Ging es gestern noch um Probiotika, schauen wir heute etwas genauer auf das Thema Präbiotika. Während Probiotika die Darmbakterien selbst meint, sind Präbiotika sozusagen die Voraussetzung für eine gesunde Darmflora. Sie sind das "Futter" für die Darmbakterien.

Gemeint sind in der Regel unverdauliche Lebensmittelbestandteile, die Bakterienstämmen wie den Bifidobakterien als Nahrung dienen. Vor allem ballaststoffreiche Kost wirkt präbiotisch.

Daher wird immer wieder empfohlen, ausreichend Ballaststoffe zu essen, wie sie zum Beispiel in Chicorée vorkommen. Wer nicht unbedingt zu den großen Salatfans gehört, kann es mal mit Green Smoothies versuchen. Während beim Entsaften großteils nur Flüssigkeit und Nährstoffe aus der Frucht gelöst werden, kommen beim Smoothies auch die Fruchtfasern mit ins Getränk. Das macht das Ganze dickflüssiger, aber auch ballaststoffreicher.

Da Ballaststoffe ordentlich Flüssigkeit im Darm aufnehmen, ist es wichtig, ausreichend zu Präbiotika zu trinken.

Fertige prä- und probiotische Produkte (meist in Pulverform erhältlich) werden daher in der Regel in Wasser oder Saft angerührt.

Zur Veranschaulichung: Den aufquellenden Effekt kennst Du, wenn Du bereits mit Chia- oder Leinsamen in der Küche hantierst. Wahnsinn, wie die Dinger an Volumen zulegen, wenn sie in Flüssigkeit eingeweicht werden. Genau so machen das Präbiotika in Deinem Darm.

Präbiotika sorgen nicht nur für "Futter" für die Darmbakterien, sondern verbessern auch die Darmbeweglichkeit. Wer so viel Wasser zieht, quillt auf, der Druck auf die Darmwand steigt und alles "flutscht".

Wer es mit ballaststoffreicher Kost jedoch übertreibt, läuft Gefahr, einen Blähbauch oder gar Durchfall zu bekommen.

Präbiotika – was bringen sie wirklich?

Daher solltest Du Deine Ernährung zunächst schrittweise auf mehr Ballaststoffe umstellen. Reiche zu den Speisen öfter mal Salat als Beilage statt gleich einen ganzen Salat als Hauptspeise zu vertilgen. Oder probiere einen Green Smoothie und den nächsten erst ein paar Tage später. Steigern kannst Du Dich immer noch.

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