Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: Getränke (Seite 2 von 2)

Vitaldrink …

Vitaldrink mit Karotten/Möhren

 

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Zubereitungszeit:

10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach 

Zutaten für ein Glas:

  • 3 Karotten/Möhren
  • 1 rote Paprika
  • ca. 50 ml Wasser
  • 1 EL Kokosöl

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Zubereitung:

Die Karotten/Möhren und die Paprikaschote waschen, beides in kleine Stücke schneiden und in einen Entsafter* geben. Anschließend das Kokosöl und etwas Wasser hinzugeben – kurz umrühren und genießen.

(So ähnlich entdeckt auf eigene-naturprodukte.de)
 

Zum Wohl!

(c) Histamin-Pirat

Koffeinfrei und histaminarm…

Chai Tee (auf Rooibos-Basis)

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für zwei Tassen:

  • 0,4 l kochendes Wasser
  • 150 ml Milch bzw. Reis- oder Hafermilch
  • Die Samen von 2 grünen Kardamomkapseln
  • 1-2 Nelken, wenn sie vertragen werden
  • 1 schwarzes Pfefferkorn
  • 1/2 EL Fenchelsamen
  • 1/2 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1/2 Stange Zimt, wenn es vertragen wird
  • 1 gehäufter TL Rooibostee natur (lose)
  • nach Geschmack: Honig, Zucker oder Ahornsirup zum Süßen, Empfehlung: 1/2 EL

Zubereitung:

Alle trockenen Gewürze bis auf Zimt im Mörser zerstoßen. Den geriebenen Ingwer mit dem Zimt und den anderen Gewürzen in einen Topf geben und kurz ohne Fett anrösten bis die Gewürze zu duften beginnen.

Mit kochendem Wasser aufgießen und ca. 6-8 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen. Anschließend den Rooibostee hinzugeben und den Tee ca. 8-10 min bei kleiner Flamme ziehen lassen.

Die Milch oder Milchalternativen (KEINE Sojamilch verwenden) hinzugeben und den Tee durch ein Teesieb in eine Kanne absieben. Mit Honig, Zucker oder Ahornsirup nach Geschmack süßen.

Hinweis:

Kräuter und Gewürze werden bei einer Histaminintoleranz sehr unterschiedlich gut vertragen. Denn nicht nur der Histamingehalt ist relevant, sondern auch das Säure-Basis-Verhältnis spielt eine Rolle bei der Verträglichkeit. Der Magen soll mit schonender Kost gefüllt werden, daher werden scharfe Gewürze und saure Lebensmittel meist weniger gut vertragen.

Teste vor dem Verzehr Kräuter und Gewürze in kleinen Mengen aus.

Beachte eventuelle Allergien und Kreuzallergien.

Rooibostee kann bei einer Histaminintoleranz in der Regel getrunken werden. Obwohl er fermentiert ist (enthält daher geringe Mengen Histamin), enthält er kein Koffein/Teein und wenig Gerbstoffe und ist daher bekömmlicher als schwarzer Tee.

Tipp:

Probier Rooibos-Tee doch auch mal natur – ohne Gewürze – mit Milch oder ohne.

(So ähnlich entdeckt auf chefkoch.de)


Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Tropisch, süß …

Alkoholfreier Cocktail “Coco White Choco”

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 2 cl süße Sahne
  • 2 cl Sirup “weiße Schokolade”, z. B. von Monin*
  • 3 cl Cream of Coconut
  • 10 cl Milch, alternativ Reis- oder Hafermilch

Zubereitung:

Die Zutaten im Shaker* auf gestoßenem Eis zubereiten. Den Inhalt in ein Longdrinkglas gießen und das Glas mit gestoßenem Eis auffüllen. Auf Wunsch mit Schokoladenraspel bestreuen.

Tipp:

Die meisten handelsüblichen Cream-of-Coconut-Produkte sind bei Histaminintoleranz nicht verträglich. Der Grund: Zahlreiche Stabilisatoren, Verdickungsmittel und andere Zusätze bereiten Bauchweh. Doch auch aus einer handelsüblichen Dose Kokosmilch, z. B. von Alnatura*, lässt sich die leckere Creme gewinnen. Dazu einfach die Dose über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag hat sich die Creme oben abgesetzt und kann ganz einfach abgeschöpft werden.

Hinweis:

Dieses Rezept enthält mitunter Schokolade (Schokoraspel sowie Kakaoextrakt im Sirup). Schokolade ist zwar histaminarm, aber ein Histaminliberator. Dieser Cocktail eignet sich nicht bei allen zum Verzehr bzw. ist er zum gelegentlichen, aber nicht regelmäßigen Verzehr gedacht.

 

Prost!

(c) Histamin-Pirat

Auch für große Prinzen und Prinzessinnen…

Alkoholfreier Cocktail “Kleiner Prinz”

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 2 cl Aprikosen-/Marillensaft
  • 2 cl Apfelsaft
  • 2 cl mildes Mineralwasser ODER Heilwasser

Zubereitung:

Alle Zutaten in ein Longdrinkglas auf Eiswürfel gießen, wobei das Mineralwasser ganz zum Schluss kommt. Vor dem Eingießen des Mineralwassers noch gut verrühren. Apfelsaft und Mineralwasser sind im Verhältnis einer Apfelschorle/Apfelsaft gespritzt zu verwenden. Insgesamt 4 cl. Sofort genießen! Mmmmh.

 

Prost!

(c) Histamin-Pirat

Fruchtig, mild …

Milchshake “Sweet Dream”

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für drei Gläser:

  • 600 ml Milch, alternativ Hafer- oder Reismilch
  • 6 Marillen/Aprikosen, ca. 300 g
  • 2 Kugeln Vanilleeis
  • 1 Zuckermelone, ca. 400 g
  • 3 EL Honig oder Ahornsirup

Zubereitung:

Marillen entkernen und in Stücke schneiden. Melone halbieren, Kerne entfernen. Fruchtfleisch einer Melonenhälfte in feine Stücke schneiden. Zweite Hälfte für Garnitur in Spalten schneiden. Vanilleeis, Marillen/Aprikosen, Melonenstücke, Milch und Honig/Ahornsirup fein pürieren (z. B. mit Pürierstab oder im Mixer*) und in ein vorgekühltes Glas geben. Garnitur mit Melonenspalten. Sofort servieren und genießen.

 

Prost!

(c) Histamin-Pirat

Verführerisch rot…

Alkoholfreier Cocktail “Herzblatt”

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 6  cl Kirschsaft ODER falls dieser nicht vertragen wird: 6 cl roter Johannisbeer-/Ribiselsaft
  • 6  cl Cranberrysaft
  • 6  cl roter Traubensaft

Zubereitung:

Die Zutaten mit Eiswürfeln shaken und in ein Longdrinkglas auf ein paar frische Eiswürfel gießen. Als Dekoration passt ein Stängel von roten Johannisbeeren/Ribiseln zu dem Cocktail.

Prost!

(c) Histamin-Pirat

Zur Feier des Tages …

Alkoholfreier Cocktail “Coconut Dream”

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 3 cl Cream of Coconut
  • 18 cl Milch, alternativ geht auch Hafer- oder Reismilch
  • 1 Kugel Vanilleeis

Zubereitung:

Vanilleeis (eine Kugel), Milch und Cream of Coconut im Elektromixer oder mit dem Handrührgerät gut durchmixen und in ein Longdrinkglas abgießen.

Tipp:

Die meisten handelsüblichen Cream-of-Coconut-Produkte sind bei Histaminintoleranz nicht verträglich. Der Grund: Zahlreiche Stabilisatoren, Verdickungsmittel und andere Zusätze bereiten Bauchweh. Doch auch aus einer handelsüblichen Dose Kokosmilch, z. B. von Alnatura*, lässt sich die leckere Creme gewinnen. Dazu einfach die Dose über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag hat sich die Creme oben abgesetzt und kann ganz einfach abgeschöpft werden.


Prost!

(c) Histamin-Pirat

Flüssig, aber nicht überflüssig …

Tipps

zum Thema Getränke

Vorbemerkung

Histamin ist ein ziemlich hartnäckiger Stoff. Es ist hitze- und frostunempfindlich, das heißt weder das Kochen, Backen noch Einfrieren von Lebensmitteln reduzieren deren Histamingehalt.
Grundsätzlich gilt, Lebensmittel mit hohem Histidingehalt verderben schneller und entwickeln recht schnell Histamin, z. B. Fisch.

Lebensmittel, die Histidin enthalten, solltest Du zu Beginn Deiner Auslassdiät meiden, da dieses in Histamin umgewandelt wird. Hier findest Du weitere Informationen zu Histamin und seiner Vorstufe Histidin.

Lebensmittel, bei deren Produktion Bakterien beteiligt sind, z. B. Käse, enthalten oft viel Histamin. Der Grund: Bei der Fermentation wird durch bestimmte Bakterien Histamin freigesetzt.
Lebensmittel, die lange reifen oder gären, enthalten daher viel Histamin. Man denke hier z. B. an (Rot-)Wein, Sauerkraut oder Hartkäse wie Parmesan.

Lebensmittel mit Zusatzstoffen wie Glutamat werden bei einer Histaminintoleranz schlecht vertragen. Glutamat ist ein bekannter Histaminliberator. Solche Lebensmittel – Histaminliberatoren – regen die Ausschüttung von körpereigenem Histamin an. Sie enthalten oft andere biogene Amine. Der Abbauweg von biogenen Aminen (auch Histamin ist ein biogenes Amin) ist zudem sehr ähnlich. Daher wird Schokolade (enthält u. a. Theobromin) von vielen schlecht vertragen. Aber auch Stress kann die Histaminausschüttung begünstigen und als Histaminliberator wirken.

Die gute Nachricht lautet aber: Histamin ist wasserlöslich! Daher ist es ratsam, vor, zu bzw. nach Mahlzeiten stets ausreichend zu trinken bzw. die Lebensmittel vor der Zubereitung bereits gut abzuspülen.

Zum Trinken eignet sich am besten stilles Wasser.

Doch das ist auf Dauer etwas fad. Daher werden nachfolgend einige Getränke vorgestellt, die schmecken und in der Regel verträglich sind. Außerdem wird auf Getränke hingewiesen, die Du meiden solltest.

Tee

Kräutertees und auch einige Früchtetees (z. B. Apfeltee), sofern diese keine Aromazusätze und keine histaminhaltigen Stoffe enthalten, werden meist gut vertragen. Beachte aber all­fäl­lige Allergien.
Es gibt auch Kräuter, die die Histaminausschüttung blockieren oder beim Histaminabbau helfen und sich für Tee eignen. Dazu zählen z. B. Baikal-Helmkraut und Bischofskraut – beide wirken als sogenannte Mastzellstabilisatoren und verhindern so die körpereigene Histaminausschüttung. Da es sich bei vielen Kräutertees um gesundheitliche Tees handelt, sind diese nur in Maßen und nicht zum Genuss oder Durstlöschen zu konsumieren. Das gilt beispielsweise für Tee aus Baikal-Helmkraut, der beruhigend wirkt. Am besten eine Tasse am Abend trinken. Mehr Informationen zu Kräutern und Gewürzen findest Du hier.

Einige Teesorten solltest Du aber meiden, dazu zählen z. B. Schwarztee (blockiert das histaminabbauende Enzym DAO) und Hagebuttentee (Histaminliberator). Die meisten Eistees, die es zu kaufen gibt, sind mit Schwarztee hergestellt worden. Umstritten ist die Verträglichkeit von Grüntee. Das enthaltene Koffein gilt als Histaminliberator bzw. DAO-Blocker. Dafür ist grüner Tee genau wie weißer Tee aber in der Regel nicht fermentiert. Grundsätzlich solltest Du grünen Tee nur kurz ziehen lassen, wodurch weniger Bitterstoffe und auch weniger Koffein/Teein gelöst werden. Bei grünem Tee variiert die Verträglichkeit auch stark von Sorte zu Sorte. Die hochwertige Sorte Sencha wird meist vertragen. Noch besser ist allerdings weißer Tee.

Rotbuschtee wird zuweilen vertragen, da er von Natur aus wenig Gerbstoffe und kein Koffein enthält, er ist aber in der Regel fermentiert. Eine Ausnahme stellt der grüne Rotbuschtee* dar, welcher nicht fermentiert wird.

Kaffee und Kakao/heiße Schokolade

Auch beim Kaffee und bei Kakao scheiden sich die Geister. Beide enthalten zwar kaum Histamin, aber sowohl Kaffee als auch Kakao gelten als Histaminliberatoren.

Das im Kaffee enthaltene Koffein blockiert den Histaminabbau. Grundsätzlich wird Espresso besser vertragen als Filterkaffee. Achte dabei auf eine milde Röstung. Entkoffeinierter Kaffee wird aus anderen gesundheitlichen Gründen hier nicht als Alternative empfohlen. Getreidekaffee ist hingegen oft eine Alternative, wenn man auf den Kaffee nicht verzichten mag. Der gewünschte Wach-Mach-Effekt, weswegen Kaffee meist getrunken wird, bleibt hier jedoch aus. Das gilt zum Beispiel auch für Lupinenkaffee.

Das in Kakao enthaltene Theobromin, das auch in Energy Drinks und Mate Tee enthalten ist, blockiert die DAO. In größeren Mengen ist diese Substanz für jeden Menschen giftig. Theobromin ist übrigens auch der Grund, warum Schokolade und Kakao für Katzen giftig ist. Es ist bei Katzen allerdings schon bei einer viel kleineren Dosis als beim Menschen fatal.

Grundsätzlich gilt, je heller die Schokolade, das heißt je geringer der Kakaoanteil, desto besser wird die Schokolade vertragen. Zieh also Vollmilchschokolade Zartbitterschokolade vor. Weiße Schokolade*, die nur aus Kakaobutter gewonnen wird, wird noch besser vertragen als Vollmilchschokolade. Versuch also lieber einmal eine weiße heiße Schokolade.

Weitere Informationen rund um Kaffee, schwarzen Tee & Co findest Du hier.

 Alkoholische Getränke

Aufgrund des Gärvorgangs werden alkoholische Getränke grundsätzlich nur schlecht vertragen. Es finden sich aber auch hier Abstufungen. Besonders unverträglich sind Rotwein, Hefeweizen, (Rotwein)Essig und Schaumweine/Sekt.

Gelegentlich werden Weißwein, untergärige Biersorten und klare Schnäpse vertragen. Trotzdem birgt Alkohol immer die Gefahr, aufgrund des hohen Histamingehalts, und weil Alkohol ein DAO-Blocker ist, dass es einem danach übel geht.

Eine neue Marktlücke wurde mit den Lebensmittelintoleranzen aber schon entdeckt. So wie es laktosefreie Milch und glutenfreies Brot zu kaufen gibt, kann man nun auch histaminzertifizierten Alkohol erwerben. Dabei wird Wein & Co nicht etwa in einem komplizierten Verfahren das Histamin nachträglich entzogen, sondern die Herstellung unterliegt strengsten Hygienevorschriften und minutiös getimten Abfolgen. Das genaue Herstellungsverfahren ist jedoch Firmengeheimnis des jeweiligen Herstellers.

Folgende Marken stellen beispielsweise histaminzertifizierte alkoholische Getränke her: Schlumberger hat eine histaminarme Sorte*, Eller Finest Selections* und Provicell*.

Alternativ wird Weißweinschorle/gespritzter Weißwein in kleinen Mengen oft auch ohne Histaminzertifizierung vertragen. Wahrscheinlich, da der Alkohol mit Wasser verdünnt wird.

Säfte und Limonaden

Gekaufte Säfte werden gelegentlich aufgrund von Zusatzstoffen nicht vertragen. Kaufe daher Bio-Säfte oder mache Deine Säfte ganz einfach selbst – Stichwort: Entsafter*. Achte darauf, Obst auszuwählen, das histaminarm ist. Folgende Obstsorten werden gemeinhin vertragen:

  • Apfel nicht stehen lassen, gärt rasch
  • Pfirsich sollte nur nicht zu reif sein
  • Aprikose/Marille
  • Kirsche
  • Brombeere
  • helle Weintrauben
  • Heidelbeere/Blaubeere
  • Preiselbeere
  • Johannisbeere/Ribisel
  • Stachelbeere
  • Sanddorn (nicht bei Sorbitunverträglichkeit)
  • Melone Wassermelone wird zuweilen nicht vertragen (Salicylate)

Eine andere Alternative ist der Saft einer frischen Kokosnuss (nicht zu verwechseln mit Kokosmilch, die eher zum Kochen, nicht aber zum puren Trinken taugt). Hiermit lassen sich auch alkoholfreie Cocktails und Smoothies mixen.
Folgende Obstsorten solltest Du eher meiden:

  • Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange, Grapefruit, Pampelmuse etc.)
  • Erdbeere
  • Ananas
  • Kiwi
  • Papaya
  • Himbeere
  • Mango
  • Banane, v. a. wenn schon braun
  • Rote Pflaume
  • Birne, v. a. wenn sehr reif

Limonaden und Softdrinks enthalten meist noch mehr Zusatzstoffe als die meisten Säfte und zudem Kohlensäure, die den Magen zusätzlich übersäuern kann. Sie sollten daher gänzlich gemieden oder mit stillem/Leitungswasser verdünnt werden.

Gelegentlich wird berichtet, dass Bionade vertragen wird. Aufgrund des Fermentierungsprozesses bei der Herstellung ist aber auch diese Angabe kritisch zu sehen.

Mineralwasser

Obwohl Wasser trinken so gesund und wichtig bei der Histaminintoleranz ist, wird Mineralwasser oft nicht vertragen. Das Problem ist oft ein unausgewogener Mineralstoffmix. Achte darauf, dass der Sulfat- bzw. Sulfitgehalt möglichst gering ist (unter 10mg/Liter). Auch der Fluorid- und Nitratgehalt sollte möglichst gering sein. Außerdem spielt offenbar das Verhältnis von Magnesium zu Calcium eine Rolle. Idealerweise beträgt dieses Verhältnis 1:2. In jedem Fall sollte ein Wasser mit Magnesium genutzt werden, da Magnesium den Histaminabbau unterstützt. Außerdem solltest Du stilles oder mildes Mineralwasser stark kohlensäurehaltigem Mineralwasser vorziehen.

Darüber hinaus kannst Du Leitungswasser trinken, sofern die Mineralienzusammensetzung passt. Bei Deinen Wasserwerken kannst Du diese Information erfragen. Notfalls kannst Du Dir auch Wasserfilter zulegen oder das Wasser maschinell aufbereiten und mit den gewünschten Mineralien versetzen.

Verschiedene Sorten Heilwasser werden meist besser vertragen und haben auch keinen so starken Kohlensäuregehalt, z. B. Preblauer.

Sirup

Viele Sirupe werden gut vertragen, sofern sie von keinem histaminreichen Lebensmittel gewonnen wurden. Mit Wasser verdünnt/gespritzt kann man viele kreative Getränke zaubern.

Holunderblütensirup kann im Normalfall bedenkenlos genossen werden. Zum Kochen – nicht zum Trinken – eignet sich auch Ahornsirup. Meiden solltest Du aber Agavensirup und Agavendicksaft, v. a. bei bestehender Fruktoseintoleranz. Ich sehe den enorm hohen Fruktosegehalt jedoch auch aus allgemein gesundheitlicher Sicht sehr kritisch – daher.

Holunderblüten kannst Du im Frühjahr selbst sammeln und frisch zu Deinem Wasser geben. So erhält es eine fruchtig-frische Note.

Ich hoffe, ich konnte etwas gegen den Durst tun. Prost!

(c) Histamin-Pirat

 

Italien in der Tasse…

Oregano-Tee

 

Zubereitungszeit:

2 Minuten + 10 Minuten Ziehzeit

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für eine Tasse:

  • 1 Tasse Wasser
  • 2 TL getrocknete Oregano-Blätter

Zubereitung:

Eine Tasse Wasser zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen. 2 TL getrocknete Oregano-Blätter in einem Tee-Sieb oder Tee-Ei ins Wasser geben. 10 Minuten ziehen lassen und genießen.

Hinweis:

Achtung bei Salicylatintoleranz und Allergie auf andere Lippenblütler.

Es handelt sich um einen Heiltee und kein Genussmittel! Nicht in Unmengen genießen, denn schon Paracelsus wusste: Die Dosis macht das Gift.

Mögliche Vorteile:

  • natürliches Antihistaminikum
  • wirkt abschwellend
  • antimykotisch (wirkt gegen Pilze)
  • Antioxidans und beugt Krebs vor
  • hilft bei Lebensmittelvergiftung, die durch die Bakterien Giardien verursacht wurde
  • gegen bakterille Infektionen
  • kann die Symptome von Allergien eindämmen
  • beruhigt Asthma und Husten
  • hilft sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall
  • kann gegen Parasiten im Körper helfen
  • reduziert Blähungen und hilft bei der Verdauung
  • kann Sodbrennen vorbeugen 

Tipp:

Du kannst natürlich noch andere Kräuter dazugeben, die Du verträgst. Hier geht es zum Beitrag über Kräuter und Gewürze.

Du kannst auch frisches Oregano verwenden. Mehr Infos zu diesem Kraut findest Du hier.

(entdeckt auf http://www.realfarmacy.com)

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Kaffee, schwarzer Tee & Co …

Tipps

zum Thema Kaffee, schwarzer Tee & Co …

Ursachen für die Unverträglichkeit von Kaffee, schwarzem Tee & Co jenseits der Histaminunverträglichkeit 

 

Oft wird Kaffee bei Vorhandensein einer Histaminunverträglichkeit gar nicht vertragen und schwarzer Tee ist oft ähnlich problematisch. Grüner Tee wird zum Teil vertragen und manchmal auch Kakao.

Doch gibt es nun eine allgemeingültige Regel zum Thema Kaffee, schwarzer Tee & Co? Leider nein, aber es gibt ein paar Faustregeln und Tendenzen, die im Folgenden besprochen werden.

Neben der Histaminunverträglichkei gibt es auch das Problem, dass eventuell eine zusätzliche Kaffee- oder Koffeinunverträglichkeit vorliegt.

Wer unter PMS leidet oder die Blutgruppe 0 hat, verträgt Kaffee und schwarzem Tee generell schlechter, da der Magen leichter übersäuert.

Ursachen für die Unverträglichkeit von Kaffee, schwarzem Tee & Co bei Histaminunverträglichkeit

Doch zurück zur Histaminunverträglichkeit. Grundsätzlich gilt, Koffein blockiert die Diaminoxidase (DAO). Viele Betroffene greifen daher auf Getreidekaffee (z. B. Caro) zurück, was zwar den Kaffeegenuss ermöglicht, aber der “Wach-Mach-Effekt” bleibt aus.

Eine Siebträgermaschine

Als eine andere Option betrachten Betroffene oft den Verzehr von entkoffeiniertem Kaffee, was zwar das Koffein-Problem löst, aber geschmacklich und gesundheitlich nicht zu empfehlen ist. Und auch hier bleibt der “Wach-Mach-Effekt” aus. Die Prozesse der Entkoffeinierung involvieren stets Chemikalien, von denen einige unter dem Verdacht stehen Krebs zu erregen. Also Hände weg vom entkoffeinierten Kaffee! Weitere Infos dazu z. B. unter http://www.coffeeness.de/barista-blog/kaffee-koffein-entkoffeinierung/.

Wer aber trotzdem nicht auf den richtigen Kaffee verzichten möchte, dem empfehle ich sich eine Espressomaschine für zu Hause zuzulegen. Günstige und gute Einsteigermodelle gibt es schon ab 100 €. Bitte KEINE Kapsel-Maschine und auch keinen Vollautomaten kaufen. Die Kapseln enthalten auch oft Chemikalien oder sind mit Schwermetallen belastet. Ein Vollautomat ist nur schwierig porentief zu reinigen. Besser ist eine Siebträgermaschine* oder ein gewöhnlicher Espressokocher*.

Espresso entsteht, anders als der Filterkaffee, der im Kaffeefilter vor sich hin quackert, unter Druck (daher der Name) und in kürzerer Zeit. Dabei werden weniger Bitterstoffe und weniger Säure aus dem Kaffee gelöst und der Magen übersäuert nicht so schnell. Espresso enthält außerdem weniger (!) Koffein als Filterkaffee. Und es ist genau dieser Stoff – Koffein – der bei einer Histaminintoleranz problematisch ist. Noch verträglicher ist der Kaffee, wenn etwas Milch dazuzugegeben wird (Reis-, Mandel- oder Hafermilch geht auch) und wenn außerdem das obligatorische Glas Wasser zum Kaffee getrunken wird. Daher bekommt man traditionell in Italien auch immer ein Glas Wasser zum Kaffee. Es macht den Kaffee bekömmlicher und wirkt der Dehydration entgegen, die mit Kaffeegenuss unweigerlich einhergeht. Unmengen Espresso kann man dennoch bei einer HIT nicht trinken, denn auch Espresso blockiert die DAO.

Espresso im Restaurant oder Cafe wird manchmal auch nur schlecht vertragen, da Hygienestandards nicht immer eingehalten werden. Die Maschinen in der Gastronomie werden oft nur schlecht oder unregelmäßig gereinigt. Die Folge sind verkalkte Leitungen in den Maschinen und Schimmel. Kaffee trinkt man daher am besten nur vom Barista des Vertrauens.

Schwarzer Tee enthält Teein bzw. Koffein und auch das blockiert die DAO. Als Faustregel gilt, je länger der Tee zieht, desto bitterer und desto mehr Teein. Also Tee nicht so lange ziehen lassen! Achtung bei Eistee, der in der Regel mit schwarzem Tee hergestellt wird.
Grüner Tee wird grundsätzlich oft besser vertragen als schwarzer Tee, obwohl Teein bzw. Koffein enthalten ist, und die meisten Kräutertees* gelten als bedenkenlos (beachten Sie aber eventuelle Allergien). Anders als Rotbuschtee (der teein-/koffeinfrei ist) oder auch Schwarztee, ist Grüntee in der Regel nicht fermentiert. Daher die bessere Verträglichkeit, insbesondere, wenn man ihn nur kurz ziehen lässt. Die meisten Grünteesorten soll man ohnehin nur ca. 2 Minuten ziehen lassen.

Kakao wird auch oft nicht vertragen; das Gleiche gilt für Schokolade. Kakao enthält kaum Histamin, aber andere biogene Amine. Daher gilt Kakao als Trigger für Migränepatienten und wird auch von Betroffenen von Histaminintoleranz oft schlecht vertragen. Ein möglicher Grund für die Unverträglichkeit: Der Abbauweg der anderen biogenen Amine ist der gleiche wie beim Histamin. Somit konkurrieren die Stoffe gewissermaßen um die DAO. In Maßen kann Schoki aber vertragen werden und ist sogar eine gute Magnesiumquelle. Für Schokolade zum Essen gibt es einen eigenen Eintrag.

Ich hoffe, etwas Klarheit in die Problematik Kaffee, schwarzer Tee & Co gebracht zu haben. Noch Fragen? Schick mir eine elektronische Flaschenpost an eva(at)histamin-pir(punkt)at!

Weitere Infos zum Thema Kaffee gibt es hier.

(c) Histamin-Pirat

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