Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Schlagwort: glutenfrei (Seite 1 von 2)

Erfrischendes Quittengelee mit (vor-)weihnachtlichem Touch …

Ich liebe Quitten. Aber im Supermarkt findet man die irgendwie nie. So ist es also Jahre her, dass ich in den Genuss von Quitten gekommen bin. Vor ein paar Tagen habe ich jedoch einen Sack voll Früchte geschenkt bekommen und meinen ersten richtigen Einkochversuch damit gestartet.

Ja, okay, es gibt bereits ein Marmeladenrezept auf dem Blog, aber das hat wenig mit dem Einkochen zu tun, wie wir es von Oma oder so kennen.

Und genau daran wollte ich mich mal versuchen: Einkochen wie die Oma. Aus den Quitten sollte also zum einen Gelee und zum anderen Marmelade werden. Und so viel weg: Das Gelee hat den Geschmackstest bereits bestanden. Saulecker! Der Mix ist irgendwie recht erfrischend und zugleich gibt das Ganze bereits einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Weihnachtszeit.

Neben Quitte ist nämlich noch Vanille, Kardamom und ein Schuss Limette mit dabei. Wer mit Zitrusfrüchten nicht so gut kann, lässt die Limette, die den Frische-Kick gibt, einfach weg. Hier werden Limetten aber ganz gut vertragen. Also darf das ruhig mit rein.

Quittengelee mit Limette, Vanille & Kardamom

Zubereitungszeit:

ca. 2 h bis 3 h

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 3 Gläser

  • ca. 3 kg Quitten (Rohgewicht vor dem Zerkleinern)
  • Wasser
  • 1 Vanilleschote* (kann auch schon ausgekratzt sein, da sie mitgekocht wird)
  • Saft von 1 Limette, optional
  • 1/2 TL Kardamom
  • 500 g 1:1 Gelierzucker

Zubereitung:

Die Quitten gründlich abwaschen und den “Pelz” abputzen. Grob in Stücke schneiden. Die Strünke habe ich weggeschnitten, aber das Kerngehäuse nicht.

In einem großen Topf* mit Wasser weichkochen. Das dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

Anschließend mit einem Schaumlöffel* die Quittenstücke aus dem Kochwasser nehmen oder durch ein großes Sieb abseihen.

Ich habe zunächst versucht, das Quittenmus durch ein feines Sieb zu drücken, um an den Saft zu kommen. Doch die Ausbeute ist dabei wirklich mäßig. Mehr Saft erhält man mit Muskelkraft, indem man die Masse ordentlich durch ein Tuch drückt – ja, geradezu wringt.

Weil ich am nächsten Tag noch Marmelade aus den Überresten machen wollte, habe ich vor dem Ausdrücken die Kerngehäuse entfernt.

Nach dem Auswringen durch ein Tuch erhält man etwa 500 ml Quittensaft. Dieser wird zusammen mit dem Limettensaft (optional), der ausgekratzten Vanilleschote und Kardamom sowie dem Gelierzucker erhitzt.

Währenddessen die sauberen Einweggläser in einen anderen Topf mit heißem Wasser stellen, damit sie vorgewärmt sind. Das verhindert, dass die Gläser springen, wenn das heiße Gelee eingefüllt wird.

Damit die Masse geliert, ist es wichtig, dass alles einmal richtig aufwallt. Ich habe es fünf Minuten siedend (blubbernd) vor sich hin kochen lassen.

Jetzt sollte es schnell gehen. Das Gelee in die vorbereiteten, warmen Gläser füllen. Deckel drauf und einmal auf den Kopf stellen. Nach ein paar Minuten wieder umdrehen. Gegebenenfalls Handschuhe anziehen, falls die Gläser schon zu heiß sind. Diese Prozedur desinfiziert zusätzlich die Deckel. Ich koche aber ohnehin vorher die Gläser und Deckel aus, damit es steril ist.

Jetzt müssen die Gläser noch auskühlen. Wenn sie Zimmertemperatur erreicht haben, können sie auch über Nacht in den Kühlschrank gestellt werden. So wird das Gelee auf jeden Fall fest.

Hinweis: Ich habe bisher noch keinen 1:1 Gelierzucker ohne Citronensäure gefunden und auch hier so welchen verwendet. Wenn ich mal wieder Früchte habe, werde ich einen Versuch nur mit Pektin, Rohrzucker und Limette versuchen. Wie machst Du Gelee oder Marmelade? Bin gespannt auf die Erfahrungen. Das hier ist ja mein erster Versuch, der aber wirklich gut schmeckt. Eigenlob … 😉

Jetzt ist noch jede Menge Mus übrig. Dieses habe ich am nächsten Tag zu Marmelade verarbeitet und das ging so:

Quittenmarmelade mit Minze, aztekischem Süßkraut, Limette, Vanille & Kardamom

Zubereitungszeit:

ca. 1 h

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 10 Gläser

  • Überreste / Mus von den 3 kg Quitten vom Vortag (im Kühlschrank gelagert)
  • Wasser
  • 1 Vanilleschote* (ich habe dieselbe vom Vortag nochmal verwendet)
  • Saft von 2 Limetten, optional
  • frische Kräuter aus dem Garten: 3 Stängel aztekisches Süßkraut, 2 Stängel Zitronenmelisse, 2 Stängel Apfelminze (hier kann nach Geschmack variiert werden)
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1 kg 1:1 Gelierzucker

Zubereitung:

Aus den Kräutern wird ein Tee gekocht. Wir brauchen einen Liter. Im Grunde kann man auch einfach Wasser oder zum Beispiel Apfelsaft nehmen. Ich fand die Kräutertee-Idee aber ganz lecker.

Anschließend werden Mus, Kräutertee, Limettensaft, Vanilleschote, Kardamom und Gelierzucker in einem großen Topf erhitzt. Auch das muss wieder aufwallen, damit es nachher richtig geliert. Also wieder fünf Minuten blubbern lassen.

Währenddessen wieder Gläser vorbereiten und aufwärmen.

Die heiße Marmelade in die Gläser füllen und zuschrauben. Einmal auf den Kopf stellen und nach ein paar Minuten umdrehen. Jetzt heißt es warten, bis die Marmelade fest ist. Dann kannst Du sie Dir schmecken lassen oder verschenken. Einige meiner Gläser sind schon reserviert.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Vegetarisch mit Liebe – von A bis Z (Rezension mit Rezept)

Vor allem Menschen, die sich vegetarisch oder gar vegan ernähren, stehen mit der Diagnose Histaminintoleranz meist vor einem Problem, das gesunde Menschen ganz einfach umschiffen können: Protein. Denn wer auf Fleisch verzichtet, muss sein Eiweiß aus anderen Quellen beziehen. Die Natur offeriert uns zum Glück zahlreiche Optionen: Samen, Kerne, Nüsse und auch Hülsenfrüchte sind richtige Proteinbomben. Da wäre nur ein Problem: Wer Histaminintoleranz hat, verträgt vor allem Nüsse und Hülsenfrüchte meist nur eingeschränkt. Das hat auch der Histaminer hier am eigenen Leib erfahren.

Histaminintoleranz ohne Fleisch – das geht, aber …

Grundsätzlich ist die vegetarische und auch vegane Ernährung mit Histaminintoleranz möglich. Man muss nur wissen, was man tut, und braucht vor allem Disziplin. Schließlich schränkst Du Deinen ohnehin eingeschränkten Speiseplan freiwillig weiter ein. Als kleiner Bonus: Zu viel Fleisch, vor allem verarbeitete Fleischwaren wie Wurst, ist ohnehin nicht gesund. Ja, Wurstwaren stehen laut WHO sogar im Verdacht, Krebs zu verursachen. Weil Fleisch zudem Entzündungsprozesse im Körper begünstigen kann, haben wir unseren Fleischkonsum auf ein Minimum reduziert.

Wer jedoch ganz darauf verzichtet, sollte für ausreichend Abwechslung sorgen, um genug Vitamin A, Eisen etc. zu bekommen. Denn pflanzliche Lebensmittel enthalten lediglich die Vorstufe von Vitamin A, Beta-Carotin, welche der Körper zunächst umwandeln muss. Dazu macht es im Fall von Karotten zum Beispiel mehr Sinn, die Möhrchen gekocht statt roh zu essen. Deine Eisenaufnahme kannst Du durch den gleichzeitigen Verzehr von Vitamin-C-haltigen Speisen verbessern. Aber wer achtet auf all das – immer?

Um regelmäßige Check-ups kommt man eigentlich auch als “normaler” Vegetarier und Veganer nicht herum. Doch vor allem für “Histaminer” ohne Fleisch gilt es, die B-Vitamin-Versorgung (insbesondere Vitamin B6 und B12) regelmäßig überprüfen zu lassen. Aber auch Eisen (Serum-Ferritin) wird beim Erstellen eines großen Blutbilds meist gleich mit überprüft. In Einzelfällen kann es Sinn machen, weitere Werte in Bezug auf die Nährstoffversorgung zu checken.

Als “Pflanzenfresser” sinnvoll ersetzen bei Histaminintoleranz

Was das Thema Protein angeht, fallen ein paar Veggie-Favoriten bei HIT in der Regel weg, darunter:

  • Walnüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Erdnuss
  • Erdmandel

Einige davon enthalten entweder selbst recht viel Histamin oder wirken als Liberator. Kommen bei Dir Allergien hinzu, wird die Liste womöglich noch länger.

Ansonsten bleiben aber ein paar nussige Alternativen. Cashewkerne und Mandeln, Haselnüsse und Pinienkerne, die zwar im Übermaß auch Bauchweh machen können, gehen als kleine Zugabe zum Salat meist dennoch ganz gut. Noch besser sind zum Beispiel diese veganen Zutaten mit Biss:

  • Hanfsamen
  • Pistazie
  • Macadamia
  • Kokosnuss
  • Kürbiskerne

Doch wie sieht es nun in Sachen Hülsenfrüchte aus? Haben wir anfangs ganz auf Hülsenfrüchte verzichtet, sind mittlerweile wieder welche auf dem Speiseplan. Doch welche? Als kleine Faustregel habe ich folgende Formel entwickelt: Was auch roh bedenkenlos gegessen werden kann, geht auch bei HIT ganz gut. Tatsächlich sind es nämlich vornehmlich die Pflanzenabwehrstoffe, die es erfordern, dass man Linsen, Kichererbsen & Co zunächst mal kochen muss, damit sie – auch von gesunden Menschen – vertragen werden. Die Hülsenfrüchte, die Gesunde aber auch so essen können, Erbsen zum Beispiel, enthalten weniger von diesen Stoffen. Daher sind sie für Histaminer durchaus Kandidaten für den Speiseplan.

Tipp: Auch Sprossen sind in aller Regel verträglicher als die Hülsenfrüchte an sich. Hast Du schon ein Keimglas* oder ein Sprossenhaus*?

Wie immer bei HIT und auch im Fall der Hülsenfrüchte gilt: Verbanne nichts vom Speiseplan, was Dir in Maßen eigentlich guttut. Beispiel für so ein Lebensmittel in der “Grauzone” gefällig? Zitrone. Das enthaltene Vitamin C unterstützt den Histaminabbau (und die Eisenaufnahme, s. o.). Dennoch gelten Zitrusfrüchte als Liberator, d. h. Dein Körper wird angeregt, sein eigenes Histamin aus den speichernden Mastzellen ins Blut abzugeben. Bei Zitronen und anderen Liberatoren kommt es entscheidend auf die Menge an, die das Ganze zum Gift oder zur Medizin macht.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf habe ich mich durch “Vegetarisch mit Liebe“* geblättert, natürlich auf der Suche nach etwas Leckerem auf Pflanzenbasis, das auch dem Histaminer bekommt.

Ein vegetarisches Kochbuch von A bis Z

Als ich das Kochbuch im Programm vom Südwest-Verlag entdeckt habe, hat mich zunächst der Titel “Vegetarisch mit Liebe“* angelacht. Dass ich es zur Rezension haben wollte, war dem Umstand geschuldet, dass es ganz anders aufgebaut ist, als jedes andere Kochbuch, das ich kenne: Das Buch geht einfach Zutaten von A wie Apfel bis Z wie Zucchini durch und liefert somit alphabetische Kücheninspiration. Du kannst also einfach bei Deinem Lieblingsobst oder -gemüse schmökern und findest bestimmt was Schmackhaftes.

Bis mich ein Rezept angesprungen hat, habe ich gar nicht lange blättern müssen. Unter B finden wir “Blumenkohlcurry mit gebratenem Reis”.

Schaut man sich die Zutatenliste an, wird schnell klar: Hier müssen wir nochmal Hand anlegen. Denn enthalten sind unter anderem Kichererbsen, Rosinen und jede Menge Gewürze – Curry eben. Doch das soll den Histamin-Piraten bekanntermaßen nicht aufhalten. Der kapert die Sache schon für sich!

Blumenkohlcurry mit gebratenem Reis

Zubereitungszeit:

ca. 1 Stunde

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 3-4 Personen:

  • 1/2 Kopf Blumenkohl/Karfiol
  • etwas Öl zum Braten, z. B. Kokos- oder Olivenöl
  • 1 rote Zwiebel (Vorsicht bei Salicylatintoleranz)
  • 1 kl. Tasse Basmati-Reis, Wasser, Butter/Öl und Salz zum Kochen
  • 60 g Cashewkerne
  • 100 g Erbsen (tiefgekühlt)
  • 3 Karotten
  • optional: 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten (Vorsicht bei Salicylatintoleranz)
  • 1/2 kl. Dose Kokosmilch (ohne Bindemittel!)*
  • Saft von 1/2 Limette
  • 2 EL gehackte Minze, frisch
  • ein paar Chilifäden*
  • 1 Pr. Kurkuma
  • 1 Pr. Kreuzkümmel
  • 1 Pr. getrocknetes Zitronengras
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Erfrischende Joghurt-Sauce

  • 1 Becher Joghurt (4 % Fett)
  • Saft von 1/2 Limette
  • Msp. Kardamom
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Reis gründlich durch ein Sieb* abspülen. In gesalzenem Wasser kochen. Kurz bevor der Reis fertig ist, ein bisschen Butter oder Öl unterrühren.

Für die Sauce alle Zutaten in einer Müslischüssel verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

Blumenkohlhälfte in Röschen zerteilen und gründlich abspülen. Karotten abspülen, schälen und in kleine Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und würfeln. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Gemüse ca. 5 Minuten dünsten, bis der Blumenkohl hellbraun ist.

Cashewkerne und Erbsen zugeben und ca. 5 Minuten weiterbraten, bis die Cashews hellbraun sind.

Frühlingszwiebelringe und Gewürze zugeben. Kurz mitbraten, bis die Gewürze duften. Die Hitze reduzieren und Kokosmilch einrühren. Dann Limettensaft und noch etwas Salz zugeben. Den Reis einarbeiten. Minze unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Sauce servieren.

Tipp:

Du kannst, wie immer bei Curry, beim Gemüse variieren. Was hat denn gerade sonst noch so Saison? Mit einem Curry-Grundrezept sorgst Du auf diese Weise für Abwechslung auf dem Tisch.

Ich habe die Gewürze teils geändert und vor allem stark in der Menge reduziert. Falls Du Kurkuma, Kreuzkümmel & Co besser als der Histaminer verträgst, kannst Du hier ruhig noch etwas nachwürzen.

Statt der im Rezept angegeben Chiliflocken habe ich Chilifäden* verwendet. Die sind weniger scharf und bringen trotzdem milde Würze ins Gericht. Probier’s mal aus!

Zusammenfassung:

Vor allem Histaminer finden ein Kochbuch, das alphabetisch nach Zutaten sortiert ist, sicher ganz praktisch.So ist es jedenfalls mir ergangen. Neben dem Blumenkohlcurry gibt es noch eine Reihe anderer Rezepte im Buch, die sich leicht auf histaminarm trimmen lassen und meist schon glutenfrei sind. Die bunte Sammlung vegetarischer Köstlichkeiten geht übrigens auf den Blog “Love and Lemons” zurück, den ich vor der Lektüre noch nicht kannte. Nicht nur das Buch, auch die Website sieht vielsprechend aus.

Neben der cleveren Aufteilung gefällt mir am Buch vor allem die Abteilung mit den Basics am Schluss. Hier gibt es unter anderem ein Smoothie- und ein Pesto-Grundrezept, mit dem man weiterarbeiten kann.

Das schöne Hardcover macht aufgrund der praktischen Aufteilung, aber auch wegen der appetitlich angerichteten Speisen auf den Bildern richtig Lust auf kochen. Vielleicht magst Du ja auch mal hineinschnuppern? Hier sind die Fakten:

  • Vegetarisch mit Liebe“* von Jeanine Donofrio (Love and Lemons)
  • 320 Seiten, Hardcover
  • Rezepte von A wie Apfel bis Z wie Zucchini
  • zahlreiche Basics und Tipps für die Zubereitung
  • viele Rezepte sind glutenfrei und lassen sich leicht abwandeln, um sie histaminarm zu machen
  • 24,99 Euro, erschienen im Südwest-Verlag

Ich bedanke mich beim Südwest-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Anti-Erkältungssuppe (Teil 2) …

Brrr, es ist kalt draußen! Ich sitze auch gerade mit schniefender Nase und einem Joe-Cocker-Kratzen im Hals vor dem Notebook, denn der dieses Jahr wechselhafte Winter hat mich nun doch erwischt. Es scheint so, als habe die kalte Jahreszeit den Start verschlafen. Kurzerhand wird der Winter also Anfang März nochmal nachgeholt – mit Erkältungswelle und allem Drum und Dran.

Bewusster Fleischkonsum – warum?

Obwohl wir uns hier lange Zeit (fast) vegetarisch ernährt haben, hat sich Fleisch mittlerweile wieder in den Speiseplan geschummelt. Der Verzehr bleibt jedoch bewusst und wir achten auf hochwertige Zutaten. Hauptgrund für die Wiedereinführung von Fleisch sind neben Vitamin B12 andere essentielle Nährstoffe, die nachweislich einfacher aus Fleisch zu beziehen sind: Vitamin A und Eisen.

Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch ohne geht, aber in unserem betriebsamen Alltag muss es manchmal einfach schnell gehen und ich habe – trotz Food-Blogger-Dasein –nicht immer die Zeit oder den Nerv, so zu planen, dass alles flott geht, histaminverträglich ist und für ausreichend Abwechslung sorgt. Hinzu kommt, dass wir dem Schubladendenken generell abgeneigt sind. Essen sollte nicht zur Religion werden, sondern einem wohl bekommen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Fleisch x-beliebig aufgetischt werden sollte, denn schließlich handelt es sich ebenfalls um ein Lebewesen, das für uns sein Leben gelassen hat. Daher sind Fleisch und Fisch etwas, das wir uns lediglich ca. einmal die Woche gönnen und nicht einfach gedankenlos verschlingen.

Aktuell in Form des Anti-Erkältungsklassikers schlechthin:

Klare Hühnersuppe

Zubereitungszeit:

ca. 2–3 Stunden

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 2–3 Personen:

  • ca. 300 g Hühnerbrust oder Suppenhuhn
  • ca. 2 l Wasser
  • 1–2 TL (je nach Geschmack) Gemüsebrühe hefefrei – selbstgemacht oder gekauft*
  • 1 Pck. Suppengrün – gibt es als Mix fertig zu kaufen, enthalten sind meist Teile von Karotte, Kohlrabi, Pastinake, Petersilie, (Porree), (Knollensellerie), Petersilienwurzel – Die Zutaten in Klammern verträgt nicht jeder, am besten in kleinen Mengen austesten)
  • evtl. zusätzlich Karotten
  • ca. 5 Kartoffeln
  • evtl. zusätzlich frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Hühnerfleisch unter handwarmem Wasser gründlich abspülen. Topf mit Wasser zum Kochen aufsetzen. Brühe darin auflösen und mit dem Hühnerfleisch kochen, bis es gar ist. Ich koche an dieser Stelle meist bereits einen Teil des Suppengrüns im Ganzen mit dem Fleisch mit, sodass der Geschmack in die Brühe übergeht.

Kartoffeln, Karotten etc. schälen. Tipp: Kartoffeln für bessere Verträglichkeit nach dem Schälen unter lauwarmem Wasser abspülen.

Das gekochte Fleisch sowie die Gemüseteile nach dem Garen aus der Brühe nehmen und in kleine Stücke zerteilen. Zurück in die Brühe geben.

Restliches Suppengrün, Kartoffeln und Karotten würfelig bzw. in Ringe schneiden und ebenfalls in die Brühe geben. Ca. 15–20 Min. köcheln lassen.

Die klare Hühnersuppe mit frischer Petersilie servieren.

Tipp:

Welche Art Hühnerfleisch, ob ein ganzes Suppenhuhn, Flügel oder Hühnerbrust, Du verwendest, ist auch eine Kostenfrage. Grundsätzlich geht jede Art von Hühnerfleisch. Lediglich bei Flügeln ist die Arbeit etwas mühsam, da die kleinen Knochen nach dem Garen erst herausgelöst werden müssen.

Du kannst beim Gemüse durchaus variieren – ganz nach Geschmack und Saison.

Viel Flüssigkeit in Form von Tee und Suppen wirkt schmerzlindernd bei Halsschmerzen und anderen typischen Erkältungsbeschwerden. Entzündunsgshemmende Wirkstoffe in den Zutaten sorgen für den extra Boost. Eine gute Wahl ist zum Beispiel Knoblauch (Achtung, bei Salicylatintoleranz!) und auch daraus lässt sich eine leckere Anti-Erkältungssuppe zaubern.

(c) Histamin-Pirat

Blog-Event: Die neuen Latte-Sorten von Sonnentor im Test (inkl. Gewinnspiel)

Kaffee und Histaminintoleranz – verträgt sich das?, ist eine Frage, die immer wieder auftaucht. Ich habe mich dem Thema hier schon einmal gewidmet. Die Kurzfassung lautet: jain – wie so oft bei HIT.

Kaffee bei HIT? Ein klares Jain

Die gute Nachricht: Kaffee enthält kaum Histamin. Die schlechte: Koffein gilt als DAO-Blocker. Somit kommt es beim Kaffeegenuss einerseits auf Deine individuelle Toleranzschwelle an: Wie sehr kannst Du Deine wahrscheinlich ohnehin begrenzte DAO-Aktivität durch Kaffee einschränken? Andererseits sei allen Freunden des dunklen Heißgetränks gesagt: Espressobasierter Kaffee von pur bis Cappuccino enthält – vielleicht wider Erwarten – weniger Koffein als Filterkaffee. Daher kannst Du Dir einen exquisiten Café Latte am Tag womöglich doch munden lassen, jedenfalls eher noch als den Pott Kaffee, den die konventionelle Filtermaschine ausspuckt.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, ein heißes Milchgetränk mit Geschmack auch ohne störendes Koffein zu genießen. Und hier kommen die neuen Latte-Sorten von Sonnentor ins Spiel, die ich kürzlich beim Blog-Event in der Wiener Neubaugasse verkosten durfte. Dort wurden die würzigen Varianten zwar ebenfalls mit Espresso serviert, die schmecken aber auch ohne echt lecker.

Latte mit würzigem Geschmack

Zur Auswahl standen „Rote Bete“, „Kardamom“* und „Kurkuma“*. Statt purem Rote-Bete-Pulver, Kardamom- oder Kurkuma-Gewürz kommen die geschmacks-boostenden Mischungen als vollmundiges Gesamtkonzept daher. So setzen die Bio-Bauern mit Hauptquartier im österreichischen Sprögnitz auf folgende Kompositionen:

Rote Bete

Rote Bete, Hagebutten, Reismehl, Calciumcarbonat, Muskat, Piment, Kardamom, weißer Pfeffer, Nelken, Chili und Vanille

Kardamom

Kardamom, Rosenblüten, Muskat, Spinat, Lavendelblüten, Nelken und Vanille

Kurkuma

Kurkuma, Ceylon-Zimt, Kakao, Ingwer, Vanille, Süßholz und schwarzer Pfeffer

Obwohl alle Latte-Mischungen glutenfrei sind, fallen erfahrenen Histamin-Piraten bereits ein paar Zutaten aus eben histamintechnischer Sicht ins Auge, die ich zusätzlich fett markiert habe. So enthält Spinat recht viel Histamin. Kakao als Liberator sowie Süßholz und Muskat sind nicht für jeden einwandfrei verträglich, der mit HIT zu kämpfen hat. Richtig problematisch wird es, wenn Du beim Austesten gemerkt hast, dass Du mit Salicylaten neben Histamin Probleme hast. Dass die beiden – SI und HIT – ganz gerne mal im Team auftreten, habe ich hier erläutert.

Ist das eine Histamin-Sünde wert?

Doch wer seine Ernährungsumstellung längst aus dem Effeff beherrscht, hat sicher schon bemerkt, dass man auch mal „histamin-sündigen“ kann, ohne dass der nächste Tag mit einem Kater beginnt. Die Einsicht, dass es nicht nur um Verzicht gehen kann, ist eine wichtige, die für deutlich mehr Lebensqualität sorgt. „Substituieren statt eliminieren“ ist mein Schlachtruf hierfür. Viele Lebensmittel enthalten nämlich wichtige Vitamine und Mineralstoffe, auf die Du nicht verzichten kannst – sie sind essentiell, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Hinzu kommt, dass Du als Histaminer beispielsweise von zusätzlichem Vitamin C profitierst.

Oft sind Lebensmittel daher eben nicht einfach „gut“ oder „böse“, sondern ein bunter Mix aus beidem. Kakao enthält neben einigen biogenen Aminen, die einen ähnlichen Abbauweg wie Histamin haben (was auch ein biogenes Amin ist), zum Beispiel Magnesium. In Maßen (nicht Massen) wird Schokolade daher bei uns ganz gut vertragen, sofern sonst nichts „Böses“ drin ist. Mehr dazu hier. Selbst Zitronen, die als Liberator gelten, haben wir wieder auf dem Speiseplan, weil, mit einem recht hohen Vitamin-C-Gehalt, die Vorteile von Zitronensaft bei uns überwiegen. Yeah!

Was bei Dir und in welcher Menge geht, solltest Du individuell ausprobieren. Daher kann ich keine allgemeine Empfehlung für die farbenfrohen Gewürzmischungen von Sonnentor aussprechen. Aber ich kann sie Dir nach dieser Vorbemerkung mal in ihrer ganzen Farbpracht zeigen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und selbst wenn die Latte-Mischungen nicht in Deine Liste passen, bist Du zum Beispiel in Sachen Tee bei Sonnentor an der richtigen Adresse. Denn dort gibt es zum Beispiel Weißen Tee aus Bio-Landwirtschaft * sowie lose Kräutertees*, die Du pur genießen kannst oder aus denen Du Deine ganz persönliche Wohlfühlmischung zusammenstellen kannst.

Latte kann man auch essen

Während das Team von Wolfgang Coffee beim Blog-Event für weichen, blasenfreien Milchschaum nach 1A-Barista-Standard gesorgt hat, hat das Sonnentor-Kulinarik-Team einige Leckereien ausgetüftelt, die ebenfalls mit den Gewürzmischungen gepimpt gewesen sind. Gut, dass ich auf leeren Magen dort war 😉

So konnte ich mich einmal reihum durchprobieren. Es gab zum Beispiel Cupcakes mit pinkem Rote-Bete-Topping, kreisrund ausgestochene Müsliriegel – ebenfalls mit „Rote Bete Latte“ – sowie Milchreis mit Kardamom-Veredelung und einiges mehr. Wenn Du selbst einmal ausprobieren möchtest, was mit den neuen Gewürzmischungen so alles möglich ist, hast Du jetzt die Chance dazu.

Ich verlose ein Set, bestehend aus „Rote Bete“, „Kardamom“ und „Kurkuma“, womit Du schmackhafte Heißgetränke von Goldener Milch bis hin zu pinkem Cappuccino selbst zaubern kannst. Und wenn Du dann immer noch nicht genug hast, geht es daran, Törtchen, Kuchen oder sogar Brot bunt einzufärben – alles bio natürlich – mit den Latte-Mischungen von Sonnentor.

Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasse bitte eine „Flaschenpost“, in der Du mir verrätst, was Du mit den neuen Latte-Mischungen von Sonnentor so anstellen würdest. Die Teilnahme ist aus Österreich und Deutschland möglich und das Gewinnspiel läuft bis zum 23. Februar 2018 23:59. Das Los entscheidet zeitnah, wer gewonnen hat. Ich melde mich dann per E-Mail bei dem Gewinner oder der Gewinnerin.

Viel Glück!

(c) Histamin-Pirat

Gebackener Blumenkohl…

Ich liebe Paniertes. Das ist so ein Laster, geb’ ich zu. Denn wer sein Gemüse nur wie “Schnitzel” isst, lebt auch nicht gesund, aber ab und an darf und muss das auch mal sein 😉 Was Histaminintoleranz angeht, ist Paniertes insofern ein Problem, da die meisten Semmelbrösel, die man zu kaufen bekommt aus Weizen sind und mitunter Hefe enthalten. Man kann also entweder selber Semmelbrösel machen, sprich selbstgemachtes Brot in Brösel reiben oder man kauft Alternativen. Ich habe vor einiger Zeit glutenfreie und auch hefefreie Reisbrösel* entdeckt. Die gehen auch.

Gebackener Blumenkohl

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Personen

  •  2-3 Hände voll Blumenkohl
  • 1 Ei
  • ca. 1 kl. Tasse voll Reisbrösel ODER selbstgemachte Semmelbrösel
  • 2 EL Haselnussmehl (optional)
  • 1/2 TL Curcuma
  • Salz & Pfeffer
  • Butter ODER Öl zum Braten
  • Dip nach Wahl, ich mag Ziegenkräuterfrischkäse natur

Zubereitung:

Blumenkohlröschen zurechtschneiden und waschen. In heißem Wasser ca. 8-10 Minuten bissfest kochen.

Zwei tiefe Teller vorbereiten. In einem ein Ei aufschlagen und verquirlen. In den anderen die Semmelbrösel geben – wer es mag und verträgt mit Haselnussmehl. Curcuma, Salz und Pfeffer unterrühren.

Den Blumenkohl abseihen und ein wenig auskühlen lassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt.

Die Röschen nacheinander zuerst im Ei wälzen, dann in der Bröselmischung.

In einer Pfanne Butter oder Öl erhitzen und die panierten Röschen ausbacken.

Warm mit einem Dip servieren. Ich nehme gerne einfach Ziegenkräuterfrischkäse (ist dann aber nicht laktosefrei).

Tipp:

Gebackener Blumenkohl schmeckt als Hauptgericht oder als Beilage.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ich koch mir den Frühling…

Kathy von Kathys Küchenkrampf sucht gerade leckere Frühlingsrezepte. Mit dieser Aktion feiert sie ihren 2. Bloggeburtstag.

Und wonach schmeckt der Frühling? Im Moment ist gerade noch Bärlauch-Zeit, die Spargel-Zeit steht vor der Tür und und und. Ich habe vor kurzem ein neues Gemüse für uns entdeckt, das auch gerade Saison hat: Mangold. Das ist mein neuer Spinatersatz. Mangold lässt sich vielseitig einsetzen und passt super zu Hirse.

Warmer Hirse-Frühlingssalat

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Personen

  • 1 Tasse Hirse
  • 1 EL Gemüsebrühepulver (selbst gemacht)
  • 1-2 Zehen Knoblauch, gewürfelt
  • 2-3 EL Kürbiskerne
  • 3-4 gr. Blätter Mangold (frisch), gehackt
  • 1-2 Karotten, gewürfelt
  • Salz und Pfeffer (ich mahle Pfeffer frisch und verwende Himalayasalz)
  • Gewürze nach Geschmack und Verträglichkeit, z. B. Curcuma
  • frischer Feldsalat als Garnitur
  • 1 TL Kokosöl

Zubereitung:

Die Hirse am besten vorher lauwarm mithilfe eines Siebs waschen. Die Hirse mit ungefähr der dreifachen Menge Wasser erhitzen. Die gewürfelten Karotten und das Gemüsebrühepulver dazugeben. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Dann Knoblauch und Mangold hinzugeben und noch ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Sollte das Wasser schneller verkochen, noch mal etwas dazugeben.

Am Ende etwas Kokosöl hinzugeben. Gewürze und Kürbiskerne unterrühren.

Feldsalat waschen. Den Hirsesalat warm mit einem Blatt Salat servieren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Veganes Weihnachtsmenü…

Gemeinsam mit Essen, leben, leben lassen, Dilim Dilim Istanbul, Chely Sparkles und Gesunde Einhörner essen Regenbogenblumen kreiere ich in diesem Jahr ein veganes Weihnachtsmenü.

kranz_final

Die Vorspeisen servierten Natalie von Essen, leben, leben lassen und Swanni von Dilim Dilim Istanbul. Chely reichte die Appetizer und mir kommt die Ehre zu, nun den Hauptgang aufzutischen. Zum Dessert schaut Ihr ab morgen bei Rieke und ihren Einhörnern vorbei 🙂

Bei mir gibt es leckere Kohlrouladen und das ganz ohne Fleisch natürlich. Die Rouladen sind histaminarm, laktosefrei, glutenfrei und vegan, eh klar 🙂

Die Bilder sind etwas unspektakulär, aber die Dinger sind wirklich sehr lecker.

Vegane Kohlroulade mit Maroni-Reis-Karotten-Füllung

 

Zubereitungszeit:

ca. 40 Minuten Arbeitszeit

Schwierigkeit:

normal

IMG_5825 IMG_5826

Zutaten für 3-4 Personen:

  • 4 große, unversehrte Wirsing- bzw. Kohlblätter
  • 2 Karotten
  • ca. 1/2 Tasse Reis
  • (1 TL Kokosöl)
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • ca. 20-25 Esskastanien
  • Brühe
  • Salz, Pfeffer, Curcuma
  • Zahnstocher oder Schaschlikspieße (mind. 4 Stück)
  • Beilage nach Belieben (s. Tipp weiter unten)

Zubereitung:

Die Maronen kreuzweise einritzen und ca. 17 Minuten bei 200 °C Ober-/Unterhitze backen, damit die Schale aufplatzt.

Derweil könnt Ihr den Rest vorbereiten. Den Knoblauch schälen und feinhacken. Die Karotten schälen, vierteln und dann in kleine Scheibchen schneiden. Ca. 1/2 Tasse Reis mit 1 Tasse Wasser ansetzen, leicht salzen und zum Kochen bringen, die Karotten und den Knoblauch hinzugeben und dann auf kleine Flamme stellen und ca. 20 Minuten köcheln lassen bzw. bis das Wasser verkocht ist. Den Reismix mit Gewürzen abschmecken. Wer mag, kann dann etwas Öl an den Reismix geben.

Die Kohlblätter über Wasserdampf setzen (ich setze dazu ein Sieb auf den Reis und lege dort die Blätter hinein) und dort ca. 8 Minuten unter gelegentlichem Wenden (Vorsicht, heiß!) weich werden lassen.

Während der Reis vor sich hin kocht, die Maroni aus der Schale lösen und kleinhacken. Die Maronistücke können noch ein bisschen im Reis gar ziehen.

Dann die Wirsingblätter auf einer Arbeitsfläche ausbreiten und den Reis-Karotten-Maroni-Mix darauf setzen. Die Blätter zu Rouladen aufrollen, dabei die Ränder zur Mitte hin einschlagen, damit die Füllung nicht herausquellen kann. Die Rouladen mit einem Zahnstocher (oder zwei, wenn nötig 🙂 ) fixieren.

In einem Topf oder einer tiefen Pfanne Brühe erhitzen und die Rouladen vorsichtig hineinsetzen. Mit Deckel ca. 15 Minuten gar schmoren lassen.

Die Rouladen aus dem Topf heben und warm servieren.

Tipp:

Dazu passen z. B. Apfelrotkraut/Apfelrotkohl, Maronensauce und Kroketten, wenn man mag. Man kann die Rouladen aber auch pur oder nur mit einer Sauce genießen.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Winter-Auflauf mit Knusperkruste…

Ina sucht derzeit leckere Auflaufgerichte. Daher gibt es diesen Gemüseauflauf mit Knusperkruste:

Gemüseauflauf mit Ziegenfrischkäse, Feta und Mandelblättchen

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten Arbeitszeit + ca. 50-60 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

normal

IMG_5908

Zutaten für 3-4 Personen:

  • 1 kl. Kürbis (ich habe ein Stück Muskatkürbis verwendet, ca. 200 g Fruchtfleisch)
  • 220 g  Ziegenfrischkäse
  • 2-3 Stängel Petersilie
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • ca. 80-100 ml Mandelmilch
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel
  • Öl zum Einfetten der Form
  • 4-5 kl. Kartoffeln
  • ca. 200 g frischer Brokkoli
  • ca. 1 Pck. Feta
  • ca. 1 Handvoll Mandelblättchen

Zubereitung:

Den Kürbis entkernen, evtl. schälen (Hokkaido muss man theoretisch nicht schälen), in Spalten schneiden.

Ziegenfrischkäse mit gehackter Petersilie und fein gewürfeltem Knoblauch und etwas Mandelmilch mischen, mit Salz, Pfeffer, Kurkuma und Kreuzkümmel abschmecken.

Die Auflaufform mit Öl einfetten.
Den Boden mit Kürbisspalten, mit Kartoffelwürfeln und Brokkoliröschen bedecken.
Die Petersilienfrischkäsemischung darübergeben.

Die restlichen Kürbisspalten darüberdecken und mit zerkrümeltem Feta-Käse bedecken.

Die Form mit Alufolie abdecken und bei 210 °C Ober-/Unterhitze ca. 35 Min. backen.
Dann die Folie entfernen und die Mandelblättchen über den Feta streuen und gar backen.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Maroni in der Suppe…

Weiter geht’s mit den Maroni-Wochen. Heute gibt es eine Maroni-Kartoffel-Suppe.

img_4950

Vegane Maroni-Kartoffel-Suppe

 

Zubereitungszeit:

ca. 40 Minuten

Schwierigkeit:

einfach


IMG_4984

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 4 Kartoffeln
  • ca. 15 Esskastanien
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Karotte
  • 1 Pr. Fenchelsamen
  • 1 EL Kokosöl
  • Pr. Majoran
  • 1/2 TL Kümmel
  • 1 Pr. Curcuma
  • Salz & Pfeffer
  • Wasser oder Brühe

IMG_4985


Zubereitung:

Die Esskastanien an der Oberfläche kreuzförmig einritzen – sonst kriegt Ihr nachher den Inhalt kaum heraus. Dann wandern die eingeritzten Maroni für 20-25 Minuten bei 180-200 °C in den Backofen. Wenn die Hälfte der Zeit um ist, einmal wenden. Die Kastanien aus dem Ofen nehmen. Das Essbare aus der Schale puhlen.

Während die Maroni im Backofen sind, kann man schon mal die Kartoffeln, Karotte, Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden.

Ca. 750 ml Brühe oder Wasser erhitzen und Kartoffeln, Karotten und Knoblauch ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Die Gewürze hinzugeben.

Nun die Maroni in die Suppe geben und noch ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Alles pürieren.

Das Kokosöl einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Good mood food…

Kaum zu glauben, dass das Rezept noch gar nicht auf dem Blog ist! O.K., eine Zauberei ist es nicht gerade, eigentlich etwas ganz Einfaches, aber es ist immer lecker, insbesondere aber an regnerischen Abenden. Traditionell ein Kindergericht, mag ich es aber immer noch. Ich bin wahrscheinlich nie richtig erwachsen geworden, aber das hat ja auch etwas für sich 😉

Es gibt viele Möglichkeiten, Milchreis zuzubereiten und zu servieren. Man kann ganz normale Milch von mit Gras gefütterten Kühen nehmen oder Pflanzenmilch, z. B. Kokos- oder Mandelmilch. Meine Oma hat Milchreis immer mit ein paar frisch gezuüften Blättern Zitronenmelisse und Apfelmus oder -stücken serviert. Man kann aber auch andere Früchte nehmen, die man verträgt.

Für die Süße kannst Du Ahornsirup, Honig oder Kokoszucker verwenden.

Ich reiche das Rezept bei Engel + Banditen ein, wo gerade Familienrezepte unter dem Motto “Kinder, was soll ich kochen?” gesucht werden.

was-soll-ich-kochen

Milchreis

 

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach


IMG_4952 IMG_4953

Zutaten für 1-2 Personen:

  • 1/2 Tasse Milch- oder Risottoreis
  • 1 3/4 Tasse Milch oder Pflanzenmilch (Kokos-*, Mandel-, Hafer- oder Reismilch)
  • 2 Blätter Zitronenmelisse
  • ein paar Tropfen Ahornsirup* oder etwas Kokosblütenzucker*
  • Kardamom und/oder Zimt, wenn es vertragen wird
  • frisches Obst, z. B. Äpfel oder selbst gemachtes Apfelmus, Heidelbeeren oder Bananen, wenn Du die verträgst

Zubereitung:

Milch und Reis erhitzen. Bleibe die ganze Zeit am Herd und rühre um, ansonsten könnte der Milchreis überkochen oder am Boden anbrennen. Sobald der Milchreis einmal aufgekocht ist, muss er noch ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme weiterköcheln. Den Milchreis vom Herd nehmen, wenn er die richtige Konsistenz erreicht hat.

Nun kannst Du nach Belieben Früchte hinzufügen und den Milchreis mit Zitronenmelisse garnieren.

Wer mag, kann einen Teelöffel Butter oder Kokosöl unterrühren, damit der Milchreis extra cremig wird.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

« Ältere Beiträge

© 2019 Histamin-Pirat

Theme von Anders NorénHoch ↑