Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Schlagwort: mandeln

Warmer Hirsesalat mit Spargel…

Wie ist das eigentlich mit einem „Histaminer“ und einer „Nicht-Histaminerin“ im Alltag so? Kocht Ihr da extra oder esst Ihr das Gleiche?, fragt Ihr Euch vielleicht. In der Regel versuche ich, dass es reicht, einmal zu kochen. Aber gerade ich, der nicht von Histaminintoleranz betroffen ist, habe manchmal Lust auf „the enemy“ – das sind Tomaten. Ja, liebevoll werden die hier „the enemy – der Feind“ – genannt 😉 Und ich würze meist viel deftiger als der Mann an meiner Seite. Ja, ich mag indische Gewürzmischungen, Currys und all sowas. Das trifft nicht zwingend die geschmacklichen Vorlieben des Histaminers bzw. stößt ihm anders übel auf.

Daher muss auch mal der Kompromiss sein. Essen soll man meistens ohnehin erst zum Schluss würzen und so löst man diesen Konflikt dann ganz einfach. Wenn wir nicht das Gleiche essen, portiniere ich auf Teller und dann kann jeder nachwürzen, wie es einem beliebt. Und meine Tomaten kommen auch immer mal in Salat, aber eben erst, wenn ich meine Portion auf dem Teller hab. Der „Histamingeplagte“ kriegt ersatzweise rote Paprika. Kochen muss ich dann nur einmal, ein bissl mehr geschnippelt werden muss – das war’s aber auch schon. Und alle sind glücklich. Daher gibt es heute mal ein Rezept, das als Kompromiss taugt. Einmal kochen und nachher trotzdem zwei Varianten, wenn Ihr wollt.

Und wie macht Ihr das? Wenn nicht die ganze Familie Histaminintoleranz hat, kocht Ihr extra oder welche Kompromisse geht Ihr ein? Oder wird trotzdem einfach für alle histaminarm gekocht? Erzählt mal! Ich bin gespannt.

Warmer Hirsesalat mit grünem Spargel und Knuspermandeln (in histaminarm & nicht histaminarm)

Zubereitungszeit:

ca. 35 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Personen:

  • 1/2 Tasse Hirse (mit warmem Wasser durch ein Sieb gewaschen)
  • 1 TL Gemüsebrühpulver (selbst gemacht ODER gekauft & hefefrei)
  • 2 EL gehackte Mandeln (ODER Sesamkörner ODER Hanfsamen, wer das lieber mag)
  • ca. 80 g Feta
  • ca. 150 g grüner Spargel
  • 2 Hände voll Blumenkohl-/Karfiolröschen
  • 1 EL Öl (z. B. Oliven- oder Hanfsamenöl für die histaminarme Variante ODER Sesamöl für die „normale“ Variante)
  • 5 Kirschtomaten ODER 1/2 rote Paparika für die histaminarme Variante
  • Salz und Pfeffer
  • Curcuma
  • (Garam-Masala-Gewürz, wenn es nicht histaminarm sein muss)
  • ein paar Blätter gewaschenen Rucola zum Garnieren

Zubereitung:

Hirse mit Wasser und Gemüsebrühpulver zum Kochen bringen und gar kochen lassen. Zum Schluss etwas Öl einrühren.

Wasser zum Kochen bringen. Spargel waschen, trockene Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden (ca. 2 cm lang). Blumenkohl/Karfiol und Spargel in das kochende Wasser geben und knackig bissfest kochen max. 5 Minuten. Abseihen und beiseitestellen.

Mandeln (oder Körner/Samen) in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten, bis sie zu duften anfangen (nicht schwarz werden lassen). Beiseitestellen.

Tomaten bzw. Paprika waschen und Tomaten vierteln, Paprika entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die fertige Hirse mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken. Spargelstücke, Blumenkohl/Karfiolröschen, Tomaten/Paprika, Mandeln unterheben. Feta darüber zerbröseln. Mit Rucola garnieren und servieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Chia geht immer…

Heute gibt es gleich zwei Rezepte im Doppelpack. Warum? Weil die beiden sich ganz besonders gut verstehen 🙂 Brot und Brotaufstrich gehören einfach zusammen.

Hier kommt meine „Chia-Liebe“ voll zur Geltung. Die kleinen schwarzen Krümel haben es mir angetan. Sie sind super vielseitig und gesund. Unter anderem sind sie reich an Protein und gelten als Histaminabbauhelferlein. Sie schmecken sogar roh, z. B. als Pudding. Aber heute kommen sie eben in Brot und Brotaufstrich.

Die Rezepte schicke ich an die Ölmühle Sailer, die gerade ein Rezepte-Gewinnspiel veranstaltet. Jedes eingesandte Rezept mit Zutaten aus dem Sortiment des kleinen Familienunternehmens in Vorarlberg kann selbige – die verwendeten Zutaten – gewinnen.

Wir kaufen regelmäßig Zutaten bei der Ölmühle Sailer ein, denn alles ist in guter Bio-Qualität und die Öle sind kalt gepresst. Vieles im Sortiment ist histamintauglich, z. B. Kokosmus und -öl, Chiasamen(-mehl), Schwarzkümmel(-öl), Hanfsamen etc.

Außerdem unterstütze ich gerne ein junges Familienunternehmen.

 

Dinkelkastenbrot mit Chiasamen, Kürbiskernen und Schwarzkümmel

 

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten

Backzeit:

50-60 Minuten

Schwierigkeit:

normal

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Zutaten:

  • 500 g Dinkelmehl (glatt)
  • 3-4 EL Kürbiskerne + Kürbiskerne zum Bestreuen
  • Ei-Ersatz: 2 EL Chiasamen mit 10 EL Wasser (statt 2 Eiern)
  • 1 TL Schwarzkümmel
  • 1 TL Kümmel
  • 1 Pr. Rosmarin
  • 3/4 Päckchen Backpulver, z. B. Weinsteinbackpulver
  • 1 Schuss Ahornsirup
  • 150 ml Wasser, lauwarm
  • 200 ml  Milch, wahlweise Reismilch, Mandelmilch oder Hafermilch (Zimmertemperatur)
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Schwarzkümmelöl
  • 2 EL Hanföl

Zubereitung:

Den Ei-Ersatz mit Chiasamen in einer Tasse anrühren. Kürbiskerne, Kümmel, Schwarzkümmel und Rosmarin in einen Mörser geben und zerreiben. Alle trockenen Zutaten (auch die zerriebenen Zutaten) miteinander mischen. Dann Öl, Milch, Wasser, Ahornsirup und das Chiasamengemisch hinzufügen und gut vermengen – z. B. mit den Händen (auch wenn es etwas klebt) oder mit einem Handrührgerät mit Knethaken.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben. Mit einer Handvoll Kürbiskernen bestreuen.

Bei 200 °C ca. 50–60 Minuten im Ofen backen.

Das ausgekühlte Brot aus der Form lösen und genießen.

 

Perfekt dazu passt übrigens:

 

Nussiger Aufstrich ohne Nuss – Chiasamen-Hanfsamen-Mandel-Kokos-Aufstrich

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Backzeit:

20 Minuten

Schwierigkeit:

normal


Zutaten:

  • 100 g Mandeln
  • 10 g Chiasamen
  • 10 g Hanfsamen
  • 20 g Ahornsirup
  • 4 EL Kokosmus
  • 2 EL Kokosflocken
  • 4 EL Kokosöl
  • Mark einer Vanilleschote

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Zubereitung:

Mandeln, Chiasamen, Hanfsamen und Ahornsirup gut vermengen. Im Backofen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausbreiten und bei 200 °C ca. 20 Minuten backen. In einer Schüssel die gebackenen Zutaten mit den restlichen Zutaten vermengen und fein pürieren. In ein Glas füllen oder direkt aufs Brot streichen.

Bei Zimmertemperatur lagern und bald verbrauchen.

 

 

Guten Appetit!

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