Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: vegan (Seite 1 von 5)

Superfood bei Histaminintoleranz …

Superfoods sind gerade in aller Munde. Dabei ist die Idee von „Lebens-Mitteln“, die gegen vorzeitige Alterung und beim Abnehmen helfen, die Konzentrationsfähigkeit oder generell das allgemeine Wohlbefinden steigern, gar nicht so neu, wie ich kürzlich gelesen habe.

Ursprung des Begriffs „Superfood“

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand der Begriff „Superfood“ Eingang in das Nachschlagewerk „Oxford Dictionary“. Gemeint waren bereits damals bestimmte Lebensmittel, die positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben oder präventiv gegen Krankheiten eingesetzt werden können. Superfoods sollen demnach aufgrund ihrer Nährstoffdichte mehr können als nur reguläre Lebensmittel.

Zur Messung, wie effektiv ein Lebensmittel ist, wird der sogenannte ORAC-Wert herangezogen. Das Kürzel steht dabei für Oxygen Radical Absorbance Capacity, was wörtlich heißen würde: Sauerstoff-Radikale-Aufnahmekapazität, sprich: Wie hoch ist die Konzentration von Antioxidantien?

Und hier werden Superfoods bereits für Betroffene von Histaminintoleranz interessant. Schließlich gelten eine Reihe von Antioxidantien als effektive Histamin-Helfer. Sie sind Mastzellstabilisator oder helfen beim Histaminabbau. Man denke nur an den wichtigen Mastzellstabilisator Quercetin oder an das histaminabbaufördernde Vitamin C – beide sind Antioxidantien.

Welche Superfoods kennen wir bereits, die bei Histaminintoleranz helfen?

Auf dem Blog habe ich in der Vergangenheit bereits eine Reihe von Superfoods vorgestellt, die auf die eine oder andere Weise recht hilfreich bei Histaminintoleranz sind. Manche davon kommen auch in Rose Marie Donhausers Buch vor, das ich für diesen Artikel zur Orientierung heranziehe.

Allen voran, die allseits geliebten Chiasamen. Sie enthalten die DAO-Co-Faktoren Zink und Kupfer. Außerdem sind sie super Eiweißlieferanten und daher insbesondere für Vegetarier und Veganer interessant. Auch das Thema Matcha – zugegeben, bei Histaminintoleranz nicht ganz unumstritten – habe ich hier bereits einmal angerissen. Daneben waren auch die Kokosnuss, Kakao, Kurkuma und Hanfsamenöl schon mal auf dem Blog vertreten.

Ein paar dieser Vertreter der Superfoods möchte ich noch mal genauer unter die Lupe nehmen. Außerdem sollen noch weitere interessante Superfoods für HIT-Betroffene besprochen werden.

Fangen wir also gleich mal an.

Die Liste interessanter Superfoods

Maca – das habe ich schon so oft gelesen, aber zum Thema Histaminintoleranz noch nichts Eindeutiges gefunden. Was für die Knollenwurzel aus Südamerika spricht, ist, dass sie offenbar hormonausgleichend wirkt. Heute wird die Pflanze als natürliches Potenzmittel vermarktet. Problematisch ist jedoch, dass man hierzulande in der Regel die frische Knolle nicht zu kaufen bekommt und somit auf Pulver oder schlimmer noch, Kapseln, zurückgreifen muss.

Schaut man sich Maca (Lepidium meyenii) einmal botanisch an, fällt sofort auf: Maca stammt aus der Familie der Kressegewächse (Lepidium). Optisch und auch ein bisschen geschmacklich erinnert die Wurzel an Radieschen. Tatsächlich sind die Inhaltsstoffe gar nicht mal so unähnlich. Wer bereits länger hier mitliest, hat vielleicht auch meine Buchrezension zu „Histamin-Intoleranz – Ein Leben ohne Netz und doppelten Boden“ gelesen. Die Autorin (mit Mastozytose) schwört in ihrem Buch einerseits auf Acerola und andererseits auf Radieschen. Alternativ empfiehlt sich übrigens auch Kresse. Die beiden Letztgenannten haben wohl nicht die gleiche Nährstoffdichte wie Maca, aber zumindest doch ähnliche Inhaltsstoffe. Durch regelmäßigen Verzehr von Kresse und Radieschen könnte man also ähnlich positive Effekte auf den Hormonhaushalt erreichen, würde ich annehmen. Acerola hingegen ist eine super Vitamin-C-Quelle, die zu meiner Überraschung im Buch von Rose Marie Donhauser nicht einmal Erwähnung findet. Schade eigentlich.

Apropos Vitamin-C, ein paar andere tolle Ascorbinsäure-Lieferanten sind durchaus im Buch zu finden, die obendrein noch „histamin-tauglich“ sind.

Am wenigsten exotisch sind hierbei die guten alten Blaubeeren, die auch bei mir im Garten wachsen.

Etwas exotischer wiederum ist Moringa.

Moringa enthält eine ganze Menge Vitamin C und kann so den Histaminabbau verbessern. Außerdem wirkt es wohl als Mastzellstabilisator und verhindert so, dass körpereigenes Histamin ausgeschüttet wird. Im Handel gibt es Moringa vor allem als Tee und Pulver zu kaufen.

Außerdem im Buch: Hanf.

Wir nutzen vor allem Hanfsamenöl und Hanfsamen für Salat und Brot. Der nussige Geschmack ist mal was anderes, vor allem wenn bei HIT die meisten Nüssen vom Speiseplan gestrichen werden. Außerdem zeichnet sich Hanfsamenöl durch ein sehr gutes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren aus, was sehr gesund ist. Für HIT-Betroffene kommt hinzu, dass Hanfsamen reich an Antioxidantien sind (deshalb haben sie es auch in die Liste geschafft), entzündungshemmend wirken und Magnesium enthalten. Magnesium wird bei HIT ganz gerne unterschätzt, hilft aber bei vielen Beschwerden von Muskelzittern über Krämpfe bis hin zu Kopfschmerzen.

Außerdem interessant: Das im Hanf enthaltene Cannabidiol (CBD), was im Gegensatz zu Tetrahydrocannabidiol (THC) nicht „high“ macht, wirkt als Mastzellstabilisator.

Ein weiteres Superfood, das hier und da mal Erwähnung auf dem Blog fand und auch im vorliegenden Buch vorkommt, ist Aloe Vera.

Wir haben Aloe Vera bisher vor allem äußerlich angewendet. Es gibt sozusagen keine bessere Apré-Sun-Lotion. Das in den Blättern enthaltene Gel kühlt die Haut, kann bei leichten Verbrennungen und auch bei Sonnenbrand aufgetragen werden. Wir haben hier zu Hause einen richtigen Aloe-Vera-Dschungel seit Shaolin, unser kätzischer Krebspatient, im letzten Winter von uns gegangen ist. Das Gel war die grüne Apotheke unserer Katze. Neben einem Sirup aus der Rinde der Rotulme hat sie ab und an Aloe-Vera-Gel zum Essen bekommen. Aufgrund eines inoperablen Nierentumors hatte sie zuweilen Magen-Darm-Beschwerden. Das Gel wirkte beruhigend, kühlend sowie entzündungshemmend und half, wenn Shaolin nicht richtig essen wollte oder sich öfter übergab. Diese zwei Geheimwaffen (der Sirup und das Gel) haben dafür gesorgt, dass Shaolin entgegen tierärztlicher Prognose noch gut 3 Jahre mit dem Tumor lebte und das weitgehend beschwerdefrei – in Aussicht gestellt waren, als sie zu uns in Pflege kam, ein bis 3 Wochen. Achso, ja und Hanfsamenöl und Lachsöl hat sie auch bekommen! Da flutscht alles gleich besser 😉

Was Histaminintoleranz angeht, haben wir die innerliche Anwendung von Aloe Vera beim Menschen aber noch nicht erprobt. Vorsicht ist auf jeden Fall bei gleichzeitiger Salicylatintoleranz geboten. Außerdem muss unbedingt die Haut entfernt werden. Nur das durchsichtige Gel wird verwendet. Der gelbe Saft, der bei Verletzung der Blätter austritt, ist reizend und in größeren Mengen giftig. Ich habe für Shaolin auch stets die Blätter fein säuberlich „filettiert“.

Neben den genannten Superfoods werden im Buch von Rose Marie Donhauser noch eine Reihe anderer essbarer Kraftpakete vorgestellt. Ich finde die obige Auswahl für Histaminintoleranz jedoch besonders interessant.

Etwas übel aufgestoßen ist mir beim Lesen nicht nur, dass Acerola in der Auflistung fehlt und überhaupt, vermehrt exotische Superfoods vorgestellt werden (Oder war das nur mein persönliches Empfinden?), sondern vor allem S. 13:

Hier wird die „psychische Störung“ Orthorexie vorgestellt, die im Endeffekt zu den Essstörungen gerechnet werden kann. Das Konzept hinter der Krankheit ist wie folgt: Menschen entwickeln ein zwanghaftes Verlangen danach, sich gesund zu ernähren, wodurch beim Verzehr von ungesundem Essen Schuldgefühle etc. auftreten. Das Verhältnis zum Essen wäre demnach gestört. Der Name der „Krankheit“ ist auch begrifflich an die Anorexie angelehnt.

Problematisch an der Orthorexie ist vor allem die Fehldiagnose. Womöglich ist die Krankheit aber auch an sich totaler Humbug und die Diagnose damit eigentlich immer eine Fehldiagnose, die vor allem für Betroffene von Intoleranzen zum Problem werden kann. HIT-Patienten haben ohnehin meist einen langen Leidensweg hinter sich, auf dem sie selten richtig ernst genommen werden. Es dauert meist Jahre, einen kompetenten Arzt zu finden, der schließlich die richtige Diagnose stellt und einen nicht in die Hypochonder- oder Psycho-Ecke steckt. Ich habe es so oft in E-Mails gelesen und auch bei uns war es nicht anders …

Allzu häufig ist daher sowas wie die Orthorexie höchstwahrscheinlich kein psychisches, sondern ein physisches Problem. Betroffene schränken ihren Speiseplan ein, weil sie merken, dass sie bestimmte Lebensmittel einfach nicht vertragen – nur warum, wieso und weshalb gerade jetzt auf einmal, das wissen sie nicht und auch Ärzte können es ihnen oft nicht beantworten. Kurzum kommt also der Stempel „Orthorexie“, „psychosomatisch“, „Magersucht“ oder sogar „Hypochonder“ auf den Patienten. Eine schöne Stellungsnahme zum Thema Orthorexie habe ich im Netz auf der Praxisseite vom Gynäkologen Dr. Sven Harrendorf gefunden. Unbedingt mal reinlesen! Ich kenne den Mann nicht persönlich, bin aber trotzdem froh, dass es solche Ansichten auch von Medizinern im Internet zu finden gibt.

Und was ist nun mit dem Buch?

Es war interessant zu lesen, greift mir jedoch an vielen Stellen zu kurz. Zahlreiche Infos, die Du hier im Beitrag liest, entstammen meiner zusätzlichen Recherche, darunter etwa die ganzen Hinweise zum Thema Mastzellstabilisation. Wer ein wenig die Suchmaschinen im Netz bemüht, findet im Grunde auch alles heraus, was in diesem Buch steht. Ob man daher das Geld ausgeben möchte?

Umgekehrt ist es immer mal ganz praktisch, ein handliches Kompendium zum Anfassen zu haben – nicht nur eine wilde Link-Sammlung im Browser. Die allgemeinen Hintergrundinformationen waren für mich zum Beispiel sehr erhellend. Ich wusste nicht, dass der Begriff „Superfood“ bis ins 19. Jahrhundert zurückzuverfolgen ist! Außerdem finde ich es schön, dass bereits Rezeptvorschläge geliefert werden.

Für alle, die also ganz neu mit dem Thema „Superfoods“ einsteigen, ist dieses Büchlein eine hervorragende Einführung. Wer sich jedoch schon auskennt, wird womöglich enttäuscht.

Zusammenfassung:




Ich bedanke mich beim Südwest-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Pimp my soup …

Es gibt sie wirklich: Nette, kleine Histaminhelferlein, die entweder wie ein Antihistaminikum wirken und Reaktionen lindern (z. B. Schwarzkümmel) oder die Mastzellen stabilisieren und so verhindern, dass der Körper eigenes Histamin ausschüttet bzw. mobilisiert. Darüber hinaus unterscheiden wir weitere Substanzen: DAO-Co-Faktoren wie Zink, die für den Histaminabbau benötigt werden und Nährstoffe wie Vitamin C, welches den Histaminabbau fördert.

Vor allem Mineralstoffe und Vitamine sollten wir jedoch nicht wie Smarties essen, sofern kein Mangel besteht. Beispiel: Auch Vitamin B6 wird zu den DAO-Co-Faktoren gerechnet. Das B-Vitamin wird aber auch benötigt, um die Aminosäure Histidin in Histamin umzuwandeln – und so ist Vitamin B6 auch ein Co-Faktor zur Histaminproduktion. Ein Zuviel kann also ebenso für Probleme sorgen.

Im Zweifelsfall sollten die Werte bestimmt werden. Manchmal – im Falle eines Mangels – macht ein bestimmtes Supplement Sinn, ansonsten sollten wir schauen, die nötigen Nährstoffe mit der Nahrung aufzunehmen (deshalb heißen die ja auch so).

Und es gibt eine Reihe von tollen Nahrungsmitteln. Ich bin ein großer Fan von Ölen, das habe ich hier ja schon erzählt.

Kurkuma – die Power-Knolle

Heute geht es um meine liebste Power-Knolle: Kurkuma.

Kurkuma oder Gelbwurz gehört zu den Ingwergewächsen. Der getrocknete und gemahlene Wurzelstock ist die Hauptzutat für das Currygewürz, das jedoch bei HIT nicht immer vertragen wird. Das liegt einerseits daran, dass Currypulver als Gewürzmischung zuweilen irgendein anderes Gewürz enthält, das nicht vertragen wird, z. B. reagieren manche auf scharfe Zutaten wie Chili oder haben Probleme mit Senfkörnern. Für Currypulver gibt es keine Verordnung, was genau rein muss. Ein anderer Grund kann sein, dass der Gewürzmischung der Geschmacksverstärker Glutamat beigemengt wurde. Idealerweise verwendet man daher nicht getrocknetes Pulver, sondern frische Zutaten.

Wir mahlen Pfeffer und Salz frisch in der Gewürzmühle und auch Kräuter wie Basilikum oder Petersilie füge ich nach Möglichkeit frisch hinzu. So sind auch noch die meisten Nährstoffe enthalten.

Doch ein Gewürz habe ich quasi nie frisch zu fassen bekommen, bis jetzt. Ha, was war ich aus dem Häuschen, als ich kürzlich frischen Kurkuma im Supermarkt entdeckt habe und zwar in Bio-Qualität. Zugegeben, die Knolle hatte einige Kilometer auf dem Buckel und kam aus Peru. Doch für Chia-Samen und Kurkuma mache ich mal eine Ausnahme, wenn es um regionales Einkaufen geht. Während Chia-Samen ein toller DAO-Co-Faktoren-Lieferant sind (Zink!!!), ist Kurkuma ein ziemlich effektiver Mastzellstabilisator, weil Curcumin enthalten ist.

Ähnlich wie Ingwer ist Kurkuma entzündungshemmend und besser noch: verhindert die körpereigene Histaminausschüttung. Dadurch ist Kurkuma der perfekte Begleiter für Speisen, die Liberatoren enthalten. Im ersten Versuch habe ich Kurkuma daher genutzt, um meine Knoblauchsuppe zu pimpen. Eine Knolle – etwa so groß wie mein kleiner Finger – wurde geschält, mitgekocht und püriert. Im Grunde könnt Ihr mit Kurkuma aber jede Sauce, Suppe und verschiedene andere Speisen pimpen.

Kurkuma zubereiten

Aber vorsicht, Kurkuma heißt nicht umsonst Gelbwurz oder sogar Safranwurzel im Volksmund: Die Knolle färbt wie verrückt – Essen wie Finger. Wer also mit Kurkuma kocht und nicht für die nächsten vier Tage gelbe Finger haben möchte, verwendet Handschuhe bei der Zubereitung und achtet darauf, dass die Kleidung nicht mit der Wurzel in Berührung kommt.

Kurkuma immer wieder nutzen

Da Kurkuma so ein rares Einkaufserlebnis ist, habe ich gleich überlegt, wie ich mir einen Vorrat anlegen kann. Ähnlich wie Ingwer kann man Kurkuma bei Zimmertemperatur ganz einfach selber ziehen. Im Moment steht der Kurkuma in meinem neu erworbenen, kleinen Garten im Topf. Spätestens wenn die Temperaturen im Herbst fallen, muss ich die Knolle aber wieder ins Innere holen.

Kurkuma benötigt einen relativ großen Topf, um sich zu entfalten. Im Sommer hoffe ich auf die farbenprächtigen Blüten und im Herbst werde ich dann die Knollen ausbuddeln und ernten. Ein paar werde ich aufheben, um schließlich wieder neuen Kurkuma zu züchten usw.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Kurkuma? Bisher haben wir das Gewürz in Pulverform vorwiegend in der Zahnpasta genutzt. Man kann übrigens auch sein eigenes Pulver machen, indem man die Knolle schält, in dünne Scheiben schneidet und im Backofen trocknet. Anschließend im Mörser zerstampfen und schon hat man selbst gemachtes Kurkuma-Pulver.

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Thymol und Luteolin in diesem leckerem Kraut gegen Histamin…

Ich bin immer auf der Suche nach schmackhaften Anti-Histamin-Waffen, die man essen kann. Ihr auch? Dann hab ich was für Euch:

Kleines Bilderrätsel: Worum handelt es sich bei diesem Kraut auf meiner Fensterbank?

Richtig, Oregano. Ich war ganz überglücklich, als ich diese Bio-Pflanze neulich im Supermarkt entdeckt habe. Denn während man Petersilie und Thymian, die im Übrigen ähnlich wirken, hier recht gut bekommt, ist Oregano doch meist nur getrocknet erhältlich. Damit wir aber die tollen Inhaltsstoffe Thymol (antimykotisch, antibakteriell) und Luteolin (mastzellenstabilisierend) in großen Mengen aufnehmen, sollten die Kräuter frisch sein.

Legt Euch also einen kleinen, feinen Fensterbankgarten als Anti-Histamin-Waffe an! Oregano ist richtig lecker in Saucen, Aufstrichen, Salat und kommt bei mir immer in die Pizza-Grundlage. In den Pizzateig könnt Ihr neben Schwarzkümmel- oder Olivenöl auch noch Schwarzkümmel selbst hineinwerfen, denn der wirkt antihistamin.

Tipp: Für alle, die Pizza lieben, aber sich mit Nachtschattengewächsen, inklusive Paprika, schwer tun, empfehle ich Butternusskürbis! Einfach etwa Kürbisfleisch mit einer Karotte weich kochen, pürieren, mit frischen Kräutern würzen und auf den Pizzaboden geben. Sehr lecker und ganz ohne Tomaten oder Paprika.

Nicht vergessen: Das Crowdfunding für mein Buch läuft noch. Ich danke allen, die bisher gespendet haben und hoffe, es finden sich noch mehr UnterstützerInnen, damit das Fundingziel erreicht wird.
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Eisgekühlt genießen…

Eistee – leckere Erfrischung an heißen Tagen

Der Sommer ist, zumindest was die Temperaturen anbelangt, mittlerweile über uns hereingebrochen. Es gab auch schon die ersten Hitzegewitter, die zum Glück wieder etwas Abkühlung brachten.

Zwei Wetterfühlige: Katze „Shaolin“ und der „Histaminer“

Die Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten, die mittlerweile immer knapper wird, ist hier oft problematisch, v. a. wenn es von kühl auf warm wechselt. Und auch dieses Jahr kam der Sommer mit einem Schlag. Ich sehe das immer an meinem „Krebspatienten“ Shaolin, unserer Katze, die hier mit Nierentumor in Pflege ist und mittlerweile allen Tierärzten Falten auf die Stirn wirft – und manchen die Zunge rausstreckt, denn sie ist immer noch da 😉 Sie war November 2013 quasi für nicht mehr zu retten erklärt worden. Es würde den Tierarzt überraschen, wenn sie noch lange macht, man solle ihr noch eine schöne letzte Zeit geben.

Sie kam aus dem Tierheim und im Tierheim sterben ist ja doof. Genauso wie im Krankenhaus sterben einfach doof ist.

Ein anderer Tierarzt drückte es drastischer aus, das war der, der die bildgebene Diagnose gemacht hat und auch herausgefunden hat, dass das Problem weder Leukose noch Fip, noch sonst irgendeine ansteckende Krankheit, sondern ein Tumor ist. Wenn sie es bis zum Ende der Woche noch schaffe, das würde ihn sehr überraschen.

Wenn Shaolin bis November noch dem Krebs die Stirn bietet, sind es 2 Jahre!

Aber im Mai sah es richtig düster aus, denn, um zurück aufs Thema zu kommen, es wurde Sommer. Peng! Heiß! Peng! Hochdruckwetter! Sie aß weniger und dehydrierte, ohne dass wir es gleich merkten, rapide. Nachdem der Tierarzt fast 5 Monate nicht hier war, musste er mal wieder kommen. Und diesmal sah dieser Tierarzt die Sache düster. Shaolin, die sonst sehr gesprächig ist – keine andere Katze mauzt so viel und mit der Inbrunst wie sie es tut – aber Mitte Mai war sie ganz still. Sie bekam über mehrere Tage Flüssigkeiteit subkutan gespritzt und wer hätte es gedacht, sie erholte sich wieder. Der Tierarzt meinte im Scherz, es sei fast so, als müsse man sie einfach regelmäßig wieder aufladen.

Denn alle 3-5 Monate braucht sie eine Infusion, ansonsten kommen wir aber ohne Medikamente aus (nur Hanfsamen- und Lachsöl jeden Tag).

Gleichzeitig ging es auf menschlicher Seite mit Migräne los. Hochdruckwetter ist hier also doppelt böse. Der „Histaminer“ und auch Shaolin sind, was das angeht, beide sehr wetterfühlig. Ich bin dann immer froh, wenn der Sommer endlich angekommen ist und sich alles wieder normalisiert. Zwischendrin gibt es Phasen, wenn zum Beispiel ein Gewitter aufzieht, das sich dann aber doch nicht entlädt – aber das ist ja meist nicht so häufig.

Das momentan anhaltende Tropenwetter, wo die Temperaturen selbst nachts nicht unter die 20-Grad-Marke fallen, macht aber dennoch zu schaffen. Man schwitzt ja die ganze Zeit und verliert Flüssigkeit. Auch Shaolin verträgt diese ganz heißen Temperaturen gerade sehr schlecht. Sie muss täglich infudiert werden und ob sie es bis November schafft, hängt gerade sehr in der Schwebe…

Wie ist es bei Euch? Seid Ihr auch temperaturempfindlich bzw. wetterfühlig, wenn das Wetter umschwingt?

Eistee als erfrischende Abkühlung

An heißen Tagen braucht man dennoch gute Abkühlung und wer nicht die ganze Zeit nur stilles oder Leitungswasser trinken mag, kann es ja mal mit Tee probieren. „Tee“, fragst Du womöglich, „ist der nicht histaminreich?“

Naja, es gibt Kräutertee, Früchtetee, schwarzen Tee, grünen Tee, weißen Tee und Rotbuschtee – das sind zumindest die, die mir jetzt einfallen und nicht alle sind gute Ideen bei Histaminintoleranz. Ich habe das Thema schon mal hier angerissen.

Man muss ein bissl seine Limits und sich selber kennen. Denn so klare Jas und Neins gibt es da nicht. Allen voran ist aromatisierter Früchtetee nichts, muss ich sagen, aber natürlicher Früchtetee geht mitunter. Die Frage ist dann: Welche Früchte sind drin und vertrage ich die? Hier funktionieren Erdbeeren, Himbeeren, Hagebutte und Hibiskus(blüten) nicht und so fällt das meiste weg. Aber vielleicht sieht es bei Euch anders aus.

Kräutertee ist hier die bessere Wahl, v. a. reine Sorten. Salbeitee ist hier sehr beliebt, aber auch andere Sorten gehen. Schwarzer Tee ist so eine Sache, nicht nur, dass der Koffein enthält, sondern auch noch, dass er fermentiert ist – beides „Don’ts“ bei Histaminintoleranz. Aber wenn er nur kurz zieht, also max. 2 Minuten, geht es mitunter, so hat uns die Erfahrung gelehrt. Rotbuschtee enthält kein Koffein, ist aber fermentiert und gilt daher meist als bessere Wahl, aber auch hier: nicht zu lange ziehen lassen.

Während man den Teebeutel oder das Tee-Ei beim Kräutertee einfach drin lassen kann, sollte man ihn bzw. es bei Rotbusch- oder Schwarztee bald entfernen.

Sowohl schwarzer als auch weißer und grüner Tee werden von der gleichen Pflanze gewonnen, aber anders verarbeitet. Von diesem „klassischen“ Tee ist weißer Tee die beste Wahl, dicht gefolgt von grünem Tee. Warum sehe ich das so? Beide enthalten zwar Koffein, sind aber nicht fermentiert. Und Fermentation (enthält direkt Histamin) ist schlimmer als Koffein (Liberator/DAO-Blocker) – so verhält es sich hier zumindest. Außerdem: Koffein muss ja auch erst gelöst werden – daher stets mein Hinweis bei „klassischem Tee“ nicht zu lange ziehen lassen.

Das hilft.




So und daher also heute nach langer Rede mein Sommer-Eistee-Rezept:

Eistee aus grünem oder weißem Tee

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten


Schwierigkeit:

einfach


Zutaten für 1 große Kanne (ca. 1,5-2l):

  • 1 oder 2 Teebeutel/2 kleine oder 1 großes Tee-Ei mit weißem oder grünem Tee (am besten Bio)
  • 1 geh. TL Honig (oder mehr wer mag) (Rohrohrzucker oder Ahornsirup geht auch, wenn’s vegan sein soll)
  • 1,5-2l heißes Wasser (soll bei grünem und weißem Tee nicht sprudelnd kochen, ca. 70-80 Grad)


Zubereitung:

Wasser aufsetzen. Teebeutel oder -ei in eine Kanne hängen und mit heißem Wasser aufgießen. Kurzzeitwecker stellen: nach spätestens 5 Minuten (besser früher) den Teebeutel oder das Tee-Ei entfernen. Nach Belieben Süße einrühren. Ich nehme gerne etwas Honig.

Abkühlen lassen auf Zimmertemperatur und ab in den Kühlschrank damit. Wer mag, kann Eiswürfel reingeben. Ich komme aber ohne aus.

Meistens koche ich am Abend eine Kanne, die dann über Nacht in den Kühlschrank kommt und so hat man am nächsten Tag leckeren Eistee.

PS: Das Ganze ist a) gesünder als gekaufter Eistee (ohne Zusatzstoffe, weniger Zucker bzw. gar kein Zucker, sondern Honig) und b) man hat volle Kontrolle über die Ziehzeit und eben was reinkommt (Grüntee oder weißer Tee statt Schwarztee, welche Art von Süße, usw.). Also macht Euren Eistee das nächste Mal doch einfach selbst. Hier kannst Du Bio-Tee bestellen.

Gute Abkühlung!

(c) Histamin-Pirat

Vegane Info-Wochen: Es geht los…

vegane-info

Vegane Info-Wochen

Vegan, was ist das?

Den ganzen März hindurch soll es hier vegan zugehen. Vegan, das ist pflanzliche oder tierfreundliche Ernährung. Mittlerweile gibt es auch Siegel wie die Vegan-Blume oder das V-Label, die vegane Lebensmittel kennzeichnen.

Vegan-Blume der englischen Vegan Society

V-Label vegan (Europa)

Abgesehen von verschiedenen Logos bzw. Labels ist der Begriff „vegan“ aber gesetzlich nicht geschützt. Was darunter konkret verstanden wird, variiert mitunter auch, denn es gibt verschiedene „Vegan-Typen“, wenn man so will.

Grob gesagt, verzichten VeganerInnen nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf Nebenprodukte vom Tier, wie z.B. Milchprodukte, Honig, usw.

Eine spezielle Form ist z.B. der Roh-Veganismus bzw. vegane Rohkost, wo zusätzlich zu den genannten Kriterien nur roh gegessen wird. Obst und Gemüse wird also nicht gekocht oder gebacken, sondern maximal bei geringer Temperatur gedörrt bzw. getrocknet und ansonsten frisch und roh genossen.

Unter Bio-Veganismus versteht man den Verzicht auf alles vom Tier mit dem Augenmerk auf ausschließlich biologische Produkte, also alles vom Apfel bis zur Zitrone in Bio-Qualität.

Eine Extremform des Veganismus‘ ist der Fruitarismus (von engl. „fruit“ und „vegetarian“) oder Fruganimus. Ziel ist es hier nur so zu essen, dass nicht nur den Tieren kein Schaden zuteil wird, sondern dass auch die Pflanze unversehrt bleibt. Gegessen werden also nur Pflanzenteile, die die Pflanze durch das Ernten nicht „umbringen“. Mitunter werden nur Teile gegessen, die die Pflanze selbst abgeworfen hat (z.B. Fallobst).

Veganismus verstehen die meisten AnhängerInnen aber nicht nur als Diät, sondern als Lebensstil. Es geht nicht nur um den Verzicht auf Tierprodukte im Essen, sondern genauso sind sich viele einig, sollte man kein Leder, Schurwolle, Rosshaar (z.B. für Geigenbogen) und dergleichen verwenden.

Dass für Pelz und Leder Tier sterben, ist allgemein bekannt und es gibt praktische Alternativen wie Kunstleder und Kunstpelz. Doch auch hier gab es schon Skandale mit Bommelmützen, die angeblich, so war es deklariert, aus Kunstpelz waren, aber dann doch aus Pelz waren. Ihr erinnert Euch vielleicht an den Mützenskandal bei der Drogerie Müller und Tom Tailor vor nicht allzu langer Zeit? Die Netzfrauen haben sich hier dazu geäußert und kritisieren diese, gar nicht so seltene Praxis des Falschdeklarierens, scharf.

Ich folge einem Strickblog auf WordPress, der mich übrigens erst darauf gebracht hat, dass Schurwolle mitunter eine recht blutige Angelegenheit ist. Bis dahin dachte ich, wie vielleicht viele andere, dass Schafe zwar geschoren werden, aber man tut ihnen ja nichts… Naja und ganz so einfach ist es nicht. Madame Flamusse von Wollerausch schreibt hier mehr dazu.

Es gibt also auch Betriebe, die mit ihren Schafen und anderen Tieren freundlicher umgehen als die Großindustrie. Man muss sich aber sehr genau informieren. Wer generell gegen das Halten von sogenannten „Nutztieren“ ist, für den sind auch das aber keine Alternativen. Pflanzliche Gewebe aber schon. Vieles kann man aus Leinen, Hanffasern, usw. aber mittlerweile ersetzen – komplett tierfreundlich.

Warum vegan?

Es gibt viele Gründe sich für eine vegane Lebensweise zu entscheiden, einige habe ich hier aufgelistet:

  • körperliche Gesundheit
  • seelische bzw. psychische Gesundheit
  • Tierschutz
  • Umweltschutz

Nicht nur seit der umstrittenen China Study von T. Colin Campbell berichten mehr und mehr Leute von Verbesserung ihrer körperlichen und/oder seelischen Verfassung. Die Ernährungsweise nach der China Study betont u.a. noch den Verzicht auf zusätzlichen Zucker (soweit wie möglich), bezieht sich auf eine Diät mit kaum zusätzlich zugeführtem Öl und mehr. Diese spezifische Ernährungsweise weist also weit mehr Kriterien als lediglich „vegan“ auf. Ich werde etwas zur China Study in einem separaten Beitrag schreiben.

Mich persönlich hat die Doku „Kung Fu Quest“ (mit engl. Untertiteln) weitaus mehr beeindruckt. Durch die Dokumentation hat man die Möglichkeit die Shaolin-Mönche einmal zu besuchen. In der Doku fasst einer der Mönche die pflanzenbasierte Lebensweise so schön zusammen und sagt (übersetzt ins Englische):

Vegetables are easier to digest. Sheep and cattle are fed on grass. Yet, they have very enduring stamina. Meat gives you the power of meat. Grass gives you the power of nature. […]

When we took their [the animals‘] lives, what condition were they in? Rage.

(Gemüse ist leichter zu verdauen. Schafe und Rinder bekommen Gras zu fressen, dennoch haben sie ein starkes Stehvermögen bzw. viel Ausdauer. Fleisch gibt Dir die Kraft von Fleisch. Gras gibt Dir die Kraft der Natur. […] Wenn wir ihnen [den Tieren] das Leben nehmen, in welchem Zustand sind sie dann? Zorn oder Wut.)

Die Tiere sind unweigerlich in einem Stresszustand. Selbst Bio-Fleisch wird erst in der Großschlachterei „hergestellt“, also getötet. Kein Tier wird liebevoll zu Tode gestreichelt. Die Stresshormone, die ein Tier ausschüttet bevor es stirbt, während es in einer Schlange seinen Freunden beim Sterben zusieht, gehen ins Fleisch und wir essen sie mit. Das heißt das. Rüdiger Dahlke (Autor von z.B. Peace Food) weist in seinen Büchern auf diesen Zusammenhang auch hin.

Mich wundert es daher nicht, dass z.B. Betroffene von Depressionen nach dem Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung Milderung ihrer Symptome beschreiben.

Aber auch Herzkrankheiten und einiges mehr sollen durch eine pflanzliche Ernährung entweder verhindert oder gar gemildert werden.

Ob einem persönlich die pflanzliche Ernährung hilft, muss man individuell ausprobieren. Ich möchte niemanden bekehren. Es gibt außerdem speziell in der Kombination mit Histaminintoleranz einiges zu beachten – daher überhaupt dieses vegane Special.

Ist das wirklich gesund? ODER

Bekomme ich da nicht Mangelerscheinungen?

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene „Veganismen“ oder Vegan-Typen – von Rohkost bis Bio. JedeR muss hier selbst eine Entscheidung treffen, was ihm oder ihr schmeckt und gut tut.

Klar ist auch, dass die sogenannten „SojapuddingveganerInnen“ nicht gesünder leben als irgendeinE „AllesfresserIn“. Gemeint sind die VeganerInnen, die Wurst mit Sojaschnitzel & Co einfach ersetzen und eigentlich essen wie vorher mit einigen Fleischsubstituten. Mittlerweile gibt es auch genug vegane Fertigprodukte – ja, das ist eben auch eine Industrie geworden – die alles andere als gesund sind, wenn man sich mal das Kleingedruckte zu Gemüte führt. In fertigen Aufstrichen, Käseersatzprodukten, usw. ist alles drin, von Zitronensäure (nicht -saft!) bis Feuchthaltemittel und Konservierunsgstoffe jeglicher Art (Sorbit usw.). Auch Agavendicksaft als gesunde Zuckeralternative ist ein Mythos – das ist eine Fruktosebombe sondergleichen. Nicht viel anders sieht es mit vielen anderen Zuckeralternativen aus – Xylitol ist so ein Fall. Im Fall von HIT ist der Zuckeralkohol ohnehin keine Alternative, aber so wird Xylitol oft mit aufwändigen, industriellen Verfahren erst hergestellt. Für Hunde ist der Stoff in kleinsten Mengen toxisch. Beim Menschen kann es zu Blähungen kommen. Xylitol wirkt außerdem abführend. Genutzt wird Xylitol vor allem in der Mundhygiene, weil er Karies vorbeugen soll.

Vielen pflanzlichen Milchalternativen wird Zucker (oder Agavendicksaft) zugesetzt, oft sind Bindemittel enthalten und relativ wenig Mandeln, Hafer, Reis oder was immer die Hauptzutat (neben Wasser) eigentlich sein soll.

Wer eigentlich nur frittiertes Gemüse isst, wird auch nicht gesund leben. Klar, kann man immer mal sündigen, aber die Mischung macht es eben.

Seiten wie The Unhealthy Vegan (Der ungesunde Veganer) machen Spaß und bieten auch mal leckere Rezepte, aber Ausgewogenheit muss eben sein.

Generell ranken sich einige Mythen um Mangelerscheinungen der VeganerInnen. Wer sich aber biologisch und ausgewogen ernährt, ist – außer was Vitamin B 12 angeht – meist besser versorgt als einE reguläreR EsserIn.

  • Mythos #1 – Calcium

Wer keine Milch trinkt und keinen Käse isst, muss doch einen Calciummangel erleiden, oder?

Stattdessen begünstigt Milch die Übersäuerung des Körpers. Zu viel Phospor in Milch sorgt außerdem dafür, dass der Calciumhaushalt gestört wird. Alles deutet daraufhin, dass Milch eigentlich gar kein Calcium-Booster ist, wie viele glauben.

Calcium kommt in vielen Lebensmitteln vor – v.a. in grünem Gemüse wie Brokkoli, (Spinat), Mangold, diverse Kräuter, Mandeln, usw.

Auch der Vitamin-D-Pegel sollte stimmen, damit Calcium gut aufgenommen werden kann.

  • Mythos #2 Protein/Eiweiß

Allgemein handelt es sich auch hier um einen Mythos. Denn Hülsenfrüchte, Nüsse und auch einige Gemüsesorten und auch Getreide enthalten Protein. „Normale“ VeganerInnen haben also gar kein Protein-Problem.

Wer jedoch an einer Histaminintoleranz leidet, verträgt Hülsenfrüchte und Nüsse mitunter nur begrenzt. Am besten in kleinen Mengen austesten, was und wieviel geht. Auch Kerne und Samen wie Kürbiskerne, Hanfsamen, Sesam und auch Macadamianüsse stellen hier womöglich gute Alternativen dar.

  • Mythos #3 Eisen

Das ist nicht sooo ganz ein Mythos, denn pflanzliches Eisen wird vom Körper tatsächlich schlechter aufgenommen. Vitamin C kann die Aufnahme aber steigern.

Viel Eisen ist z.B. in Hirse, Kürbiskernen oder Sesamsamen, Linsen, Pfirsich und Spinat. Und auch in Petersilie, Fenchel, Kresse und Karotten.

Vitamin C ist z.B. in Petersilie, Brokkoli, Paprika und Feldsalat enthalten.

Vitamin-C-reiche und Eisen-reiche Lebensmittel kombiniert man also am besten in einer Mahlzeit.

  • kein Mythos – Vitamin B 12

Wer ganz auf tierische Produkte verzichtet, riskiert ohne gezielten Ersatz einen Vitamin-B-12-Mangel. Das kommt nämlich wirklich nur in tierischen Produkten vor. Jetzt sind wir aber auch „tierische Produkte“ und können Vitamin B 12 auch selbst herstellen, vorausgesetzt, wir haben eine gesunde Darmflora. Es ist ratsam als VeganerIn zusätzlich Vitamin-B-12-Quellen zu finden und zu sich zu nehmen.

Mikroorganismen, die man z.B. auf ungewaschenen Obst und Gemüse findet, enthalten Vitamin B 12. Das Gemüse bzw. Obst sollte dann aber auf jeden Fall von Bio-Qualität – im Idealfall aber aus dem eigenen Garten – sein.

Nori- und Chlorella-Algen sind auch eine gute Vitamin-B-12-Quelle. Hier unbedingt auf Bio-Qualität achten. Veganes Sushi ist also immer mal wieder eine gute Idee (Nori-Blätter).

Fazit:

Eine rein vegane Ernährung bei Histaminintoleranz bedarf sehr genauem Wissen um Nährstoffe, um eventuellen Mängeln aus dem Weg zu gehen. Die Reduktion von Fleisch, insbesondere von Schweinefleisch, rate ich jedoch unbedingt an.

Wer bereits vegan lebt, sollte sich genau informieren und regelmäßige Kontrolluntersuchungen einhalten, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Für alle, die die pflanzenbasierte Ernährung einmal ausprobieren wollen, gibt es dieses Monatsspecial. Ob ihr dabei bleibt, ist natürlich Euch überlassen. Vielleicht wird es eine Art Kompromiss, wie z.B. beim Blog Just about vegan („fast vegan“ oder „so ziemlich vegan“) oder hier bei uns. Was genau wir essen, dazu mehr in einem eigenen Beitrag.

(c) Histamin-Pirat

Glutenfreie Info-Wochen (Teil 5): Piratenschiff & Buchrezension…

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Wie bereits an den vergangenen Tagen geht es auch heute wieder glutenfrei auf dem Blog zu.

Nachfolgend möchte ich Euch das Buch „Glutenfrei kochen für die ganze Familie“ von Anja Donnermeyer, erschienen im Trias-Verlag, vorstellen und als kleinen Vorgeschmack auf das Buch gibt es auch ein nachgebackenes Rezept (mit leichten Änderungen).

Buchrezension:

Das Buch kommt sehr schön bebildert daher und bietet zahlreiche Rezepte zum Nachkochen und -backen an. Vom Frühstück, über kindgerechtes Mittagessen, Snacks zwischendurch, bis zur Motivtorte wird eigentlich alles in diesem Familienkochbuch abgedeckt.

Zugegeben habe ich mich zuerst sehr über das Buch gefreut, war dann aber etwas enttäuscht, als ich feststellen musste, dass in allen Backrezepten Fertigmehlmischungen verwendet wurden. Klar, für alle, die einen einfachen Einstieg in das glutenfreie Kochen und Backen suchen, ist das unkompliziert, zumal man diese Fertigmehlmixe eigentlich in jedem Bioladen ums Eck oder im gut sortierten Supermarkt findet. Für alle, die aber schon ein bisschen Erfahrung in der glutenfreien Kocharena haben und nun auch mal mit einzelnen Mehlen experimentieren wollen, ist das Buch nichts. Auch für Betroffene von Histaminintoleranz, die auf Xanthan, etc. verzichten müssen bzw. wollen, ist das Buch daher eigentlich nichts.

Das Buch zielt aber eben auch eher auf LeserInnen ab, die schnelle und dennoch umfassende Abhilfe für den Alltag suchen, ohne dabei Spezialprodukte bestellen zu müssen oder sehr viel Zeitaufwand zu betreiben, kurzum, das Buch richtet sich vor allem an berufstätige Eltern, die am Anfang ihres glutenfreien Kochabenteuers stehen. Daher begrüßt die Autorin, selber Mutter eines „Zöli-Kindes“, wie sie schreibt, ihre LeserInnen auch mit „Liebe Eltern!“.

Die Autorin hat nach der Diagnose von Zöliakie bei ihrer Tochter zunächst überlegt: „Getrennt kochen oder gemeinsam glutenfrei?“

Sie hat sich für einen gemeinsamen Weg entschieden, auf dem die ganze Familie glutenfrei essen wird. So muss Emily nicht dauernd hören: „Das darfst Du nicht essen.“ und man muss auch aus den Küchenutensilien kein steriles OP-Besteck machen oder gar alles doppelt kaufen, einmal Backformen und Töpfe für den Rest der Familie und einmal für die glutenfreie Emily. Und im Endeffekt ist die Entscheidung für alle gesünder. Beim Mann von Anja wurde schließlich auch noch eine Glutensensitivität diagnostiziert…

Das Buch ist unkompliziert und leicht verständlich geschrieben, neben Rezepten, gibt es Einkaufstips und ein Interview mit einer Diplom-Ökotrophologin und Ernährungsberaterin.

Julien Venesson (sein Buch habe ich kürzlich vorgestellt), seines Zeichens auch Ernährungsberater, würde wahrscheinlich nicht in allem zustimmen, was Elke Meis-Möllenkotte der Autorin im Interview rät.

Glutenfreie Ernährung führt, wie Meis-Möllenkotte richtig sagt, nicht nur nicht zu Mangelerscheinungen. Man könnte noch expliziter werden und darauf hinweisen, dass glutenfreie Mehlsorten sogar gehaltvoller sind als herkömmliches Mehl, v.a. Weizenmehl.

Ich verstehe, dass sich so manche oder so mancher Betroffene konkrete Einkaufstips wünscht, genauso muss man dabei aber auch das richtige Mittel zwischen Hinweisen und Werbung finden. Das Buch wird am Ende eher zur Werbekampagne für Schär und Glutano (mittlerweile auch Schär).

Die Autorin schreibt z.B. von der Möglichkeit bei McDonald’s glutenfreie Pommes zu bekommen oder dass Kinderschokolade glutenfrei ist und wie bereits erwähnt, werden nur Fertigmehlmischungen von Schär und Glutano verbacken. Mir stößt es da vor allem bei McDonald’s in einem (Familien-)Kochbuch übel auf, denn kindgerecht oder gesund ist „Essen“ von dieser Fast-Food-Kette sicher nicht, auch wenn McDonald’s schon seit einiger Zeit mit Salt, Wraps und sogar einem Veggie-Burger einen Imagewandel versucht…

Aufgrund der verwendeten Fertigmehlmischungen ist das Buch eher ungeeignet bei „Doppelt-Betroffenen“, die glutenfrei und histaminarm essen müssen, zu empfehlen. Wer sich etwas auskennt, kann aber Rezepte individuell anpassen.

Zusammenfassung:

  • 120 Seiten mit 41 Farbfotos, 13,99 Euro
  • alle Backrezepte mit Fertigmehlmischungen
  • daher die meisten Rezepte nicht histaminarm
  • praktische Küchen- und Einkaufstips
  • auch mit veganen Rezepten
  • aus dem Alltag einer betroffenen Familie, Rezepte für Kinder
  • Kaufempfehlung: Ja, für die, die erst beginnen glutenfrei zu backen und zu kochen
  • Nein, für alle, die sich schon etwas auskennen oder mit einzelnen Mehlsorten experimentieren wollen oder sich histaminarm ernähren müssen

Und nun ein Rezept von Seite 99, das irgendwie wie aufgelegt daherkommt, denkt sich der Histamin-Pirat 😉

Ich habe es als „nicht histaminarm“ markiert, weil Kakaopulver im Rezept vorkommt. Kakao selbst enthält aber eigentlich kaum Histamin, gilt jedoch als Histaminliberator. Mehr dazu hier. Ihr solltet daher individuell abwägen, ob Ihr diesen Kuchen genießen wollt oder nicht. In kleinen Mengen scheint Kakao hier kein Problem zu sein, eher im Gegenteil. Ich verwende Kakaopulver ohne Sojalecithin. Wie immer lautet die Devise: Die Dosis macht das Gift. Außerdem kann der Mann an meiner Seite auf einiges verzichten, aber Schokolade gehört nicht dazu 😉

*** nicht histaminarm ***

Piratenschiff

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Zubereitungszeit:

ca. 40 Minuten + ca. 55-60 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 1 Kuchen:

  • 250g Butter ODER Kokosöl
  • 120g Rohrohrzucker ODER Kokosblütenzucker
  • 40g selbst gemachter Vanillezucker
  • 1 Ei (im Originalrezept sind 5 angegeben, aber ich habe einige ersetzt)
  • 3 EL Chiasamen(mehl) + 9 EL Wasser als Ei-Ersatz
  • 55g Maisstärke
  • 30g Kokosmehl
  • 20g Kokosflocken
  • 90g Braunhirsemehl
  • 80g Reismehl
  • 30g Haselnuss- ODER Mandelmehl
  • 65g Quinoamehl
  • 1 Pck. glutenfreies Backpulver
  • 12 EL Milch ODER pflanzliche Milch
  • 8 EL Kakaopulver (ohne Sojalecithin)
  • Pr. Kardamom
  • ca. 200g weiße Kuvertüre

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Zubereitung:

  1. Ei-Ersatz aus Chiasamen und Wasser ansetzen und etwas andicken lassen.
  2. Butter/Öl mit Zucker, Vanillezucker, Kardamom, Ei und Ei-Ersatz cremig schlagen.
  3. Mehlsorten und Maisstärke hinzufügen und verrühren. Backpulver unterrühren.
  4. Milch und Kakaopulver unterrühren.
  5. In eine gefettete Kastenform füllen (am besten noch mit Kokosflocken einreiben, dann geht der Kuchen besser aus der Form).
  6. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 55-60 Minuten backen. Auskühlen lassen und aus der Form lösen. Mit einem scharfen, langen Messer vorne und hinten Spitzen einschneiden, so dass Bug und Heck entstehen.
  7. Ein Teil der Abschnitte können als „Kommandobrücke“ auf den Kuchen gesetzt werden. Eine Piratenflagge basteln (als Mast habe ich ein Essstäbchen verwendet) und in das Schiff stecken. Mit Schokolade das Schiff überziehen.

Der Kuchen wurde von mir auf einzelne Mehlsorten angepasst, so dass kein Xanthan oder dergleichen als Bindemittel enthalten ist. Darüber hinaus habe ich die Eimenge durch den Chiamix reduziert, da ich versuche möglichst eiarm zu backen, weil das besser verträglich scheint. Einige verwenden auch die kleineren Eier von Wachteln oder Enten und bei den im Original angegebenen 5 Eiern braucht man dann doch’ne Menge Eier. Ihr könnt den Kuchen auch vegan machen. Dazu verwendet Ihr statt dem Ei einen weiteren EL (gestrichen!) Chiasamen mehr & 3 EL Wasser zusätzlich. Der Kuchen ist schön saftig, damit er das bleibt, ist es wirklich eine gute Idee ihn mit Kuvertüre zu überziehen (so bleibt die Feuchtigkeit unter der Schoki im Kuchen).

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Ich bedanke mich beim Trias-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Aussagen entsprechen meinen eigenen Vorstellungen und sind nicht vom Verlag, der Autorin oder anderen beeinflusst worden.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Good mood food…

Kaum zu glauben, dass das Rezept noch gar nicht auf dem Blog ist. OK, eine Zauberei ist es nicht gerade, eigentlich etwas ganz Einfaches, aber es ist immer lecker, insbesondere aber an regnerischen Abenden. Traditionell ein Kindergericht mag ich es aber immer noch. Bin wahrscheinlich nie richtig erwachsen geworden, aber das hat ja auch etwas für sich 😉

Es gibt viele Möglichkeiten Milchreis zuzubereiten und zu servieren. Man kann ganz normale Milch von mit Gras gefütterten Kühen nehmen oder Pflanzenmilch, z.B. Kokos- oder Mandelmilch. Meine Oma hat Milchreis immer mit Zitronenmelisse und Apfelmus oder -stücken serviert. Man kann aber auch andere Früchte nehmen, die man verträgt.

Um zu süßen kann man Ahornsirup, Honig oder Kokoszucker nehmen.

Ich reiche das Rezept bei Engel + Banditen ein, wo gerade Familienrezepte unter dem Motto „Kinder, was soll ich kochen?“ gesucht werden.

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Milchreis

 

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 1-2 Personen:

1/2 Tasse Milch- oder Risottoreis
1 3/4 Tasse Milch oder Pflanzenmilch (Kokos-, Mandel-, Hafer- oder Reismilch)
2 Blätter Zitronenmelisse
ein paar Tropfen Ahrnsirup oder Kokosblütenzucker
Kardamom und/oder Zimt, wenn Ihr das vertragt
frisches Obst, z.B. Äpfel oder selbst gemachtes Apfelmus oder Bananen, wenn Ihr die vertragt

Zubereitung:

Milch und Reis erhitzen. Bleibt die ganze Zeit am Herd und rührt um, ansonsten könnte der Milchreis überkochen oder am Boden anbrennen. Sobald der Milchreis einmal aufgekocht ist, muss er noch ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme weiterköcheln. Den Milchreis vom Herd nehmen, wenn er die richtige Konsistenz erreicht hat.

Nun kann man nach Belieben Früchte hinzufügen und den Milchreis mit Zitronenmelisse garnieren.

Wer mag kann einen Teelöffel Butter oder Kokosöl unterrühren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Die Farbe lila…

Mit baldigem Herbstanfang heißt es an so vielen Orten „Erntezeit“, wie immer im Spätsommer. Passend zu den goldenen Sonnenstrahlen und den Stoppelfeldern veranstaltet LanisLeckerEcke gerade das Blogevent „Sommer, Sonne, Erntezeit“ und sucht Rezepte für alles, was gerade reif geworden ist. Und da darf Kürbis natürlich nicht fehlen.

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Von mir gibt es daher ein:

Kürbiscurry mit lila Reis

 

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

(Bilder zum Vergrößern klicken)

Zutaten für 1-2 Personen:

1/3 Kürbis (Butternut)
2 Karotten
1 Kartoffel
Zitronenmelisse, Minze, fr. Koriander, Curcuma, (Curry), Kreuzkümmel – wer sehr empfindlich reagiert, lässt das Curry am besten weg und würzt sehr vorsichtig
1 Zehe Knoblauch
Wasser
ca. 2 EL Kokosöl (fest)
1/2 Tasse lila Reis (gibt’s im Weltladen oder im gut sortierten Supermarkt)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den Reis mit 1 Tasse Wasser aufkochen lassen und dann weiterköcheln lassen (ca. 20-25 Min.). Mit einer Prise Salz würzen. Kurz bevor das Wasser verkocht ist, etwas Kokosöl (ca. 1 TL) hinzugeben und umrühren.

Gemüse waschen und schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse leicht für ca. 2 Minuten anbraten (soll aber nicht braun werden). Knoblauch schälen und hacken und zum Gemüse geben, kurz anbraten. Dann mit etwas Wasser aufgießen, so dass alles knapp mit Wasser bedeckt ist. Gewürze hinzufügen. Zugedeckt köcheln lassen bis alles weich ist (ca. 20 Minuten), evtl. noch mal etwas Wasser hinzufügen. Wer mag, kann übrigens statt Wasser auch (anteilig) Milch bzw. Hafer-, Kokos- oder Mandelmilch verwenden. Die frischen Kräuter (Melisse, Koriander und Minze) aber erst ganz zum Schluss hinzugeben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf einem tiefen Teller den Reis garnieren. In der Mitte eine Mulde formen. Das Curry in die Mitte setzen und mit einem Blatt Zitronenmelisse garnieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Die Schote gibt die (Vanille-)Note…

Vanillezucker selber machen

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Eigentlich ist das nicht unbedingt ein Rezept, ich gebe es ja zu 🙂

Um Vanillezucker selber zu machen, braucht Ihr lediglich Zucker Eurer Wahl, z.B. Kokosblütenzucker. Ich habe diesmal noch normalen Kristallzucker benutzt. Außerdem braucht Ihr ein Gefäß, wo Ihr den Vanillezucker aufbewahren wollt. Dafür kam bei mir eine leere, gekaufte Dose für Vanillezucker zum Einsatz – ein Mitbringsel aus dem letzten Norwegenurlaub. Und natürlich Vanille.

Da ich neuerdings beim Backen viel lieber echte Vanille verwende als fertiges Konzentrat oder gekauften Vanillezucker, sammeln sich schnell mal ausgekratzte Vanilleschoten an. Und zum Wegwerfen sind die ja viel zu schade. Genau so eine ausgekratzte Vanilleschote gebt Ihr einfach im Ganzen mit Zucker zusammen in den Behälter, wo Euer Vanillezucker entstehen soll, Deckel drauf und warten 😉 Ab und an könnt Ihr mit der Schote mal umrühren. Meine Schote liegt nun ca. 1 Woche drin und der Zucker hat schon eine schöne Vanillenote angenommen.

Was habt Ihr Tolles für den Recycle-&Do-It-Yourself-Tag? Teilt mir Eure Ideen im Kommentarfeld mit und ich stelle dann Eure Blogs vor.

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Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Hmmm…ummus…

*** nicht histaminarm ***

Dieses Rezept ist wieder einmal nicht histaminarm, da Rotweinessig und Kichererbsen zum Einsatz kommen. Wer mit Hülsenfrüchten jedoch kein Problem hat, kann das Rezept ohne Rotweinessig mal ausprobieren. Ansonsten ist dieses Rezept was Leckeres zum Zubereiten für andere, nicht von Histaminintoleranz Betroffene.

 

Hummus (klassisch)

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 1 Schüssel:

1 Glas/Dose Kichererbsen (feucht)
2 EL Festes und 3 EL Flüssiges aus einem Glas Tahina (Sesampaste)
1 geh. TL Kreuzkümmel
1/2 TL Rotweinessig
3-4 EL heißes Wasser
Prise Curcuma
Salz und Pfeffer
etwas Olivenöl, wer mag

Zubereitung:

In einer Schüssel die Tahina nach und nach mit heißem Wasser zu einer Creme rühren. Die Kichererbsen mithilfe eines Siebs waschen und zu der Tahina-Creme geben. Rotweinessig, Gewürze und Olivenöl hinzufügen und fein pürieren. Mit frischem Brot, Olivenöl, Sesamkörnern, Oliven und frischem Gemüse servieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

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