Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: laktosefrei (Seite 1 von 11)

Pimp my soup …

Es gibt sie wirklich: Nette, kleine Histaminhelferlein, die entweder wie ein Antihistaminikum wirken und Reaktionen lindern (z. B. Schwarzkümmel) oder die Mastzellen stabilisieren und so verhindern, dass der Körper eigenes Histamin ausschüttet bzw. mobilisiert. Darüber hinaus unterscheiden wir weitere Substanzen: DAO-Co-Faktoren wie Zink, die für den Histaminabbau benötigt werden und Nährstoffe wie Vitamin C, welches den Histaminabbau fördert.

Vor allem Mineralstoffe und Vitamine sollten wir jedoch nicht wie Smarties essen, sofern kein Mangel besteht. Beispiel: Auch Vitamin B6 wird zu den DAO-Co-Faktoren gerechnet. Das B-Vitamin wird aber auch benötigt, um die Aminosäure Histidin in Histamin umzuwandeln – und so ist Vitamin B6 auch ein Co-Faktor zur Histaminproduktion. Ein Zuviel kann also ebenso für Probleme sorgen.

Im Zweifelsfall sollten die Werte bestimmt werden. Manchmal – im Falle eines Mangels – macht ein bestimmtes Supplement Sinn, ansonsten sollten wir schauen, die nötigen Nährstoffe mit der Nahrung aufzunehmen (deshalb heißen die ja auch so).

Und es gibt eine Reihe von tollen Nahrungsmitteln. Ich bin ein großer Fan von Ölen, das habe ich hier ja schon erzählt.

Kurkuma – die Power-Knolle

Heute geht es um meine liebste Power-Knolle: Kurkuma.

Kurkuma oder Gelbwurz gehört zu den Ingwergewächsen. Der getrocknete und gemahlene Wurzelstock ist die Hauptzutat für das Currygewürz, das jedoch bei HIT nicht immer vertragen wird. Das liegt einerseits daran, dass Currypulver als Gewürzmischung zuweilen irgendein anderes Gewürz enthält, das nicht vertragen wird, z. B. reagieren manche auf scharfe Zutaten wie Chili oder haben Probleme mit Senfkörnern. Für Currypulver gibt es keine Verordnung, was genau rein muss. Ein anderer Grund kann sein, dass der Gewürzmischung der Geschmacksverstärker Glutamat beigemengt wurde. Idealerweise verwendet man daher nicht getrocknetes Pulver, sondern frische Zutaten.

Wir mahlen Pfeffer und Salz frisch in der Gewürzmühle und auch Kräuter wie Basilikum oder Petersilie füge ich nach Möglichkeit frisch hinzu. So sind auch noch die meisten Nährstoffe enthalten.

Doch ein Gewürz habe ich quasi nie frisch zu fassen bekommen, bis jetzt. Ha, was war ich aus dem Häuschen, als ich kürzlich frischen Kurkuma im Supermarkt entdeckt habe und zwar in Bio-Qualität. Zugegeben, die Knolle hatte einige Kilometer auf dem Buckel und kam aus Peru. Doch für Chia-Samen und Kurkuma mache ich mal eine Ausnahme, wenn es um regionales Einkaufen geht. Während Chia-Samen ein toller DAO-Co-Faktoren-Lieferant sind (Zink!!!), ist Kurkuma ein ziemlich effektiver Mastzellstabilisator, weil Curcumin enthalten ist.

Ähnlich wie Ingwer ist Kurkuma entzündungshemmend und besser noch: verhindert die körpereigene Histaminausschüttung. Dadurch ist Kurkuma der perfekte Begleiter für Speisen, die Liberatoren enthalten. Im ersten Versuch habe ich Kurkuma daher genutzt, um meine Knoblauchsuppe zu pimpen. Eine Knolle – etwa so groß wie mein kleiner Finger – wurde geschält, mitgekocht und püriert. Im Grunde könnt Ihr mit Kurkuma aber jede Sauce, Suppe und verschiedene andere Speisen pimpen.

Kurkuma zubereiten

Aber vorsicht, Kurkuma heißt nicht umsonst Gelbwurz oder sogar Safranwurzel im Volksmund: Die Knolle färbt wie verrückt – Essen wie Finger. Wer also mit Kurkuma kocht und nicht für die nächsten vier Tage gelbe Finger haben möchte, verwendet Handschuhe bei der Zubereitung und achtet darauf, dass die Kleidung nicht mit der Wurzel in Berührung kommt.

Kurkuma immer wieder nutzen

Da Kurkuma so ein rares Einkaufserlebnis ist, habe ich gleich überlegt, wie ich mir einen Vorrat anlegen kann. Ähnlich wie Ingwer kann man Kurkuma bei Zimmertemperatur ganz einfach selber ziehen. Im Moment steht der Kurkuma in meinem neu erworbenen, kleinen Garten im Topf. Spätestens wenn die Temperaturen im Herbst fallen, muss ich die Knolle aber wieder ins Innere holen.

Kurkuma benötigt einen relativ großen Topf, um sich zu entfalten. Im Sommer hoffe ich auf die farbenprächtigen Blüten und im Herbst werde ich dann die Knollen ausbuddeln und ernten. Ein paar werde ich aufheben, um schließlich wieder neuen Kurkuma zu züchten usw.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Kurkuma? Bisher haben wir das Gewürz in Pulverform vorwiegend in der Zahnpasta genutzt. Man kann übrigens auch sein eigenes Pulver machen, indem man die Knolle schält, in dünne Scheiben schneidet und im Backofen trocknet. Anschließend im Mörser zerstampfen und schon hat man selbst gemachtes Kurkuma-Pulver.

(c) Histamin-Pirat

Es ist wieder Histamin-Frei-Day …

Wie bereits im letzten Monat, gibt es auch im Februar einen „Histamin-Frei-Day“, den Daniela’s Foodblog ins Leben gerufen hat.

Jeder ist auch diesen Monat herzlich eingeladen, die histaminarme Küche um etwas Leckeres zu erweitern.

Klassiker wiederentdecken

Während ich mich ansonsten viel damit beschäftige, dies durch das und jenes zu ersetzen oder danach strebe, etwas Altbekanntes völlig neu zu erfinden, sind es mitunter Klassiker, die wir dabei übersehen. Dabei sind es oft genau diese Speisen, die nicht nur die Körpermitte, sondern auch die Seele wärmen. Man denke nur an Kindergerichte wie Milchnudeln, Milchreis oder Gesprengtes Huhn – allesamt Leibgerichte von mir, die ich mit meinen Omas verbinde. Dazu sei erwähnt, dass ich so ein glückliches Wesen bin, dass gleich zwei Omas und eine Uroma hat(te). Glücklich deswegen, weil meine zwei Omas ziemliche Persönlichkeiten waren und eine es noch immer ist. Jede hatte so ihren Spleen und auch wenn womöglich jeder in meiner Familie etwas anderes mit jeder Oma verbindet, habe ich eben ganz spezielle Erinnerungen im Kopf. Bei der einen Oma war ich vorwiegend nur in den Ferien und hier wurde auf Seide gemalt. Zu Weihnachten beginnt genau die Oma bis heute schon mehrere Tage vor Weihnachten mit dem Kochen, damit an den Feiertagen jeder seine Leibspeise bekommt. Eins darf dabei nicht fehlen: Kartoffelklöße (oder Knödel, wie man hier sagt) – dazu gleich mehr.

Die andere Oma hatte einen großen Faible für Literatur und schickte mir selbst ins österreichische „Exil“ jahrelang regelmäßig Briefe. Natürlich immer mit ein paar literarisch wertvollen Zeilen. Außerdem liebte sie klassische Musik und – wie so viele Omas, mochte sie Andrè Rieu. Sie kannte jeden Baum beim Namen und hat mir gern die Haare gebürstet. Über sie hab‘ ich vor Jahren auch mal ein Gedicht geschrieben, ob das nun „literarisch wertvoll“ ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Über meine Uroma weiß ich – Asche auf mein Haupt – nicht so viel, wie ich gerne wollte. Als Kind fragt man einfach zu wenig von dem, was wirklich wichtig ist. In Retrospektive geht’s mir jedenfalls so. Meine Uroma hatte einen süßen Zahn und das änderte sich auch mit dem Diabetes nur kaum. Außerdem war sie ein großer Tierfreund und hatte überhaupt ein riesiges Herz. Als Teenager hat sie gezwungenermaßen den Gasthof ihrer Eltern übernommen und dort in riesigen Töpfen gekocht.

Wie komme ich jetzt auf die ganzen Omas und Essensklassiker? Den ersten Anstoß gab mir der Schmankerlblog mit diesem Beitrag. Und dann fiel mir noch dieses Buch in die Hände:

„Das vegane Kochbuch meiner Oma“: Vegan kochen ohne Superfoods

Die Autorin beschreibt in „Das vegane Kochbuch meiner Oma“ wie pflanzliche Kost, wohl oder übel, früher noch kein Trend, sondern ganz normal war. Fleisch war teuer und so gab es häufig ganz simple, aber nicht minder leckere Speisen. Back to the roots erlangt angesichts Karotten, Pastinaken & Co da eine interessante Doppelbedeutung.

Das Buch ist wunderbar liebevoll geschrieben und auch gemacht. Allein die Fotos sind ein Highlight. Mit Emaille-Topf und allem Oma-Drum-und-Dran. Histamintechnisch hab ich nicht sooo viel entdecken können, da häufig Tomaten und anderes dabei war. Aber zum Beispiel „Kürbismarmelade“ steht nun definitiv auf meiner To-Do-Liste. Für alle, die auch Lust auf eine kleine (vegane) Zeitreise haben, ist das Buch sicherlich genauso anregend wie für mich. Es kommt nämlich, ganz untypisch für die moderne, pflanzliche Küche ohne Superfoods und super exotische Zutaten aus, die meist einen langen Weg zurückgelegt haben. Ob dann die Bio-Kiwi angesichts des Kerosinverbrauchs eigentlich noch so heißen darf, wird da schon mal fraglich.

Zusammenfassung:

  •  „Das vegane Kochbuch meiner Oma“ von Kirsten M. Mulach
  • 112 Seiten, gebundene Ausgabe
  • veganes Kochbuch ohne Superfoods mit traditioneller Küche „wie bei Oma“
  • leider nur wenig histaminarme Gerichte
  • 16,99 Euro, erschienen im Bassermann-Verlag

Ich bedanke mich beim Bassermann-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Nicht ganz vegan, aber doch zumindest vegetarisch geht es jetzt endlich an den Histamin-Frei-Day! Wir machen

Kartoffelklöße/-knödel mit Pastinakensauce

Zubereitungszeit:

ca. 1 h

Schwierigkeit:

normal

Zutaten:

  • ca. 500 g Kartoffeln (mehlig)
  • ca. 80-100 g Kartoffelstärke
  • 1 Ei oder 2 Eigelb (wer empfindlich reagiert)
  • 1 EL Olivenöl, 1 EL Leinöl, 1 EL Hanfsamenöl oder 3 EL Butter
  • Pr. Salz und ein paar Kräuter nach Wunsch (Petersilie, Oregano, Majoran …)
  • 1 Dinkelbrötchen (vom Vortag)

 

  • 2 Pastinaken
  • 2 Kartoffeln
  • 1/2 TL Pulver Gemüsebrühe (hefefrei)
  • ca. 2 Tassen Wasser
  • 1 Knoblauchzehe
  • (Spritzer Zitrone) – weglassen, wer sehr empfindlich reagiert

 

Zubereitung:

Knoblauch, Pastinaken und Kartoffeln schälen. Die Kartoffeln für die Klöße etwa 20 bis 25 Minuten kochen. Anschließend abseihen und mit kaltem Wasser abspülen.

Währenddessen das Brötchen halbieren und die Hälften in Streifen und schließlich in Würfeln schneiden. In etwas Öl oder Butter knusprig zu Croutons rösten.

Mit nur wenig Wasser die restlichen Kartoffeln und Pastinaken zusammen mit dem Knoblauch aufkochen. Brühwürfel oder selbst gemachte Brühlösung hinzugeben und dann ca. 15 bis 20 Minuten weiterköcheln lassen.

Währenddessen die Kartoffeln stampfen. Mit verschiedenen Ölsorten mischen (ich nehme eine Mischung von dem, was gerade da ist. Manchmal kommt auch antihistamines Schwarzkümmelöl zum Einsatz). Das Ei zerschlagen und hinzugeben. Mit Kräutern und etwas Salz würzen. Kartoffelstärke hinzugeben. Alles gut durchkneten. Der Teig ist perfekt, wenn er nicht mehr an den Händen klebt. Wenn er noch klebt, etwas mehr Kartoffelstärke nehmen. Dann etwas Teig abnehmen und handtellergroße Buletten formen und in die Mitte stets ein paar Croutons setzen und dann sorgsam den Teig drum herum legen, bis man eine Kugel hat.

Die fertig geformten Klöße in kochendes Salzwasser geben und bei mittlerer Hitze etwa 25 Minuten köcheln lassen. Achtung: nicht zu viel Hitze, sonst zerfallen die Klöße.

Wenn das Gemüse im Topf weich gekocht ist, mit einem Pürierstab pürieren und eventuell noch mit Salz und einem Spritzer Zitrone abschmecken.

Klöße abschöpfen und zusammen mit der Sauce servieren.

 

(c) Histamin-Pirat

Matcha: Was ist das eigentlich und geht das überhaupt bei HIT?

Darf ich das mit Matcha machen?

Bei Histaminintoleranz stehen Betroffene immer wieder vor der Frage: Darf ich das eigentlich? So sehr wir uns stets genaue Aussagen wünschen würden, gibt es die nur selten. Die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln kann ganz individuell ausfallen. Nämlich genau so individuell, wie die Histaminintoleranz selbst.

Da sind zum einen diejenigen, die aufgrund einer ärztlichen Fehlmedikamentation, einer andauernden Antibiotikabehandlung oder aus anderen Gründen eine gestörte Darmflora mitsamt HIT entwickelt haben. Zum anderen gibt es diejenigen, die schon immer mit zu viel Histamin zu kämpfen hatten. Sorgt ein Gendefekt für einen HNMT-Mangel oder sind gar die Mastzellen zu aktiv? Zweiteres wäre dann schon keine Histaminintoleranz mehr, sondern eine Mastzellaktivierungserkrankung. Trotzdem haben die Betroffenen genauso mit zu viel Histamin im Körper zu kämpfen und müssen ganz genau schauen, was auf den Teller kommt. Möglichst histaminarm und im Fall von Mastzellaktivierungserkrankungen gilt zudem möglichst ohne andere biogene Amine und andere Auslöser, die als Liberatoren wirken. Uff!

Das klingt nach Verzicht, muss es aber nicht sein. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören, die eigene Toleranzschwelle zu kennen UND: clever zu kombinieren. Denn viele Lebensmittel enthalten

  • DAO-Co-Faktoren
  • antihistamin wirkende Stoffe/Histaminrezeptorblocker
  • mastzellstabilisierende Substanzen

Man muss sie nur finden! Zum Beispiel:

Wir schätzen Schwarzkümmel in Öl-und Samenform besonders als Antihistaminikum (ganz ohne lästige Nebenwirkungen wie Müdigkeit).

Wir mögen Chiasamen, weil sie unter anderem Zink und andere DAO-Co-Faktoren enthalten, aber mit viel Wasser genossen werden müssen.

Und wir mögen Grüntee, weil er mastzellstabilisierend wirkt. Aber Moment mal, ist Grüntee nicht „böse“?

Grüntee als Mastzellstabilisator

Ich habe mich hier schon einmal mit Tee, Kaffee und Kakao auseinandergesetzt. In diesem Artikel steht bereits, dass Grüntee Schwarztee vorzuziehen ist und zwar weil grüner Tee (und auch weißer Tee) meist wenig bis gar nicht fermentiert ist. Dadurch ist quasi kein Histamin enthalten. Ein Problem bleibt aber: Teein/Kaffein. Das führt dazu, dass Grüntee in der SIGHI-Liste mit „1“ und „B“ für DAO-Blocker markiert wird. Dann ist der ja eigentlich doch nicht so toll, oder?

Grüntee kann jedoch noch mehr als wach machen und die DAO blockieren. Vor allem, wenn er nur kurz zieht (max. 2 Minuten). Grüntee enthält nämlich auch das Antioxidans Epigallocatechingallat, welches mastzellstabilisierend wirkt – also verhindert, dass der Körper selbst Histamin ausschüttet. Darüber hinaus ist die Aminosäure Theanin enthalten, die ebenso mastzellstabilisierend wirkt!

Aufgrund des Kaffeins sollte Grüntee niemals zu stark histaminhaltigen Speisen getrunken werden, kann aber ansonsten sehr wohltuend sein und getrost getrunken werden, vor allem wenn Ihr den Teebeutel bzw. das Tee-Ei nach 2 Minuten aus der Tasse nehmt.

Und wie ist das nun mit Matcha?

Matcha ist gemahlener Grüntee. Was also für Grüntee gilt (von der Ziehzeit mal abgesehen), trifft also auch für Matcha zu. Ihr solltet es nicht übertreiben, aber hin und wieder dürft Ihr auch zu dieser Trendzutat greifen.

Ursprünglich wurde das heute zum Trend-Drink avancierte Grünteegetränk von buddhistischen Mönchen als Meditationsgetränk erfunden und getrunken. Heute gelten Drinks mit der schäumenden Matchazutat als Jungbrunnen und Superfood. „Matcha“ heißt tatsächlich nicht mehr als „gemahlener Tee“ wie wir im Buch „Gesund und schlank mit Matcha-Tee“ erfahren. Traditionell wird Grüntee übrigens nicht fermentiert. Die Blätter derPflanze Camellia sinensis werden gedämpft und getrocknet. Für Oolong werden sie halbfermentiert, für Schwarztee fermentiert.

Guter Matcha-Tee soll mild, süßlich und intensiv umami (jap. „herzhaft“) schmecken. Am Ende soll ein Hauch Nussaroma zurückbleiben. Verantwortlich für den süßlichen Geschmack ist übrigens das für uns interessante Theanin. Schlechter Matcha hingegen ist säuerlich, bitter und hat mehr von Brokkoli, Kohl und Algen als das vollmundig süße Aroma des japanischen Traditionsgetränks.

Neben den bereits genannten Inhaltsstoffen kann Matcha mit Ballaststoffen, Eisen, Folsäure und anderen B-Vitaminen sowie mit Vitamin C und anderen antioxidativ wirkenden Vitaminen punkten.

Theanin ist für das Gefühl von „ruhiger Wachsamkeit“ des Tees verantwortlich, das Matcha womöglich zum Meditationsgetränk hat werden lassen.

Vielleicht möchtet Ihr demnächst mal etwas mit Matcha ausprobieren. Passend zur Weihnachtszeit könnt Ihr mit diesem grünen Matcha-Joghurt-Smoothie und diesem Kuchen ein bisschen „grinchig“ werden. Manchmal hat man das Weihnachtsgetue schließlich auch mal über und möchte einfach nur den Grinch rauslassen. Und hier kommt er:

Matcha-Joghurt-Smoothie (ohne Kuhmilcheiweiß)

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 125 ml Schafmilchjoghurt
  • 1/2 Tasse Eiswürfel oder 1/2 Tasse kalter Pflanzendrink (z. B. Mandel-, Hanf- oder Kokosmilch)
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Matcha

Zubereitung:

Alle Zutaten im Standmixer oder mit dem Pürierstab glatt verrühren. Fertig.

Matcha-Sandkuchen (laktosefrei, ohne Kuhmilcheiweiß, vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten + ca. 45 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für eine Mini-Kastenform:

  • 65 ml Kokosöl
  • 210 g Zucker
  • 2 Eier (wer empfindlich ist, nimmt nur das Eigelb)
  • 125 ml Pflanzendrink
  • 120 g Dinkelmehl
  • 1 EL Matcha
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • Pr. Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 160° C vorheizen. Mini-Kastenform fetten.

Mit dem Handrührgerät Zucker und Öl verrühren. Eier und Pflanzendrink dazugeben und verrühren.

In einer separaten Schüssel alle trockenen Zutaten vermengen.

Den Feuchte-Zutaten-Mix hinzugeben und glatt rühren. In die Kastenform füllen und für ca. 45 Minuten bei Umluft/Heißluft backen.

Auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Weitere Rezepte und Infos rund um Matcha gibt es in diesem Buch:

Zusammenfassung:

  • „Gesund und schlank mit Matcha-Tee“ von Petra Hirscher
  • 95 Seiten, Taschenbuch
  • Informationen rund um Matcha
  • mit zahlreichen Rezepten von herzhaft bis süß, zum Trinken, Essen und Naschen
  • 7,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.


(c) Histamin-Pirat

Herbstzeit ist Kürbiszeit …

Kürbis könnte ich immer essen. Insbesondere Butternusskürbis! Gleich hinter Maroni ist der Kürbis ein absolutes Muss im Herbst. Die vielseitige Beerenfrucht – ja, Kürbis ist eine sogenannte „Panzerbeere“, botanisch gesehen – passt zu fast allem und in nahezu alles. Heute kam der Kürbis in die Waffel. Das Rezept kommt übrigens ganz ohne Milch und Backpulver aus.

Waffeln sind auch stets perfekt für eine Party. Warum also nicht zu Bastis erstem Geburtstag Waffeln mitbringen? Da der Kleine sich wahrscheinlich später nicht mehr so richtig an die Party und die mitgebrachten Leckereien erinnern wird, gibt es für ihn von seiner Mama, die den Blog „Das Kocherl“ betreibt, ein Rezeptebuch in der Zeitkapsel. Pünktlich zum 18. Geburtstag kann er noch mal feiern, wenn man so will. Und weil Waffeln kinderleicht gehen, sind sie super für angehende Studentenköche. Mal sehen, ob Basti in 17 Jahren die Kürbiswaffeln genauso gut schmecken wie uns jetzt schon 🙂

Kürbiswaffeln (vegetarisch, laktosefrei)

Zubereitungszeit:

ca. 50 Minuten im Backofen +  ca. 1 h Zubereitung

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 15-20 Waffeln:

  • 650 g glattes Dinkelmehl
  • 170 g Butter oder Kokosöl (für die laktosefreie Variante)
  • 2 Eier (ganz Empfindliche nehmen stattdessen 3 Eigelb)
  • kl. Butternusskürbis bzw. 230 g Kürbismus
  • 600 ml Mineralwasser, prickelnd
  • 1 Pr. Salz

Zubereitung:

Zunächst den kleinen Butternusskürbis halbieren und im Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 50 Minuten backen. Die Hälften so in den Backofen geben, dass das Kürbisfleisch nach oben zeigt.

Anschließend leicht auskühlen lassen. Dann die Kerne herausschaben und das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel rauskratzen und in eine Schüssel geben. Ich bin mit dem Pürierstab noch mal durch das Kürbisfleisch gegangen. Dann wird der Teig richtig schön glatt.

Nun alle Zutaten mit einem elektrischen Handrührgerät vermischen. Wenn noch Kürbismus übrig bleibt, macht das nix. Das Mus kann vielfältig weiterverwendet werden: zum Beispiel um ein herbstliches Brot zu backen oder eine Suppe zu verfeinern, etc. Notfalls einfach in kleinen Portionen einfrieren und bei Bedarf auftauen!

Tipp: Wer zu viel Mus gemacht hat und die Waffeln gerne etwas weicher statt knuspriger mag, kann auch mehr Mus in den Teig geben und dafür etwas Mineralwasser weglassen. So bekommt ihr außerdem die volle „Kürbisdröhnung“ 😉

Das Waffeleisen vorheizen und Waffeln backen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Tipp: Bei ca. 50 bis 70°C bleiben die Waffeln im Backofen schön warm. Einfach einen Teller in den Backofen stellen und sukzessive einen Waffelturm bauen 😉

Zu den Waffeln passt: Frischkäse, Mozzarella, Salat wie Rucola oder Feldsalat, selbst gemachter Apfelmus, Nuss-Nugat-Creme, etc. Da kein Zucker im Teig ist, können die Waffeln sowohl deftig als auch süß belegt werden. Ich esse meine Kürbiswaffeln am liebsten mit Apfelmus oder mit Kürbishumus. Letzterer ist jedoch nicht wirklich histaminarm.

Was schmeckt Euch zu Waffeln?

(c) Histamin-Pirat

Zähneputzen nicht vergessen (Teil 2)…

Ich kann es eigentlich nicht oft genug sagen, aber bei histaminbedingten Störungen, wie Histaminintoleranz und vor allem Mastzellaktivierungsstörungen, muss nicht nur an die Ernährung gedacht werden. In erster Linie sind es zwar histaminreiche Lebensmittel und solche, die die sogenannten Histaminliberatoren enthalten, welche zu unangenehmen Reaktionen führen, aber eben nicht nur.

Nach einer Ernährungsumstellung kam es hiertrotzdem  immer wieder zu Reaktionen, die ich mir zunächst nicht erklären konnte. Man denke hierbei daran, auch niemals zu radikal zu eliminieren. Der Körper benötigt schließlich Nährstoffe! Nährstoffmängel können ähnliche Reaktionen wie ein Histaminüberschuss hervorrufen. Vor allem die Versorgung mit folgenden Nährstoffen, die indirekt am Histaminabbau beteiligt sind, sollte bei Betroffenen überprüft werden:

  • Zink
  • Magnesium
  • Kupfer
  • Vitamin D
  • Mangan
  • B-Vitamine (B12, B6)

Leider muss man die Tests in der Regel aus eigener Tasche bezahlen, da die Kasse hierfür nicht aufkommt.

Doch nach allem Prüfen, Testen, Substituieren (statt Eliminieren) blieb ich ratlos, bis mir der Gedanke an Umwelteinflüsse kam. Um es kurz zu machen: Durch einen Shampoo- und Zahnpasta-Wechsel konnten wir eine spürbare Verbesserung erzielen. Wir nutzen das Alverde Shampoo und selbstgemachte Zahnpasta. Doch nicht jeder hat die Zeit, selbst Zahnpasta anzurühren. Daher werde ich immer wieder gefragt, welche Zahnpasta ich empfehlen kann. Also hab ich mich auf die Suche gemacht. Folgendes sollte nicht enthalten sein:

  • Fluorid
  • Sobit(ol)
  • Carrageen

Und gleich vorweg: Esist gar nicht so einfach, Zahnpasta ohne diese drei Übeltäter zu finden. Warum sind nenne ich diese Zutaten eigentlich „Übeltäter“?

Carrageen wirkt entzündungsfördernd und kann daher zu den Histaminliberatoren gezählt werden.

Der Zuckeralkohol Sorbit(ol) wird von vielen HITlern schlecht vertragen und macht hundertprozentig bei einer Sorbitintoleranz Probleme.

Fluorid gilt als neurotoxisch, trägt dazu bei, dass der Körper Schwermetalle speichert und verschlechtert die Magnesiumaufnahme.

Die erste Zahnpasta, die ich gefunden habe, ist das Kinderzahngel von Weleda mit folgender Zusammenstellung:

Glyzerin, Wasser, Kieselsäure, Alginat, Auszug aus Ringelblumenblüten, Mandelöl, Aesculin, Mischung natürlicher ätherischer Öle.

Mein nächster Kandidat wird von der dänischen Firma Urtekram hergestellt. Die Mint & Green Tea Toothpaste enthält Folgendes:

Natürliche Kreide, Wasser, Glyzerin**, Aloe Vera*, Polysaccharid, Minzöl*, grüner Tee Extrakt*, Myrrhe, Magnolienrindenextrakt. *=Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. **= Hergestellt mit Bio-Inhaltsstoffen

20160817_173623

Urtekram-Zahnpasta mit Minze und Grüntee (jetzt ohne Carrageen)

Wirklich überzeugt hat mich jedoch diese fluoridfreie Alternative auf Rohkostbasis:

Zahnöl von Ringana (Rohkost und vegan)

Ringana stellt hochwertige Kosmetikprodukte frei nach dem Motto „So fresh!“ in Rohkostqualität ohne Konservierungsstoffe her. Das Zahnöl ist in der Anwendung zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, denn es schmeckt sehr intensiv. Wer also mit Ölziehen noch keine Erfahrungen gesammelt hat, sollte es mit dem Ringana Zahnöl langsam angehen lassen – 1 bis 2 Tropfen genügen am Anfang.

Die Putzleistung und der Frische-Effekt sind sehr gut. Folgendes steckt im Zahnöl:

Sesamöl, Kieselsäure, Xylitol, Minzöl,  Menthol, Kurkuma, Sternanisöl, Zitronenöl, Zimtöl, Eukalyptusöl, Nelkenblütenextrakt, Myrrhenöl, Salbeiöl, Süßholzwurzelextrakt, natürliche Tocopherole und Tocotrienole, Grünteeextrakt, Verbindung aus Vitamin C und Pflanzenfettsäure (Ascorbyl Palmitate), Vitamin E, Wasser, Limonene, Cinnamal, Eugenol, Linalool.

Vorab sei jedoch gesagt, wer allergisch auf einen oder mehrere Inhaltsstoffe reagiert, sollte natürlich die Hände davon lassen. Typische Kandidaten wären hier: Zimt, Seam und Menthol.

Auffällig am Ringana-Zahnöl ist die Ähnlichkeit zu meiner Zahnpasta, die aus folgenden Zutaten besteht:

Heilerde, Kieselerde, Kokosöl, Süßholzwurzelpulver, Gewürznelkenpulver und Kurkuma besteht – wahlweise mit einem Spritzer Malven- oder Salbeitee dabei.

Wahrscheinlich finde ich das Zahnöl deswegen gut 🙂

Ich hoffe, Ihr habt nun praktische Alternativen zum Zähneputzen gefunden. Könnt Ihr noch weitere Produkte empfehlen?

PS: Das Crowdfunding für mein Ratgeberbuch läuft noch knapp 70 Tage. Etwa ein Drittel des Fundingziels ist schon erreicht. Es wäre super, wenn wir das bis Anfang Januar schaffen. Ich freue mich über jeden Unterstützer und jede Unterstützerin. Danke!

Projekt unterstützen

(c) Histamin-Pirat

Was ist eigentlich mit Käse?

Was ist eigentlich mit Käse?

Wer an Histaminintoleranz leidet, verliert zuweilen schon einmal den Appetit. Es gibt Phasen, vor allem direkt nach der Diagnose, in denen man auf jedes Lebensmittel zu reagieren scheint. Tatsächlich betreiben Betroffene in der Eliminations- und Wiedereinführungsphase von Lebensmitteln wahre Detektivarbeit. Hinter der Unverträglichkeit muss doch ein System stecken! Doch wie findet man es?

Lebensmittellisten wie die SIGHI-Liste geben Auskunft über mögliche „Übeltäter“. Während die Schweizer Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz ein Ampelsystem zur Orientierung gibt, liefert die spanische Gesellschaft für DAO-Defizit konkrete Werte, die hier einsehbar sind. Darüber hinaus gibt es eine Lebensmittelliste der kanadischen Mastozytosehilfe, die Ähnlichkeiten mit der SIGHI-Liste aufweist, aber hier und da doch Abweichungen zeigt. Schnell zur Hand für alle „Schmierfon-Inhaber“ ist die folgende App, die vor allem beim Einkaufen in der Anfangszeit hilfreich sein kann.

Doch trotz aller Listen hilft am Ende nur, eine eigene Liste anzufertigen. Außerdem muss das, was eingangs einmal eliminiert wurde, nicht für immer vom Speiseplan verschwinden. Hat sich der Magen-Darm-Trakt erst einmal erholt, können nach und nach wieder Lebensmittel auf den Tisch kommen, die vorher Probleme gemacht haben – so zumindest bei der tatsächlichen Histaminintoleranz, wenn sie erworben wurde (z.B. durch Antibiotika). Manchmal muss die Krankheit einfach gemanaget werden und zwar für immer, so bei den meisten Mastzellaktivierungserkrankungen. Da kann es helfen, sich einige Lebensmittelgruppen mal genauer anzusehen. Und genau das habe ich heute mit Käse vor.

parmigiano-reggiano-1574183_1280

Auf dem Blog habe ich bereits mehrmals die Faustregel formuliert: Kein lang gereifter Käse und kein Käse mit großen Löchern. Warum?

Reifung bedeutet Fermentation. Dabei sind Bakterien am Werk. Viele Bakterien setzen in diesem Prozess Histamin frei und somit können fermentierte Produkte bei Histaminintoleranz schnell Probleme machen. Stichwort: Rotwein, Sauerkraut oder eben lang gereifter Käse. Im Grunde ist Fermentation auch bei jungem Käse und bei Joghurt am Werk. Offenbar ist der Reifungsprozess jedoch nicht lang genug, um die Histaminmenge so weit raufzutreiben, dass dadurch Probleme entstehen – hier zumindest. Die Bakterien sind für Betroffene von Laktoseintoleranz jedoch ein Segen. Während des Reifungsprozesses entsteht zwar Histamin, aber die im Käse enthaltene Laktose wird großteils durch die Bakterien abgebaut. Je älter der Käse, desto besser verträglich für Laktoseintolerante! Blöd nur, wenn man beides hat – LI und HIT.

Der Gedanke liegt nah, da zu Spezialprodukten mit der Deklaration „laktosefrei“ zu greifen. Doch sind diese Produkte HIT-tauglich?

Um den Milchzucker (Laktose) in seine Bestandteile Galaktose und Glucose zu zerlegen, bedarf es eines bestimmten Enzyms namens Laktase. Betroffene von Laktoseintoleranz besitzen davon zu wenig, sowie HIT-Betroffene zu wenig DAO oder HNMT haben. Daher mischt man den laktosefreien Spezialprodukten extra Laktase bei. So und hier kommt das Problem: Das Enzym wird entweder aus Schimmelpilzen (Aspergillus) oder aus Hefen (Kluyveromyces) gewonnen und macht daher bei HIT meist Probleme. Außerdem können diese Laktase-Quellen mitunter gentechnisch verändert sein, auch wenn das zumindest in Deutschland nicht der Fall sein sollte. Bio-Ware gibt es im Reformhaus oder Naturkostladen, doch das Problem mit dem Histamin bleibt.

Wer daher von der Kombi LI und HIT betroffen ist, sollte idealerweise auf pflanzliche Alternativen umsteigen. Doch auch hier gibt es einiges zu beachten:

  1. Sojamilch sollte gemieden werden, da Sojabohnen histaminreich sind.
  2. Fertige Reis- und Hafermilch ist in der Regel fermentiert und wird daher nicht immer vertragen.
  3. Nicht alle Nussmilchalternativen sind verträglich, meist geht Mandel- oder Kokosmilch.
  4. Fertigprodukte enthalten meist unverträgliche Zusatzstoffe und Bindemittel (z.B. Guarkernmehl)
  5. Tipp: Pflanzliche Milch einfach selber machen. Auf meiner Seite gibt es Rezepte für Vanille-Hanf-Milch, Mandelmilch und Kokosmilch.

So, wie sieht es aber nun allgemein mit Käse aus und was hat es eigentlich mit der Empfehlung „keine großen Löcher“ auf sich?

wine-1661211_1280

Die Löcher sind ebenfalls ein Hinweis auf Fermentation. Befinden sich Heupartikel in der Milch, wie es bei der traditionellen Milchgewinnung häufig vorkommt, werden diese ebenfalls von Bakterien zersetzt (Fermentation) und dabei entstehen Gase, die entweichen. Voilà, der Käse bekommt Löcher! Bei einigen Sorten, wie Emmentaler werden diese Heupartikel für das typische Sortenbild übrigens künstlich zugesetzt. Von der Fermentation einmal abgesehen, können Heuschnupfen-Betroffene auf solche Sorten empfindlich reagieren.

Also hilft bei HIT nur der Griff ins Kühlregal zu jungem Käse wie Frischkäse, Mozzarella oder Gouda. Doch selbst da muss die Zusammensetzung studiert werden. Gerne befinden sich nämlich folgende Übeltäter für die Konsistenz oder zum Haltbarmachen in den Produkten:

  • Johannisbrotkernmehl (z.B. Philadelphia, den ich ohnehin nicht kaufe, weil Kraft Foods)
  • Carrageen (z.B. Buko – enthält auch Johannisbrotkernmehl)
  • Citronensäure, die nichts mit der Zitrone (Frucht) zu tun hat (z.B. Bresso, der außerdem Schweinegelantine enthält und damit sowieso HIT-untauglich ist und auch nicht vegetarisch ist)

Citronensäure (auch als E330) wird nicht aus der bekannten Zitrusfrucht, sondern aus Schimmelpilzen hergestellt. Hier ist Citronensäure neben Carrageen ein massiver Auslöser.

Wenn Ihr wissen wollt, was wirklich in Eurem Essen steckt, dann empfehle ich die Seite das-ist-drin.de! Dort kann man einige Produkte nachschlagen und bekommt Hinweise zur Zusammensetzung. Außerdem sind die E-Stoffe aufgelistet.

Das Fazit bleibt: Kein lang gereifter Käse und kein Käse mit großen Löcher. Jetzt wisst Ihr auch, warum.

(c) Histamin-Pirat

Die Essenz des Rohköstlichen (Buchrezension)…

Rohköstliches – perfekt an heißen Tagen

Uff, die letzten Wochen war es heiß. Insbesondere in einer Dachgeschosswohnung können sich die Räume ganz schön aufheizen – zum Leidwesen aller Bewohner. Selbst die Stubentiger lagen wie die Löwen in der Savannenhitze nur lustlos rum und hofften auf Abkühlung. Um so verrückter ging es dann nachts zu…

Für uns Menschen bedeutet das warme Wetter vor allem: viel trinken und keine Lust auf Kochen. Daher ist der Sommer stets die Zeit, wo ich besonders gerne einen Blick in meine Rohkost-Kochbücher werfe. Um zusätzliche Hitze zu vermeiden, weiß ich, dass bei diesen Rezepten der Herd aus bleibt. Überzeugter Rohköstler bin ich aber nicht. Da sich durch das Rohkostessen doch ein paar Probleme ergeben, vor allem wenn man histaminarm essen möchte und auf eine ausgewogene Ernährung angewiesen ist. Wer sich durchgehend mit Rohkost ernähren will, kommt ums Fermentieren nicht herum. Und das ist bekanntermaßen so eine Sache mit Histamin. Schließlich trägt jeder Reife-, Gar- und Fermentierungsprozess zum Histamingehalt bei. Mein größtes Problem mit dem Rohkostessen ist der Verzicht auf Fisch. Denn der kommt, wie Ihr wisst, nach wie vor bei uns auf den Teller. Warum? Fisch enthält nicht nur wertvolle Omega-3-Fettsäuren (die sind auch in manchen pflanzlichen Ölen zu finden), sondern auch fettlösliche Vitamine. Jedenfalls haben wir gute Erfahrungen mit frischem Fisch gemacht, wenn die Sorten passen. Obwohl ich immer wieder Gegenteiliges lese. Aber gerade Wildräucherlachs und wildes Lachsfilet gibt es hier relativ häufig. Im Sommer vor allem Wildräucherlachs, weil ich da nichts machen muss 😉 Doch zurück zur Rohkost.

Bei aller Skepsis gleich vorweg: Rohkost ist mehr als nur Salat. Mittlerweile hat sich viel getan in Sachen Rohkost. Die Küche ist so kreativ und abwechslungsreich geworden, dass es sogar eigene Rohkostrestaurants gibt, so wie das kanadische Restaurant crudessence. Die Eigentümer haben jetzt auch ein rohköstliches Kochbuch mit dem Titel „Rohessenz“ herausgebracht.

Im Buch werden die Grundlagen der rohköstlichen Küche vorgestellt. Die ist nämlich bio, regional, vegan oder vegetarisch und im besten Fall gluten- und allergenfrei, sowie bunt und ausgewogen. Neben Obst und Gemüse kommen daher Samen, Nüsse, Dörrfrüchte, wertvolle Öle und Muse, sowie Chia & anderes Pseudogetreide auf den Speiseplan. Gesüßt wird in der Küche von crudessence mit Agavendicksaft (Achtung: Fruktosebombe) und Ahornsirup. Natürliche Lebensmittelzusätze inkludieren Matcha, Spirulina, Chlorella, Agar-Agar (Bindemittel), Gojibeeren, Keimlinge und mehr.

Wer seine Küche nach crudessence-Art aufstocken möchte, muss – und das ist das Erste, was mir aufgefallen ist – ganz schön tief in die Geldbörse greifen. Denn die ganzen Spezialzutaten und Superfoods sind relativ teuer. Hinzu kommt, dass das Versprechen „regional“ dadurch nicht wirklich gehalten werden kann. Denn Chia, Spirulina, Chlorella, Quinoa & Co sind alle nicht wirklich kerneuropäische oder – im Falle der Buchautoren: kanadische Spezialitäten, sondern müssen in der Regel eingeflogen werden.

Für Rohkosteinsteiger, die einfach mal probieren wollen, wie rohköstlich das Ganze schmeckt, ist „Rohessenz“ daher nicht zu empfehlen. Vor allem weil die Küchenausstattung über die Basics Stabmixer, Kartoffelschäler und Chefmesser definitiv hinausgeht. Gebraucht werden für die meisten Rezepte außerdem

  • Küchenmaschine
  • Dörrautomat
  • Entsafter
  • Spiralschneider

Dann kann’s aber wirklich losgehen. Das Kochbuch der zwei Jungs ist logisch aufgebaut und teilt sich in mehrere Kategorien auf

  • Getränke
  • Suppen
  • Salate
  • Aufstriche
  • Fermentiertes
  • Gedörrtes
  • Appetithappen
  • Hauptgerichte
  • Desserts

Tatsächlich überzeugen mich in dem Kochbuch vor allem die Salate. Die sind nämlich kreativ. Mal mit Falafel oder „Vleischbällchen“, mal mit Obst oder bunten Nüssen.

Doch ein histaminarmes Rezept konnte ich leider nicht entdecken. Irgendein Übeltäter war immer mit drinnen, vor allem weil die Jungs von crudessence gerne exotisch würzen (Curcuma, Curry, Kreuzkümmel, Ingwer & Co). Damit ich Euch dennoch etwas sehr Gesundes und gleichzeitig Schmackhaftes anbieten kann, habe ich mich durch die Beilagen geackert. Aufstriche, Aufstriche, Aufstriche! Die sind gut. Aber ausgesucht habe ich etwas ganz Simples:

Vanille-Hanf-Milch

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 1 Tasse geschälte Hanfsamen (120 g)
  • 4 Tassen Wasser (1 l)
  • 1 TL alkoholfreies Vanillearoma (5 ml) ODER der Inhalt einer Vanilleschote
  • 2 EL Ahornsirup (30 ml)
  • 1/8 TL Salz

Zubereitung:

Sämtliche Zutaten in den Standmixer (oder ein höhes Gefäß) geben und zu einer cremigen Milch verarbeiten (mit dem Stabmixer). Die Hanfsamen lösen sich dabei fast vollständig auf, daher braucht die Milch nicht gefiltert zu werden.

In einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank ca. 3 Tage haltbar.

PS: Ich werde mir demnächst ein paar Salate für Euch einfallen lassen und auf den Blog laden. Bis dahin: Trinken, trinken, trinken – zum Beispiel die leckere Vanille-Hanf-Milch, die auch gut zu Müsli & Co passt.

Zusammenfassung

  • 124 Seiten, Hardcover
  • 180 Rohkostrezepte für jeden Geschmack
  • vegan, vegetarisch, glutenfrei, sojafrei, histaminarm fast nur nach Rezeptanpassungen, nicht geeignet bei Fruktoseintoleranz
  • leider viele exotische/teure Zutaten
  • 19,95 Euro, erschienen im Neun-Zehn-Verlag

Ich bedanke mich beim Neun-Zehn-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Belegte Brote ohne Brot? Glutenfreies Fingerfood – EM-tauglich (Buchrezension)…

Gesunde Snacks und Fingerfood

Die EM 2016 steht vor der Tür. Zeit, über gesunde Snacks und Fingerfood nachzudenken. Statt Bratwurst und Bier kann es zum Fest des runden Leders auch einmal gesund hergehen. Die Low-Carb-Küche bietet sich an, denn erstens ist das meiste, was Low Carb ist auch glutenfrei und so manches sogar histaminarm. Für alle, die Low Carb zum ersten Mal hören, es geht um die Einteilung von „guten“ und „schlechten“ Kohlenhydraten (carb = kurz für carbohydrates). Grundsätzlich gibt es verschiedene Low-Carb-Diäten, die allesamt das Ziel der Gewichtsreduktion verfolgen. Dabei sollen die Kohlenhydrate mit starker glykämischer Last, als jene, welche den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen, reduziert werden. Getreide, Zucker und stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln werden daher großteils vom Speiseplan gestrichen. Uff, was bleibt denn dann noch über? Klar, wer Brot, Kuchen und reguläre Beilagen wie Kartoffeln gewohnt ist, muss erst einmal umdenken. Aber es gibt jede Menge gesunde Alternativen und der Low-Carb-Ansatz lässt nicht nur Pfunde purzeln, sondern wirkt sich unter anderem auch positiv auf die Herzgesundheit aus. Speziell für gesunde Snacks ist mir dieses Buch kürzlich in die Hände gefallen:

Und was gibt es so Leckeres in diesem gesunden Kochbuch zu entdecken? Viel Vegetarisches und einiges mit Fisch oder Fleisch – dabei geht es stets glutenfrei zu. Einiges wird überbacken, anderes wird gerollt. Gerollt? Ja, die gegrillten Zucchiniröllchen mit Feta-Füllung auf S. 75 zum Beispiel oder die Gurkenröllchen mit Ziegenfrischkäse und Garnelen auf S. 66. Beides ist, sofern die Zutaten frisch sind, sogar histaminarm. Wenn es nicht histaminarm sein muss, bieten sich auch andere „Sushi“-Gerichte an: Gurkenröllchen mit Avocadocremefüllung (S. 65) oder gefüllte Hähnchenbrust im Parmaschinkenröllchen (S. 69).

Da läuft einem doch jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Schließlich sind mit dem Sparschäler schnell einmal Streifen von der Gurke oder Zucchini runtergeschnitten. Dann muss nur noch die Füllung nach Wahl her und es wird gerollt. Mit einem Haps sind die leckeren Röllchen dann im Mund.

Und was bietet das Buch sonst so:

  • marinierter Mini-Mozzarella auf Basilikumblättern (S. 61)
  • gefüllte Gurkenschiffchen (S. 49)
  • belegte Zucchini- und Gurkenscheiben, z.B. mit Hüttenkäse, Olive und frischen Kräutern (S. 34)
  • Zucchinischeiben gestapelt mit Quarkschichten dazwischen (S. 33)
  • gefüllter Grillkäse/Halloumi (S. 21) oder Halloumi statt Toastbrot mit Pesto (S. 19)

Und was möchte ich Euch mit auf den Weg geben? Die leckere Knabberei von S. 84: Mandelbiscuits. Die kann man pur vernaschen oder mit Aufstrich, Kräutern & Co belegen.

Mandelbiscuits

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten + 2 Stunden im Kühlschrank

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 35 Stück:

  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 125 g weiche Butter in Flöckchen oder Kokosöl
  • 75 g Mandelmehl
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln gleichmäßig mit der Butter verkneten. Mandelmehl, Backpulver, Ei und Salz dazugeben und rasch zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Eine ca. 4 cm dicke Rolle formen, fest in Klarsichtfolie einrollen und für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Teigrolle auspacken und mit einem scharfen Messer ca. 5 mm dicke Scheiben abschneiden. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 15 Minuten goldgelb backen. Vor dem Naschen vollständig auskühlen lassen. Nach Belieben belegen oder pur verspeisen. Die Kekse halten sich luftdicht verschlossen ca. 4 Wochen. Tipp: Weil die mürben Biscuits so leicht zerbröseln, eignen sie sich auch als Semmelbröselersatz. Hinweis: Mit 7 Gramm Fett pro Stück sind die Biscuits jedoch nicht ganz ohne.

Zusammenfassung

  • 96 Seiten, Paperback
  • Low-Carb-Kochbuch für Snacks und Speisen für den kleinen Hunger
  • glutenfrei
  • teils vegetarisch, vieles paläotauglich, manches histaminarm
  • 12,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Inspiralisiert – One-Pot-Gemüse-Pasta (Buchrezension)

One-Pot-Pasta (vegan, glutenfrei)

Kennt Ihr schon den neuen Food-Trend Zoodles oder Coodles? Hinter dem ulkigen Namen verbergen sich Gemüsenudeln aus jeweils Zucchini (Zoodles) oder Karotten (Coodles). Die Teile sind nicht nur schnell gemacht, sondern auch noch glutenfrei und richtig leeecker. Die Gemüsenudeln kann man wie herkömmliche Nudeln mit Sauce zubereiten. Meine erste Rezeptidee sieht so aus:

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Person:

  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 1 große Karotte

nicht histaminarm:

  • 1/2 Hand voll Cashewkerne
  •  4 mittelgroße Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Oregano
  • frisches Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Öl

Alternativ kann man Paprika nehmen, damit es histaminarm wird. Eine histaminarme Tomatensauce OHNE Tomaten gibt es auch hier. Wer es verträgt, kann die Cashewkerne natürlich ergänzen.

Zubereitung:

Das Gemüse gründlich waschen. Dann Karotten, Paprika/Tomaten schälen. Tipp für alle, die Tomaten verwenden (wenn’s nicht histaminarm sein muss): die Tomaten in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Dann löst sich die Haut quasi von selbst.

Knoblauch schälen und hacken. Cashewkerne hacken. Karotte und Zucchini in den Spiralschneider geben, wenn Ihr sowas habt. Ansonsten macht es wie ich: Bandnudeln mit dem Sparschäler herstellen! Geht auch.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen: geschälte Paprika/Tomaten in Stücken mit den Cashewkernen und Knoblauch hineingeben und erhitzen. Nach ein paar Minuten die „Nudeln“ für 2 bis 4 Minuten mitgaren, so dass sie noch Biss haben, aber doch etwas weich sind. Da können die Geschmäcker auch etwas variieren.

Mit Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.

Wer übrigens noch Ideen braucht, was man alles Glutenfreies (und nicht immer Veganes) mit dem Spiralschneider und Sparschäler so veranstalten kann, schaut am besten mal hier hinein:

Mein Rezept stammt zwar nicht aus dem Buch, aber auch hier dreht sich alles um das geschnippelte Gemüse in all seinen Variationen.

Zunächst war ich zwar nicht sonderlich angetan, als ich in der Einleitung las:

Meine süße Großmutter – die zur Messe stolz ihr bestes Sonntagsgewand anzog und mir den Mund mit Seife auswusch, wenn ich „pissen“ statt „Pipi machen“ sagte – ließ immer irgendetwas im Ofen anbrennen.

Schließlich handelt es sich doch um ein Kochbuch. Persönliche Anekdoten hin oder her, weder vom Pissen noch vom Pipi Machen will ich in einem Kochbuch lesen. Nicht so appetitlich. Doch wenn man darüber hinwegsehen oder schmunzeln kann, wird’s danach besser und richtig informativ. Kurzerhand erfuhr ich auf S. 24, dass Spiralgemüse mehr kann als Zoodles & Co, z.B. „Reis“. Offenbar als missglücktes Experiment entdeckte die Autorin, dass gekochtes Spiralgemüse zerfellt und nachher wie Reis ausschaut. Sie probierte das mit Butternusskürbis, soll aber auch mit anderem spiralisiertem Gemüse gehen. Das landet also mal auf meiner To-Do-Liste. Reis in 5 Minuten ohne Kochbeutelmist oder Fertigzeugs? Ja, das geht dann.

Und auch in Sachen Zoodles gibt es einen Tipp. Zucchini bestehen schließlich zu 95 Prozent aus Wasser. Damit man nachher bei einem Saucengericht mit Zoodles (wie oben) nicht „Suppe“ auf dem Teller hat, empfiehlt es sich die Sauce gut einzukochen bzw. anzudicken. Es kann auch helfen, die Zucchini vorher gut trocken zu tupfen. Und das Verhältnis muss stimmen: 70 Prozent „Nudeln“ zu 30 Prozent Sauce.

Das Buch bietet neben zahlreichen Tipps natürlich haufenweise gute Kochideen für spiralisiertes Gemüse. Das Meiste ist glutenfrei, manches ist vegan, vieles vegetarisch und einiges ist auch paläotauglich. Insofern ist quasi für jeden etwas dabei. Histaminarme Rezepte sind nicht direkt ausgewiesen, wie in den meisten Kochbüchern. Aber folgende Rezepte bieten sich mit eventuell kleinen Abänderungen durchaus an:

S. 40 Blaubeer-Süßkartoffel-Waffeln

S. 65 Zitronen-Knoblauch-Brokkoli mit Bacon (vielleicht ohne Bacon)

S. 76 Nudelsuppe mit Hünchen und Möhren

S. 85 Caprese-Zucchini-Salat (statt mit Tomaten mit Paprika)

S. 92 Apfel mit Spargelstreifen, Gorgonzola und Pekannüssen (vielleicht einer anderen Käse verwenden, z.B. Mozzarella und vielleicht Cashewkerne oder Macadamianüsse statt Pekannüssen)

S. 117 Süßkartoffel-Mini-Pizzas mit Rucola, Oliven und Zwiebeln (den Belag kann man natürlich anpassen)

und vieles mehr.

Grundsätzlich bietet das Buch Ideen fürs Frühstück, für Hauptspeisen wie Nudelgerichte oder Gerichte aus dem Ofen, Sandwiches und Desserts.

Für alle, die neue Ideen für ihren Spiralschneider brauchen oder ihren Sparschäler für höhere Aufgaben bestimmt sehen 😉 empfehle ich dieses Buch. Man muss ja nicht alles direkt so nachkochen, aber man kann sich garantiert inspiralisieren lassen.

Zusammenfassung

  • 224 Seiten, Paperback
  • Kochbuch mit praktischen Anleitungen rund um das spiralisierte Gemüse
  • viele glutenfreie Rezepte
  • teils vegetarisch, vegan, aber auch mit Fleisch
  • 19,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Endlich wieder Kekse…

Vegane Kürbiskern-Schoko-Kekse (nicht wirklich histaminarm)

Adventszeit! Das ist Keks-Zeit, bei uns zumindest. Daher sind Kekse definitiv meine kulinarischen Winterhighlights. Das folgende Rezept passt daher perfekt zu Jessis Blogevent.

Auf meinem Blog gibt es schon einige Keks- und Plätzchenrezepte. Der Großteil ist histaminarm, einige sind glutenfrei und manche sind vegan. Die Kekse heute sind vegan und damit auch laktosefrei. Da Schokotropfen enthalten sind, ist das Rezept aber nicht wirklich histamintauglich. Wer sehr empfindlich auf Schokolade reagiert, lässt sie entweder ganz weg, tauscht sie durch Kürbiskernbruch aus und verwendet etwas mehr Zucker oder nutzt weiße Schokotropfen. So, nun aber ab in die Weihnachtsbackstube!

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 15 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Blech:

  • 175 g Dinkelmehl
  • 40 g Kürbiskernmehl
  • Msp. Kardamom
  • Pr. Salz
  • ca. 50 g backfeste Schokotropfen
  • 90 g Kokosöl
  • 1 gestr. EL Backpulver
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1 EL Chia-Samen-Mehl + 3 EL Wasser = Chia-Samen-Gel als Ei-Ersatz
  • (evtl. 1 EL pflanzliche Milch oder Wasser)

Zubereitung:

Zunächst wird der Ei-Ersatz aus Chia-Samen-Mehl angesetzt. Den Mix ca. 5 bis 10 Minuten quellen lassen. Nun alle anderen Zutaten mit dem Ei-Ersatz vermengen und gut durchkneten. Wenn der Teig sehr bröselt, etwas Wasser oder Pflanzen-Drink hinzugeben.

Mit den Händen kleine Kügelchen formen und flach drücken. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Bei 185 °C Heißluft ca. 15 Minuten backen.

Vor dem Genießen auskühlen lassen.

Was aus den Bildern nicht so deutlich hervorgeht, aufgrund der künstlichen Beleuchtung: die Kekse nehmen durch das Kürbiskernmehl einen leichten Grünschimmer an und passen damit perfekt zum Adventskranz oder Weihnachtsbaum. Dieses Rezept ist perfekt für alle, die Kekse lieben und mal etwas anderes ausprobieren wollen und nicht immer Plätzchen ausstechen wollen 😉

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ältere Beiträge

© 2017 Histamin-Pirat

Theme von Anders NorénHoch ↑