Hautkrebsrisiko erhöht. Daher geht es nicht darum, sich bis zum Krebs zu rösten. Vielmehr ist ein vernünftiger Umgang mit der Sonne nötig. Das heißt, sobald die Sonne für die Vitamin-D-Produktion im Frühjahr, also jetzt, wieder relevant wird, sollte man beginnen, sich stets wenige Minuten der Mittagssonne auszusetzen. Der Knackpunkt ist das Steigern der Sonnenzufuhr, denn was viele nicht wissen, der Körper verfügt über einen natürlichen Sonnenschutz, der ebenfalls in der Haut sitzt. Gebräunte Haut schützt vor Verbrennungen und Hautkrebs. Wichtig ist, dass die Haut nie gerötet wird. Daher heißt es gerade jetzt: Raus und langsam Bräune aufbauen.

Die Sache mit der gebräunten Haut kann aber für einige auch zum Fluch werden. Denn dunkle Haut verschlechtert auch die Vitamin-D-Synthese, da eben weniger UV-Strahlen in die Hautschichten eindringen. Das kann vor allem für von Natur aus dunkelhäutige Menschen zum Problem werden. Sie neigen natürlicherweise noch mehr zum Vitamin-D-Mangel und müssen länger die Sonne genießen, um adäquat Vitamin D zu synthetisieren.

Sonnenschutz ist also wichtig, sollte aber eben nicht immer und sofort aufgetragen werden. Es ist auf möglichst natürliche Substanzen bzw. Zusammensetzungen zu achten und der Sonnenschutz sollte erst aufgetragen werden, nachdem die Haut bereits ein paar Minuten Sonne aufnehmen durfte. Nur so kann man Vitamin D produzieren!

In der kalten bzw. dunklen Jahreszeit kommen die meisten nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel* aus, wenn sie nicht regelmäßig die Sommermonate zum Aufladen der Speicher genutzt haben oder in südlichere Gegenden im Winter entfliehen. Ich kann nur jedem empfehlen, einmal den Vitamin-D-Status durch den Arzt bestimmen zu lassen. Eine 25(OH)D-Serumkonzentration von mindestens 50 nmol/l gilt als normal (so auch mittlerweile die DGE). Bis heute gehen viele Labore und Ärzte jedoch von einem Normwert von 30 nmol/l aus.

Vitamin D ist nicht nur wichtig für den Knochenbau und die Zahngesundheit. Auch wenn sich ein Mangel hier häufig zuerst zeigt. Schließlich liegen hier die größten Vitamin-D-Speicher und wenn die leer sind, kann es zu Zahnfleischschwund, Knochenschmerzen, Knochenerweichung usw. kommen. Man erhöht sein Osteoporoserisiko.

Vitamin D, so hat die Forschung der letzten Jahrzehnte herausbekommen, wird aber für noch ganz andere Prozesse im Körper gebraucht. Etwa fürs Funktionieren des Immunsystems. Infektanfälligkeit ist daher auch ein mögliches Vitamin-D-Mangel-Symptom. Vitamin D spielt ebenfalls eine Rolle bei der Zellgesundheit und den Fließeigenschaften des Blutes. Ein Vitamin-D-Mangel erhöht so auch die Chance, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken. Daneben werden eine Reihe von den sogenannten Zivilisationskrankheiten und neurodegenerative Krankheiten mit einer Unterversorgung von Vitamin D in Verbindung gebracht, darunter Demenz, Diabetes und Krebs.

Fazit: Schädlich für uns sind vor allem die UVA-Strahlen der Sonne. Daher ist auch das Solarium zum Ausgleich eines Vitamin-D-Mangels so eine Sache. Nicht alle Solarien betreiben ihre Lampen mit UVB-Strahlen. UVA-Strahlen sind jedoch hauptsächlich für den bösen Hautkrebs verantwortlich. Zumal das Dosieren der künstlichen Sonne oft nicht ganz einfach ist und es vielen Solarien an kompetentem Fachpersonal mangelt. Regelmäßig und für zunächst kurze Zeit in die Mittagssonne ab den ersten Frühlingssonnenstrahlen ist da die bessere Wahl. Mit dem Essen von fettem Fisch, Pilzen und Co wird man im Winter den Bedarf nicht decken können. Daher informiert Euch über Euren Vitamin-D-Status und beginnt gegebenenfalls zu supplementieren*.

Hinweis: UV-Strahlung wirkt jedoch auch als Histaminliberator. So ist es wichtig, dass jeder das richtige Maß findet. Achtet beim Sonnen(an)baden stets auf adäquate Kopfbedeckung wie einen Sonnenhut*.

Zusammenfassung

  • 208 Seiten, Paperback
  • umfassende Einführung zum Thema Vitamin D und Vitamin-D-Mangel als Volkskrankheit
  • viele wissenschaftliche Studien fließen in den Text ein und sind am Ende alle für den interessierten Leser aufgelistet
  • Bezug zu diversen Krankheiten, leider kein konkreter Hinweis zu Histaminintoleranz – da muss man selber recherchieren
  • gute Ergänzung zu diesem Buch, das bereits die Rolle von fettlöslichen Vitaminen bei Autoimmunkrankheiten anreißt.
  • 14,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.