Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: Hauptgericht (Seite 2 von 8)

Herbstzeit ist Kürbiszeit …

Kürbis könnte ich immer essen. Insbesondere Butternusskürbis! Gleich hinter Maroni ist der Kürbis ein absolutes Muss im Herbst. Die vielseitige Beerenfrucht – ja, Kürbis ist eine sogenannte “Panzerbeere”, botanisch gesehen – passt zu fast allem und in nahezu alles. Heute kam der Kürbis in die Waffel. Das Rezept kommt übrigens ganz ohne Milch und Backpulver aus.

Waffeln sind auch stets perfekt für eine Party. Warum also nicht zu Bastis erstem Geburtstag Waffeln mitbringen? Da der Kleine sich wahrscheinlich später nicht mehr so richtig an die Party und die mitgebrachten Leckereien erinnern wird, gibt es für ihn von seiner Mama, die den Blog “Das Kocherl” betreibt, ein Rezeptebuch in der Zeitkapsel. Pünktlich zum 18. Geburtstag kann er noch mal feiern, wenn man so will. Und weil Waffeln kinderleicht gehen, sind sie super für angehende Studentenköche. Mal sehen, ob Basti in 17 Jahren die Kürbiswaffeln genauso gut schmecken wie uns jetzt schon 🙂

Kürbiswaffeln (vegetarisch, laktosefrei)

Zubereitungszeit:

ca. 50 Minuten im Backofen +  ca. 1 h Zubereitung

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 15-20 Waffeln:

  • 650 g glattes Dinkelmehl
  • 170 g Butter oder Kokosöl (für die laktosefreie Variante)
  • 2 Eier (ganz Empfindliche nehmen stattdessen 3 Eigelb)
  • kl. Butternusskürbis bzw. 230 g Kürbismus
  • 600 ml Mineralwasser, prickelnd
  • 1 Pr. Salz

Zubereitung:

Zunächst den kleinen Butternusskürbis halbieren und im Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 50 Minuten backen. Die Hälften so in den Backofen geben, dass das Kürbisfleisch nach oben zeigt.

Anschließend leicht auskühlen lassen. Dann die Kerne herausschaben und das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel rauskratzen und in eine Schüssel geben. Ich bin mit dem Pürierstab noch mal durch das Kürbisfleisch gegangen. Dann wird der Teig richtig schön glatt.

Nun alle Zutaten mit einem elektrischen Handrührgerät* vermischen. Wenn noch Kürbismus übrig bleibt, macht das nix. Das Mus kann vielfältig weiterverwendet werden: zum Beispiel um ein herbstliches Brot zu backen oder eine Suppe zu verfeinern etc. Notfalls einfach in kleinen Portionen einfrieren und bei Bedarf auftauen!

Tipp: Wer zu viel Mus gemacht hat und die Waffeln gerne etwas weicher statt knuspriger mag, kann auch mehr Mus in den Teig geben und dafür etwas Mineralwasser weglassen. So bekommt Ihr außerdem die volle “Kürbisdröhnung” 😉

Das Waffeleisen* vorheizen und Waffeln backen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Tipp: Bei ca. 50 bis 70 °C bleiben die Waffeln im Backofen schön warm. Einfach einen Teller in den Backofen stellen und sukzessive einen Waffelturm bauen 😉

Zu den Waffeln passt: Frischkäse, Mozzarella, Salat wie Rucola, Batavia oder Feldsalat, selbst gemachter Apfelmus, Nuss-Nugat-Creme etc. Da kein Zucker im Teig ist, können die Waffeln sowohl deftig als auch süß belegt werden. Ich esse meine Kürbiswaffeln am liebsten mit Apfelmus oder mit Kürbishumus. Letzterer ist jedoch nicht wirklich histaminarm.

Was schmeckt Euch zu Waffeln?

(c) Histamin-Pirat

Rezept für Kochfaule (glutenfrei)…

Zugegebenermaßen habe ich im Herbst und Winter wesentlich mehr Freude am Kochen und vor allem am Backen als in den warmen Jahreszeiten, aber manchmal soll es doch schnell gehen. Vielleicht hat man abends noch was vor – und wenn nur ein gemütlicher Filmeabend wartet. Da will ich jedenfalls nicht ewig in der Küche stehen. Kurzerhand mache ich dann Sachen, die sich wie von selber kochen. Ofenkartoffeln zum Beispiel 🙂

Ofenkartoffeln mit Schnittlauchcreme (vegetarisch, glutenfrei)

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + 60 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach


Zutaten:

  • so viele Kartoffeln, wie Du essen möchtest
  • 1 Pck. Frischkäse natur (Achtung: ohne Bindemittel wie Carrageen oder Guarkernmehl und ohne Citronensäure)
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1/3 TL Salz oder weniger
  • 1-2 EL Milch

Zubereitung:

Kartoffeln gründlich abspülen. Jede Kartoffel in Alufolie wickeln und dann alle Kartoffeln zusammen in den Ofen geben und bei 200 °C Heißluft ca. 60 Minuten garen.

In der Zwischenzeit die Schnittlauchcreme vorbereiten: In einer Schüssel den Frischkäse mit gehacktem Schnittlauch, etwas Salz und einem Schluck Milch zu einer geschmeidigen Creme verrühren. Optional mit einem Schuss Leinöl verfeiern.

Die Kartoffeln aus der Folie wickeln und schälen.

Zusammen mit der Schnittlauchcreme servieren und genießen.

(c) Histamin-Pirat

Herbstlicher Nudelauflauf…

Draußen herbstelt es schon ordentlich: Das Laub verfärbt sich in sonniges Gelb, lebhaftes Orange und signalfarbendes Rot. Die Sonne scheint sich beim Strahlen ein letztes Mal so richtig Mühe zu geben und verabschiedet sich mit einem goldenen Herbst in den Winter. Ich liebe diese Jahreszeit! Endlich freut es mich wieder, in der Küche zu stehen. Ich bin nämlich ein absoluter Sommerkochmuffel. Im Sommer ist der Herd nur Katzenplattform. Seht selbst:

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Jetzt hat aber alles, was ich mag, wieder Saison: Maroni, Kürbis & Co. Und man kriegt am Herd keine Schweißausbrüche mehr. Starten wir also gleich einmal mit meinem Herbst-Liebling in die neue Jahreszeit: Maroni! Sie spielen die Hauptrolle im herbstlichen Nudelauflauf, der natürlich hervorragend zum #VeggieKochevent – Herbst 2016 passt.

Maroni-Nudelauflauf (vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten im Backofen + 30 Minuten + noch mal 20 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 3 bis 4 Personen:

  • ca. 250 g Maroni
  • ca. 200 g Dinkel-Fusilli
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3-4 Karotten
  • 3 Paprika
  • Olivenöl zum Braten
  • 4-5 Stängel glatte Petersilie
  • junger Gouda in Scheiben und/oder Ziegenkäse
  • Salz, Pfeffer und andere Gewürze nach Wahl, z. B. Oregano

Zubereitung:

Zunächst die Maroni garen. Dazu die Maroni kreuzweise einritzen und etwa 20 Minuten bei 200 °C im Backofen rösten. Danach auskühlen lassen und schälen. Beiseite stellen.

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Paprika und Karotten waschen und schälen sowie in kleine Stücke schneiden. Knoblauch schälen und hacken. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das Gemüse mit dem Knoblauch kurz andünsten. Dann mit Wasserablöschen. Jedoch nicht so viel Wasser zugeben, dass das Gemüse bedeckt wird. Auf kleiner Flamme bei geschlossenem Deckel etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen.

Währenddessen Salzwasser zum Kochen bringen und einen Schluck Öl zugeben. Die Nudeln bis eine Minute vor gar kochen. Abseihen und beiseite stellen.

Das Gemüse fein pürieren, so dass eine sämige Sauce entsteht. Gegebenfalls Wasser zugeben. Petersilie fein hacken und 2/3 der Petersilie an die Sauce geben, mit Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Maroni in mundgerechte Stücke schneiden (sechsteln). Fusilli und Maroni mischen.

Eine Auflaufform vorbereiten. Das Pasta-Maroni-Gemisch einfüllen und mit der Sauce bedecken. Darauf die Käsescheiben verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft ca. 15-20 Minuten überbacken, bis der Käse schön zerlaufen ist.

Mit frischer Petersilie servieren

Tipp: Petersilie ist ein toller Vitamin-C-Lieferant und wirkt daher histaminsenkend.

(c) Histamin-Pirat

Sommergemüseauflauf…

Ende August treibt es der Sommer ja noch einmal so richtig bunt. Heute ist das Thermometer auf 30 °C geklettert. Richtig Lust auf Essen, geschweige denn Kochen, macht das eigentlich nicht. Ab Dienstag soll es aber wieder runterkühlen.

In der Zwischenzeit übermittle ich Euch meinen leckeren Sommergemüseauflauf.

Sommergemüseauflauf (glutenfrei, vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten + 35 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 3 bis 4 Personen:

  • 1 Tasse Basmati- oder Langkornreis (ca. 200 g) + 2 Tassen Gemüsebrühe
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 Karotten
  • 500 g Brokkoli
  • Gemüsebrühe zum Kochen der Karotten und für den Brokkoli
  • 2 Eier oder für ganze Histamin-Empfindliche: 3 Eigelb
  • junger Gouda in Scheiben oder Ziegenkäse
  • optional: Dip nach Wahl, z. B. Kräuterfrischkäse oder Kräuterjoghurt

Zubereitung:

Zunächst Knoblauch schälen und klein hacken oder durch die Knoblauchpresse drücken. Den Reis mit der Gemüsebrühe und Knoblauch garen. Dazu entweder selbst gemachte Gemüsebrühe oder gekaufte Gemüsebrühe (Achtung: hefefrei!) verwenden.

Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Vom Brokkoli Röschen abschneiden. Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Karotten und Brokkoli bissfest kochen.

Den fertigen Reis in einer Auflaufform verteilen und glattstreichen.

Das Gemüse abseihen und dabei ca. 1/2 Tasse der Brühe aufheben.

In der Brühe die Eier bzw. das Eigelb verrühren.

Karotten und Brokkoli auf dem Reis verteilen. Die Brühe-Ei-Mischung darübergießen.

Zum Schluss den Käse in Scheiben verteilen.

Im Backofen bei Umluft/Heißluft 180 °C ca. 35 Minuten backen.

Mit Dip servieren und schmecken lassen.

 

(c) Histamin-Pirat

Eine runde Sache – Eierkuchen (Buchrezension) …

Eine Liebeserklärung an den Eierkuchen / Pfannkuchen / Palatschinken

Das runde Leder hält gerade ganz Europa in Atem. Während beim Fußball das Runde ins Eckige muss, gilt für den Eierkuchen: Das Runde muss ins Runde – nämlich in die Pfanne. Ganz gleich, wie man bei Euch dazu sagt, aber der Eierkuchen (so nenne ich ihn) gehört einfach zu den absoluten Küchenbasics.

Kaum eine andere Speise ist so vielseitig. Schließlich gibt es ihn süß, deftig, gerollt, belegt oder in Fetzen als Kaiserschmarrn. Und das Beste: Man braucht nur drei Zutaten – Mehl, Milch und Eier, so zumindest das Basisrezept. Die vegane Alternative lautet: Mehl, Pflanzendrink und Chia-Gel. Von da weg kann man das Grundrezept frei Schnauze erweitern, z. B. mit Gewürzen oder Kokosraspeln oder oder oder … Eierkuchen sind zudem eine praktische Sache bei Histaminintoleranz.

Die kurze Zutatenliste ist nicht nur überschaulich, sondern nahezu histamfrei. Bei uns hat sich die Kombination Dinkelmehl, Milch, Chia-Gel eingebürgert. Wer noch mehr tolle Ideen für seine Eierkuchen / Pfannkuchen / Palatschinken braucht, schaut einfach mal in “Das Buch vom guten Pfannkuchen”*:

Das kleine süße Buch vom Pala-Verlag ist nicht nur informativ, sondern sogar richtig unterhaltsam. Der Autor unternimmt einen kleinen Ausflug in die internationale Eierkuchenküche und erklärt, wie der Eierkuchen wo genannt wird. Übrigens, das muss ich anmerken: Man sagt nicht nur in Berlin Eierkuchen, sondern auch in Magdeburg, da wo ich herkomme. Aber das nur am Rande. Passend zu den Erklärungen gibt es natürlich auch schmackhafte Rezepte: Crêpes aus Frankreich, Blini aus Russland, Tacos aus Mexiko, Chapatis aus Indien und mehr.

Leider enthalten viele Rezepte Weizenmehl, das aber problemlos durch Dinkelmehl ersetzt werden kann. Ganz Empfindliche nutzen eins der glutenfreien Rezepte und verzichten damit ganz auf das Getreideklebereiweiß.

Eins der weizenhaltigen Rezepte (S. 117) haben ich selbst zu einem glutenfreien abgewandelt. Die Konsistenz ist noch nicht gaaanz perfekt und so sollte man kleine Teigkleckse verwenden, damit die Eierkuchen nicht zerfallen:

Mini-Kokos-Eierkuchen (glutenfrei, eifrei, vegetarisch, wahlweise vegan)

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach


Zutaten für ca. 10 Stück:

  • 1 EL Honig oder Ahornsirup (vegan)
  • 200 ml warmes Wasser
  • 80 g Kokosraspeln
  • 50 g  Kokosmehl*
  • 70 g Reismehl
  • 1 “Chia-Ei” (1 gestr. EL Chiasamen mit 3 EL Wasser anrühren und ein paar Minuten quellen lassen)
  • 1 Prise Salz
  • (1 Prise Zimt)

Zubereitung:

“Chia-Ei” vorbereiten.

Honig oder Ahornsirup mit Wasser verrühren. Kokosraspeln und Mehl mischen und in das süße Wasser einrühren.

Das “Chia-Ei” und die Gewürze dazugeben.

Teig gut durcharbeiten. Möglichst kleine Teigkleckse abnehmen und in der Pfanne garen. Einmal vorsichtig wenden.

Die Kokos-Mini-Eierkuchen schmecken pur, mit Marmelade, Nussnugatcreme usw.

Zusammenfassung

  • 144 Seiten, Hardcover
  • lustige Cartoons und Geschichten rund um Eierkuchen und mehr
  • viele Rezepte
  • internationale Rezepte, glutenfreie Rezepte, leider auch einige Rezepte mit Weizenmehl
  • 12,80 Euro, erschienen im Pala-Verlag

Ich bedanke mich beim Pala-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Inspiralisiert – One-Pot-Gemüse-Pasta (Buchrezension)

One-Pot-Pasta (vegan, glutenfrei)

Kennt Ihr schon den neuen Food-Trend Zoodles oder Coodles? Hinter dem ulkigen Namen verbergen sich Gemüsenudeln aus jeweils Zucchini (Zoodles) oder Karotten (Coodles). Die Teile sind nicht nur schnell gemacht, sondern auch noch glutenfrei und richtig leeecker. Die Gemüsenudeln kann man wie herkömmliche Nudeln mit Sauce zubereiten. Meine erste Rezeptidee sieht so aus:

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Person:

  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 1 große Karotte

nicht histaminarm:

  • 1/2 Hand voll Cashewkerne
  •  4 mittelgroße Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Oregano
  • frisches Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Öl

Alternativ kann man Paprika nehmen, damit es histaminarm wird. Eine histaminarme Tomatensauce OHNE Tomaten gibt es auch hier. Wer es verträgt, kann die Cashewkerne natürlich verwenden.

Zubereitung:

Das Gemüse gründlich waschen. Dann Karotten, Paprika/Tomaten schälen. Tipp für alle, die Tomaten verwenden (wenn’s nicht histaminarm sein muss): die Tomaten in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Dann löst sich die Haut quasi von selbst.

Knoblauch schälen und hacken. Cashewkerne hacken. Karotte und Zucchini in den Spiralschneider geben, wenn Ihr sowas habt. Ansonsten macht es wie ich: Bandnudeln mit dem Sparschäler herstellen! Geht auch.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen: geschälte Paprika/Tomaten in Stücken mit den Cashewkernen und Knoblauch hineingeben und erhitzen. Nach ein paar Minuten die “Nudeln” für 2 bis 4 Minuten mitgaren, so dass sie noch Biss haben, aber doch etwas weich sind. Was die Konsistenz anbelangt, können die Geschmäcker auch etwas variieren.

Mit Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.

Wer übrigens noch Ideen braucht, was man alles Glutenfreies (und nicht immer Veganes) mit dem Spiralschneider und Sparschäler so veranstalten kann, schaut am besten mal hier* hinein:

Mein Rezept stammt zwar nicht aus dem Buch, aber auch hier dreht sich alles um das geschnippelte Gemüse in all seinen Variationen.

Zunächst war ich zwar nicht sonderlich angetan, als ich in der Einleitung las:

Meine süße Großmutter – die zur Messe stolz ihr bestes Sonntagsgewand anzog und mir den Mund mit Seife auswusch, wenn ich “pissen” statt “Pipi machen” sagte – ließ immer irgendetwas im Ofen anbrennen.

Schließlich handelt es sich doch um ein Kochbuch. Persönliche Anekdoten hin oder her, weder vom Pissen noch vom Pipi-Machen will ich in einem Kochbuch lesen. Nicht so appetitlich. Doch wenn man darüber hinwegsehen oder schmunzeln kann, wird’s danach besser und richtig informativ. Kurzerhand erfuhr ich auf S. 24, dass Spiralgemüse mehr kann als Zoodles & Co, z. B. “Reis”. Offenbar als missglücktes Experiment entdeckte die Autorin, dass gekochtes Spiralgemüse zerfellt und nachher wie Reis ausschaut. Sie probierte das mit Butternusskürbis, soll aber auch mit anderem spiralisiertem Gemüse gehen. Das landet also mal auf meiner To-Do-Liste. Reis in 5 Minuten ohne Kochbeutelmist oder Fertigzeugs? Ja, das ginge dann.

Und auch in Sachen Zoodles gibt es einen Tipp. Zucchini bestehen schließlich zu 95 Prozent aus Wasser. Damit man nachher bei einem Saucengericht mit Zoodles (wie oben) nicht “Suppe” auf dem Teller hat, empfiehlt es sich die Sauce gut einzukochen bzw. anzudicken. Es kann auch helfen, die Zucchini vorher gut trocken zu tupfen. Und das Verhältnis muss stimmen: 70 Prozent “Nudeln” zu 30 Prozent Sauce.

Das Buch bietet neben zahlreichen Tipps natürlich haufenweise gute Kochideen für spiralisiertes Gemüse. Das Meiste ist glutenfrei, manches ist vegan, vieles vegetarisch und einiges ist auch paläotauglich. Insofern ist quasi für jeden etwas dabei. Histaminarme Rezepte sind nicht direkt ausgewiesen, wie in den meisten Kochbüchern. Aber folgende Rezepte bieten sich mit eventuell kleinen Abänderungen durchaus an:

S. 40 Blaubeer-Süßkartoffel-Waffeln

S. 65 Zitronen-Knoblauch-Brokkoli mit Bacon (vielleicht ohne Bacon)

S. 76 Nudelsuppe mit Hühnchen und Möhren

S. 85 Caprese-Zucchini-Salat (mit Paprika statt mit Tomaten)

S. 92 Apfel mit Spargelstreifen, Gorgonzola und Pekannüssen (vielleicht einen anderen Käse verwenden, z. B. Mozzarella und vielleicht Cashewkerne oder Macadamianüsse statt Pekannüssen)

S. 117 Süßkartoffel-Mini-Pizzen mit Rucola, Oliven und Zwiebeln (den Belag kann man natürlich anpassen)

und vieles mehr.

Grundsätzlich bietet das Buch Ideen fürs Frühstück, für Hauptspeisen, wie Nudelgerichte oder Gerichte aus dem Ofen, Sandwiches und Desserts.

Für alle, die neue Ideen für ihren Spiralschneider brauchen oder ihren Sparschäler für höhere Aufgaben bestimmt sehen 😉 , empfehle ich dieses Buch. Man muss ja nicht alles direkt so nachkochen, aber man kann sich garantiert inspiralisieren lassen.

Zusammenfassung

  • 224 Seiten, Paperback
  • Kochbuch mit praktischen Anleitungen rund um das spiralisierte Gemüse
  • viele glutenfreie Rezepte
  • teils vegetarisch, vegan, aber auch mit Fleisch
  • 19,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Herbstpuffer…

Herbstpuffer aus Spaghettikürbis (vegan)

Genau wie bei Becky von Becky’s Diner ist der Herbst meine absolute Lieblingsjahreszeit. Ja, ich liebe dieses Wetter das zum Schokolade-trinkenden-auf-dem-Sofa-Einkuscheln einlädt und die Zeit, in der sich die Bäume bunt färben.

Vor allem mag ich den Herbst aber, weil jetzt all meine Lieblingsleckereien Saison haben. Es gibt endlich wieder frische Maroni und diverse Kürbissorten. Mein Favorit unter den Kürbissen ist der Butternusskürbis, aber dieses Jahr hat er Konkurrenz bekommen. Ich habe mich am Spaghettikürbis für Becky’s Blogevent zum kulinarischen Herbstspaziergang versucht.

Der Spaghettikürbis hat seinen lustigen Namen aufgrund der Struktur seines Fruchtfleisches, das nach dem Garen faserartig, ein bisschen wie Spaghetti, aussieht und gerade das macht den Spaghettikürbis zu einem fabelhaften “Pufferkandidaten”.

Außerdem im Rezept: Chia-Samen. Die Wunderdinger gibt es bereits in einigen Rezepten auf dem Blog, nicht zuletzt aufgrund ihrer positiven Wirkung auf den Histaminabbau. Neu in einem Blog-Rezept ist nicht nur der Spaghettikürbis, sondern auch Einkornmehl. Ähnlich wie Dinkel ist Einkorn eine alte Getreidesorte, die wesentlich mehr Nährstoffe als Weizen enthält. Interessant ist Einkorn vor allem, weil viel Magnesium enthalten ist und das habe ich schon länger im Verdacht als “Histamin-Helfer”.

Nach bisheriger Recherche konnte ich aber meinen Verdacht noch nicht eindeutig belegen. Es gibt ein paar Studien zum Thema Magnesium und Histamin, aber die antihistamine Wirkung von Magnesium scheint weniger eindeutig belegt zu sein als die von beispielsweise Zink. In einer Studie wurde Magnesium Betroffenen von allergiebedingtem Asthma gegeben, um zu sehen, ob damit ein Anfall schneller abklingt. Die Wirkung war aber nicht signifikant. Wie dem auch sei, ich bleib dran und halte Euch auf dem Laufenden. So, aber nun zum Rezept!

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 30 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1–2 Personen:

  • 1/2 kleiner Spaghettikürbis
  • 1 EL Chia-Samen-Mehl + 3 EL Wasser = Chia-Samen-Gel als Ei-Ersatz
  • Einkornmehl

Zubereitung:

Zunächst die Spaghettikürbishälfte mit dem Fruchtfleisch nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 200 °C ca. 30 Minuten backen. Den Kürbis aus dem Backofen nehmen – Vorsicht, heiß! Und auskühlen lassen.

Den Ei-Ersatz aus Chia-Samen und Wasser ansetzen und ein paar Minuten quellen lassen.

Mit einem Löffel zunächst die Kerne aus dem Kürbis kratzen und dann das Fruchtfleisch aus dem Kürbis herausschaben. Ich püriere das Fruchtfleisch meist noch ganz kurz, muss man aber nicht unbedingt. Dann mische ich das Chia-Samen-Gel dazu und gebe so lange Einkornmehl dazu, bis die Masse nicht mehr an den Händen klebt.

Vom Teig kleine Menge abnehmen, Bälle daraus formen und mit den Händen flach drücken. Dann von beiden Seiten in Öl braten, bis die Puffer golden sind.

Na, die goldenen Puffer passen doch perfekt zum goldenen Herbst, oder? Ich mag die Puffer mit einem gemischten Salat. Man kann sie aber auch so wie die Maroni-Bratlinge hier mit Maroni-Mandelsauce und Kartoffeln oder Reis genießen. Wer mag, kann etwas Preiselbeermarmelade dazugeben.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Warmer Hirsesalat mit Spargel…

Wie ist das eigentlich mit einem “Histaminer” und einer “Nicht-Histaminerin” im Alltag so? Kocht Ihr da extra oder esst Ihr das Gleiche?, fragt Ihr Euch vielleicht. In der Regel versuche ich, dass es reicht, einmal zu kochen. Aber gerade ich, der nicht von Histaminintoleranz betroffen ist, habe manchmal Lust auf “the enemy” – das sind Tomaten. Ja, liebevoll werden die hier “the enemy – der Feind” – genannt 😉 Und ich würze meist viel deftiger als der Mann an meiner Seite. Ja, ich mag indische Gewürzmischungen, Currys und all sowas. Das trifft nicht zwingend die geschmacklichen Vorlieben des Histaminers bzw. stößt ihm anders übel auf.

Daher muss auch mal der Kompromiss sein. Essen soll man meistens ohnehin erst zum Schluss würzen und so löst man diesen Konflikt dann ganz einfach. Wenn wir nicht das Gleiche essen, portiniere ich auf Teller und dann kann jeder nachwürzen, wie es einem beliebt. Und meine Tomaten kommen auch immer mal in Salat, aber eben erst, wenn ich meine Portion auf dem Teller hab. Der “Histamingeplagte” kriegt ersatzweise rote Paprika. Kochen muss ich dann nur einmal, ein bissl mehr geschnippelt werden muss – das war’s aber auch schon. Und alle sind glücklich. Daher gibt es heute mal ein Rezept, das als Kompromiss taugt. Einmal kochen und nachher trotzdem zwei Varianten, wenn Ihr wollt.

Und wie macht Ihr das? Wenn nicht die ganze Familie Histaminintoleranz hat, kocht Ihr extra oder welche Kompromisse geht Ihr ein? Oder wird trotzdem einfach für alle histaminarm gekocht? Erzählt mal! Ich bin gespannt.

Warmer Hirsesalat mit grünem Spargel und Knuspermandeln (in histaminarm & nicht histaminarm)

Zubereitungszeit:

ca. 35 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Personen:

  • 1/2 Tasse Hirse (mit warmem Wasser durch ein Sieb gewaschen)
  • 1 TL Gemüsebrühpulver (selbst gemacht ODER gekauft & hefefrei)
  • 2 EL gehackte Mandeln (ODER Sesamkörner ODER Hanfsamen, wer das lieber mag)
  • ca. 80 g Feta
  • ca. 150 g grüner Spargel
  • 2 Hände voll Blumenkohl-/Karfiolröschen
  • 1 EL Öl (z. B. Oliven- oder Hanfsamenöl für die histaminarme Variante ODER Sesamöl für die “normale” Variante)
  • 5 Kirschtomaten ODER 1/2 rote Paparika für die histaminarme Variante
  • Salz und Pfeffer
  • Curcuma
  • (Garam-Masala-Gewürz, wenn es nicht histaminarm sein muss)
  • ein paar Blätter gewaschenen Rucola zum Garnieren

Zubereitung:

Hirse mit Wasser und Gemüsebrühpulver zum Kochen bringen und gar kochen lassen. Zum Schluss etwas Öl einrühren.

Wasser zum Kochen bringen. Spargel waschen, trockene Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden (ca. 2 cm lang). Blumenkohl/Karfiol und Spargel in das kochende Wasser geben und knackig bissfest kochen max. 5 Minuten. Abseihen und beiseitestellen.

Mandeln (oder Körner/Samen) in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten, bis sie zu duften anfangen (nicht schwarz werden lassen). Beiseitestellen.

Tomaten bzw. Paprika waschen und Tomaten vierteln, Paprika entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die fertige Hirse mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken. Spargelstücke, Blumenkohl/Karfiolröschen, Tomaten/Paprika, Mandeln unterheben. Feta darüber zerbröseln. Mit Rucola garnieren und servieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Früher bäh, heute yeah…

Mögt Ihr Spargel? Das war so ein Gemüse, das ich als Kind zwar gegessen habe, aber nur widerwillig. Klar, es gibt “Schlimmeres”. An Rosenkohl/Kohlsprossen z. B. komme ich bis heute nicht ran. Wer isst sowas? 😉 Zugegeben, das ist ein totales Luxusproblem: Essen, das man nicht mag. Wie ich älter wurde, habe ich daher angefangen, solche Speisen noch mal neu zu entdecken.

Fenchel ist mittlerweile Teil meines Speiseplans. Das hätte mir vorher auch keiner geglaubt. Spinat esse ich mittlerweile ganz gerne, solange es nicht diese “Blupp-Pampe” ist, sondern richtiger Blattspinat. Und so bleiben eigentlich nur noch ganz wenige Speisen auf meiner persönlichen Geschmacksknospenverbotsliste: Auberginen (die hier in Österreich “Melanzani” heißen), Rosenkohl (“Kohlsprossen”) und Grünkohl (wo ich ursprünglich herkomme, auch mal als “Braunkohl” bezeichnet).

Eine Geschmackserfolgsgeschichte kann ich vom Spargel erzählen. Ich habe nämlich grünen Spargel für mich entdeckt. Insgeheim nenne ich den auch mal “Spargel für Faule”. Den muss man nämlich nicht komplett schälen. Und, so meine Erfahrung, er neigt einfach seltener dazu, holzig zu sein. Beim Spargel macht’s also die Sorte 😉 Und so heißt es: grün, ja, grün, muss mein Spargel sein – und am besten frisch und bio. Eh klar.

Bei Janke’s Soulfood sind gerade Kochbegeisterte dazu aufgefordert, solche Geschmackswandelgeschichten miteinander auszutauschen. Und damit die Diskussion auch Substanz kriegt, habe ich zwei Rezepte mitgebracht, die jetzt gerade super zum Frühling passen und meine neue Geschmackswandelgeschichte gewissermaßen geschmacklich untermauern.

Vegane grüne Spargelcremesuppe mit Kokosmilch

Zubereitungszeit:

ca. 35 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 500 g grüner Spargel
  • 400 ml Kokosmilch (eine gr. Dose) ohne Verdickungsmittel, z. B. von Alnatura* oder Dr. Goerg*
  • 2-3 Karotten
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Pastinake
  • Pr. Kümmel
  • Pr. Curcuma
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1-2 EL Kokosöl
  • Salz & Pfeffer
  • Petersilie
  • evtl. zusätzlich etwas Wasser
  • Kresse zum Garnieren

Zubereitung:

Den Spargel waschen und eventuell die trockenen Enden abschneiden, gegebenenfalls schälen. Das restliche Gemüse schälen und in grobe Stücke schneiden.

In einem Topf das Kokosöl erhitzen und das Gemüse kurz anschwitzen (den Knoblauch und den Spargel noch nicht dazugeben).

Mit Kokosmilch aufgießen. Sollte nicht alles bedeckt sein, etwas Wasser dazugeben, zum Kochen bringen und ca. 8 Minuten köcheln lassen.

Den Spargel dazugeben und ca. 8 Minuten köcheln lassen.

Gewürze, Petersilie und Knoblauch hinzugeben. Fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Teller geben und mit Kresse garniert servieren.

Grüner Spargel mit Zuckermelone, Semmelbröseln und Sauce Hollandaise

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 2-3 Personen:

  • grüner Spargel (Menge nach Wunsch, ca. 250 g reichen für 2 Personen)
  • 1/2 Zuckermelone
  • etwas Öl ODER Butter
  • selbstgemachte Semmelbrösel ODER glutenfreie Reisbrösel*
  • 1 Handvoll Blumenkohlröschen
  • Salz & Pfeffer

Sauce:

  • 3 Eigelb
  • 150 g Butter
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Den grünen Spargel waschen und die unteren Enden eventuell schälen oder abschneiden. Leicht gesalzenes Wasser aufsetzen und den Spargel zusammen mit den Blumenkohlröschen ins kochende Wasser geben.

Für die Sauce: Eigelb mit Zitronensaft, Salz & Pfeffer verrühren und im Wasserbad oder auf schwacher Hitze erwärmen, aber nicht kochen. Stetig umrühren.

Nach und nach Butterwürfel darin schmelzen. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen und Semmelbrösel darin anbrutzeln.

Die Melone in mundgerechte Stücke schneiden.

Spargel und Blumenkohl abseihen. Alles miteinander anrichten und servieren.

Hinweis:

Dieses Rezept ist nicht einwandfrei histaminarm und dank der Sauce auch eine ziemliche Kalorienbombe. Wer auf Melone reagiert oder mit Zitronensaft Probleme hat, sollte dieses Rezept eher auslassen.

Wobei, meiner Erfahrung nach, Zuckermelone besser als Wassermelone vertragen wird. Das Ganze schmeckt aber auch vegan, also ohne Sauce – nur so – ganz lecker 🙂

Und welche Geschmackswandelgeschichten könnt Ihr erzählen?

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Kindheitserinnerungen…

Tina von Lecker & Co veranstaltet gerade ein Blogevent ganz nach meinem Geschmack. Es geht um Kindheitserinnerungen. Damit begeht Tina ihren ersten Bloggeburtstag.

Und es gibt viel zu wenig kindertaugliche Rezepte auf dem Blog, wie ich finde, oder? Heute soll sich daher mal wieder eines dazu gesellen. So wie es schon einmal Milchreis gab, gibt es heute Milchnudeln. Das ist eine Spezialität, die es v. a. bei meiner Oma gab, als ich klein war. Wenn Ihr Reisnudeln oder dergleichen verwendet, ist das Rezept auch glutenfrei. Ansonsten kann ich Euch die Dinkelnudeln von Naturata* empfehlen.

Milchnudeln mit Apfelkompott

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten + ca. 10 Minuten für das Kompott

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 1–2 Personen:

  • Dinkel- ODER Reisnudeln – individuelle Menge (nach Verträglichkeit)
  • Milch
  • Gewürze wie Zimt und Kardamom – wer Zimt nicht verträgt, versucht es vielleicht nur mit Kardamom, hiermit haben wir etwas bessere Erfahrungen gemacht
  • Süße nach Belieben, ich verwende gerne etwas Ahornsirup
  • 1 Prise Salz
  • ein gr. Apfel oder 2 kl. Äpfel
  • etwas Wasser

Zubereitung:

Zuerst das Apfelkompott vorbereiten. Dazu den Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. In einen Topf geben und einen Schluck Wasser hinzugeben, so dass die Apfelstücke nicht ganz bedeckt sind. Den Apfel weich kochen. Wer es ganz musig mag, kann den Pürierstab verwenden, ich mag es manchmal noch etwas stückig. Nach Belieben mit Zimt und/oder Kardamom und einem Schluck Ahornsirup abschmecken. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Für die Milchnudeln etwas Milch in einem Topf erhitzen und die Nudeln hineingeben und aufkochen lassen. Unter stetem Rühren die Nudeln auf kleiner Flamme weich kochen. Wieviel Milch Ihr braucht, hängt von der Nudelmenge ab. Ich gebe meist während des Kochvorgangs noch etwas Milch dazu, so wie man beim Risotto-Kochen stets etwas Wasser bzw. Brühe hinzugibt.

Wenn die Nudeln die richtige Konsistenz erreicht haben, mit einer Prise Salz, Zimt und/oder Kardamom und Ahornsirup abschmecken. Die Prise Salz nicht vergessen. Meine Oma hat immer gesagt, wo Süßes dabei ist, muss auch Salz dran.

Die Milchnudeln mit Apfelkompott servieren.

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Hier seht Ihr Shaolin, die kleine Krebspatientin, kurz nach ihrer Ankunft bei uns. Sie war ca. eine Woche hier, als ich dieses Bild aufgenommen habe. Noch ganz mager. Das Tellerchen im Hintergrund war damals ihr Lieblingsnapf und sie hat partout von dem essen wollen. Ursprünglich war das mal mein Kinderbreiteller, eben bei meiner Oma. Ich war gut erstaunt, als ich erwachsen war und Oma mir den Teller zu Weihnachten vermacht hat, wie klein der doch ist! Mir kam der als Kind immer riesig vor. Für Shaolin hat er eine gute Größe und so wird der Kinderbreiteller also weitergegeben 😉

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

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