Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Kategorie: Frühstück (Seite 1 von 3)

Herbstzeit ist Kürbiszeit …

Kürbis könnte ich immer essen. Insbesondere Butternusskürbis! Gleich hinter Maroni ist der Kürbis ein absolutes Muss im Herbst. Die vielseitige Beerenfrucht – ja, Kürbis ist eine sogenannte „Panzerbeere“, botanisch gesehen – passt zu fast allem und in nahezu alles. Heute kam der Kürbis in die Waffel. Das Rezept kommt übrigens ganz ohne Milch und Backpulver aus.

Waffeln sind auch stets perfekt für eine Party. Warum also nicht zu Bastis erstem Geburtstag Waffeln mitbringen? Da der Kleine sich wahrscheinlich später nicht mehr so richtig an die Party und die mitgebrachten Leckereien erinnern wird, gibt es für ihn von seiner Mama, die den Blog „Das Kocherl“ betreibt, ein Rezeptebuch in der Zeitkapsel. Pünktlich zum 18. Geburtstag kann er noch mal feiern, wenn man so will. Und weil Waffeln kinderleicht gehen, sind sie super für angehende Studentenköche. Mal sehen, ob Basti in 17 Jahren die Kürbiswaffeln genauso gut schmecken wie uns jetzt schon 🙂

Kürbiswaffeln (vegetarisch, laktosefrei)

Zubereitungszeit:

ca. 50 Minuten im Backofen +  ca. 1 h Zubereitung

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 15-20 Waffeln:

  • 650 g glattes Dinkelmehl
  • 170 g Butter oder Kokosöl (für die laktosefreie Variante)
  • 2 Eier (ganz Empfindliche nehmen stattdessen 3 Eigelb)
  • kl. Butternusskürbis bzw. 230 g Kürbismus
  • 600 ml Mineralwasser, prickelnd
  • 1 Pr. Salz

Zubereitung:

Zunächst den kleinen Butternusskürbis halbieren und im Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 50 Minuten backen. Die Hälften so in den Backofen geben, dass das Kürbisfleisch nach oben zeigt.

Anschließend leicht auskühlen lassen. Dann die Kerne herausschaben und das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel rauskratzen und in eine Schüssel geben. Ich bin mit dem Pürierstab noch mal durch das Kürbisfleisch gegangen. Dann wird der Teig richtig schön glatt.

Nun alle Zutaten mit einem elektrischen Handrührgerät vermischen. Wenn noch Kürbismus übrig bleibt, macht das nix. Das Mus kann vielfältig weiterverwendet werden: zum Beispiel um ein herbstliches Brot zu backen oder eine Suppe zu verfeinern, etc. Notfalls einfach in kleinen Portionen einfrieren und bei Bedarf auftauen!

Tipp: Wer zu viel Mus gemacht hat und die Waffeln gerne etwas weicher statt knuspriger mag, kann auch mehr Mus in den Teig geben und dafür etwas Mineralwasser weglassen. So bekommt ihr außerdem die volle „Kürbisdröhnung“ 😉

Das Waffeleisen vorheizen und Waffeln backen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Tipp: Bei ca. 50 bis 70°C bleiben die Waffeln im Backofen schön warm. Einfach einen Teller in den Backofen stellen und sukzessive einen Waffelturm bauen 😉

Zu den Waffeln passt: Frischkäse, Mozzarella, Salat wie Rucola oder Feldsalat, selbst gemachter Apfelmus, Nuss-Nugat-Creme, etc. Da kein Zucker im Teig ist, können die Waffeln sowohl deftig als auch süß belegt werden. Ich esse meine Kürbiswaffeln am liebsten mit Apfelmus oder mit Kürbishumus. Letzterer ist jedoch nicht wirklich histaminarm.

Was schmeckt Euch zu Waffeln?

(c) Histamin-Pirat

Eine runde Sache – Eierkuchen (Buchrezension)…

Eine Liebeserklärung an den Eierkuchen / Pfannkuchen / Palatschinken

Das runde Leder hält gerade ganz Europa in Atem. Während beim Fußball das Runde ins Eckige muss, gilt für den Eierkuchen: Das Runde muss ins Runde – nämlich in die Pfanne. Ganz gleich, wie man bei Euch dazu sagt, aber der Eierkuchen (so nenne ich ihn) gehört einfach zu den absoluten Küchenbasics. Kaum eine andere Speise ist so vielseitig. Schließlich gibt es ihn süß, deftig, gerollt, belegt oder in Fetzen als Kaiserschmarrn. Und das Beste: Man braucht nur drei Zutaten – Mehl, Milch und Eier, so zumindest das Basisrezept. Die vegane Alternative lautet: Mehl, Pflanzendrink und Chia-Gel. Von da weg kann man das Grundrezept frei Schnauze erweitern, z.B. mit Gewürzen oder Kokosraspeln oder oder oder… Eierkuchen sind zudem eine praktische Sache bei Histaminintoleranz. Die kurze Zutatenliste ist nicht nur überschaulich, sondern nahezu histamfrei. Bei uns hat sich die Kombination Dinkelmehl, Milch, Chia-Gel eingebürgert. Wer noch mehr tolle Ideen für seine Eierkuchen / Pfannkuchen / Palatschinken braucht, schaut einfach mal in „Das Buch vom guten Pfannkuchen“:

Das kleine süße Buch vom Pala-Verlag ist nicht nur informativ, sondern sogar richtig unterhaltsam. Der Autor unternimmt einen kleinen Ausflug in die internationale Eierkuchenküche und erklärt, wie der Eierkuchen wo genannt wird. Übrigens, das muss ich anmerken: Man sagt nicht nur in Berlin Eierkuchen, sondern auch in Magdeburg, da wo ich herkomme. Aber das nur am Rande. Passend zu den Erklärungen gibt es natürlich auch schmackhafte Rezepte: Crêpes Frankreich, Blini aus Russland, Tacos aus Mexiko, Chapatis aus Indien und mehr.

Leider enthalten viele Rezepte Weizenmehl, das aber problemlos durch Dinkelmehl ausgetauscht werden kann. Ganz empfindliche nutzen eins der glutenfreien Rezepte und verzichten damit ganz auf das umstrittene Klebereiweiß.

Eins der weizenhaltigen Rezepte (S. 117) haben ich selbst zu einem glutenfreien abgewandelt. Die Konsistenz ist noch nicht gaaanz perfekt und so sollte man kleine Teigkleckse verwenden, damit die Eierkuchen nicht zerfallen:

Kokos-Mini-Eierkuchen (glutenfrei, eifrei, vegetarisch, wahlweise vegan)

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 10 Stück:

  • 1 EL Honig oder Ahornsirup (vegan)
  • 200 ml warmes Wasser
  • 80 g Kokosraspeln
  • 50 g  Kokosmehl
  • 70 g Reismehl
  • 1 „Chia-Ei“ (1 gestr. EL Chiasamen mit 3 EL Wasser anrühren und kurz gehen lassen)
  • 1 Prise Salz
  • (1 Prise Zimt)

Zubereitung:

„Chia-Ei“ vorbereiten.

Honig oder Ahornsirup mit Wasser verrühren. Kokosraspeln und Mehl mischen und in das süße Wasser einrühren.

Das „Chia-Ei“ und die Gewürze dazugeben.

Teig gut durcharbeiten. Möglichst kleine Teigkleckse abnehmen und in der Pfanne garen. Einmal vorsichtig wenden.

Die Kokos-Mini-Eierkuchen schmecken pur, mit Marmelade, Nussnugatcreme, usw.

Zusammenfassung

  • 144 Seiten, Hardcover
  • lustige Cartoons und Geschichten rund um Eierkuchen und mehr
  • viele Rezepte
  • internationale Rezepte, glutenfreie Rezepte, leider auch einige Rezepte mit Weizenmehl
  • 12,80 Euro, erschienen im Pala-Verlag

Ich bedanke mich beim Pala-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Paläo-vegan oder pegan – was ist das? (Buchrezension)

Paläo-vegan oder pegan – was ist das? (Buchrezension)

Vor fast zwei Jahren habe ich schon einmal einen Vergleich zwischen den zwei Ernährungstrends „Vegetarisch / Vegan“ und „Paläo“ angestellt – und zwar hier. Beide werden gleichermaßen immer wieder als hilfreich bei Histaminintoleranz angeführt, aber auf den ersten Blick sind sie so unterschiedlich, wie es nur geht, ja, sie widersprechen einander. Warum soll dann beides dennoch bei Histaminintoleranz helfen? – Das ist die Frage.

Paläo – das bedeutet viel Eiweiß und das aus tierischen Quellen. Dafür wird auf Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide verzichtet. Die Paläo-Philosophie legt dabei Wert auf hochwertige, möglichst unverarbeitete Produkte. Fleisch bedeutet daher am besten Wildfleisch oder Biofleisch von mit Gras gefütterten Tieren, die auch Freilauf hatten. Die Annahme ist es, sich möglichst so zu ernähren, wie unsere steinzeitlichen Vorfahren, bevor wir den Ackerbau für uns entdeckt haben und viele Pflanzen hochgezüchtet haben, z. B. eben Getreide. Gerade Allergiker und Betroffene von Intoleranzen finden daher ihren Weg zur Paläo-Ernährung, denn sie ist grundsätzlich gluten- und laktosefrei und verzichtet zudem auf die Zugabe von Zucker (was für Betroffene von Fruktoseintoleranz interessant ist) und auf Salz. Öl sollte möglichst aus hochwertigen Quellen stammen, daher sind die meisten Pflanzenöle tabu, abgesehen von Kokosöl. So, und nun die Frage: Wie geht das alles mit vegetarisch / vegan zusammen?

Eine Gemeinsamkeit habe ich ja schon aufgelistet: keine Milchprodukte – das gilt auch für Veganer, die genauso zur Pflanzenmilch greifen. Jedoch fallen Soja- oder Hafermilch streng genommen weg. Mandel- und Kokosmilch sind paläo-geeignete Alternativen. Viele Pflanzennahrungsenthusiasten ernähren sich ebenso gesund und verzichten bereits auf Weißmehl oder gar ganz auf glutenhaltiges Getreide. Soweit entsteht da kein Problem. Auch Maßnahmen wie „weniger Zucker und Salz“ (oder sogar ganz ohne) sind machbar und statt Distelöl lieber zu Kokosöl oder hochwertigem Olivenöl zu greifen, ist durchaus vorstellbar und zudem sinnvoll. Am Ende bleibt das Fragezeichen hinter „keine Hülsenfrüchte, aber Fleisch“ für Vegetarier und Veganer stehen – wie soll ich das bewerkstelligen?

Das habe ich mich auch gefragt, als ich zum ersten Mal vom neuen Trend Paläo-vegan gehört habe. Ich bin ja generell kein Freund von Ernährungstrends – man muss für sich herausfinden, was funktioniert und schmeckt und dabei auf Qualität achten – das braucht dann auch nicht unbedingt ein Label oder einen Namen wie „vegan“ oder „paläo“, auch wenn ich selber viele Ideen beider Trends in meinen Speiseplan integriere. Ich bin aber aufgeschlossen gegenüber Neuem. Daher möchte ich Euch heute das Buch „Paläo vegan – Leckere und gesunde Rezepte auf rein pflanzlicher Basis“ von Ellen Jaffe Jones und Alan Roettinger vorstellen und am Ende gibt es auch eine kleine paläo-vegane Kostprobe, versprochen.

Ähnlich wie ich es eben schon begonnen habe, vergleichen die Autoren im Buch beide scheinbar widersprüchlichen Ernährungsweisen. Und auch sie kommen zu dem abschließenden Fragezeichen, das ich oben aufgemacht habe und ihre Antwort: tricksen. Das sei also vorweggenommen. Ohne kleine Schummeleien gehen die beiden nicht zusammen. Die Autoren gehen aber davon aus, dass auch Paläo für sich im Grunde ganz ohne Schummelei kaum umsetzbar ist. Beispielsweise haben nur wenige eine stetige Bezugsquelle für Wildfleisch oder verzichten wirklich zu 100 % auf zugesetzten Zucker. Das bedeutet nämlich auch keine herkömmliche, gekaufte Schokolade und dergleichen. Damit aber das Ganze dennoch etwas mit Paläo zu tun hat, soll sich die Trickserei in Grenzen halten: 20 % ist der Anhaltspunkt. Bis zu 20 % darf mit Nichtpaläo-Produkten und -Speisen getrickst werden. Wer am Tag 5 Mahlzeiten isst, darf also einmal sündigen und vom Paläo-Plan abweichen.

Welche Lebensmittel sind denn die bevorzugten bei dieser Mix-Ernährungsweise? Ganz klar, frische und pflanzliche Zutaten gehören in die Küche. Grünes Battgemüse, Wildpflanzen (wenn man sich mit dem Sammeln auskennt und einen guten Sammelort hat), Obst (damit man den Zucker nicht so vermisst), vor allem dunkle Beeren wie Heidelbeeren und Brombeeren (Antioxidantien und im Fall von Brombeeren auch antihistamin), Nüsse (nicht alle gehen bei HIT) und Samen, besonders gerne Hanfsamen wegen des guten Verhältnisses von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren und gesunde Fette.



Im Buch gibt es eine überschaubare Liste auf S. 21 mit vielen Lebensmitteln.

Der Theorieteil ist generell recht kurz und knackig gehalten. Ab S. 35 gibt es Rezepte. Ich bin generell kein Freund von zu viel Gerede, wenn es auch knapp gesagt werden kann, daher finde ich das gut. Allerdings gefällt mir die Tonart nicht immer. Die Autoren versuchen manchmal geradezu krampfhaft den Leser anzusprechen und scheuen sich auch nicht vor Unterstellungen. Nach der Lektüre habe ich über mich „gelernt“, dass ich ein „kleiner Zahlen-Liebhaber“ bin, der Statistiken braucht oder dass es keine Leute mit Eiweißmangel gibt bzw. ich zumindest keine kenne, dass ich ja ohnehin regelmäßig Sport treibe usw. Während manches davon zutrifft, finde ich eine solche Schreibweise dennoch befremdlich. Dieses amerikanische – ich nenne es mal „Buddy-Getue“ – nervt mich beim Lesen, denn weder kennen mich die Autoren noch ich sie.

Apropos Eiweißmangel: Die Autoren halten das, wie gesagt, für quasi unmöglich. Es dürfen ja Hülsenfrüchte in den Speiseplan geschummelt werden und ein bisschen Eiweiß steckt auch in jedem andere Gemüse, habe ich dem Buch entnehmen können. Das Gleiche gilt für Kalziummangel und das sehe ich auch so: Milch ist kein guter Kalziumlieferant, auch wenn viel Kalzium enthalten ist, weil sie unseren Säure-Basen-Haushalt stört und nachweislich neigen Viel-Milch-Trinker eher zu Knochenbrüchen als solche, die keine oder nur selten Milchprodukte zu sich nehmen.

Ernst nehmen die Autoren Eisen- und Vitamin-B-12-Mangel. Für Eisen gilt bekanntermaßen, dass Eisen aus pflanzlichen Quellen schlechter vom menschlichen Körper aufgenommen wird, aber die Aufnahme kann durch den Genuss von vitamin-C-haltigen Lebensmitteln gesteigert werden. Und was Vitamin B12 angeht, hilft laut Autoren nur supplementieren.

Und was gibt es nun Leckeres im Buch zu entdecken? Ein Rezept aus der Kategorie Frühstück hat mich sofort angelacht und mit leichter Abwandlung, damit es histamintauglich wird, gibt es das nachher auch zum Ausprobieren für Euch. Neben „Frühstück“, gibt es die Kategorien „Saucen, Dips & Gewürze“, „Suppen“, „Salate“, „Getreideersatz“ (Gerichte mit Quinoa & Co für Protein I), „Hülsenfrüchte“ (für Protein II), „Gemüse“ und „Desserts“.

Leider fehlen in dem Buch trotz hochglänzendem Papier die Fotos zu den Gerichten. Nur vereinzelt gibt es pro Kategorie mal ein Schwarz-Weiß-Abbild einer Speise, das aber meist wenig erkennen lässt. Und sonst: Einige Rezepte sind ausgefallen und bedienen sich Wildpflanzen. Da gibt es etwa Löwenzahnsalat mit roter Bete oder Sauerampfer-Suppe. Beim Gemüse gibt es zum Beispiel Butternusskürbis mit Haselnüssen zu entdecken – wer Haselnüsse nicht so gut verträgt, kann es eventuell mal mit Mandeln probieren. Dass es Rezepte mit Tofu ins Buch geschafft haben, finde ich jedoch wirklich schade und was Histaminintoleranz angeht, fallen viele Rezepte aus der Kategorie Hülsenfrüchte leider weg. Lobenswert finde ich vor allem die Salat-Kategorie, die in anderen Büchern oft einfallslos ausfällt und – die Gemüse-Kategorie.

Und generell: Kann die paläo-vegane Ernährung mit Histaminintoleranz funktionieren? Auch meine Antwort lautet: nur mit Schummelei. Da viele Hülsenfrüchte schlecht vertragen und Getreide bei einer Paläo-Ernährung wegfällt, ist man womöglich doch auf der Suche nach anderen Protein-Quellen. Klar, bietet sich Pseudogetreide an, also Quinoa oder Amaranth, aber auch das wird nicht von allen vertragen. Chia-Samen liefern viel Eiweiß, ansonsten darf es vielleicht doch einmal die Woche Fisch, Fleisch, Reis, Hirse oder dergleichen sein?  Wie die Schummelei ausfällt, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und richtet sich nach individuellen Prinzipien. Während wir ab und zu wild gefangenen Fisch und jetzt zur Saison mitunter Wildfleisch essen, mag ein anderer wohl ganz darauf verzichten. Aus meiner Sicht ist beides okay, solange es einem selbst damit gut geht.

So, und nun komme ich zur versprochenen Kostprobe aus dem Buch, die wenig spektakulär klingt, aber gerade für Histamin-Geplagte interessant sein könnte. Dieses Frühstück, was sich auch als Dessert oder für zwischendurch eignet, schmeckt wie Joghurt oder eben Dessertcreme, ist aber nicht fermentiert und muss auch nicht gekocht werden und kommt ohne seltsame Zusätze aus. Kinderleicht und lecker, sag ich nur.

Fruchtsalat mit Blaubeer-Kokoscreme

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten + Ruhzeit im Kühlschrank

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Dessertgläser oder 1 gr. Müslischüssel:

  • 400 ml Dose Kokosmilch (ohne Zusätze wie Johannisbrotkernmehl, Guakernmehl)
  • ca. 100 g frische Blaubeeren (TK geht auch)
  • eventuell Ahornsirup (weil Datteln histamin-mäßig oft nicht gehen)
  • Pr. Kokosraspeln
  • geschälte, klein geschnittene Fruchtstücke, z. B. Apfel

Zubereitung:

Die Dose Kokosmilch über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am Morgen dann das Dicke von oben herausnehmen (Kokoscreme) und mit einem Teil der gewaschenen Blaubeeren fein pürieren. Nach Belieben mit Ahornsirup süßen. Auf Gläser verteilen. Noch mal ca. eine halbe Stunde bis eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit es fest wird. Zum Schluss mit Fruchtstücken, den restlichen Blaubeeren und Kokosraspeln garnieren und servieren.

Das restliche Kokoswasser anderweitig verwenden, z. B. für Smoothies, Suppen oder zum Backen.

Fazit

Paläo-vegan ist ein neuer Trend, bei dem man aber stets, zumindest beim einen oder anderen, Kompromisse eingehen muss. Diese Ernährungsweise ist gesund und pflanzenbasiert, aber nur mit kleinen Schummeleien umsetzbar und ebenso muss getrickst werden, damit es für Histaminintoleranz funktioniert. Als Ergänzung oder Inspiration für eine gesündere Ernährung mit wenig Zucker, Salz und herkömmlichem Getreide, bei gleichzeitigem Eindämmen des Fleischverzehrs dennoch empfehlenswert. Das Buch überzeugt als Kochbuch nur bedingt. Farbige Rezeptbilder fehlen.

Zusammenfassung

  • 160 Seiten, Paperback, mit vereinzelten Schwarz-Weiß-Fotografien
  • zahlreiche paläo-vegane Rezepte nach Kategorien, kurzer Theorieteil zur Einführung
  • nur bedingt „histamin-tauglich“
  • nicht konsequent Paläo, aber konsequent vegan
  • 14,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag noch von den Autoren oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Ist Palmöl eigentlich vegan…?

Ist Palmöl vegan? – blöde Frage eigentlich, denn Palmöl ist ja komplett pflanzlich. Dabei argumentieren einige VegetarierInnen und VeganerInnen, dass Palmöl eben doch eine recht tierunfreundliche Angelegenheit ist. Denn die Mono-Kulturen zerstören den Regenwald und damit Orang-Utan-Habitat und sind in der Masse und in der Folge tödlich für die orangen Riesen.

Palmöl kauft man als Normalverbraucher eigentlich nie direkt, aber das Zeug ist in erstaunlich viel Produkten enthalten – von der Body Lotion bis zum Schokokeks.

Ich verzichte mittlerweile, wo es nur geht, auf Palmöl. Ein besonderes Problem war da für mich das Thema „Erdnussbutter“, wo eigentlich immer Palmöl drin ist. Ich habe zumindest noch keine Marke ohne entdeckt. Den meisten Betroffenen von Histaminintoleranz stellt sich dieses Problem erst gar nicht, weil Erdnussbutter meist eh nicht geht.

Ich habe mich jetzt aber wie wild gefreut, dass man Erdnussbutter „richtig“ vegan und palmölfrei ganz einfach selber machen kann.

Und mein süßes, tierfreundliches Frühstück ist damit gerettet!

Apropos Frühstück… Simone von S-Küche sucht gerade leckere Frühstücksideen. Genau wie ich feiert sie damit ihren 2. Bloggeburtstag. Alles Gute!
Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.

Erdnussbutter (palmölfrei, vegan, laktosefrei, glutenfrei)

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten & ca. 15 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Glas:

  • 250g rohe Erdnüsse
  • 1-2 EL Ahornsirup
  • 1 Pr. Salz
  • 1-2 EL Kokosöl
  • 1-2 EL Sesamöl

Zubereitung:

  1. Die Erdnüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und für ca. 15 Minuten in den nicht vorgeheizten Backofen bei 180°C geben und rösten. Wenn der Ofen vorgeheizt wird, geht’s dementsprechend schneller. Passt auf, dass die Erdnüsse nicht zu dunkel werden.
  2. Die Erdnüsse aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen, dann schälen und in einer Schüssel oder einem hohen Gefäß sammeln.
  3. Etwas Salz, Ahornsirup und Sesamöl hinzufügen und pürieren. Kokosöl hinzufügen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich mag es ganz cremig.
  4. In ein sauberes, ausgekochtes Glas füllen und fertig.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Glutenfreie Info-Wochen (Teil 9): Grün, ja, grün…

Glutenfreies Quinoa-Reis-Hanf-Kürbiskern-Maroni-Brot

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In Anlehnung an das letzte glutenfreie Brot, gibt es heute ein ähnliches Rezept, allerdings mit sehr viel mehr leckeren Zutaten. Dieses Brot schmeckt etwas nussig (nicht alle Nüsse sind bedenklich bei HIT). Der eigentliche Knaller ist die grüne Farbe! Außerdem sind Maronistückchen im Brot, die für das besondere Etwas sorgen. Dieses Brot gehört zu meinen Lieblingsrezepten. Sowohl süßer, als auch deftiger Brotbelag passt dazu.

Ein super Rezept, um sich auch so langsam, aber sicher von der Maroni-Saison zu verabschieden.

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 50 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten:

140g Reismehl
130g Quinoamehl
5g Kastanienmehl
15g Hanfsamenmehl
40g Kürbiskernmehl
2 geh. TL Backpulver
1 TL Agar-Agar
1/2 TL Salz
1 TL Brotgewürz (ich habe Kümmel und Fenchelsamen verwendet)
heller und dunkler Sesam zum Bestreuen
10 Esskastanien
240ml Wasser
240ml Milch bzw. pflanzliche Milch, z.B. Mandelmilch
2 EL Chiasamenmehl + 6 EL Wasser

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Zubereitung:

Die Esskastanien oben einritzen am besten als Kreuz – sonst kriegt Ihr nachher den Inhalt kaum heraus. Dann wandern die eingeritzten Maroni für ca. 17 Minuten bei 180-200°C in den Backofen. Wenn die Hälfte der Zeit um ist, einmal wenden. Die Kastanien aus dem Ofen nehmen. Das Essbare aus der Schale puhlen (Vorsicht, heiß!).

Dann den Chiasamenmix mit Wasser anrühren, beiseite stellen und etwas quellen lassen.

Die Esskastanien in kleine Stücke hacken.

Die trockenen Zutaten mischen, dann den Chiasamenmix, die gehackten Esskastanien und die flüssigen Zutaten hinzugeben. Alles gut mit dem Handrührgerät oder einem großen Schnessbesen verrühren.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben.

Mit Sesam bestreuen.

Bei 180°C Umluft ca. 50 Minuten backen.

Etwas auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Good mood food…

Kaum zu glauben, dass das Rezept noch gar nicht auf dem Blog ist. OK, eine Zauberei ist es nicht gerade, eigentlich etwas ganz Einfaches, aber es ist immer lecker, insbesondere aber an regnerischen Abenden. Traditionell ein Kindergericht mag ich es aber immer noch. Bin wahrscheinlich nie richtig erwachsen geworden, aber das hat ja auch etwas für sich 😉

Es gibt viele Möglichkeiten Milchreis zuzubereiten und zu servieren. Man kann ganz normale Milch von mit Gras gefütterten Kühen nehmen oder Pflanzenmilch, z.B. Kokos- oder Mandelmilch. Meine Oma hat Milchreis immer mit Zitronenmelisse und Apfelmus oder -stücken serviert. Man kann aber auch andere Früchte nehmen, die man verträgt.

Um zu süßen kann man Ahornsirup, Honig oder Kokoszucker nehmen.

Ich reiche das Rezept bei Engel + Banditen ein, wo gerade Familienrezepte unter dem Motto „Kinder, was soll ich kochen?“ gesucht werden.

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Milchreis

 

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 1-2 Personen:

1/2 Tasse Milch- oder Risottoreis
1 3/4 Tasse Milch oder Pflanzenmilch (Kokos-, Mandel-, Hafer- oder Reismilch)
2 Blätter Zitronenmelisse
ein paar Tropfen Ahrnsirup oder Kokosblütenzucker
Kardamom und/oder Zimt, wenn Ihr das vertragt
frisches Obst, z.B. Äpfel oder selbst gemachtes Apfelmus oder Bananen, wenn Ihr die vertragt

Zubereitung:

Milch und Reis erhitzen. Bleibt die ganze Zeit am Herd und rührt um, ansonsten könnte der Milchreis überkochen oder am Boden anbrennen. Sobald der Milchreis einmal aufgekocht ist, muss er noch ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme weiterköcheln. Den Milchreis vom Herd nehmen, wenn er die richtige Konsistenz erreicht hat.

Nun kann man nach Belieben Früchte hinzufügen und den Milchreis mit Zitronenmelisse garnieren.

Wer mag kann einen Teelöffel Butter oder Kokosöl unterrühren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Aus dem Kasten…

Es gibt ja schon einige Kastenbrotrezepte hier auf dem Blog. Ich variiere aber gerne immer mal ein bisschen. Seit kurzem habe ich Fenchelsamen neu für mich entdeckt. Das gibt dem Brot irgendwie eine frische und doch herbstliche Note. Probiert es selbst aus. Fenchelsamen sind zudem richtig gut für die Verdauung, so wie z.B. auch Kümmel oder Eberraute.

 

Kastenbrot mit Fenchelsamen

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Backzeit:

ca. 45 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten:

1 Ei
450 g Dinkelmehl
ca. 215 g Milch
25 g Hanföl
5 g Schwarzkümmelöl
1 EL Fenchelsamen
1/2 TL Salz (ich verwende neuerdings sehr gerne Himalaya-Salz)
1 TL Kümmel
1/2 TL Schwarzkümmel
1 geh. TL Backpulver
1/2 EL Honig
150 g Wasser
Kürbiskerne zum Bestreuen

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Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten vermengen. Die Flüssigkeiten hinzugeben. Mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder einem großen Schneebesen verrühren.

In eine Kastenform füllen. Bei 210°C im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen.

Aus der Form lösen und auskühlen lassen.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

 

 

Brot als Blume…

Brötchenblume Türkische Art

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Backzeit:

ca. 25-30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten:

Chia-Ei-Ersatz (2 EL Chiasamen(mehl) mit 10 EL Wasser )
450g Dinkelmehl
1 geh. TL Backpulver
60g Milch
8g Hanföl
5g Schwarzkümmelöl
Pr. Thymian
ca. 30g Wasser
1 TL Ahornsirup
1/2 TL Salz
1/2 TL Schwarzkümmel
Sesam + Schwarzkümmel zum Bestreuen

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Zubereitung:

Den Eiersatz mit Chiasamen in einer Tasse anrühren. Alle trockenen Zutaten vermengen. Die Flüssigkeiten und den Eiersatz hinzugeben. Mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder mit den Händen vermengen. Vor dem Kneten etwas Öl auf die Hände geben. Den Teig in Form ziehen. Mit einem Pfannenwender oder ähnlichem die Kanten einritzen, wo später die einzelnen Brötchen abgerissen werden sollen (s. Bild). Mit Öl bestreichen und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Bei 190°C im vorgeheizten Backofen ca. 25-30 Minuten backen.

Auskühlen lassen.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Karotte im Brot…

Karottenkastenbrot

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Backzeit:

ca. 30-35 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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nach dem Backen

Zutaten:

Reste vom Entsaften von 3 gr. Karotten
1 geh. EL Hanfsamen
2 EL zerstoßene Kürbiskerne + ganze Kürbiskerne zum Garnieren
1 TL Backpulver
3 EL Hanföl
70g Haferflocken
270g Dinkelmehl
1 EL Schwarzkümmelöl
ca. 250ml Wasser
1/2 TL Kümmel
1/2 TL Thymian
1 TL Schwarzkümmel
Pr. Kurkuma
Salz und Pfeffer

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vor dem Backen

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten vermengen. Die Flüssigkeiten hinzugeben. Mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder einem großen Schneebesen verrühren.

In eine Kastenform füllen. Bei 190°C im vorgeheizten Backofen ca. 30-35 Minuten backen.

Aus der Form lösen und auskühlen lassen.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Flower Power…

Partybrot in Blütenform

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Backzeit:

ca. 20-25 Minuten

Schwierigkeit:

normal

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Zutaten:

2 Eier
150 g Milch
10 g Öl (ich habe Hanföl verwendet)
8 g Backpulver
300 g Dinkelmehl
Pr. Thymian
Sesam zum Bestreuen
Pr. Kümmel
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Eier mit Milch gut verrühren. Öl und Backpulver einrühren. Nach und nach das Mehl hinzufügen. Mit den Händen verkneten. Der Teig sollte nicht mehr an den Händen kleben bleiben (ansonsten etwas mehr Mehl verwenden). Es hilft auch die Hände vorher etwas mit Öl einzureiben (und ist gut für die Hände 😉 ).

Den Teig etwas ruhen lassen.

Auf einer bemehlten Fläche den Teig mit dem Nudelholz ca. 3-4mm dick ausrollen. Dann Dreiecke ausschneiden (z.B. mit einem Pizzaroller). Die Dreiecke zu Würsten einrollen. Von den Würsten ca. 4-5cm lange Stücke abschneiden und nebeneinander in Kreisform auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech oder in einer Quiche- oder Springform anordnen mit Öffnung nach oben (etwas andrücken). Wenn Ihr eine ganze Springform ausfüllen wollt, braucht Ihr ca. die doppelte Menge der angegebenen Zutaten.

Hier seht Ihr auch noch mal, wie es geht. Da habe ich übrigens auch die Idee und natürlich dieses Bild her.

happy-bread

(c) Goods Home Design http://www.goodshomedesign.com/happy-bread/

Jetzt sollte die Blütenform erkennbar sein 🙂 Ich habe bei mir leider zu viel Milch zum Einpinseln verwendet und so ist mir die Blüte etwas verschwommen…

Mit Milch einpinseln und dann mit Sesam bestreuen.

Bei 200°C im vorgeheizten Backofen ca. 20-25 Minuten goldig backen.

Die einzelnen „Röschen“ lassen sich dann leicht abreißen. So ergibt sich ein tolles Partybrot.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

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