Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Schlagwort: histamin (Seite 2 von 2)

Sommergemüseauflauf…

Ende August treibt es der Sommer ja noch einmal so richtig bunt. Heute ist das Thermometer auf 30 °C geklettert. Richtig Lust auf Essen, geschweige denn Kochen, macht das eigentlich nicht. Ab Dienstag soll es aber wieder runterkühlen.

In der Zwischenzeit übermittle ich Euch meinen leckeren Sommergemüseauflauf.

Sommergemüseauflauf (glutenfrei, vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten + 35 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 3 bis 4 Personen:

  • 1 Tasse Basmati- oder Langkornreis (ca. 200 g) + 2 Tassen Gemüsebrühe
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 Karotten
  • 500 g Brokkoli
  • Gemüsebrühe zum Kochen der Karotten und für den Brokkoli
  • 2 Eier oder für ganze Histamin-Empfindliche: 3 Eigelb
  • junger Gouda in Scheiben oder Ziegenkäse
  • optional: Dip nach Wahl, z. B. Kräuterfrischkäse oder Kräuterjoghurt

Zubereitung:

Zunächst Knoblauch schälen und klein hacken oder durch die Knoblauchpresse drücken. Den Reis mit der Gemüsebrühe und Knoblauch garen. Dazu entweder selbst gemachte Gemüsebrühe oder gekaufte Gemüsebrühe (Achtung: hefefrei!) verwenden.

Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Vom Brokkoli Röschen abschneiden. Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Karotten und Brokkoli bissfest kochen.

Den fertigen Reis in einer Auflaufform verteilen und glattstreichen.

Das Gemüse abseihen und dabei ca. 1/2 Tasse der Brühe aufheben.

In der Brühe die Eier bzw. das Eigelb verrühren.

Karotten und Brokkoli auf dem Reis verteilen. Die Brühe-Ei-Mischung darübergießen.

Zum Schluss den Käse in Scheiben verteilen.

Im Backofen bei Umluft/Heißluft 180 °C ca. 35 Minuten backen.

Mit Dip servieren und schmecken lassen.

 

(c) Histamin-Pirat

Der Teufel liegt im Detail …

Ich lese gerade “Die Dämonen*” von Fjodor Dostojewski, einem meiner Lieblingsautoren – doch das nur am Rande. Jedenfalls hat mich der Buchtitel auf das Thema für einen neuen Histamin-Beitrag gebracht. “Der Teufel liegt im Detail” befasst sich mit den kleinen, bösen Stoffen, die dem “Histaminer” Kopfschmerzen bereiten und dafür sorgen können, dass ihm speiübel wird.

Lebensmittelzusatzstoffe mit Histaminpotential

Viele Produkte, die augenscheinlich kein Problem sein sollten, machen einigen Betroffenen trotzdem zu schaffen, etwa Milch oder Milchmixgetränke, Mozzarella, Frischkäse, glutenfreies Brot usw. Schuld sind oft Lebensmittelzusatzstoffe oder die bösen “E’s” wie ich sie nenne 😉

Hier gibt es also eine kurze Liste der kleinen Teufel und einen Hinweis, wo der ahnungslose Käufer sie häufig findet.

Citronensäure (E 330) ist nicht zu verwechseln mit Zitronensaft. Citronensäure wird oft aus Schimmelsporen bzw. bestimmten Bakterien gewonnen. Das Histaminpotential ist aufgrund der Fermentierung um ein deutliches höher als bei Zitronensaft. Häufig in: Soft-Drinks, Aufstrichen, aber auch in einigen Mozzarella-Produkten.

Carrageen (E 407) wird aus Rotalgen gewonnen, die für sich genommen jetzt nicht sooo schlimm sind (Aber Achtung: Jod). Problematisch ist der Herstellungsprozess. Erstmal werden die Rotalgen für eine ganze Weile gekocht, was schon mal nicht gut ist. Dann kommt es aber richtig dicke: um das Carrageen aus der Kochlösung herauszubekommen, wird Alkohol ausgefällt oder Kaliumchlorid verwendet. Häufig in: Milchmixprodukten und Aufstrichen.

Sorbinsäure / Sorbit (E 200-203) wird zum Haltbarmachen von diversen Lebensmitteln verwendet und wird bei HIT sehr schlecht vertragen. Häufig in: abgepackten Lebensmitteln und Zahnpasta (!!!).

Schwefeldioxid und Sulfite (E220-228) gehören auch zur Gruppe der Konservierungsmittel. Gerne bei Trockenobst und ebenfalls abgepackten Lebensmitteln (Stichwort: “unter Schutzatmosphäre verpackt”) im Einsatz. Häufig in: Trockenfrüchten, Wein, Essig.

Guarkernmehl (E 412) und Johannisbrotkernmehl (E 410) werden beide gerne als Verdickungsmittel verwendet. Häufig in: glutenfreiem Brot, Eiskrem, Kokosmilch aus der Dose und Aufstrichen.

Das sind meine persönlichen Top 5 der kleinen Teufel.

Weitere Zusatzstoffe mit Histaminpotential findet Ihr in der SIGHI-Lebensmittelliste unter “Zusatzstoffe”. Schaut da unbedingt mal rein.

(c) Histamin-Pirat

Paläo-Therapie – Essen gegen Autoimmunkrankheiten? (Buchrezension)

Buchrezension: Die Paläo-Therapie von Sarah Ballantyne

Ihr seid auf meinem Blog gelandet, nicht nur, weil Ihr HIT habt, sondern auch Morbus Basedow oder Hashimoto oder eine andere Autoimmunkrankheit? Ihr habt eigentlich schon fast aufgegeben, an Heilung zu denken? Hm, vielleicht bringt gerade Euch Sarah Ballantyne, auch bekannt als The Paleo Mom, auf andere Gedanken. Die Bloggerin hat ihr gesammeltes Wissen über die Paläo-Ernährung jetzt in einen dicken Wälzer mit dem Fokus auf Autoimmunkrankheiten gepackt. Ursprünglich kam das Buch auf Englisch mit dem Titel “The Paleo Approach” heraus. Jetzt ist die deutsche Übersetzung “Die Paläo-Therapie”* erschienen.

Für wen ist das Buch und was kann es?

Das 431 Seiten starke, großformatige Buch mag in seiner Wuchtigkeit den einen oder anderen erst einmal erschlagen. Es ist aber ein Fundus für alle, die an Autoimmunkrankheiten leiden und einen Weg aus der Krise suchen. Dabei vereint Sarah Ballantyne Tipps zur Ernährung, zum Lebenswandel und vieles mehr. Im ersten Teil wird erklärt, wie Autoimmunkrankheiten zustandekommen können und wie sie funktionieren.

Die Liste der bekannten Autoimmunkrankheiten ist lang. Hinzu kommen Leiden, die wahrscheinlich auf Autoimmunreaktionen zurückzuführen sind, wie jüngste Forschungsergebnisse andeuten. Dazu zählen Krankheiten wie Alzheimer, Epilepsie und Schizophrenie.

Nachdem die Ursachen erläutert wurden, geht es daran, Tipps zur Heilung zu geben. Sarah Ballantyne, die selbst an einer Autoimmunkrankheit litt, schaffte es mit der Paläo-Ernährung aus der Krise. Ihre Erfahrungen und auch ausgewählte Geschichten ihrer Blog-Leser teilt sie mit den Lesern dieses Buchs. Dabei sind die Erklärungen stets wissenschaftlich fundiert. Ab Seite 308 widmet sich Sarah Ballantyne auch der Histaminintoleranz. Viele weitere Nahrungsmittelintoleranzen sowie Zölikie werden in dem Buch besprochen. Jeder, der an einer Autoimmunkrankheit, Intoleranz oder einer mit Autoimmunreaktionen assoziierten Krankheit leidet und seine Beschwerden verstehen möchte, um endlich etwas dagegen zu tun, ist mit diesem Buch bestens beraten.

Was nehme ich (bisher) von dem Buch mit?

Offen gestanden ackere ich mich seit über einem Monat durch das Buch und habe es noch nicht ganz durch. Ich bin aber jetzt schon sehr angetan und möchte daher die Leseerfahrung mit Euch teilen. Das Buch steht exemplarisch und im positiven Sinne für populärwissenschaftliche Literatur, denn Sarah Ballantyne gelingt es, die komplexen Abläufe von Autoimmunkrankheiten dem Laien verständlich zu machen und jeder, der an einer solchen Krankheit leidet, weiß, wie wichtig das ist. Viele fühlen sich von Ärzten alleingelassen. Bücher wie dieses helfen, das eigene Leiden zu verstehen, um selbst handeln zu können. Details, die ich spannend fand und was ich bisher noch nicht wusste:

  • dass Zöliakie eigentlich immer mit einem Zink- und einem Eisenmangel einhergeht
  • dass nicht nur Weizen die Darmflora stört
  • wie einige Hülsenfrüchte und manches Pseudogetreide die Darmflora stören (warum nur glutenfrei nicht reicht)
  • warum viele Zöliakie-Patienten auch keine Milch vertragen
  • dass mehr Frauen als Männer an Autoimmunkrankheiten leiden (ca. 78 % sind weiblich), was vielleicht an einem hormonellen Zusammenhang liegt
  • und vieles mehr

Fazit

Das Buch hat mir vor allem geholfen, den Paläo-Ansatz besser zu verstehen. Ich stand der kategorischen Ablehnung gegenüber so vielen Lebensmittelgruppen bisher sehr skeptisch gegenüber und stellte mir die Frage: Was kann man dann noch essen? Ein bisschen ist davon geblieben, denn wenn man strikt paläo isst, fallen Hülsenfrüchte, Nachtschattengewächse, jegliches Getreide und laut Ballantyne auch Pseudogetreide ganz weg. Neben Obst und Gemüse bleibt nur noch Fleisch und Fisch. Jeder Vegetarier wird da verzweifeln.

Zum Glück erklärt das Buch sehr genau, warum dieses oder jenes nicht gut ist und man kann beginnen abzuwägen, was man wirklich ausschließen will und was vielleicht nur reduziert werden muss oder vorübergehend gestrichen werden sollte, bis sich der Darm wieder erholt hat.

Die Sache mit den Phytaten (v. a. in Hülsenfrüchten, Samen und Kernen) und Prolaminen (v. a. in Korn, Hülsenfrüchten und Pseudogetreide) fand ich sehr interessant, denn neben Gluten, genauer Gliadin, wirken sich auch Phytate und Prolamine negativ auf die Darmflora aus. Einerseits sah ich mich bestätigt, kein Soja zu essen, andererseits machte mir das meine geliebten Kichererbsen etwas madig. Ich habe jedenfalls gelernt, dass Hülsenfrüchte, die roh gegessen werden können (wie Erbsen und Schoten) wesentlich harmloser sind und besser zu verdauen sind, als solche, die lange eingeweicht oder gekocht werden müssen, um Giftstoffe unschädlich zu machen.

Samen und Kerne sollten laut Paläo am besten ganz gegessen werden (und nicht gemahlen). Durch das Zermahlen werden Stoffe frei, die den Darm durchlässiger machen können. Wie bäckt man dann paläo-tauglich? Da bleibt ja fast nur noch Kokos- und Mandelmehl. Und ich backe doch sooo gern 😉 Ich denke, dass eine strikte Paläo-Diät vor allem zu Beginn der Heilung Sinn macht. Sobald der Darm sich mal erholt hat, kann man einige Lebensmittel in Maßen wieder integrieren.

Zusammenfassung

  • 431 Seiten, Paperback mit farbigen Fotos und Grafiken
  • zahlreiche Erklärungen zu Nährstoffen, Funktionen des Immunsystems und mehr
  • eigener Teil über Histaminintoleranz
  • 29,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

2 Jahre Histamin-Pirat …

Wow, wie die Zeit vergeht! Erinnert Ihr Euch noch an den ersten Bloggeburtstag? Mittlerweile feiere ich den zweiten. Und das hoffentlich nicht alleine, sondern mit Euch – aber dazu gleich mehr.

Im vergangen Jahr gab es viel Neues.

Im Herbst gab es ein kleines Blogevent zur kalten Jahreszeit, wo fleißig Rezepte eingeschickt wurden.

Und es gab natürlich so viele leckere, neue Rezepte. Aus Kommentaren habe ich erfahren, dass einige von Euch tatsächlich welche nachkochen und das freut mich total. Die Herzensköchin hat z. B. meinen Sommer-Hirsesalat nachgekocht – also auch andere BloggerInnen machen Sachen vom Histamin-Piraten nach.

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Ich habe zwei Spezial-Wochen auf dem Blog gehabt. Einmal ging es um glutenfrei in der Kombination mit Histaminintoleranz und daneben um die vegane Küche bei Histaminintoleranz. Ich hoffe, ich kann die Tradition solcher “Info-Wochen” fortsetzen. Wenn Euch ein Thema besonders interessiert, immer her damit!

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Rezepte-Party

Ich habe eine Weile überlegt, wie ich diesen Bloggeburtstag begehe. Ein kleines Gewinnspiel sollte wieder her, aber zu welchem Thema?

Kurzerhand bin ich Lieblingszutaten im Kopf durchgegangen und natürlich auch solche, die bei Histaminintoleranz besonders hilfreich sind. Und irgendwie bin ich bei Chiasamen stehengeblieben.

Kleine Alleskörner – Das Chiasamen-Blogevent

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Wieso nun also Chiasamen?

Chiasamen sind die Samen einer mittelamerikanischen Salbeiart, die aber, anders als der Salbei hierzulande, nicht frosthart ist. Dieses sogenannte “Superfood” macht seinem Spitznamen alle Ehre – und zwar deswegen:

  • Chiasamen enthalten ungefähr doppelt so viel Eiweiß wie andere Samen oder Getreidesorten.
  • Sie weisen ein günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren auf.
  • Sie enthalten viel Calcium, nämlich fünfmal so viel wie Milch. Plus: Das Spurenelement Bor ist enthalten, dass die Calciumaufnahme im Körper unterstützt.
  • Doppelt so viel Kalium wie in Bananen ist in Chiasamen enthalten.
  • Dreimal mehr Eisen als in Spinat.
  • Und die Antioxidantien-“Bombe” Heidelbeere kann sich hinten anstellen, denn Chiasamen enthalten die dreifache Menge.
  • Sie wirken antientzündlich.
  • Daneben sind sie eine gute Ballaststoffquelle. Sie enthalen außerdem Vitamin A (Beta-Carotin), Niacin/Vitamin B3, Thiamin/Vitamin B1, Riboflavin/Vitamin B2, Phosphor, Zink und Kupfer.
  • Sie helfen bei der Umstellung auf eine basische Ernährung.
  • Sie sind glutenfrei und vegan.

Sie sind also richtige Nährstoffbomben und noch dazu sehr vielseitig einsetzbar. Roh mit Milch als Chiapudding oder als veganes, glutenfreies Bindemittel in Backwaren oder einfach als Zugabe zum Essen – Chiasamen schmecken und sind gesund.

Wie gesund? Auf z. B. welche Krankheiten kann sich der regelmäßige Verzehr von Chiasamen positiv auswirken?

  • Krebs
  • verschiedene Herzleiden
  • Arthritis und Gelenkprobleme
  • Diabetes Typ 2
  • und mehr

Was Histaminintoleranz angeht, ist die antientzündliche Wirkung ein Vorteil von Chiasamen, aber z. B. auch, dass die DAO-Cofaktoren Zink und Kupfer enthalten sind.

Ich hoffe, Ihr habt nun genug Gründe, auch einmal mit Chiasamen zu experimentieren.

Im Zuge meines Blogevents freue ich mich darauf, wenn Ihr die Ergebnisse Eurer “Chia-Experimente” mit mir teilt.

Anbei die Bedingungen:

  • Teilnehmen kann jedeR aus Deutschland oder Österreich mit entsprechender Adresse und dem Mindestalter von 18 Jahren bzw. dem Einverständnis der Eltern.
  • Sowohl BloggerInnen als auch LeserInnen können teilnehmen. Eure Rezepte sendet Ihr mir am besten als Kommentar mit Link unter diesen Beitrag. Bindet bitte den Banner und einen Link zum Event in den Beitrag ein. Archivbeiträge sind nicht zugelassen, nur neue Beiträge. Wer keinen eigenen Blog hat, schickt mir bitte eine E-Mail mit Rezept und am besten mit Foto an histaminarm(at)vollbio.de mit dem Betreff: “Chia-Samen”.
  • Erlaubt ist alles mit Chiasamen, ganz gleich ob Vorspeise, Hauptspeise, Dessert, roh, gekocht oder gebacken …
  • Pro TeilnehmerIn können maximal 2 Rezepte eingereicht werden.
  • Einsendeschluss ist der 20.05.2015 31.05.2015. Die GewinnerInnen werden zeitnah auf dem Blog bekannt gegeben und sollen sich innerhalb von 7 Tagen bei mir via E-Mail mit der Angabe einer Versandadresse melden – ansonsten wird neu verlost.
  • Versand der Preise ca. Anfang Juni 2015.
  • Startschuss: 20.04.2015

Und was gibt es zu gewinnen?

Die Ölmühle Sailer, die schon meinen ersten Bloggeburtstag unterstützt hat, ist auch diesmal freundlicherweise mit dabei und spendiert eine Packung Chiasamen und eine Packung Chiasamen-Mehl.

Der Mankau-Verlag ist diesmal neu mit dabei und stellt für das Event 2 Exemplare von “Chia – Fit und schlank mit der Powernahrung der Azteken“* zur Verfügung.

So ergeben sich also 2 Gewinnerpakete, die durch mich versandt werden:

  1. Chiasamen mit Buch
  2. Chiasamen-Mehl mit Buch

Hier geht’s zu den Beiträgen bzw. der Zusammenfassung.

Ich bedanke mich bei den Sponsoren Ölmühle Sailer und Mankau-Verlag für die Unterstützung.

Viel Glück!

(c) Histamin-Pirat

Wie im Film…

Bei Becky’s Diner dreht sich gerade alles um Kochen im Film. Mit ihrem filmischen Blogevent sucht sie nicht nur Lieblingsfilme, sondern auch Leibspeisen, die darin vorkommen.

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Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mich für einen Film zu entscheiden. Letztendlich habe ich mich für einen meiner All Time Favourites entschieden, auch wenn ein Großteil der Gerichte in diesem Film wohl nicht als histamintauglich durchgehen würde.

Denn in “Chocolat” dreht sich alles – wie kann es anders sein? – um Schokolade.

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An und für sich enthält Schokolade selbst ja kaum Histamin, aber eben andere biogene Amine wie z. B. Theobromin (was übrigens für Katzen in schon kleinen Mengen toxisch ist) und gilt daher als Histaminliberator. Emulgatoren wie Sojalecithin tragen auch nicht unbedingt zur Verträglichkeit bei 😉 Daher stelle ich Euch gleich meine Lieblingsschokolade vor, die ohne Sojalecithin auskommt und die ich verwende, wenn ich Schoki nicht gerade selber mache. Mir geht’s dabei nicht um Werbung (ich krieg’ auch nichts dafür, dass ich das schreibe), sondern um gute Alternativen. Ich habe nämlich lange gebraucht, eine Schokolade ohne Sojalecithin zu finden.

Grundsätzlich gilt die Faustregel, je heller desto besser, wenn es um Histamin und Schokolade geht. Selbstgemacht, ohne Soja, ist auch eine gute Idee für alle, die auf Schoki nicht verzichten wollen.

Daher gibt es passend zum Event das eher nicht histamintaugliche Originalrezept und eine Variante für Euch, die histamintechnisch OK ist.

Heiße dunkle Schokolade mit Chili-Pfeffer (nach Chocolat) und heiße weiße Schokolade


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So sieht’s im Original aus

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Und so wird’s im Original genossen

 

Zubereitungszeit:

ca. 5-10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Tassen (eine hell und eine dunkel):

  • 2 1/2 Stück weiße Vanille-Schokolade (Vivani)* und 5 Stück Vollmilchschokolade (Vivani*, Tafel ist anders aufgeteilt als die weiße)
  • etwas (ca. 1 EL) Schlagsahne/Schlagobers (selbst aufgeschlagen) – optional
  • ca. 300–400 ml Milch
  • eine Prise Chili-Pfeffer für die dunkle Variante
  • eine Prise Zimt, optional

 

Zubereitung:

Die Milch in einem Topf auf kleiner Flamme erwärmen, aber nicht kochen! Die Schokolade hineingeben und langsam schmelzen lassen. Stetig umrühren, am besten mit einem kleinen Schneebesen.

Währenddessen die Sahne/das Obers steif schlagen und mit etwas selbst gemachtem Vanillezucker verfeinern.

Wenn sich die ganze Schokolade aufgelöst hat, vom Herd nehmen. In Tassen füllen.

Eine Prise Chili-Pfeffer hineinstreuen und vorsichtig umrühren. Einen gehäuften Esslöffel Sahne/Obers auf jede Tasse Schokolade setzen oder mit dem Spritzbeutel sprühen, damit’s noch hübscher ausschaut.

Wenn Ihr Euch nun auch nach einer Filmszene sehnt, wo die Schokolade vorkommt. Armande trinkt hier zum ersten Mal Viannes Schokolade und ist – auf ihre Weise – begeistert.

Wer eine histaminfreundliche, “heiße weiße Schoki” genießen möchte, kann auch weiße Schoki verwenden und statt mit Chili mit Vanille würzen. So wie bei uns, da gab es auch beide Varianten.

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Guten Appetit!

 

(c) Histamin-Pirat

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