Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: laktosefrei (Seite 3 von 11)

Ist Palmöl eigentlich vegan …?

Ist Palmöl vegan? Blöde Frage eigentlich, denn Palmöl ist ja komplett pflanzlich. Dabei argumentieren einige VegetarierInnen und VeganerInnen, dass Palmöl eben doch eine recht tierunfreundliche Angelegenheit ist. Denn die Monokulturen zerstören den Regenwald und damit Orang-Utan-Habitat und sind in der Masse und in der Folge tödlich für die orangen Riesen.

Palmöl kauft man als Normalverbraucher eigentlich nie direkt, aber das Zeug ist in erstaunlich viel Produkten enthalten – von der Body Lotion bis zum Schokokeks.

Ich verzichte mittlerweile, wo es nur geht, auf Palmöl. Ein besonderes Problem war da für mich das Thema „Erdnussbutter“, wo eigentlich immer Palmöl drin ist. Ich habe zumindest noch keine Marke ohne entdeckt. Den meisten Betroffenen von Histaminintoleranz stellt sich dieses Problem erst gar nicht, weil Erdnussbutter meist eh nicht geht.

Ich habe mich jetzt aber wie wild gefreut, dass man Erdnussbutter „richtig“ vegan und palmölfrei ganz einfach selber machen kann.

Und mein süßes, tierfreundliches Frühstück ist damit gerettet!

Apropos Frühstück … Simone von S-Küche sucht gerade leckere Frühstücksideen. Genau wie ich feiert sie damit ihren 2. Bloggeburtstag. Alles Gute!

Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.

Erdnussbutter (palmölfrei, vegan, laktosefrei, glutenfrei)

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten & ca. 15 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach


Zutaten für 1 Glas:


Zubereitung:

  1. Die Erdnüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und für ca. 15 Minuten im nicht vorgeheizten Backofen bei 180 °C rösten. Wenn der Ofen vorgeheizt wird, geht’s dementsprechend schneller. Passt auf, dass die Erdnüsse nicht zu dunkel werden.
  2. Die Erdnüsse aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen, dann schälen und in einer Schüssel oder einem hohen Gefäß sammeln.
  3. Etwas Salz, Ahornsirup und Sesamöl hinzufügen und pürieren. Kokosöl hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich mag es ganz cremig.
  4. In ein sauberes, ausgekochtes Glas füllen und fertig.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ich mag den Frühling mit Leib und Seele…

Der Frühling ist in vollem Gange. Der Garten bzw. der Wochenmarkt bieten gerade all die leckeren frühlingsfrischgrünen Sachen an: Spargel, Mangold, Bärlauch … Und ich als Frühlingskind mag diese Jahreszeit ohnehin ganz besonders. Und Sia von Sia’s Soulfood auch. Denn zu ihrer Bloggeburtstagsparty sucht sie leckere Frühlingsrezepte und ich hab da mal was mitgebracht:

Dinkel-Bärlauch-Blumenkohlröllchen

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten + ca. 20 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 12 Röllchen:

Teig

  • 1 EL Chiasamen + 3 EL Wasser zu Ei-Ersatz anrühren
  • 300 g Dinkelmehl
  • 1 EL Schwarzkümmelöl
  • jeweils etwas Salz, Pfeffer und Curcuma
  • 1/2 TL Backpulver
  • ca. 70 g Milch ODER pflanzliche Milch

Füllung bzw. Bärlauchbutter

  • 50 g Bärlauch
  • 100 g Butter ODER Margarine
  • Salz
  • 1 Handvoll bissfest gekochte Blumenkohl-/Karfiolröschen
  • etwas Hanfsamenöl
  • ca. 12 Blätter Feldsalat

Zubereitung:

Zuerst den Chiasamen-Mix ansetzen und ca. 10 Minuten stehen lassen.  Derweil den Blumenkohl bzw. Karfiol bissfest kochen.

Bärlauch waschen und am besten mit einer Salatschleuder trocknen. Dann klein hacken und mit Butter und Salz vermengen (ich mache das mit der Hand).

Den Chiasamenmix und alle restlichen Teigzutaten vermengen und gut verkneten (ich mache das auch mit der Hand).

Den Blumenkohl/Karfiol abseihen.

Den Teig ca. 3-4 mm dick ausrollen. Den ausgerollten Teig großzügig mit Bärlauchbutter bestreichen. Am oberen Rand eine Spur mit Blumenkohl- bzw/ Karfiolröschen setzen. Den Teig von der Seite aus, wo der Blumenkohl/Karfiol liegt, zuerst einrollen.

Von der Rouladen ca. 3 cm dicken Scheiben abschneiden und jeweils einzeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Röllchen dünn mit etwas Hanföl bepinseln.

Bei 180 °C ca. 20 Minuten backen.

Feldsalat waschen und darauf die Bärlauchröllchen betten und warm servieren.

Tipp:

Wenn von der Bärlauchbutter etwas übrig bleibt, könnt Ihr das einfach verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und als Kräuterbutter aufs Brot streichen – ist voll lecker. Bald verbrauchen, aber das sollte kein Problem darstellen 😉

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Gebackener Blumenkohl…

Ich liebe Paniertes. Das ist so ein Laster, geb‘ ich zu. Denn wer sein Gemüse nur wie „Schnitzel“ isst, lebt auch nicht gesund, aber ab und an darf und muss das auch mal sein 😉 Was Histaminintoleranz angeht, ist Paniertes insofern ein Problem, da die meisten Semmelbrösel, die man zu kaufen bekommt aus Weizen sind und mitunter Hefe enthalten. Man kann also entweder selber Semmelbrösel machen, sprich selbstgemachtes Brot in Brösel reiben oder man kauft Alternativen. Ich habe vor einiger Zeit glutenfreie und auch hefefreie Reisbrösel* entdeckt. Die gehen auch.

Gebackener Blumenkohl

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Personen

  •  2-3 Hände voll Blumenkohl
  • 1 Ei
  • ca. 1 kl. Tasse voll Reisbrösel ODER selbstgemachte Semmelbrösel
  • 2 EL Haselnussmehl (optional)
  • 1/2 TL Curcuma
  • Salz & Pfeffer
  • Butter ODER Öl zum Braten
  • Dip nach Wahl, ich mag Ziegenkräuterfrischkäse natur

Zubereitung:

Blumenkohlröschen zurechtschneiden und waschen. In heißem Wasser ca. 8-10 Minuten bissfest kochen.

Zwei tiefe Teller vorbereiten. In einem ein Ei aufschlagen und verquirlen. In den anderen die Semmelbrösel geben – wer es mag und verträgt mit Haselnussmehl. Curcuma, Salz und Pfeffer unterrühren.

Den Blumenkohl abseihen und ein wenig auskühlen lassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt.

Die Röschen nacheinander zuerst im Ei wälzen, dann in der Bröselmischung.

In einer Pfanne Butter oder Öl erhitzen und die panierten Röschen ausbacken.

Warm mit einem Dip servieren. Ich nehme gerne einfach Ziegenkräuterfrischkäse (ist dann aber nicht laktosefrei).

Tipp:

Gebackener Blumenkohl schmeckt als Hauptgericht oder als Beilage.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ich koch mir den Frühling…

Kathy von Kathys Küchenkrampf sucht gerade leckere Frühlingsrezepte. Mit dieser Aktion feiert sie ihren 2. Bloggeburtstag.

Und wonach schmeckt der Frühling? Im Moment ist gerade noch Bärlauch-Zeit, die Spargel-Zeit steht vor der Tür und und und. Ich habe vor kurzem ein neues Gemüse für uns entdeckt, das auch gerade Saison hat: Mangold. Das ist mein neuer Spinatersatz. Mangold lässt sich vielseitig einsetzen und passt super zu Hirse.

Warmer Hirse-Frühlingssalat

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Personen

  • 1 Tasse Hirse
  • 1 EL Gemüsebrühepulver (selbst gemacht)
  • 1-2 Zehen Knoblauch, gewürfelt
  • 2-3 EL Kürbiskerne
  • 3-4 gr. Blätter Mangold (frisch), gehackt
  • 1-2 Karotten, gewürfelt
  • Salz und Pfeffer (ich mahle Pfeffer frisch und verwende Himalayasalz)
  • Gewürze nach Geschmack und Verträglichkeit, z. B. Curcuma
  • frischer Feldsalat als Garnitur
  • 1 TL Kokosöl

Zubereitung:

Die Hirse am besten vorher lauwarm mithilfe eines Siebs waschen. Die Hirse mit ungefähr der dreifachen Menge Wasser erhitzen. Die gewürfelten Karotten und das Gemüsebrühepulver dazugeben. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Dann Knoblauch und Mangold hinzugeben und noch ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Sollte das Wasser schneller verkochen, noch mal etwas dazugeben.

Am Ende etwas Kokosöl hinzugeben. Gewürze und Kürbiskerne unterrühren.

Feldsalat waschen. Den Hirsesalat warm mit einem Blatt Salat servieren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Nach der China Study kochen? …

Das vegane Special neigt sich langsam dem Ende zu. Heute stelle ich Euch noch ein Buch – inklusive Rezept – vor, und dann wird es noch einen separaten zusammenfassenden Beitrag geben.

Ich hoffe, Ihr hattet Freude an dem kurzen „tierfreien“ Ausflug. Wenn Ihr Wünsche für ein neues Special bzw. Info-Wochen habt, könnt Ihr mir gerne Ideen via E-Mail zukommen lassen (eva(at)histamin-pir(punkt)at) oder Ihr hinterlasst einfach einen Kommentar auf der Seite hier. Den Histamin-Piraten gibt es jetzt auch auf Pinterest und Instagram.

Vegan = gesund?

Vielleicht habt Ihr schon einmal von der „China Study“ gehört? T. Colin Campbell und Thomas M. Campbell haben eine Studie zum Thema vegane Ernährung unter dem Titel „China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise“ herausgebracht. Vater und Sohn sind Amerikaner. Die Studie bezieht sich aber auf das ländliche China, daher der Titel. In Zusammenarbeit mit dem Insitut für Ernährung und Lebensmittelhygiene an der Akademie für präventive Medizin in China entstand Anfang der 1980er Jahre die Idee zu dieser groß angelegten Studie. Man wertete die krankheitsbedingten Tode zwischen 1973-1975 in zufällig gewählten Dörfern in 65 Landkreisen Chinas aus und befragte jeweils ein erwachsenes Familienmitglied (in ausgewogenem Verhältnis 50:50 weiblich:männlich) von 50 zufällig ausgewählten Familien nach seinen bzw. ihren Essgewohnheiten.

Die Studie, die erstmals 2005 (auf Englisch) veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass die vegane Ernährungsweise verschiedenen chronischen Krankheiten vorbeugen kann, darunter z. B. Diabetes, verschiedene Krebsarten, Fettleibigkeit, diverse Herzkrankheiten und andere sogenannte „Zivilisationskrankheiten“ bzw. dass der Konsum von bereits geringen Mengen v .a. tierischen Proteins solche Krankheiten begünstige.

Die Studie ist aus diversen, v. a. methodischen Gründen in die Kritik geraten. Explizit wird in der Studie empfohlen, kein Cholesterin zu sich zu nehmen und auf raffinierte Kohlenhydrate, v .a. auf Haushaltszucker, sollte möglichst verzichtet werden. Kritiker weisen darauf hin, dass dies durchaus keine neuen Erkenntnisse sind. Und per se nichts mit dem veganen Lebensstil zu tun haben. Die deutsche Ausgabe wurde auch kritisiert, weil sie dem Untertitel „Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise“ offenbar nicht gerecht wird. Dass Vollwertkost gesund ist, so Kritiker, ist den meisten mittlerweile klar. Die Studie behandelt eben nicht nur das Thema „kein Fleisch“, sondern daneben noch andere Faktoren der Ernährung, wie eben prozessiertes Essen/“Fertigfraß“, Cholesterin und raffinierte Kohlenhydrate wie Haushaltszucker, polierten Reis, normales Mehl (statt Vollkornmehl) usw.

Viele Wissenschaftler tun die Studie daher als bloßes Glaubensbekenntnis ab. Der ehemalige, amerikanische Präsident Bill Clinton ist aber ein offener Fan der Studie. Er hat als Reaktion auf die Studie seine Ernährungsgewohnheiten geändert, verzichtet nun auch auf Milch (gerade Kasein wird als problematisch in der Studie erwähnt) und, so gibt Clinton an, konnte auf diese Weise seine Herzprobleme behandeln.

Im Riva-Verlag ist nun „Das offizielle Kochbuch zur China Study„* auf Deutsch erschienen. Das Kochbuch ist auch ein Produkt des Hauses Campbell. Die Tochter ist diesmal die Autorin.

Das Titelbild sieht verlockend aus.

Schlägt man das Buch auf, ist die Enttäuschung aber vorprogrammiert, denn die wenigsten Rezeptbilder im Buch sehen so schmackhaft aus wie auf dem Titelbild – und das sage ich. Na ja, ich bin auch kein Food-Designer (ja, sowas gibt’s!) und auch kein professioneller Fotograf, aber die Bilder, die übrigens der Sohn der Autorin gemacht hat, machen wenig Appetit. Die Bildausschnitte sind ungünstig gewählt (extreme Nahaufnahmen), viele Bilder sind zu dunkel, so dass man kaum einen Eindruck vom Essen gewinnen kann. Dann bin ich eher dafür, Bilder einfach wegzulassen.

Auf die Studie selbst wird im Kochbuch nur knapp eingegangen. Das ist ja auch legitim. Die Kernthesen der Studie sind aber realisiert worden, so enthalten die Rezepte keinen raffinierten Zucker und kein zusätzliches Öl jeglicher Art – und die Rezepte sind freilich vegan. So ganz konsequent war man dann aber doch nicht. Denn Konserven – oder wie ich zu sagen pflege: „Dosenfutter“ – kommen dennoch vor, v. a. sowas wie Kichererbsen wird in der Regel aus der Konserve verwendet. Die Vollwertküche hat dennoch Weizenmehl im Sortiment, wenn auch als Vollkornweizenmehl …

Der gänzliche Verzicht auf Öle ist in der Ernährungswissenschaft eine umstrittene Sache. Was den Cholesterinspiegel angeht, sind v. a. Weißmehl und Haushaltszucker Übeltäter, die man meiden sollte. Auch, dass Margarine den Cholesterinspiegel senkt, scheint offenbar eine Lüge zu sein. Nun aber zum Thema Öl bzw. Fett. Nicht jedes Fett oder Öl ist automatisch schlecht. Zwei Dinge sind hier wichtig: Transfette, die v. a. bei zu hohen Temperaturen entstehen (Stichwort z. B. „Frittieren), sind problematisch. Außerdem sollte das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren stimmen. Wenn sie nicht erhitzt werden, sind z. B. Hanfsamenöl, Leinöl, Schwarzkümmelöl und weitere wirklich gesund. Zum Kochen und Braten eignet sich vor allem Kokosöl und auch Olivenöl, letzteres ist aber nicht ganz so temperaturbeständig. Öl ist also nicht gleich Öl.

Wer hier schon länger mitliest, kennt auch schon Shaolin. Das ist eine unserer Katzen, die einen Nierentumor hat, der auch die Bauchspeicheldrüse betrifft. Nach langem Ausprobieren von Medikamenten, immer wieder Infusionen (mit u. a. Vitamin C) und zum Teil Schmerzmitteln, ist Shaolin mittlerweile medikamentenfrei. Na ja, fast, denn Shaolin kriegt Öl. Jeden Tag mixe ich ihr am Abend in einer Futterspritze insgesamt ca. 2 ml Öl, davon etwas Hanfsamenöl und etwas Lachsöl. Dieser Mix hat sich als perfekt herausgestellt, so dass wir sonst nix weiter – außer gutem Essen natürlich – geben müssen. „Gutes Essen“ heißt, was Katzen angeht, kein Getreide (auch kein Reis) und kein Zucker und viel Fleisch. Sie sind Carnivore, anders als wir Menschen.

Mein Punkt ist einerseits, dass Öl per se nicht schlecht ist und andererseits, dass es die gesunde Ernährung für den Menschen wohl nicht gibt. Das ist eine individuelle Sache und für den einen kann es sinnvoll sein, Fleisch zu essen, für den anderen fast wie Gift wirken. In der traditionellen chinesischen Medizin und im Ayurveda hat man das eigentlich seit Jahrtausenden verstanden, dass man einen Patienten holistisch behandeln muss. Das heißt, man muss den Patienten individuell behanden und dabei die ganze Person betrachten (griech. ὅλος – ganz) und nicht nur irgendein Symptom oder eine Ansammlung von Beschwerden. Das heißt aber nicht, dass es nicht dennoch ganz einfach generell ungesunde Sachen gibt, was den Menschen angeht. Hierzu gehören z. B. Weizen bzw. Weißmehl, die schon erwähnten Transfette, Kristallzucker usw.

Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich Fleisch esse? Oder automatisch ein guter, wenn ich keins esse?

Was nun Fleisch angeht, wisst Ihr ja, dass wir hier großteils vegetarisch leben (bis auf ab und an Fisch). Der Grund liegt v. a. in der Tierhaltungsindustrie und -schlachtindustrie, nicht unbedingt darin, dass ich generell gar kein Tier töten würde (bitte weiterlesen, bevor Ihr mir böse seid ;)). Das Barbarische, so zumindest in meinen Augen, ist das immer wieder künstliche Befruchten von Tieren, einzig zu dem Zweck, Tiere förmlich zu „produzieren“, die dann ein absolut nicht artgerechtes Leben auf kleinstem Raum, meist ohne Tageslicht verbringen, mit nicht artgerechter Fütterung, um dann nach langem Transport in einen Großschlachthof zu kommen, wo sie anstehen, bis sie auf brutale Weise nicht getötet, sondern meistens nur fatal verletzt werden, um dann zu verenden …

Würden wir, wie einige indianische Urvölker, uns großteils vegetarisch ernähren und ab und an mal einen Büffel oder Bison jagen und davon nicht nur die ganze Gemeinschaft ernähren, sondern auch alles andere an dem Tier nutzen, hätte ich weit weniger Probleme mit diesem gelegentlichen Fleischkonsum. Doch es war der weiße Mann, der nach seiner Ankunft in Amerika fast die ganze Büffel- bzw. Bisonpopulation ausgerottet hat und nicht um die Tiere zu essen, sondern um Platz für sich selbst zu schaffen und – zum Sport.

Die Erfindung der Landwirtschaft, sprich seit wir keine nomadisch lebenden Jäger und Sammler mehr sind, macht es ohnehin unnütz, in Anbetracht des nun reichlich vorhandenen Essens, dass wir Tiere auch noch zum Essen halten und schlachten.

Als Kompromiss achte ich daher bei dem Fisch, den wir essen darauf, dass er wild gefangen wurde und nicht gefarmt wurde. Ob das in Anbetracht eines noch immer leckenden Fukushima-Werks wirklich gesund ist, ist die Frage … Doch so betrachtet, darf man dann gar nichts mehr essen, denn die Radioaktivität geht nicht nur ins Wasser. Jeder, der weiß, wie ein Wasserkreislauf funktioniert, weiß auch, dass früher oder später das Ganze auch in die Luft und in der Folge auch aufs Land und in den Boden gelangt.

Aber ja, ich gebe es zu, ich bin irgendwie nur ein bisschen vegan, ja, nicht einmal richtig vegetarisch, ein Hypokrat irgendwie. Aber ich weiß darum. Ich gehe sehr bewusst mit Nahrung um, ich habe meinen Fleischkonsum eingestellt und auch mein Fischkonsum liegt wohl bei ca. zweimal im Monat. Woran ich tatsächlich arbeiten möchte, ist, meinen Milchproduktekonsum einzuschränken. Lange lebte ich in der Illusion, wie vielleicht viele andere auch, dass Milch ja keine Toten fordert und auch kein Leid verursacht. Man hat so eine Alm und den früh aufstehenden Bauern vor Augen, der eine Kuh melkt. Er teilt die Milch der Kuh mit dem Kalb und hach, wie paradiesisch wäre das? Aber in der Realität teilen wir nicht (auch nicht bei der Bio-Milch), wir nehmen das Kalb der Mutter weg und es kommt gar nicht in den Genuss von Kuhmilch und da hört es dann doch auf mit lustig.

Ich frage mich also, bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich noch Milch trinke? Die Industrie, die so ist, wie sie ist, macht mich als Konsumenten zum Mittäter. Auch wenn ich eine Vorstellung davon habe, wie es doch anders ginge, ist es so aber nicht. Also ja, irgendwie schon. Ich habe den ersten Schritt getan, weg vom Fleisch – und habe meinen Wildfang(!)fischkonsum stark eingeschränkt. Ich hoffe, bald auch ganz auf Milch zu verzichten. Für Menschen mit Histaminintoleranz kann sich diese Umstellung noch komplizierter gestalten, denn die oft glutenhaltige Pflanzenmilch oder aus Nüssen gewonnene Pflanzenmilch bekommt nicht jedem. Ein ohnehin „beleidigter Magen“ (Stichwort: Leaky Gut, Darmdysbiose, Reizdarm etc.) kann vielleicht ohnehin Vitamin B 12 schlechter aufnehmen. Wer dann noch auf Fleisch ganz verzichtet, macht sich selbst vielleicht noch mehr Probleme. Sich selbst zuerst helfen und dann anderen helfen, lautet hier tatsächlich die Devise.

Umgekehrt stimmt es aber auch nicht gleich. O.K., ich bin nicht perfekt, aber ich mache mir generell um meinen Konsum (nicht nur, was Tiere angeht) Gedanken. Vegan sein kann seltsame Blüten treiben. Man verurteilt eventuell andere, die es (noch) nicht sind. Man bevormundet mitunter fleischfressende Tiere und macht sie zu Zwangsveganern – ich habe ein großes Problem mit Veganern, die ihre Katze vegan ernähren. Hat sich die Katze, die einen natürlichen Jagdinstinkt hat (und das nicht ohne Grund), das gewünscht? Handle ich als Veganer nicht mehr gegen als für das Tier, wenn ich das einem Carnivor zumute? Vegan sollte keine Entschuldigung oder Rechtfertigung für das Unnatürliche sein.

Für mich gehen vegan sein und Naturverbundenheit Hand in Hand. Leben und leben lassen. Ich will niemanden und schon gar nicht meine Katze missionieren. Nur wer sich selbst dazu bewusst entscheidet, bleibt auch dabei.

Der Verzicht auf Fleisch sollte auch den Verzicht bzw. die Einschränkung von Plastik nach sich ziehen. Den Verzicht auf große Marken bedeuten, v. a. wenn diese immer noch Tierversuche machen. Fastfood ist schon allein wegen der Verpackung keine Option (u. a. deshalb hat auch ein Salat oder ein veganer Burger bei McDonald’s nichts mit vegan zu tun). Es ist also auch möglich ein veganer Hypokrat zu sein …

China-Study-Kochbuch

Ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen. Zurück also zum Kochbuch. Die Rezepte verwenden oft Tomaten, auch Konserven und Hefeflocken. Für „Nur-Veganer“ sind sicher leckere Rezepte in dem Buch. Wer aber an Histaminintoleranz leidet, muss schon etwas kreativ werden bzw. umdenken.

Ich habe mir ein Rezept herausgesucht und einmal ganz neu auf Histamin hin gedacht. Hier erstmal die Originalzutaten:

Gebackene Tomaten mit Couscous-Füllung

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten + ca. 15-20 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 6-8 Personen:

  • 8 große, möglichst feste Tomaten
  • 3 Tassen Vollkorn-Couscous nach Packungsbeilage gegart
  • 4 EL Gemüsebrühe
  • 1 mittelgroße Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, gewürfelt
  • 1/2 Tasse frisches Basilikum, gehackt
  • 1/2 Tasse Pinienkerne
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 1/2 Tassen TK-Blattspinat
  • Meersalz, schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 1 EL Balsamico-Essig pro Person, optional

Ich habe nun einiges verändert, nicht unbedingt einfach gestrichen oder eliminiert. Wer nur eliminiert, isst am Ende nichts. Da wir zu zweit sind, habe ich die Mengen angepasst. Hier ist meine Zutatenliste:

Gebackene Paprika mit Hirse-Füllung

Zutaten für ca. 2 Personen

  • 2 rote Paprika
  • 1 kl. Tasse Hirse (wird erst noch gegart)
  • 1 EL Gemüsebrühepulver (selbst gemacht)
  • 1-2 Zehen Knoblauch, gewürfelt
  • ein paar Blätter Basilikum, gehackt
  • 1-2 EL Hanfsamen
  • 3-4 gr. Blätter Mangold (frisch), gehackt
  • 1-2 Karotten, gewürfelt
  • Salz und Pfeffer (ich mahle Pfeffer frisch und verwende Himalayasalz)
  • evtl. andere Gewürze, z.B. Curcuma
  • 1 TL Kokosöl

Zubereitung:

Die Hirse am besten vorher lauwarm mithilfe eines Siebs waschen. Die Hirse mit ungefähr der dreifachen Menge Wasser erhitzen. Die gewürfelten Karotten und das Gemüsebrühepulver dazugeben. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Dann Knoblauch und Mangold hinzugeben und noch ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Sollte das Wasser schneller verkochen, noch mal etwas dazugeben.

Währenddessen die Paprika waschen und den „Deckel“ mit Kerngehäuse ausschneiden.

Am Ende etwas Kokosöl hinzugeben. Gewürze, Hanfsamen, Basilikum unterrühren.

Die Hirsemischung in die Paprika füllen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Paprika mit Öffnung nach oben in eine Auflaufform setzen und ca. 15-20 Minuten ohne Abdeckung backen. Sollte etwas von der Hirsemischung zu viel sein, rundherum um die Paprika in der Auflaufform verteilen.

Warm servieren.

Guten Appetit!

Ich hoffe, es schmeckt Euch genauso gut wie uns. Mangold habe ich als guten Spinatersatz entdeckt.

Zusammenfassung:

  • 120 vegane Rezepte, kaum histaminarme Rezepte ohne größere Änderungen
  • 288 Seiten, farblich bebildert, 19,99 Euro
  • schnelle, einfache Rezepte, z.T. mit Konserven
  • Rezepte ohne Zucker und ohne Weißmehl, dennoch mit Vollkornweizen
  • Rezepte ohne Öl

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Mandelmuskekse…

Heute gibt es etwas für alle Krümelmonster (und solche, die es noch werden wollen) 😉 Keeekse! Ich bin ein Keksfan – Du auch? Hast Du schon die Haferflocken– oder die Chiakekse probiert? Die Chiakekse sind übrigens vegan. Passend zu meinem veganen Special, sind auch die Kekse, die heute kommen, vegan. Übrigens lassen sich auch die Haferkekse ganz einfach veganisieren – statt Butter nehme man Kokosöl (oder eine verträgliche Margarine ohne Soja) und das Ei lässt sich durch Chiasamengel ersetzen.

Der Küchenatlas-Blog veranstaltet gerade ein knuspriges, vorösterliches Event. Man ist da, genau wie hier, der Meinung, dass Kekse nicht nur etwas für die Weihnachtszeit sind. Kekse gehen immer.

Kekse, Candy & Kaninchen: Vor-österliche Blogparade im März

Ich hoffe, der Osterhase freut sich über diese tierfreundlichen und glutenfreien Mandelmuskekse, die schnell und einfach gemacht sind und gleich in Eiform daherkommen.

Entdeckt habe ich das Rezept so ähnlich bei The Simple Veganista.

Vegane Mandelmuskekse

 cookies

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach


Zutaten für 1/2 Blech:

  • 1 EL Chiasamen + 3 EL Wasser als Ei-Ersatz
  • 120 g Mandelmus (nicht Mandelbutter!)
  • 60 g Rohrohrzucker ODER Kokosblütenzucker
  • 3 EL Mehl, z. B. Haselnussmehl* oder Mandelmehl*, falls Du das nicht verträgst, geht auch ein anderes Mehl
  • 1 Pr. Kardamom und/oder Zimt – optional

Zubereitung:

Chiasamen mit Wasser mischen und einige Minuten quellen lassen.

Dann alle Zutaten, am besten mit den Händen, gut verkneten (ja, das klebt ordentlich). Dann ca. 1 EL-großen „Batzen“ abnehmen (geht auch mit den klebrigen Knethänden) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Dann mit einer Gabel oder mit der Hand flach drücken.

Ich hab die Kekse gestempelt, aber das kommt bei Mürbkeksen eindeutig besser zur Geltung …

Ca. 15-20 min bei 180 °C backen. Auskühlen und knusprig werden lassen.

Hinweis:

Mandeln sind so eine Sache mit HIT. Nicht jedeR verträgt sie. Wer Bedenken hat, probiert erst einmal nur kleine Mengen und wird nicht zum kompletten Krümelmonster 😉

Zimt nur in kleinen Mengen, wenn überhaupt, verwenden. Meiner Erfahrung nach geht Kardamom besser.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Bunte Pasta…

Heute gibt es mal wieder etwas aus der Kategorie „wenn es ganz schnell gehen soll“.

Vegane Pasta mit Gemüsestreifen und Knusperhanfsamen

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1-2 Personen:

  • Dinkel-Spirelli* ODER Reis-Spirelli (glutenfrei) nach Wunsch / Menge je nach Appetit
  • eine Handvoll Brokkoliröschen
  • 1 gr. ODER 2 kl. Karotten
  • 1 ca. 10 cm langes Stück Zucchini
  • 1-2 EL Hanfsamen
  • Salz, Pfeffer
  • Curcuma
  • Öl zum Braten
  • 1-2 Zehen Knoblauch, gehackt

Pasta-vegan

Zubereitung:

Wasser für Pasta erhitzen.

In eine tiefe Pfanne (ich nehme eine unbeschichtete Edelstahlpfanne) Wasser einfüllen, so dass es ca. 3 cm hoch steht (Wer einen Dämpfeinsatz hat, kann den Brokkoli auch damit garen). Den Brokkoli in das kochende Wasser geben und bissfest kochen (dauert ca. 8 Minuten). Abseihen.

Karotten und Zucchini waschen, Karotten und Knoblauch schälen, Knoblauch hacken. Zucchini und Karotten mit einem Sparschäler in Streifen schneiden. Das Innerste der Karotten kann auch roh geknabbert werden, wenn es sich nicht mehr richtig schälen lässt.

Pasta in kochendes, leicht gesalzenes Wasser mit einem Schuss Öl geben (ich verwende Olivenöl). Pasta nach Beschreibung kochen, meist um die 8 Minuten. Pasta abseihen.

Etwas Öl in der Pfanne erhitzen (ich habe Kokosöl verwendet) und das Gemüse wenige Minuten darin schwenken, so dass es warm wird. Wer mag, kann auch die Spirelli kurz mit anbraten. Den Knoblauch und die Hanfsamen ganz zum Schluss dazugeben. Mit Gewürzen abschmecken.

Pasta mit dem warmen Gemüse servieren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Vegan schnell schnell …

Heute gibt es mal wieder eine Buchvorstellung und ein Rezept gleich mit dazu (weiter unten).

Vegan schnell schnell„* – so heißt das neue Buch von Josita Hartanto nach „Vegan genial„*.

Gleich vorweg: Das Buch ist der Hammer … 🙂

… denn es wird seinem Untertitel „genial einfach, einfach genial“ tatsächlich gerecht. Ziel war es, ein Rezeptbuch zu erstellen mit einfach und flink zuzubereitenden Rezepten, die aber mehr hergeben als einfach nur „Pasta mit Sauce“. Die Gerichte sollen nämlich auch „gästetauglich“ sein und optisch was hermachen.

Und das alles ist Josita Hartanto gelungen. Ich bin offen gestanden begeistert. Das Buch ist wunderbar bebildert und macht wirklich Lust aufs Kochen. Zufälligerweise sind einige Rezepte glutenfrei und vieles lässt sich mit leichten Abänderungen „histamintauglich“ machen. Ein Beispiel dafür liefere ich weiter unten.

Die Gerichte lassen sich meist in bis zu 35 Minuten auf den Tisch bringen. Auch wenn ich bei weitem keine so schönen Bilder auf den Blog bringe (bei mir geht in der Regel Inhalt vor Form 😉 ), trifft das bunte Buch genau meinen Nerv. Die meisten Rezepte auf meinem Blog sollen ja auch in kurzer Zeit und auch von Kochneulingen zu bewerkstelligen sein.

Das Buch bietet 90 kreative und leckere Rezepte auf 216 Seiten. Gegliedert sind diese in Vorspeisen & Suppen, Hauptspeisen, Snacks & kleine Sattmacher und schließlich Süßes & Desserts. Den Rezepten ist eine kleine Übersicht vorangestellt, was man so auf Lager haben sollte und was sich auch lange hält – der „Hamsterschrank“.

Darauf folgt eine kleine Warenkunde, wichtige Infos rund um die gängigsten Küchengeräte, die man halt so haben sollte; vom Messer über Flambierer bis zum Nudelholz wird einiges vorgestellt. Man braucht wahrscheinlich nicht alle der genannten Geräte (z. B. Flambierer), aber ein paar Basics sind gut erläutert (z. B. Küchenmesser). Außerdem gibt es eine kleine „Mogelanleitung“, also Tipps zum Thema „gekauft geht schneller“. Diese Doppelseite wird aber für Betroffene von Histaminintoleranz nicht wirklich interessant sein, denn fertiger Pizzateig & Co sind in aller Regel tabu.

Ich habe eine Weile getüftelt, welches Rezept ich Euch vorstellen möchte. Definitiv vorgemerkt für die nächste Maroni-Saison sind z. B. die „Maronenknödel mit Rote-Bete-Sauce“. Ungefähr genauso spannend klingt „Vanillespargel“ oder „Kokosnuss-Kürbispasta“ oder …

Entschieden habe ich mich schließlich für „Möhrenpapardelle, karamellisierter Fenchel und Brokkolipesto“. Na, haut Euch nicht allein der Rezepttitel um? Wusstet Ihr, dass man Brokkoli auch roh essen kann? Ich vorher nicht. Für Betroffene von Histaminintoleranz sei aber gesagt, dass rohes Gemüse schwerer zu verdauen, aber eben auch nahrhafter ist. Wenn Ihr rohen Brokkoli nicht vertragt oder mögt, geht das Rezept aber trotzdem, schmeißt den Brokkoli vorher einfach für ca. 8 Minuten in kochendes Wasser.

Möhrenpapardelle, karamellisierter Fenchel und Brokkolipesto

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

karottennudeln

Zutaten für 2 Personen:

  • 150-200 g Brokkoli
  • 3 Karotten
  • 1 Hand voll Hanfsamen (im Original sind Pistazien enthalten)
  • 1-2 Zehen Knoblauch (habe ich ergänzt)
  • Pr. Salz
  • ca. 30 ml Hanfsamenöl & ca. 20 ml Distelöl (im Original insges. 50 ml Rapsöl)
  • 80g Babyfenchel
  • 3 EL Ahornsirup (im Original Zucker mit Wasser)
  • etwas Öl zum Braten (im Original Margarine)
  • Salz und Pfeffer

Auf Orangensaft, Zitrone und Spinat habe ich einfach mal verzichtet (ich habe statt des Blattspinats etwas mehr Brokkoli verwendet).

Zubereitung:

Karotten schälen und mit einem Sparschäler längs in feine Streifen schneiden.

Brokkoli etwas klein schneiden, Knoblauch schälen und zusammen mit Öl, Salz und Hanfsamen im Mixer zu einem feinen Pesto verarbeiten.

Fenchel putzen und mit etwas Ahornsirup in einer Pfanne karamellisieren lassen. Fenchel aus der Pfanne nehmen und warm stellen (Backofen bei 80 Grad – so mache ich das).

Etwas Öl in die Pfanne geben und die Karottenstreifen erwärmen, Pesto dazugeben und gut durchmischen.

Zusammen mit dem Fenchel auf zwei Teller verteilen und mit frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

Tipp:

Wenn man die Überbleibsel der Karotten nach dem In-Streifen-Schneiden nicht weggeknabbert hat, kann man sie einfach mit ins Pesto mixen.

Hanfsamen und/oder Kürbiskerne eignen sich zum Dekorieren.

Guten Appetit!

Ich hoffe, es schmeckt Euch genauso gut wie mir. Wer in Berlin wohnt und mal keine Lust zu kochen hat, kann übrigens im Lucky Leek trotzdem in den Genuss von Josita Hartantos veganer Küche kommen. War jemand von Euch schon mal da?

Zusammenfassung:

  • 90 vegane Rezepte, zum Teil glutenfrei, leicht histaminarm abzuändern
  • 216 Seiten, farblich bebildert, 19,95 Euro
  • kreative, schnelle und einfache Rezepte
  • manchmal mit Fertigzutaten
  • Kaufempfehlung: ja für VeganerInnen, mit Einschränkungen für Betroffene von Histaminintoleranz

Ich bedanke mich beim Neun-Zehn-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Pfannkuchen mal anders…

Hirsepufferchen vegetarisch oder vegan

Zubereitungszeit:

ca. 35 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 (kl.) Tasse Hirse
  • 2 (kl.) Tassen Wasser
  • 1 Ei ODER 1 gestr. EL Chiasamen & 3 EL Wasser  als Ei-Ersatz
  • 25 g Dinkelgries* ODER Reisgries* (glutenfrei)
  • Blätter von 3 Stängeln Petersilie
  • Salz, Pfeffer

 

  • 1-2 Zehen Knoblauch, gehackt (oder mehr, wer mag)
  • 1 geschälte rote Paprika in Streifen geschnitten
  • Öl zum Braten
  • etwas Petersilie
  • 1 Handvoll Rucola
  • Dip nach Wahl, z. B. Hüttenkäse

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Zubereitung:

Die Hirse mit dem Wasser aufkochen, auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Hirse gar ist bzw. bis das Wasser verkocht ist. Hirse beiseitestellen und quellen lassen.

Wer die vegane Variante mit Chiasamen macht, rührt jetzt den Ei-Ersatz an und lässt ihn etwas andicken.

Derweil Paprika und Knoblauch schälen. Paprika in Streifen schneiden, Knoblauch hacken. Petersilie und Rucola waschen. Petersilienblätter abziehen.

Aus der Hirse, Gries, Ei oder Ei-Ersatz aus Chiasamen, Petersilie, Salz und Pfeffer einen Teig rühren, der eher klebrig fest ist. Wenn der Teig zu fest sein sollte, etwas Wasser hinzugeben, wenn er eher zu flüssig ist, etwas mehr Gries verwenden.

In einer Pfanne Öl erhitzen, etwas Teig hineinstreichen, flach drücken und von beiden Seiten gar braten (nur einmal wenden). Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.

Die Pufferchen (meine waren ca. 8-10 cm im Durchmesser) warm stellen, z. B. im Backofen bei 80 Grad.

Den Paprika mit Knoblauch kurz in Öl anbraten, so dass der Paprika noch Biss hat. Dann frisch mit Rucola und Petersilienblättern, einem Dip nach Wahl zu den Pufferchen servieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Backrezepte veganisieren (Zitronenblechkuchen)

 vegane-info

Gebäck veganisieren & Rezept

Heute gibt es einen ersten Vorgeschmack auf mein Vegan-Special. Ich werde ein paar einfache Anleitungen zum Veganisieren von Backwaren vorstellen, die auch „histamintauglich“ sind. Das mitgelieferte Rezept (weiter unten) ist aufgrund der enthaltenen Zitrone aber wohl nicht für jeden bzw. jede Betroffene geeignet.

Zu den Vegan-Kniffen gesellt sich mein Beitrag zur Aktion „Kochbuch-Wichteln“ vom Küchenatlas-Blog.

KüchenAtlas-Blogparade: Weiß wie der Schnee

Die liebe Karin von Tatort Küche war meine Wichtelpartnerin bei der Aktion vom Küchenatlas-Blog.

Karin hat mir selbst gemachtes Chili-Salz geschickt, das wirklich ordentlich scharf ist und wohl eher nur etwas für mich ist, da ich ja selbst keine Histaminintoleranz habe – anders als der Mann an meiner Seite. Überhaupt macht Karin auch vieles gerne selbst und so war sie eine wirklich passende Wichtelpartnerin. Schaut doch mal bei ihr vorbei. Ich bin ganz froh, bei der Aktion mitgemacht zu haben. Es war eine gute Gelegenheit, einen neuen, spannenden Blog zu entdecken, den ich noch nicht kannte.

Dazu gab es ein dickes Zitronenkochbuch*.

Nun ja, auch Zitronen sind so eine Sache bei HIT. Viele vertragen sie nicht oder nur in kleinen Mengen. Sie gelten als Liberator, enthalten aber viel Vitamin C – aber eben auch viel Säure. Ob bzw. wieviel Zitronen Ihr vertragt, müsst Ihr individuell austesten.

Ich habe mich dennoch über das Buch gefreut, nicht nur weil ein total leckeres Zitronenblechkuchenrezept, sondern auch viele Infos rund um Zitronen enthalten sind. Wie immer, bei Zitrusfrüchten aber im Besonderen, gilt es bio zu kaufen – eh klar. Aber dann gibt es da noch „unbehandelte“ Zitronen. Und was heißt das eigentlich? Eva Gründel erklärt im Buch, dass Zitronen zur Haltbarmachung meist mit einer dünnen Wachsschicht überzogen werden. Diese behandelten Zitronen sind nur für die Saftgewinnung, also zum Auspressen gedacht. Wer aber die Schale auch verwenden will, muss bio und unbehandelt kaufen.

Wusstet Ihr, dass man ein bissl zu viel Zitrone in Speisen gut mit Gurken neutralisieren kann? Die Autorin spricht sich definitiv gegen den Griff in die Zuckerdose aus, um zu viel Zitrone auszugleichen.

In dem Buch geht es, wie der Titel verlautbaren lässt, um Zitronen. In allen Variationen werden Zitronen in Saucen, Dips, Vorspeisen, Hauptspeisen und Süßspeisen verarbeitet.

Ich habe direkt ein Auge auf Seite 116 geworfen. Denn hier gibt es Zitronenblechkuchen – eine absolute Kindheitserinnerung meinerseits. Meine Oma hat zu Geburtstagen und sonstigen Feierlichkeiten quasi obligatorisch ihren Zitronenblechkuchen mitgebracht, d. h. mitbringen müssen. Ich hab‘ den geliebt, aber irgendwie hab‘ ich selbst nie Zitronenblechkuchen gemacht. Zeit, das zu ändern. Und mit meinem Vegan-Special im Hinterkopf, dachte ich mir, mache ich doch eine Art „veganisierte Nostalgiebackaktion“. Omas Kuchen auf vegan sozusagen. Daher passt der Kuchen auch prima zu Kasselfoods Aktion „Nostalgieküche„.
Nostalgie

Und mindestens genauso gut auf Lixies Geburtstagstisch.

Lixie schreibt den Blog Photolixieous. Bei ihr gibt es übrigens auch leckere histaminarme Rezepte – und viel tollere Fotos als bei mir 😉 Schaut also mal vorbei. Ihr Blog feiert gerade seinen 1. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

*** nicht histaminarm ***

Das folgende Rezept enthält Zitronen, welche als Histaminliberatoren gelten. Je nach dem, wie sensibel Ihr reagiert, solltet Ihr diesen Kuchen lieber auslassen. Manch eine/r verträgt vielleicht doch ein Stück, aber hiermit seid Ihr seid vorgewarnt.

Zitronenblechkuchen (vegan)

zitronenblech

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten Arbeitszeit & ca. 20-25 Minuten im Ofen

Schwierigkeit:

einfach


Zutaten für 1 Blech:

Teig:

  • 400 g Dinkelmehl
  • 100 g Braunhirsemehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 10 g selbst gemachter Vanillezucker
  • 150 g Kokosblüten- oder Rohrohrzucker
  • (1 Pr. Kardamom)
  • Abrieb einer Zitrone
  • 200 ml Hafermilch oder pflanzliche Milch nach Wahl/Verträglichkeit
  • 250 g Kokosöl
  • 4 gestr. EL Chiasamen & 12 EL Wasser
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Pr. Salz

Zuckerguss:

  • ca. 150 bis 200 g Rohrohrpuderzucker
  • 3-4 EL Zitronensaft
  • 1 EL heißes Wasser

Zubereitung:

  1. Den Ei-Ersatz aus Chiasamen und Wasser ansetzen und für ca. 10 Minuten zum Quellen beiseitestellen.
  2. Das Öl fein schlagen und Zucker einrühren.
  3. Zitronenabrieb, Vanillezucker, 1 Pr. Salz, (1 Pr. Kardamom), 1 Spritzer Zitronensaft und schließlich den Ei-Ersatz hinzufügen und cremig schlagen.
  4. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und portionsweise abwechselnd mit der „Milch“ in die cremige Masse geben. So lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht.
  5. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig auf dem Blech verteilen, glatt streichen.
  6. Auf mittlerer Schiene 20-25 Minuten goldbraun backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen.
  7. Für den Guss Rohrohrpuderzucker sieben und in einer Schüssel mit dem Zitronensaft und heißem Wasser glatt rühren. Die Masse sollte streichfähig, aber nicht flüssig sein.
  8. Den noch warmen Kuchen mit dem Guss bestreichen und trocknen lassen. Zum Servieren z. B. in Rauten oder Quadrate schneiden (mit einem Pizzaroller geht das gut).

Tipp:

Der Kuchen schmeckt noch besser, wenn er einen Tag ruhen kann.

Im Originalrezept wird mehr Zucker (200 g statt 150 g) verwendet und hier reduziere ich immer ganz gerne.

Tipps – Backwaren veganisieren:

Im Originalrezept sind 4 Eier angegeben. Pro Ei kann man einfach einen gestrichenen EL Chiasamen & 3 EL Wasser rechnen. Das rührt Ihr an und lasst es ca. 10 Minuten quellen. Dann entsteht eine puddingartige bzw. gelige Masse, mit der Ihr Eier in Backwaren ersetzen könnt, denn dieser Chiamix bindet genauso gut wie Eier. Das habe ich Euch schon im Glutenfrei-Spezial vor kurzem verraten.

In Backwaren tausche ich Butter (auch im Originalrezept angegeben) immer 1:1 mit Kokosöl aus.

Das Gleiche gilt für Milch. Vegane und histaminarme Alternativen sind z. B. Kokos-, Hafer-, Reis- und Mandelmilch. Pflanzliche Milchalternativen könnt Ihr auch einfach selbst machen. Für Kokosmilch und Reismilch gibt es bei mir schon Rezepte.

Wenn Ihr aber pflanzliche Milch kauft, achtet darauf, dass noch kein Zucker (und vor allem kein Agavendicksaft) drin ist und dass keine Bindemittel wie Guarkernmehl drin sind.

Weil Chiagel nicht ganz so fluffig ist wie Eier, habe ich 100 g des Mehls (insgesamt sind’s 500 g) gegen Braunhirsemehl ausgetauscht. Braunhirsemehl ist leichter als Dinkelmehl und macht so den Teig fluffiger.

Mit diesen Tipps könnt Ihr viele Backrezepte veganisieren, die ohne Schlagsahne/Schlagobers bzw. Eischnee auskommen. Zu diesen 2 Fällen komme ich noch an anderer Stelle. Aber Kekse, Marmorkuchen, Blechkuchen & Co werden so ganz leicht vegan.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

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