Histamin-Pirat

Tipps & Rezepte zum Leben mit Histaminintoleranz

Über Histaminintoleranz

Allgemeines zu Histaminintoleranz

Histamin

Histamin – so heißt der Stoff, der bei Histaminintoleranz und Mastzellerkrankungen nicht richtig vertragen wird. Doch was genau ist das eigentlich?

Definition

Histamin ist ein biogenes Amin, das im Körper als Gewebshormon und Neurotransmitter aktiv ist. Die Substanz spielt bei vielen physiologischen und pathophysiologischen Vorgängen eine zentrale Rolle und ist unter anderem ein wichtiger Mediator bei Entzündungsreaktionen.

Chemie

Die Summenformel von Histamin lautet C5H9N3. Alternative chemische Bezeichnungen für Histamin sind 2-(4-Imidazolyl)ethylamin, 2-(1H-Imidazol-4-yl)ethanamin oder 4-(2′-Aminoäthyl)-Imidazol. Die Strukturformel ist:

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Vorkommen

Histamin findet sich im menschlichen Körper fast ubiquitär, u. a. in der Haut, in der Lunge, in der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts und im Hypothalamus. Auch Lebensmittel enthalten relevante Histaminkonzentrationen. Von einigen Pflanzen wird Histamin als Abwehrsubstanz produziert (z. B. von Brennnesseln).

Stoffwechsel

Histamin entsteht im menschlichen Körper durch Decarboxylierung aus der Aminosäure Histidin. Die Umwandlung wird durch das Enzym Histidindecarboxylase (HDC) katalysiert. Histamin wird durch die Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) zu N-Methylhistamin metabolisiert oder durch die Diaminooxidase (DAO) in Imidazolessigsäure umgewandelt.

In Zellen, die größere Mengen Histamin enthalten (z.B. Mastzellen) wird Histamin intrazellulär in Vesikeln gespeichert, in denen es an Heparin gebunden ist.

Funktionen und Rezeptoren

Histamin ist ein potenter Mediator, der im Organismus eine Fülle von Folgereaktionen auslöst. Es entfaltet seine Wirkungen durch Bindung an membrangebundenen Histamin-Rezeptoren. Man unterscheidet dabei H1-, H2-, H3– und H4-Rezeptoren. Die wichtigsten pharmakologischen Effekte, die in verschiedenen Geweben durch Ansprechen dieser Rezeptoren entstehen, sind im Folgenden aufgeführt.

H1-Rezeptor

Der H1-Rezeptor ist z.B. für die allergietypischen Symptome wie Hautrötungen, Ausschlag und Husten verantwortlich. Da bei einer allergischen Reaktion auch Histamin ausgeschüttet wird, nennt man die Histaminintoleranz übrigens auch „Pseudoallergie“. Die Symptome sind mitunter ähnlich, jedoch werden bei einer Pseudoallergie im Unterschied zur Allergie keine spezifischen IgE-Antikörper gebildet.
Histamin sorgt  durch Bindung an den H1-Rezeptor für die Erweiterung der Blutgefäße und die Erhöhung der Gefäßpermeabilität, also eine erhöhte Durchlässigkeit. Durch die Gefäßerweiterung kommt es zu einer Senkung des arteriellen Blutdruckes und zu einer verstärkten Bildung von Adrenalin. Die erhöhte Gefäßpermeabilität führt mitunter zu einer Bildung von Ödemen der Haut und Schleimhaut. Typische Veränderungen der Haut durch zu viel Histamin sind Schwellungen, wie Blasen oder Quaddeln, Rötungen und Juckreiz. Auch bei der Entstehung von Migräne oder anderen Kopfschmerzen kann die gefäßerweiternde Wirkung des Histamins eine Rolle spielen.
An den Bronchien führt Histamin, ebenfalls durch Ansprechen des H1-Rezeptors, zu Bronchokonstriktion, einer Verengung der Luftwege innerhalb der Lunge. Husten, asthma-ähnliche Symptome oder Atemnot sind mögliche Folgen. Histamin ist daher auch von besonderer Bedeutung beim durch Allergien ausgelösten Asthma bronchiale. Über den H1-Rezeptor wird auch der Tag-Nacht-Rhythmus reguliert, also wann der Mensch müde wird oder sich wach und fit fühlt. Zu viel Histamin kann zudem über den H1-Rezeptor Brechreiz auslösen.

H2-Rezeptor

Histamin löst durch Bindung an den H2-Rezeptor der Parietalzellen der Magenschleimhaut eine erhöhte Sekretion von Magensäure aus. Auch „Herzrasen“ kann durch zu viel Histamin über den H2-Rezeptor verursacht werden. Dann kommt es zur so genannten Reflextachykardie, der Beschleunigung des Herzschlags, um einem Blutdruckabfall durch vermehrte Herztätigkeit entgegenzuwirken.

H3-Rezeptor

Im zentralen Nervensystem (ZNS) wirkt Histamin als Neurotransmitter und beeinflusst über den H3-Rezeptor auch die Ausschüttung anderer Neurotransmitter, z.B. die von Noradrenalin, Serotonin, Dopamin und Glutaminsäure (Glutamat). Histamin beeinflusst das Schmerzempfinden. H3-Rezeptoren findet man auch in Zellen des Verdauungsapparats. Histamin wirkt hier beispielsweise auf die Sekretion vom Hormon Somatostatin ein. Somatostatin selbst beeinflusst einige andere Hormone sowie die Magensäuresekretion.

H4-Rezeptor

Die unterschiedlichen Histamin-Rezeptoren wurden in der Reihenfolge ihrer Entdeckung benannt. Die Existenz des H4-Rezeptors wurde erst im Jahr 2000 in einer Studie bestätigt. Nach wie vor wird an den verschiedenen Wirkungen von Histamin geforscht. Dabei werden immer neue Zusammenhänge zwischen Abläufen im Körper entdeckt, auf die Histamin einen Einfluss hat. Zudem wird Histamin mit immer mehr Krankheiten in Verbindung gebracht – dazu später mehr. Histamin wirkt durch Bindung an den H4-Rezeptor u. a. auf Vorgänge des Immunsystems. Histamin ist dadurch nicht nur an allergischen Prozessen beteiligt, sondern spielt auch bei Entzündungsprozessen eine entscheidende Rolle.

 

Histaminintoleranz

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Definition: Als Histaminose wird generell der Zustand bezeichnet, wenn zu viel oder zu wenig Histamin im vorliegt, denn beides kann Probleme verursachen. Dadurch bezeichnet der Begriff Histaminose keine spezifische Krankheit, sondern ist stattdessen als Überbegriff zu verstehen, unter den Krankheiten wie Histaminintoleranz (zuweilen auch: Histaminunverträglichkeit) und Mastzellaktivierungserkrankungen fallen.

Anders bei einer Allergie handelt es sich bei der Histaminintoleranz um eine enzymatische Abbaustörung. Histamin wird vom Körper schlechter abgebaut und daher treten Symptome auf. Es sind keine Antikörper, die gebildet werden, im Spiel.

Bei Mastzellaktivierungserkrankungen verfügt der Körper häufig über aktive Enzyme zum Histaminabbau. Dennoch treten massive Symptome auf, die denen der Histaminintoleranz ähneln können, da der Körper selbst zu viel Histamin ausschüttet.

Mit dem Begriff der Histaminintoleranz, in Anlehnung an z.B. Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit infolge eines Mangels an spaltendem Enzym, der Laktase), meint man meist eine enzymatische Histaminabbaustörung, im Sinne eines DAO-Defizits.

Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass neben der DAO (Diaminoxidase) auch die HNMT (Histamin-N-Methyltransferase), ein anderes Enzym, eine entscheidende Rolle beim Histaminabbau spielt.

Wie die folgende Grafik zeigt, spielen auch die MAO (Monoaminooxidasen) eine Nebenrolle beim Histaminabbau.

Da verschiedene Enzyme – und das auch noch an verschiedenen Orten im Körper – für den Histaminabbau verantwortlich sind, ist es oft schwierig die mannigfaltigen Symptome korrekt als Ausdruck einer der Mastzellaktivierungserkrankungen oder der Histaminintoleranz zu identifizieren. Man unterscheidet zudem verschiedene Formen der Histaminintoleranz.

Formen und mögliche Ursachen einer Histaminintoleranz

Bisher sind die genauen Ursachen der Histaminintoleranz noch umstritten, zumal es verschiedene Ausprägungen der Erkrankung gibt: Einerseits kategorisiert danach, welcher Histamin-Rezeptor betroffen ist (mehr dazu s. o.), andererseits ob es sich um eine angeborene Histaminintoleranz handelt oder nicht. In jedem Fall liegt eine Störung beim Histaminhaushalt vor.

Eine Histaminintoleranz kann, wenn sie angeboren ist (Gendefekt: angeborener DAO-, HNMT- oder MAO-Mangel), ein Leben lang andauern. In diesem Fall ist man aufgefordert sich sein Leben lang histaminarm zu ernähren. In der Form ist Histaminintoleranz nur therapierbar, aber nicht heilbar.

Eine Störung der HNMT kann aber auch durch chemische Einflüsse verursacht werden und ist dann nur vorübergehend und dementsprechend heilbar.

Ursache für einen DAO-Mangel ist häufig eine Darmdysbiose. Durch verschiedene Einflüsse kann die natürliche Darmflora gestört sein, wodurch das Verhältnis von „guten“ zu „schlechten“ Bakterien im Darm aus dem Gleichgewicht gerät.


Die meisten Zellen produzieren sowohl DAO wie auch HNMT. Allerdings unterscheiden sich die Mengen je nach Organ bzw. Zelltyp beträchtlich. Im Zentralnervensystem (ZNS), in der Bronchialschleimhaut und in der Haut ist die HNMT der Hauptabbauweg. Bei einer Funktionsminderung der HNMT sind deshalb diese Organe, insbesondere das Gehirn, tendenziell besonders stark betroffen. (Hierbei sollte auch bedacht werden, dass in diesen Organen auch besonders viele Mastzellen vorhanden sind. Mastzellerkrankungen müssen deshalb ebenfalls als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden, wenn sich die Symptome vor allem in diesen Organen manifestieren.)

Bei einer Funktionsminderung der DAO werden hingegen kaum Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem erwartet. Die DAO ist ein exkretorisches (= nach außen abgegebenes) Enzym, das hauptsächlich von den Darmschleimhautzellen produziert und ausgeschieden wird. Es baut bereits außerhalb der Körperzellen das Histamin im Nahrungsbrei ab, um zu verhindern, dass es in zu großen Mengen in den Körper gelangt. Die HNMT hingegen ist im Innern der Körperzellen, besonders in der Leber und der Niere (Entgiftungsorgane), maßgeblich am Histaminabbau beteiligt.

Wegen der oben geschilderten räumlichen und funktionellen Trennung (in unterschiedlichen Organen gebildet, inner- / außerhalb der Zellen) kann beim Ausfall eines dieser Enzyme vermutlich kein anderes dessen Funktion vollumfänglich übernehmen.

Unter anderem werden Vorerkrankungen, v. a. mit bakterieller Beteiligung und Belastungen mit z. B. Schwermetall, als mögliche Ursachen für eine Histaminintoleranz angesehen. Wird der Körper entsprechend entgiftet bzw. die Vorerkrankung entsprechend behandelt und ernährt man sich strikt histaminarm, kann die Histaminintoleranz überwunden werden. Eine solche Vorerkrankung oder Vergiftung kann man gelegentlich im Mund lokalisieren. Alte Amalgam-Füllungen können z.B. die Ursache für die Vergiftung sein, wenn diese dann auch noch mit Karies unterlegt sind, kommt die bakterielle Belastung noch hinzu.

Andere Einflüsse können z. B. Antibiotika sein, die die Darmflora stören bzw. gestört haben. Spezielle Probiotika können nach und nach helfen, eine gesunde Darmflora wieder aufzubauen.

Auch ein aus dem Gleichgewicht geratener Hormonhaushalt kann Histaminprobleme verursachen oder begünstigen. Die größte Rolle spielt hier vermutlich das Östrogen (weibliches Sexualhormon), wobei nicht die absolute Östrogenmenge, sondern das Verhältnis von Östrogen relativ zu bestimmten anderen Hormonen (Progesteron, Testosteron) entscheidend ist. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer.

Zu den Störfaktoren im Hormonhaushalt gehören:

  • Weiblicher Zyklus (Menstruation)
  • Hormonelle Empfängnisverhütung (Antikonzeptiva, Antibabypille)
  • Wechseljahre (Klimakterium)
  • Pubertät
  • Östrogendominanz (bzw. Progesteron- oder Testosteronmangel)
  • Hormone und hormonähnliche Stoffe in natürlichen Lebensmitteln (z.B. Östrogen in Hopfen und Bier)
  • Hormonaktive Umweltschadstoffe: Stoffe mit (unbeabsichtigter) hormonähnlicher Wirkung in Alltagsprodukten wie Kunststoffen, Sonnencrèmen etc.
  • (Evtl. Hormone als Leistungsförderer in der Tierproduktion?)

Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Histamin und Hormonen:

Von HIT sind deutlich mehr Frauen als Männer betroffen und die Krankheit tritt oft mit dem Beginn der Wechseljahre auf.

Die Intensität der Histaminprobleme ist vom weiblichen Zyklus abhängig (Regelschmerzen als Histaminsymptom).

Die Beschwerden histaminsensibler Personen können sich bei Einnahme der Pille (hormonelle Empfängnisverhütungsmittel) je nach individuellem Hormonstatus verschlechtern oder auch verbessern.

Während der Schwangerschaft steigt der DAO-Spiegel um das ca. dreihundertfache an, um die Gebärmutter bzw. den Embryo vor Histamin zu schützen. Das hat zur Folge, dass während einer Schwangerschaft Allergien und andere Histaminprobleme meistens vorübergehend verschwinden.

Die komplizierten Wechselwirkungen werden noch nicht genügend verstanden. Ein Mechanismus könnte sein: Für den Abbau von Östrogen wird Vitamin B6 benötigt. Wenn zu viel überschüssiges Östrogen abgebaut werden muss, steht der Diaminoxidase (DAO) nicht mehr genügend Vitamin B6 für den Histaminabbau zur Verfügung. Umgekehrt scheint aber auch der Histaminspiegel den Hormonhaushalt zu beeinflussen. Möglicherweise sind neben der DAO noch andere Stellen im Histaminstoffwechsel hormonell beeinflusst.

Das Problem mit der Pseudoallergie

Durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, wird Histamin einerseits aus körpereigenen Speichern (v.a. Mastzellen) freigesetzt und andererseits über die Nahrung zugeführt. Der Körper eines Gesunden ist dazu befähigt, dieses Histamin schnell genug abzubauen, so dass dies im Normalfall nicht zu Problemen führt. Übersteigt nun – aus welchen Gründen auch immer – die Summe aller Histaminquellen die Fähigkeit des Körpers, Histamin abzubauen, dann steigt der Histaminspiegel zu stark an. Wenn die individuelle Toleranzschwelle überschritten wird, kommt es zu einer breiten Palette von „Vergiftungssymptomen“. Hierzu zählen Ausschlag, wie bei einer Allergie, aber auch Kopfschmerzen als hätte man einen schweren Kater. Daher spricht man auch von der Pseudoallergie.

Im Unterschied zu einer Allergie werden bei der Pseudoallergie keine spez. IgE-Antikörper gebildet. 

Die Reaktion sieht jedoch meist ähnlich aus. Gerade das macht es auch so schwer eine Histaminintoleranz zu diagnostizieren. Betroffene leiden oft über Jahre oder Monate ohne Abhilfe zu bekommen, werden teilweise wie Hypochonder behandelt oder die Symptome (s. Auflistung unten) werden als psychosomatisch abgetan. Die Symptome können denen einer Pollenallergie oder anderer Lebensmittelunverträglichkeiten ähneln:

  • Anschwellende Nasenschleimhaut, laufende Nase, Niesen, Auswurf, Hustenreiz, Atembeschwerden
  • Verdauungsprobleme: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen
  • Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen, Erröten (Flush im Gesicht)
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche, gestörtes Temperaturempfinden
  • Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Blutdruckabfall
  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
  • Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ödeme (Schwellungen, Wasseransammlungen, z.B. geschwollene Augenlider)

(s. http://www.histaminintoleranz.ch/symptome.html)

Histamin ist nun aber nicht irgendein Gift, sondern ein körpereigener Botenstoff mit zahlreichen Funktionen, wie oben beschrieben wurde. In einem mit Histamin überschwemmten Körper ist die Regulation dieser Vorgänge gestört.

Es gibt also verschiedene Ursachen für eine Histaminunverträglichkeit. Außerdem spielt der Typ, HNMT und/oder DAO – eine entscheidende Rolle beim Krankheitsbild und den individuellen Symptomen. Oft geht die Diagnose einer Histaminunverträglichkeit mit dem Ratschlag der Ernährungsumstellung einher. Für diesen Therapieansatz möchte diese Internetseite Hilfe, Ideen und Austausch ermöglichen. Hauptanliegen ist es, gute und schmackhafte Rezepte zu versammeln, die möglichst histaminarm sind.

Ernährung allgemein

 

Vielen Betroffenen wird nach der Diagnose einer Histaminintoleranz geraten auf histaminreiche Lebensmittel zu verzichten.

Hier fängt meistens das Problem erst an. Bei einer regulären Allergie verzichtet man auf das betroffene Lebensmittel. So verzichtet man z. B. bei einer Nussallergie auf Produkte mit der Aufschrift „Kann Spuren von Nüssen enthalten“.

Auch Vegetarier haben mittlerweile das Leben etwas leichter. So steht doch auf vielen Produkten gleich die Deklaration „vegetarisch“ oder gar „vegan“.

Bei Histaminintoleranz handelt es sicher aber um keine Allergie oder einen freiwilligen Ernährungstrend, darüber hinaus ist nicht nur ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelgruppe (wie z. B. bei der Laktoseintoleranz) betroffen, sondern mehrere Lebensmittel, die jeweils Histamin enthalten, welches im Falle einer Histaminintoleranz nur schwerlich bis gar nicht abgebaut werden kann.

Zudem stellt der Körper Histamin auch selbst her – es ist nämlich für einige Vorgänge, wie z. B. den Schlaf-Wach-Rhythmus, verantwortlich. Anders als bei einer klassischen Allergie werden auch keine spez. IgE-Antikörper gebildet, man spricht daher auch von einer Pseudoallergie.

 

Wie erkennt man den Histamingehalt von Lebensmitteln?

Woher weiß man nun, ob Histamin in einem Lebensmittel enthalten ist? Nur wenige Nahrungsmittel sind absolut frei von Histamin (z. B. reine Stoffe wie Wasser, Kochsalz oder weißer Kristallzucker). Ansonsten ist Histamin in sehr vielen Nahrungsmitteln enthalten – mal mehr, mal weniger. Es gibt aber auch einige Nahrungsmittel, die von sich aus relativ viel Histamin enthalten (histaminreiche Lebensmittel) und auch welche, die die Histaminausschüttung im Körper anregen (Histaminliberatoren). Histaminliberatoren enthalten oft gar nicht viel Histamin, sind aber insbesondere bei Betroffenen, wo die HNMT das Problem darstellt und bei Mastzellaktivierungserkrankungen, bedenklich. Hierzu zählen z.B. Lauch, Kaffee, Kakao, viele Zitrusfrüchte…

Außerdem gibt es sogenannte DAO-Blocker. Hierzu zählt z.B. die Substanz Nikotin. Zigarettenrauchen bei Histaminintoleranz ist daher auch immer problematisch.

Bei der Detektivarbeit – den problematischen Lebensmitteln auf der Spur – können bereits erstellte Lebensmittellisten helfen, z.B. von SIGHI, die Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel getestet haben und ein Barometer von 0, 1 bis 2 bzw. grün, orange und rot zur Orientierung herausgegeben haben.

Je nach Lagerung und Herstellungsweise kann der Histamingehalt aber in Produkten schwanken. Daher wird Betroffenen empfohlen weder lang gereiften Käse, noch wieder Aufgewärmtes, schnell Verderbliches (z. B. Fisch) oder Überreifes (v.a. Obst) zu essen – zumindest in der Anfangszeit.

Neben den Histamin-Lebensmittel-Listen können auch Übersichten von Produkten nach Histidingehalt hilfreich sein (s. z.B. hier). Denn Histidin dient als Vorstufe für die Bildung von Histamin. Histamin wird unter Wirkung der unspezifischen L-Aminosäure-Decarboxylase bzw. einer in den meisten Geweben vorhandenen spezifischen Histidin-Decarboxylase aus Histidin gebildet.

Fisch, der einen hohen Eiweißgehalt hat und viel Histidin enthält, kann bei unsachgemäßer Lagerung sehr schnell hohe Histaminwerte entwickeln.
Histamin entsteht auch in den Lebensmitteln, an deren Entstehung und Reifung Mikroorganismen/Bakterien beteiligt sind z.B. Sauerkraut, Joghurt und Käse.

(Vgl. http://flexikon.doccheck.com/de/Histidin und vgl. http://www.dr-walraph.de/histamin.htm)

Beim Histamingehalt von Lebensmitteln spielt der Faktor Frische eine entscheidende Rolle. Histamin ist ein Verderbnisprodukt. Es entsteht besonders dann in sehr großen Mengen, wenn verderbliche Nahrungsmittel, die reich an der Aminosäure Histidin sind (z.B. Fisch), von Bakterien oder Hefen besiedelt und zersetzt werden. Neben dem Verderb entsteht es aber auch bei gewollten Gärungs-, Fermentations- und Reifungsprozessen. Diese dienen eigentlich der Veredelung eines Produktes, indem sie es aromatischer oder haltbarer machen sollen (z.B. Salami, Käse, Sauerkraut, Wein, Bier, Most). Auch während langer Lagerung kann der Histamingehalt zunehmen (Konserven).

Je nach individueller Empfindlichkeit treten vielleicht erst dann Symptome auf, wenn man mehrere besonders stark histaminhaltige Nahrungsmittel miteinander kombiniert (z.B. Rotwein mit Käse). Auch gesunde Personen können je nach Dosis mit Symptomen reagieren. Der Gehalt von biogenen Aminen in Lebensmitteln wird daher auch als Faktor für die Lebensmittelsicherheit herangezogen. Fast jeder kennt wohl das Gefühl nach dem Konsum eines schlechten Kopfwehweins. Vielfach sind es gar nicht direkt die Bakterien, die den Darm plagen, sondern die von den Bakterien als Verderbnisprodukte ausgeschiedenen biogenen Amine. Für deren Abbau von anderen biogenen Aminen ist teilweise ebenfalls die DAO – aber auch die MAO (daher indirekte Nebenrolle) – zuständig. Biogene Amine stellen deshalb ein mit Histamin konkurrierendes Substrat dar. Schlimmer noch: Die DAO bevorzugt sogar andere Amine gegenüber dem Histamin. Sprich, werden Lebensmittel mit viel anderen biogenen Aminen konsumiert, erfolgt der Abbau von Histamin wesentlich langsamer, weil die DAO bereits anderweitig beschäftigt ist und es kann ab einem gewissen Level zu Symptomen kommen.

(Vgl. http://www.histaminintoleranz.ch/histaminose.html#abbaustoerungen)

Neben der Umstellung auf möglichst histaminarme Kost gilt es ein paar Dinge beim Kauf und der Zubereitung, Lagerung der Lebensmittel zu beachten. Nicht nur, dass möglichst histaminarme Lebensmittel gekauft werden sollten, sie sollten, so die Faustregel, auch frisch sein. Doch auch da gibt es Ausnahmen wie beispielsweise Rohmilch.

Bei Tiefkühlkost sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Langsames Auftauen, z.B. im Kühlschrank, gilt es zu vermeiden, da sich hierbei Histamin bildet.

Kauf keine Fertigprodukte oder Halbfertigprodukte (Aufbackwaren). Die enthaltenen Konservierungsstoffe können unverträglich sein. Die durchgehende Kühlkette ist oft nicht gewährleistet.

Achte auf bestimmte E-Stoffe. Hinter den kryptischen Zahlen verbirgt sich oft Alkohol, Essig etc. zur längeren Haltbarkeit.

Wenn Du Fleisch, Gemüse und Obst (auch aus dem eigenen Garten) zubereitest, wasch es vor dem Verzehr bzw. der Verarbeitung gründlich mit Wasser ab. Histamin ist temperaturbeständig. Es lässt sich nicht durch Einfrieren oder starkes Erhitzen beseitigen. Es ist aber wasserlöslich. Daher ist es auch ratsam zur Mahlzeit ausreichend (stilles oder Leitungs-)Wasser zu trinken.

Verwende keine eingelegte Nahrung (saure Gurken etc.) oder Konserven.

Wärm Speisen aus dem Kühlschrank nicht wieder auf (gilt v. a. für tierische Produkte). In der Zwischenzeit kann sich Histamin gebildet haben. Tipp: Wenn Du einen Teil der Mahlzeit zu einem anderen Zeitpunkt essen willst, frierst Du die Speisen möglichst rasch ein. Erst wenn die Gerichte eine Weile an der Luft stehen, bildet sich Histamin.

Versuch Nahrungsmittel mit Histaminpotential zu meiden (insbesondere am Anfang):

  • Histaminreiche Nahrungsmittel
  • Histaminliberatoren
  • Andere biogene Amine
  • (DAO-)Abbauhemmer

Die individuelle Toleranzschwelle unterliegt oft großen Schwankungen, da sie von vielen Faktoren beeinflusst wird:

  • Was man zuvor, dazu und danach sonst noch alles isst und trinkt (trink ausreichend Wasser zu den Speisen)
  • Stress (z. B. bessere Verträglichkeit während der Ferien als bei hohem Leistungsdruck, Stress als Histaminliberator)
  • Momentane Vitamin- und Mineralstoffversorgung
  • Große körperliche Anstrengung
  • Luftschadstoffe (Smog, Ozon, Feinstaub), Nikotinkonsum, Passivrauchen
  • Bei Allergikern: Allergenkontakt und Kreuzreaktionen
  • Schlafdauer und -qualität, Schlafrhythmus (Jetlag)
  • Wetterwechsel (besonders Kaltfronten und windiges Wetter)
  • etc.

Als besondere Schwierigkeit kommt hinzu, dass auch der Histamingehalt in den Lebensmitteln stark schwankt, je nach Lagerung und Herstellungsweise. Die Symptome können beim gleichen Gericht einmal auftreten und ein anderes Mal nicht.

Tückisch: Einigen Histaminliberatoren und biogenen Aminen ist es sehr schwer anzumerken, dass man sie nicht verträgt, weil sie zeitlich verzögert wirken.

Unter der Diät nimmt die Empfindlichkeit meist langsam ab. Bestimmte Nahrungsmittel können zu Beginn der Diät erst mäßig, später aber bereits besser vertragen werden. Deshalb kann man einmal als unverträglich ermittelte Nahrungsmittel nach einigen Monaten erneut austesten. Nur durch das strikte Meiden von Lebensmitteln ist keine Heilung zu erwarten. Im Gegenteil, womöglich kommt es zu Nährstoffmängel, die sich im Übrigen ähnlich wie Symptome der Histaminintoleranz äußern können.

Achte auf eine ausgewogene Ernährung bzw. nimm eine Ernährungsberatung in Anspruch!

Lebensmittel

 

Es ist ratsam nach Diagnose einer Histaminintoleranz eine Eliminationsdiät mit persönlichem Ernährungstagebuch zu beginnen. Hier findest Du Informationen dazu, wie man am besten vorgeht.

Nach einer strikten Eliminationsdiät und nachdem man sich für einige Zeit nach seiner persönlichen Lebensmittelliste ernährt hat, kann man durchaus darüber nachdenken, insbesondere nahrhafte Lebensmittel in kleinen Mengen erneut zu probieren. Ist der individuelle Histaminpegel erst einmal unten und konnte sich der Körper von der erhöhten Histaminbelastung erholen, werden manche Lebensmittel wieder vertragen, die während der Eliminationsdiät noch Probleme verursacht haben.

Nachfolgend findest Du meine persönliche Lebensmittelliste, nach der ich mich für die Rezepte zu Hause richte – teils mit Erklärungen. Gerne wird von Betroffenen auch die Liste von www.histaminintoleranz.ch verwendet. Hier kannst Du das PDF-Dokument der SIGHI-Lebensmittelliste downloaden. Meine Liste ähnelt der SIGHI-Liste (mit ein paar Unterschieden). Du kannst Dich von beiden inspirieren lassen.

Meine Liste

 

Zu meiden:

Fleisch: Wurstwaren (insbes. Salami, Gepökeltes, Geräuchertes), Innereien, Schweinefleisch (von Natur aus hoher Histamingehalt), vormariniertes Fleisch, Schnitzel (da mit Weizen paniert)

Fisch: Thunfisch, Makrele, Hering, Sardinen, Sardellen, Pangasius, Mahi Mahi, da sie einen hohen Histamingehalt aufweisen, Fischstäbchen (da mit Weizen paniert), außerdem viele Schalen- und Krustentiere wie z. B. Muscheln, Shrimps, da sie schnell verderben (gehen jedoch, wenn ganz frisch/Kühlkette eingehalten wurde)

Milchprodukte und Käse: Hartkäse wie Parmesan, lang gereifter Käse erkennbar u.a. am Geruch und/oder großen Löchern im Käse (u.a. Harzer, Emmentaler, Camembert, Cheddar). Grundsätzlich jungen Käse bevorzugen und Milchprodukte ohne Bakterienstämme bevorzugen, d.h. Sauerrahm, Buttermilch und viele Joghurts sind zu meiden. Hinweis: Probiotika sind wichtig für eine gesunde Darmflora, jedoch setzen einige Bakterienstämme Histamin frei.

Getreide und Backwaren: weizenhaltige Produkte (auch Couscous, Ebly und Bulgur) und hefehaltige Produkte sind zu meiden, Roggen kann problematisch sein, Vollkorn heißt nicht ohne Weizen (Vollkorn bezeichnet eine Herstellungsart – keine Getreidesorte), die Pseudogetreidesorten Amaranth und Buchweizen werden oft nicht vertragen

Gemüse: Sauerkraut, Oliven, Kapern (da eingelegt), Spinat, Tomaten (auch Ketchup, Tomatenmark), Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen (auch Humus), Soja, Kidneybohnen), Pilze, v. a. Champignons, Amaranth, Sellerie, Kohlrabi nur in kleinen Mengen, Porree/Lauch wird nicht immer vertragen, Rosenkohl, Rettich und Meerrettich/Kren gelten als Histaminliberator, Zwiebeln wirken blähend und enthalten Salicylat, angebraten werden sie manchmal in kleinen Mengen vertragen, in kleinen Mengen werden Jungzwiebeln meist besser vertragen, Rucola nur in geringen Mengen, da er ein Histaminliberator ist

Obst: Erdbeeren (eigentlich eine Nuss) und Zitrusfrüchte (Histaminliberatoren), Himbeeren, Hagebutte, Mango, Pflaume, Wassermelone, gelbe/braune Bananen (sehr reif), Ananas, Kiwi, Guave, Papaya, Maracuja, auch kein Multivitaminsaft oder andere Säfte, wo diese Früchte enthalten sind, Achtung bei Smoothies, Marmelade nur in kleinen Mengen, da konserviert, keine Trockenfrüchte (Rosinen, Datteln, Feigen etc.)

Nüsse und Kerne: Erdnüsse (eigentlich eine Hülsenfrucht), Cashewkerne, Walnüsse, Pinienkerne, Pekannuss, Mohn geht in kleinen Mengen, Mandeln (eigentlich eine Steinfrucht) werden manchmal vertragen

Gewürze/Kräuter: Geschmacksverstärker wie Glutamat, Sojasauce/Teriyakisauce, Senf, Dill, Klee, Schnittlauch, Curry, Chili ist so scharf, dass es den Magen zusätzlich belasten kann und sollte daher gemieden werden, oft Zimt (starkes Allergen), Muskatnuss, Ingwer nur in kleinen Mengen nehmen (scharf, aber entzündungshemmend)

Süßigkeiten: jede Schokolade, in der das Bindemittel Sojalecithin enthalten ist, oft wird Vollmichschokolade und weiße Schokolade aber in bestimmten Mengen vertragen, meide vor allem Bitter- und Zartbitterschokolade, sowie sehr dunkle Schokolade, Kakao

Alkohol und andere Getränke: Alkohol ist grundsätzlich zu meiden, da bei der Gärung Histamin entsteht, insbes. sind zu meiden Rotwein, Whiskey, Schaumweine/Sekt, Hefeweizen, Essig, schwarzer Tee, Filterkaffee, Energy-Drinks, Mate-Tee und Limonaden

Sojaprodukte: auch Tofu und Sojamilch und manche Aufstriche sind zu meiden (oft auch in Margarine), Teriyaki-Sauce, Soja-Sauce

Weizenprodukte: in vielen Produkten steckt auch Weizen, ohne dass man es gleich erkennt: Nudeln und andere Teigwaren wie Lasagneplatten, Couscous, Cornflakes und viele Müslis (lies das Kleingedruckte auf der Packung)

Öl: Erdnussöl, Sonnenblumenöl, auch Pesto Genovese ist zu meiden, da es Olivenöl und meist auch Parmesan und Pinienkerne enthält

Histaminarme Alternativen:

Fleisch: (frisch oder tiefgekühlt) Rindfleisch, Lamm, Geflügel, teilw. Wild, Tiefkühlware gleich verarbeiten und nicht langsam im Kühlschrank auftauen lassen

Fisch: (frisch oder tiefgekühlt) Dorsch/Kabeljau, Forelle, Seelachs/Köhler, Lachs, Scholle und viele andere Sorten, Tiefkühlware gleich verarbeiten und nicht langsam im Kühlschrank auftauen lassen, einige Sorten Sushi und Maki vom Asiaten Deines Vertrauens (muss frisch sein!)

Milchprodukte und Käse: Mozzarella (ohne Citronensäure – Zusammensetzung lesen), Feta, Frischkäse, Vollmilch (keine Rohmilch), Naturjoghurt, Hüttenkäse, Quark/Topfen, Sahne/Obers, Butterkäse, junger Gouda, Butter

Getreide und Backwaren: bevorzuge Dinkelprodukte (besser glattes Mehl, als Vollkorn), Du kannst Brot auch selbst backen mit Backpulver statt mit Hefe, Hirse-, Reis-, Mais-, Hanf-, Kokos- und Dinkelmehl, Dinkelnudeln (Achtung: auch in Vollkornnudeln ist oft Weizen), Haferflocken, Teff bzw. Zwerghirse

Gemüse: frisches Gemüse wie grüner Salat, Feldsalat/Vogerlsalat, Kohlsorten (Achtung: kein eingelegter Rotkohl/Rotkraut, kein Rosenkohl), Karfiol/Blumenkohl, Brokkoli, Kürbis (v.a. Sorte Butternuss), Rapunzelsalat, Paprika (oft ein guter Tomatenersatz), Karotten, Kartoffeln, Reis, Gurke, Zucchini, Mais (wenn’s geht nicht aus der Dose), Spargel (wenn frisch, nicht aus dem Glas), Knoblauch in kleinen Mengen (wie alle Lauchgewächse als Histaminliberator eingestuft), Rhabarber in kleinen Mengen, Artischocken (nicht aus dem Glas), Fenchel, Chicorée, Pastinaken

Obst: Brombeere, Apfel, Pfirsich, Aprikose/Marille, Kirsche, Heidelbeere/Blaubeere, Preiselbeere (besser nicht aus dem Glas), Stachelbeere, Johannisbeere/Ribisel/Cassis, Kokosnuss, Sanddorn (nicht bei Sorbitunverträglichkeit), helle Weintrauben, Achtung bei überreifem Obst!

Nüsse und Kerne: grundsätzlich keine Nüsse, aber oft lassen sich Nüsse durch z.B. Kürbiskerne oder Sesam ersetzen, in geringen Mengen werden manchmal auch Sonnenblumenkerne vertragen (gelten aber als Histaminliberator), Macadamia-Nüsse werden hier vertrage, Chia-Samen, Hanfsamen, Schwarzkümmel!!! (senkt Histamin)

Gewürze/Kräuter: Knoblauch in kleinen Mengen (frisch o. Pulver), Küchenkräuter (viele lassen sich leicht auf der Fensterbank züchten, z.B. Kresse), Kochsalz, Eberraute, Thymian, Rosmarin, Basilikum, Oregano, Majoran, Kümmel, Schwarzkümmel, Petersilie, Bohnenkraut, Salbei, Baikal-Helmkraut, Bischofskraut, Melisse, Minze, Bärlauch, Wacholder…

Süßigkeiten: Vollmilchschokolade dunkler und Bitterschokolade vorziehen, weiße Schokolade wird noch besser als Vollmilchschokolade vertragen (jeweils ohne Soja-Lecithin und ohne Sonnenblumen-Lecithin)

Alkohol und andere Getränke: grundsätzlich kein Alkohol, teilweise werden klare Schnäpse und untergärige Biersorten vertragen, Weißwein Rotwein vorziehen, trinke stattdessen viel (stilles) Wasser/Heilwasser zu den Speisen oder Kräutertees, Rooibostee, Espresso bzw. Milchkaffee mit Espresso wird besser vertragen als Filterkaffee, da er weniger Bitterstoffe und weniger Koffein enthält, Grüntee (nur kurz ziehen lassen)

Öl: zum Braten eignet sich reines Olivenöl. Sonnenblumenkerne gelten als Histaminliberator. Daher geht Sonnenblumenöl nur bedingt. Zu Salaten geht auch Kürbiskern-, Hanfsamen-, Distel-, Leinöl etc. Für Süßes: Kokosöl/-fett

Sonstiges: Müslis mit Hafer, stell Backwaren im Haushalt auf Dinkelprodukte um, wenn Du selbst bäckst, dann mit Dinkelmehl oder den anderen angegeben Mehlsorten (s. o.), panier Speisen nicht mit fertig gekauften Semmelbröseln (Weizen) sondern z. B. mit Haferflocken oder Sesam

Regelmäßig veröffentliche ich Tipps zu Spezialthemen, wie z. B. Kräuter, Getränke, vegetarisch essen, Nahrungsmittelkategorien etc. Rechts auf der Seite kannst Du die Kategorie „Tipps“ auswählen und alle bisherigen Beiträge dieser Kategorie werden angezeigt. Wiederkommen lohnt sich. Es kommen stets neue Tipps hinzu.

 

E-Stoffe (noch unvollständig)

 

Farbstoffe: Tartrazin (E102), Chinolingelb (E- 102), Gelborange S (E110), Azorubin (E122), Amaranth (E123), Cochenillerot (E124), Erythrosin (E127)

Konservierungsstoffe: Sorbinsäure und Salze (E200-203), Benzoesäure und Salze (E210-213), PHB-Ester (E220-227), Diphenyl und Orthaphenyl (E231-232), Thrabenrudazol (E223)

Sonstige: Nirtrate (E251-252), Glutamate (E620-625)

Säureregulatoren: Di-, Tri- und Polyphosphate

Antioxidatien: Butylhydroxianisol (BHA), -droxitoluol (BHT)

Medikamente und beim Arzt

 

zu meiden:

Schmerzmittel (nach Wirkstoffen): Meclofenaminsäure, Mefenaminsäure, Metamizol, Diclofenac und Acetylsalicylsäure

Diaminoxidase (DAO) blockierende Medikamentenwirkstoffe: Acetylcystein, Ambroxol, Aminophyllin und Theophyllin (Antiasthmatika), Antibiotika, Metamizol, Metoclopramid, Verapamil, Propafenon, Cycloserin, Pentamidin, Distigmine, Dobutamin, Clomethiazol, Salazosulfapyridine, Diltiazem (früher als Dilzem vermarktet), Guanethidine,

Histaminfreisetzende Medikamentenwirkstoffe: Mefenaminsäure, Diclofenac, Naproxen, Aspirin, Röntgenkontrastmittel, Opiate

Röntgenkontrastmittel: Iopamidol, Amidotrizoesäure, Iopodat, etc.

Narkosemittel: Methohexital, Thiopental

Chemotherapeutika: Chloroquin, Resochin, Stilbamidin, Malariaprophylaxe

Muskelrelaxantien: Tubocurarin, Suxamethonium, Pancuronium

Gib bei Deinem Arzt (Operationen, Röntgen, MRT, etc.) und bei Deinem Apotheker (beim Medikamentenkauf) stets an, dass Du eine Histaminintoleranz hast!

Verträgliche Alternativen:

Schmerzmittel (nach Wirkstoffen): Fenbufen, Levamisol und Ibuprofen

Geeignete Medikamente (allgemein): z.B. Mexalen, Seractil (Verwende Schmerzmittel nur im Notfall), Vorsicht bei nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR wie z.B. Voltaren), gut verträgliches Antibiotikum wie Erythromycin/Erythrocin, Vorsicht bei Augmentan 

Mittel bei Beschwerden aufgrund der Histaminintoleranz (Antihistaminika/Histamin-Rezeptor-Blocker): z. B. Cetirizin

Enzymersatztherapie: Daosin (nur im Notfall!), Erbsensprossen

Natürliche Histamin-Helferlein: Vitamin C – auch als Nahrungsmittelergänzung erhältlich,Helmkraut, Oregano, Acerola etc.

Quercetin, Zink, Magnesium – Nahrungsergänzungspräparate nur bei Mangel!

Hausmittel

 

Vorbeugend kann ein Tee aus Bischofkraut (botanischer Name: Ammi Visnaga) sein. Samen und Blätter enthalten unterschiedlich große Mengen des Wirkstoffs Khellin. Bischofskraut wirkt mastzellstabilisierend. Die Blumen kannst Du entweder selbst ziehen (Samen erhältst Du bei gutsortierten Kräuterfachhandlungen) oder Du erwirbst die Blätter, Samen oder Essenzen, z. B. im Reformhaus oder in der Apotheke.

Tee aus Baikal-Helmkraut kann die Ausschüttung von Histamin blocken. Auch Basilikum (insbes. Tulsi) und Oregano gelten als Mastzellstabilisatoren. Achte bei Kräuteranwendungen jedoch auf eventuelle Allergien und mögliche Kreuzreaktionen.

Magenstärkende Kräuter sind oft bekömmlich zu den Mahlzeiten und helfen, dass der Magen nicht aus dem Gleichgewicht gerät bzw. übersäuert. Als magenstärkend gelten z. B. Eberraute (botanischer Name: artemisia abrotanum), das ein gutes Fleischgewürz ist, und Kümmel (carum carvi), der an viele Speisen, z. B. auch an Reis gegeben werden kann.
Kommt es zu einem Histaminüberschuss bzw. -schock sind käuflich zu erwerbende Medikamente oft eine letzte Rettung. Beim histaminunverträglichkeit-typischen Schüttelfrost mit Fieber und Schwitzen hilft zunächst auch vorsichtiges kaltes Abtupfen mit Wasser, vor allem auf der Stirn und im Nackenbereich.
Der Duft von Gewürznelken kann schmerzlindernd wirken und den Brechreiz beruhigen.

Bitte teile mir Deine Erfahrungen im Kommentarfeld mit. Was hilft Dir? Ich werde versuchen die Internetseite stets mit hilfreichen Tipps zu ergänzen.

Zuletzt aktualisiert am 04.06.2017

158 Kommentare

  1. Huhu, hast du schon einmal was von Tulsi (Heiliger/Indischer Balisikum) im Zusammenhang mit HIT gehört?
    LG
    Lena

  2. Eva

    21. April 2014 at 3:16

    Hallo Lena,
    ja, gehoert habe ich davon. Generell soll Basilikum, aber insbesondere Tulsi, als Antihistaminikum wirken. Ich sollte es hier noch in die Hausmittelauflistung aufnehmen. Danke. Aehnlich soll auch Oregano wirken. Wenn man allerdings Allergien hat (auch kreuzallergische Reaktionen beachten), sollte man hier vorsichtig sein. http://histaminarm.wordpress.com/2013/09/07/italien-in-der-tasse/

  3. Das ist die beste Seite die ich zum Thema Histaminintoleranz bisher gesehen habe! Ganz vielen Dank!

  4. Eva

    13. Juni 2014 at 23:01

    Danke, Susanne. Es freut mich, wenn Du etwas Hilfreiches entdecken konntest 🙂

  5. Ich kann mich Susanne nur anschließen! Sehr gute Seite, danke!

  6. Eva

    5. Oktober 2014 at 16:10

    Danke 🙂

  7. Hi,

    deine Liste ist toll und ich finde sie auch sehr hilfreich. Generell deine ganze Seite finde ich super. Mit HIT zu Anfang klar zu kommen ist gar nicht so einfach. Mir ist nur eine Kleinigkeit aufgefallen. Beim Dinkel sollte man wenn man selber backt am besten noch darauf achten eine Urdinkel-Sorte zu nehmen. Die meisten Demeterdinkel-Mehle bestehen draus.
    Wenn ich „normales“ Dinkelmehl nutze, oder Nudeln kaufe in dem es ist, merke ich das es die gleichen Folgen hat wie Weizen, wohl weil der Dinkel mit Weizen gekreuzt wurde.
    Vll. bin ich ja auch nur eine Ausnahme, aber mittlerweile habe ich das öfters gelesen.
    Und wäre ja schade wenn man das schön selbst gebackene dann doch am Ende nicht verträgt.

    LG,
    Katti

    • Was wäre denn eine Urdinkelsorte meine kleine Tochter 3 Jahre hat HIT bin am verzweifeln

      • Hallo… Ivonne… ich habe vieleicht HIT… bin am testen ; -) unsere Tochter ist 5 u könnte es auch haben… das würde so einiges erklären in ihrer Krankengeschichte… Wie hast du denn bei einer 3jährigen festgestellt, dass sie HIT hat??? LG und schonmal Danke für die Antwort

  8. Eva

    24. Oktober 2014 at 1:13

    Hallo Katti,

    freut mich, wenn Dir die Seite gefaellt. Gerade Dinkel ist so eine Sache. Ich backe eigentlich sehr oft damit und das auch ohne Probleme. Aber Dinkel soll ja einfach eine aeltere Weizensorte sein. So kann ich mir auch erklaeren, dass hier bei manchen Probleme mit Dinkel auftreten koennen. Demeter verwende ich auch gerne.
    Ein anderes Problem ist natuerlich, dass Dinkel (genau wie Weizen und andere Getreidesorten) Gluten enthaelt. Ich experimentiere daher auch immer mal mit glutenfreien Mehlsorten, Kastanienmehl z.B. Denn viele mit HIT vertragen glutenfreie Produkte besser (wenn auch nicht alle, Soja nehme ich da z.B. heraus).
    Demnaechst muss ich mal etwas mit Mandelmehl probieren 🙂

    Liebe Gruesse,
    Eva

    • Hi Eva,
      bin gespannt ob du mal was du deinen Erfahrungen mit dem Glutenfreien backen bei HIT berichten kannst. Ich habs versucht und lasse es erstmal wieder. Glutenfrei backen ging so lange gut, wie ich noch Hefe oder Sauerteig verwendet hatte, aber ohne dies, nur mit Natron oder Weinsteinbackpulver bin ich nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen.

      Das Problem am Dinkel ist so wie es ausseht wohl eher das die modernen Sorten durch die vermehrte Einkreuzung von Weizen diesem noch ähnlicher werden und eventuell auch einige der Resistenzen, die man den modernen Dinkelsorten eingekreuzt hat ihn weniger verträglich machen. Klar ist Dinkel nahe mit dem Urweizen verwandt, aber unser moderne Weizen, welcher in die modernen Dinkelsorten eingekreuzt wird, hat damit gar nichts mehr zu tun, leider.

      Mit Kastanienmehl habe ich noch nie gebacken, habe mich bisher nur an Mais-, Hirse-, Hafer- und Reismehl gewagt, abgesehen von den „üblichen“ Mehlsorten.

      LG,
      Katti

      • Eva

        31. Oktober 2014 at 12:55

        Hallo Katti,
        ja, das mit den Einkreuzungen ist womoeglich auch ein guter Grund. Dinkel ist ja noch dazu mittlerweile auch Massenware. Nicht so wie Weizen, was in so vielen Produkten enthalten ist, wo man gar nicht unbedingt Mehl erwartet, aber eben doch auch grossflaechig. Jede Baeckerei bietet ja mittlerweile Dinkelsachen an. Und ich schiebe – auch wenn das gemutmasst ist – einiges wie Intoleranzen und Allergien u.a. auch auf diesen, sagen wir mal, „Monokonsum“ von immer wieder dem Gleichen.
        Zu Deiner Frage zum glutenfreien Backen. Ich bin da wahrscheinlich nicht unbedingt der beste Ansprechpartner, zumal ich auch noch experimentiere, dass die Konsistenz passt (darauf spielst Du an, denke ich). Am besten gelingt meiner Meinung nach Kastenbrot, wo der Teig fluessiger ist als bei normalem Brotteig oder bei Broetchen/Semmeln. Ich habe auch ein Rezept fuer Broetchen/Semmeln aus Muffinfoermchen: http://histaminarm.wordpress.com/2014/08/17/schnell-und-fluffig/ Das sollte mit glutenfreiem Mehl auch gut gehen. Wichtig ist, so meine Erfahrung, dass mehr Fluessigkeit (als bei Dinkel) beim glutenfreien Backen verwendet wird oder Joghurt oder irgendein Frucht- oder Gemuesepueree (Kuerbis-, Maroni- oder Apfelmus z.B.), wodurch Fluessigkeit hinzukommt. Auch gut ist es stets etwas Staerke (ich verwende Maisstaerke) zum Teig zu geben. Gute Erfahrung habe ich mit Chiasamen(mehl) mit Wasser angeruehrt gemacht. Das bindet ganz gut. Damit kann man Eier ersetzen, aber auch glutenfreie Backwaren binden.
        Viele tolle Tips gibt’s bei pures-geniessen zum glutenfreien Backen:
        http://www.pures-geniessen.com/uebersicht-glutenfreie-mehlsorten.html
        Was mir anfangs sehr suspekt war, ist, dass glutenfreies Mehl stets Eigengeschmack mitbringt. Kastanienmehl ist bisher das intensivste, was ich probiert habe. Damit also erstmal vorsichtig umgehen, sonst sind die Geschmacksknospen sehr ueberfordert, um’s mal so zu sagen 🙂
        Die Backeigenschaften von Kokosmehl finde ich sehr gut. Maismehl fand ich geschmacklich nicht so spannend, ehrlich gesagt, das verwende ich nicht einzeln, sondern nur kombiniert. Quinoamehl hab ich noch da. Das muessen wir aber erst auf Vertraeglichkeit testen. Mandelmehl fand ich sehr gut. Wir haben vor kurzem Kekse damit gemacht. Hafer-, Reis- und Hirsemehl, was Du noch nennst, steht noch aus. Damit hab ich noch nicht gebacken.
        Meine Erfahrung ist jedoch, dass es sinnvoll ist mehrere glutenfreie Mehlsorten zu kombinieren. Bei Brot verwende ich so manchmal auch Kokosmehl, was sonst eher was fuer Suesses ist, wenn ich aber was Deftiges wie Kastanienmehl oder Maismehl dazugebe, geht das auch fuer Brot, finde ich.
        Den Beitrag dazu kennst Du wahrscheinlich schon? http://histaminarm.wordpress.com/2014/02/24/die-histaminintoleranz-kommt-selten-allein/
        Seit die Oelmuehle, bei der ich immer Samen und Oel kaufe, nun auch Mehl im Angebot hat, kann die GF Backerei weitergehen. Gerade jetzt um die kommende Weihnachtszeit wird also hierzu noch einiges kommen – und nicht nur Kekse 🙂
        Hanfmehl, Kuerbiskernmehl, Sesammehl und Haselnussmehl stehen bei mir auch noch auf der Einkaufsliste.
        Liebe Gruesse,
        Eva

  9. Ich kann mich nur anschließen: Diese Seite ist das beste und zusammenhängenste an Information, was ich während meiner Recherche zum Thema HI gefunden habe. Ja nicht löschen!

    Als nächstes werde ich deine vielen Rezepte durchforsten 🙂

    Vielen Dank für die Mühe!

    Alex

    • Eva

      29. Oktober 2014 at 23:16

      Hallo Alex, freut mich, wenn auch Du etwas Hilfreiches bzw. Informatives entdecken konntest. Viel Spass beim Backen und Kochen. Lass mich wissen, wie’s geschmeckt hat, wenn Du magst 🙂

      Liebe Gruesse,
      Eva

  10. Hallo Eva,

    danke für die vielen Tipps und deine lange Antwort. Mit Chiasamen als Eiersatz werde ich am Wochenende das erste mal Plätzchen backen, mal sehen wie das klappt.
    Ich hab im Brot gute Erfahrungen mit Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzel (die gibt einen besonders schönen, pikanten Geschmack) oder auch Kartoffeln, roh in den Teig gerieben, gemacht. Sie halten das Brot lange frisch, genau wie die Pürees, die du ansprichst.
    Da ich generell schon vor der HIT mein Brot selber gebacken habe und auch da experementiert habe, finde ich es jetzt auch spannend die vielen, anderen „Mehlsorten“ aus zu probieren, aber alles auf ein mal geht halt nicht.
    Maismehl alleine finde ich auch recht langweilig, aber mit Dinkelvollkorn und Kräutern wird es spannender.

    Bin gespannt was du da in der Weihnachzeit so probierst. Ich lese fleißig weiter mit.
    LG,
    Katti

  11. Ich finde deine Seite wirklich super, denn es ist leider wirklich oft sehr schwer bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu wissen was man essen soll und was nicht und im Internet gibt es leider viel zu viele Ernährungstipps, die von Menschen verfasst werden die gar nicht daran leiden und sich folglich überhaupt nicht auskennen. Es freut mich, dass du da selbst die Initiative ergriffen hast und über deine Erfahrungen berichtest! 🙂
    Mir ist es selbst vor einem halben Jahr so ergangen, als ich die Diagnose Laktose- und Fruktoseintoleranz bekommen habe, deswegen hab ich vor kurzem auch einen Blog zu diesem gestartet, ähnlich dem deinen. Vor allem deine Rezepte sind mir aber eine große Hilfe, da ich sehr gerne backe und die Mutter meines Freundes an den selben Unverträglichekeiten wie ich leidet und aber zusätzlich an HIT. Jetzt weiß ich endlich was ich für sie auch backen kann. Darum danke und weiter so, ich freue mich auf weitere Rezepte! 😀
    Lg Jessica

  12. Eva

    5. November 2014 at 22:36

    Hallo Jessica,
    ich selber leide ja auch nicht daran, sondern der Mann an meiner Seite hier. Wir haben lange gekniffelt, woher die Probleme wie Migraene, Schuettelfrost, Uebelkeit, etc. eigentlich herkommen, nachdem die Aerzte eingangs das Ganze gar nicht zuordnen konnten.
    Die Recherche fiel jedoch auch nachdem wir wussten, was es ist, sehr schwer. Vor allem gute Rezepte habe ich kaum gefunden, also habe ich selbst angefangen Speisen zu modifizieren. Die „boesesten Offender“ waren schnell mal aussortiert: Hefe, lang gereifter Kaese und Wurst, Alkohol/Essig, Weizen. Die Anfangsfehler sind mittlerweile vergessen. Darunter zum Beispiel Sonnenblumenkerne und Zwiebeln, die hier wirklich Probleme machen. Mittlerweile darf manchmal auch mal gesuendigt werden, z.B. mit Schokolade.
    Insbesondere bei HIT, wo ja alle moeglichen Lebensmittelgruppen betroffen sind, nicht nur etwa Milchprodukte (Laktoseintoleranz) oder Getreide (Glutenunvertraeglichkeit), findet man viel Widerspruechliches (z.B. zum Thema Kaffee, Schokolade, Tee…). Vieles muss man auch einfach selbst austesten. Wir lernen immer noch dazu. Bei Fruktoseintoleranz ist es irgendwie noch aehnlich, denn Zucker/Fruktose findet man in sehr vielen Lebensmitteln. Hierzu weiss ich jedoch nur sehr wenig. Weswegen ich in der Kategorie „fruktosearm“ nicht viel habe, weil ich da keine Fehlinformationen verbreiten will.
    So ist der Blog also auch erst aus zweiter Hand erzaehlt, aber ich habe quasi kompetente Assistenz und Beratung mit Erfahrungen aus erster Hand 😉
    Vielleicht finde ich bei Dir dann noch mehr zum Thema FI.
    Liebe Gruesse,
    Eva

  13. Hallo liebe Eva,

    bin durch Zufall heute morgen auf deine Seite gestoßen und kann nur sagen, das ich sehr froh bin, deinen Blog entdeckt zu haben. Machst du wirklich super! Und vor allem wird alles sehr verständlich erklärt! Und endlich habe ich auch mal eine Liste in der Lebensmittel stehen, welche auch schon mal von einem Betroffenen ausprobiert worden sind und als gut befunden worden sind! Wirklich ich kann einfach nur DANKE sagen und ein dickes Lob an dich aussprechen! Finde es echt klasse, wie du mit der Intoleranz deines Lebensgefährten und damit auch mit eurem Essens- Lebens-Stil umgehst!

    Viele liebe Grüße

    Franzi

    • Eva

      11. Dezember 2014 at 13:51

      Hallo Franzi,

      freut mich, wenn Du etwas Hilfreiches entdecken konntest. Ich weiss, dass man gerne eine „Allround-Loesung“ haben moechte und diese Listen sind auch sehr praktisch. Ich empfehle ja auch regelmaessig die SIGHI-Liste, die hier auch verlinkt ist, ABER im Endeffekt musst Du dennoch selbst austesten, was Dir wie bekommt. Nutze daher solche Listen nur als Orientierung.

      Wenn Du auf dem Laufenden bleiben willst, kannst Du Dich auch rechts in den E-Mail-Empfaenger eintragen. Sobald etwas Neues online geht, erhaelst Du eine Nachricht.

      Liebe Gruesse,
      Eva

  14. Vielen lieben Dank für die tollen Infos! Bitte weiter schreiben :-)! Danke.

  15. Hey Eva, lieber „Mann an deiner Seite“,

    ich schließe mich all meinen Vorreder_innen an: das ist eine der besten und fundiertesten Seiten über HI, die ich gefunden habe – sie hat mir bis jetzt schon wahnsinnig weitergeholfen. Ich habe 3 Jahre lang versucht, den „Reizmagen“/“Reizdarm“, der mir immer wieder diagnostiziert wurde, inklusive Stimmungsschwankungen, Migräne und Depressionen in den Griff zu bekommen. Mir wurde immer wieder bestätigt – wahlweise von Familie, Freunden und Ärzten – ich sei einfach ein „Magenkind“, das sei der stress, ich solle nicht immer so angespannt sein. Ich bemerkte nicht, dass die HI immer schlimmer wurde, je veganer ich lebte. Rückblickend ist es nicht zu fassen, dass es 3 Jahre und eine hartnäckige Freundin gebraucht hat, bis ein Arzt einen simplen Bluttest bei mir gemacht und die HI gefunden hat. Innerhalb von 4 Wochen ging es mir so gut wie lange nicht mehr.
    Danke für deine differenzierten Tipps, liebe Eva. Sie haben sehr sehr weitergeholfen!

    Liebe Grüße,
    Mari

    • Eva

      10. März 2015 at 17:33

      Hallo Mari, das freut mich, dass es Dir besser geht und natuerlich auch, dass Du hier etwas Hilfreiches fuer Dich entdecken konntest.

  16. Hallo Eva,
    Deine Seite ist die beste zum Thema HI für mich. Habe selber HI und jahrelang mit Übelkeit , Erbrechen, Migräne, Schwindelanfällen und Kreislaufproblemen zu tun gehabt. Seit meiner Ernährungsumstellung komme ich super klar und kann auch auf Medikamente verzichten.
    Dank Deiner Seite und den wirklich tollen Rezepten habe ich schon viel neues ausprobieren können. Dein Haferbrot ist z.B. super lecker.
    Mach weiter so, ich schau fast täglich rein.
    Liebe Grüße Sitaanni
    Ich trinke übrigends sehr gern Lindenblütentee. Der ist bei HI gut verträglich.

    • Eva

      16. März 2015 at 19:10

      Hallo Sitaanni, das freut mich ja, erstens, dass es Dir besser geht und zweitens, dass es Dir hier schmeckt 😉
      Danke fuer den Tip Lindenbluetentee 🙂

  17. karin stöber

    23. Mai 2015 at 15:27

    hi mir geht es sehr schlecht.ich bin Allergiker und habe dadurch eine leicht histaminintoleraz.starker schwindel und herzrasen sind mein grösstes Problem.was kann ich tun

    • karin stöber

      23. Mai 2015 at 15:45

      über hilfe würd ich mich freuen

    • Eva

      23. Mai 2015 at 17:21

      Hallo Karin,
      Du findest hier auf der Seite viele Informationen und hoffentlich etwas, das Dir weiterhilft (s. auch Links, Tips, usw.), aber bei starken Symptomen, wie Du sie beschreibst, die Du nicht selbst behandelt bekommst, solltest Du dringend professionelle, medizinische Hilfe aufsuchen. Ich betreibe hier lediglich einen privaten Blog zum Austausch von Erfahrungen. Ich biete aber keine Behandlung oder Coaching an, weil ich dazu auch gar nicht befugt wäre.

  18. Hallo Eva,

    deine Seite ist mit Sicherheit vor allem für Menschen mit frischer Diagnose super hilfreich! Ich lebe schon eine Weile mit der Diagnose und finde es spannend, wie unterschiedlich die Listen sind, was Betroffene essen und was nicht. Ein paar Lebensmittel findet man definitiv auf allen derartigen Listen, andere variieren stark.

    Mittlerweile bin ich in der 36. Woche schwanger und kann den Abschnitt über Histaminunverträglichkeit und Schwangerschaft nur bestätigen. Es ist wirklich toll, nach all den Jahren plötzlich alles essen zu können, sich ganz normal zu fühlen. Ich war mir anfangs sicher, dass ich mich hauptsächlich von Eis und Schokolade ernähren würde, aber merkwürdigerweise freue ich mich am meisten über Dinge wie Tomaten, Avocados, Käse und Essig.

    Leider neigt sich jetzt die Schwangerschaft dem Ende zu und obwohl ich festen Vorsatzes bin, dass danach vieles besser bleibt, werde ich dann wohl häufiger auf deiner Seite vorbeikommen…

    Liebe Grüße,
    Hanna

    • Eva

      8. Juni 2015 at 22:36

      Hallo Hanna,
      danke erstmal. Und natuerlich alles Gute fuer den kommenden Nachwuchs! Ich finde es ja ganz spannend von einer Betroffenen zu hoeren, wie Du v.a. auf die sonst so „boesen“ Speisen Appetit hast. Der Mann an meiner Seite hat ab und an – auch ohne Schwangerschaft 😉 – gerne mal Appetit auf Erdbeeren, wobei das eben meist nur in geringen Mengen geht. Ueberhaupt sind wir an einem Punkt, dass wir Listen so ernst nicht mehr nehmen, nicht nur, weil es DIE Liste nicht gibt. Das muss man individuell herausfinden. Aber vor allem muss man seine Toleranzschwelle kennen – getreu dem Motto „Die Dosis macht das Gift“. Bloss Verzicht hilft nicht, man muss nur clever abwechseln. Manche Dinge sind bei uns dennoch immer „tabu“, so z.B. Weizen, Rotwein oder Hefe.
      Ich freue mich dann auf weitere Besuche von Dir 🙂
      Liebe Gruesse,
      Eva

      • Da hast du so recht, man muss spüren, an welchem Tag noch wie viel geht. Das ist für nicht Betroffene so wahnsinnig schwer zu verstehen, auch dass es zu vielen Lebensmitteln kein eindeutiges, allgemeingültiges Ja oder Nein gibt. Ich trinke (wenn ich nicht schwanger bin) übrigens auch Rotwein. Es gibt mittlerweile histaminfreien, z.B. von der Kellerei Eller. Auch Essig.
        Ist bei dir die HIT nach der Schwangerschaft genauso stark wie vorher?

        • Eva

          9. Juni 2015 at 16:15

          Hanna, wie gesagt, ich habe keine HIT, sondern untypischerweise ist der Mann an meiner Seite betroffen. Hier

          https://histaminarm.wordpress.com/2014/05/08/wie-alles-begann/

          kannst Du lesen, wenn Du magst, wie alles mit Histaminintoleranz hier anfing und warum es den Blog eigentlich gibt.

          Ja, von Eller und weiteren habe ich schon gehört. Ich kriege auch regelmäßig von diversen „histaminfreien“ oder „histaminarmen“ Weinherstellern Anfragen zu Product Placement – mache das aber nicht. Bei uns wurde nie viel Alkohol getrunken. Der Mann hier trinkt ohnehin gar nicht (aus Überzeugung) und bei mir ist es ja egal. Ich trinke aber auch höchstens alle paar Monate mal ein Gläschen Wein. Ich habe andere Laster 😉 Schoki und so.

          Liebe Grüße

      • Aah, verstehe. So weit war ich noch nicht mit lesen 😉 und ist bei Männern tatsächlich weniger verbreitet…

  19. Hallo Eva,
    mit Beginn der Wechseljahre vor ca. 6 Jahren trafen mich zwei leckere Nußecken wie ein Blitzschlag. Danach folgten Jahre mit unspezifischem Krankheitsbild z.b. Magenschmerzen die bis in den Rücken ausstrahlten, Durchfälle, Müdigkeit, Erschöpfung, Herzstolpern, Atemnot, merkwürdiger Schnupfen uvm. Ebenfalls gesellten sich zwei Krankenhausaufenthalte innerhalb von 4 Jahren dazu, aufgrund eines aus der Norm geratenen Sinusrhythmus ohne körperlichen Befund.

    Irgendwann habe ich aufgegeben nach den Ursachen zu forschen, aß wieder Zucker, Weizen und Milchprodukte…. nahm die Unpässlichkeiten irgendwie an und versuchte trotz niedergeschlagener Stimmung mein Leben irgendwie zu meistern.

    Wie immer, wenn man irgendetwas aus den Focus rückt, kommt einen Kollege Zufall zur Hilfe. Vor einer Woche ging`s aufs Erdbeerfeld, denn ich liebe Erdbeeren und Erdbeermarmelade. Während sich der große Korb füllte, füllte sich zugleich mein Magen mit den süßen Früchtchen. Ich kochte die Marmelade und aß noch ein Stück Erdbeertorte. Die folgende Nacht und den nächsten Tag verbrachte ich mit der schlimmsten Migräne, die ich jemals hatte.
    Übelkeit, Durchfall, unerträglicher Kopfschmerz, Gelenkschmerzen… dazu elendig Müde und erschöpft.

    Einen Tag später gebe ich Erdbeerenunverträglichkeit bei Tante goo…….. ein und lande irgendwie auf Deiner Webseite. Sie ist für mich wie ein Rettungsanker, informiert, erklärt, zeigt Zusammenhänge und ist eine sehr wichtige Anlaufstelle in Bezug auf viele Fragen und natürlich auf die Wichtigste: Was kann ich essen und trinken oder was meide ich besser.

    Danke für die Mühe, die Du Dir mit dieser Seite machst. Die vielen Stunden, die Du am Pc verbringst, um anderen in einer Situation zu helfen, in der man allein völlig überfordert ist. Deine Rezepte werde ausprobieren und den Ratschlägen folgen. Eines ist schon mal sicher….. der Magenschmerz ist fort. Darauf lässt sich aufbauen.

    Vielen Dank und herzlichste Grüße
    Gabriela

  20. Eva

    12. Juni 2015 at 22:14

    Hallo Gabriela,

    die Liebe zu den Erdbeeren teilst Du mit dem „Histaminer“ hier, dem Mann an meiner Seite. Der mag die auch, kann aber eigentlich nur vereinzelt welche naschen.
    Die Hauptsache ist aber, dass Du nach Jahren einen Ansatz gefunden hast, was eigentlich Deine Probleme verursacht. „Der Magenschmerz ist fort“ und das ist ja super. Freut mich, wenn Dir die Seite weitergeholfen hat und vielleicht auch in Zukunft weiterhilft.

    Liebe Grüße,
    Eva

  21. Eine sehr aufschlussreiche Seite! Ich habe eine starke Histamin Intoleranz und muss mich erst noch informieren.War etwas überfordert,diese Seite hat mir aber sehr geholfen.Danke

  22. Klasse Seite. Ich bin restlos begeistert. Was von Ärzten abgetan und schlichtweg nicht ernst genommen wird, bestätigt sich für mich (nach weitestgehender Befolgung der hier genannten Vermeidungen und Alternativen) in meinen abklingenden Symptomen. Vielen vielen Dank für Zeit und Mühe die Du hierein investierst! Großartig!

  23. Hallo zusammen, sehr viel Informatives auf dieser Seite, bin Betroffene mit Histamin- und Fruktoseunverträglichkeit seit 4 Jahren mit Beginn der Wechseljahre, seitdem sind meine Lebenswerte immer leicht erhöht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
    Grüße

  24. Stefan Seiler

    4. August 2015 at 14:21

    Hallo
    Leide seit über 15 Jahren an dieser Seuche. Sehr interessant. Allerdings ist Ölivenöl bei mir kein Problem. Das mit den Gewürzen, werd ich probieren. Ich mach mir allerdings keine großen Hoffnungen. Ich nehme jeden Tag ne Ceterizin und wenn ich mal sündige eine Toxaprevent vor der Sünde. Mal scheuen, ob ich meine Speiseplan nun wieder etwas erweitern kann.
    Danke und Grüße
    Stefan

    • Eva

      4. August 2015 at 16:33

      Hallo Stefan, ganz losgeworden sind wir die Sache/“Seuche“ auch nicht, aber wir haben sie so unter Kontrolle und das ohne regelmäßige Tabletten. Let food be your medicine – und so. Wobei ich für den Spruch von meinem „Histaminer“ auch mal komische Blicke ernte, denn Essen war hier lange wie Gift. Mittlerweile haben wir einige Sachen da, die wirklich helfen, Chia-Samen zum Beispiel.
      Viel Glück und alles Gute.
      Eva

  25. Hallo Eva,

    Auch ich mag mich anschließen. Kompliment an deine Mühe! Toll, dass der Mann an deiner Seite eine solche Unterstüzung erhält.

    Mich begleitet HIT nun schon seit 11 Jahren-zugebener Maßen, weiß ich erst seit 6 Jahren, dass es HIT ist und freue mich sehr, dass es immer mehr Thema und Seiten, wie die deine gibt. Ich entdecke immer wieder neues.

    Da ich zusätzlich auch auf Gluten und Milch verzichte, sind die Anstregungen nicht gering und ich freue mich über jeden Tipp.

    Also mag ich gleich einen teilen. 🙂
    Ich probiere es seit ca. 10 Tagen und hab das Gefühl weniger anfällig für „Ausrutscher“ zu sein. Pures Vitamin C in Wasser aufgelöst. Ich trinke nun jeden Morgen nach dem Frühstück einen in 500ml aufgelösten Teelöffel davon. Wirklich danach, denn auf leerem Magen ist die Säure wirklich fies.
    Tut mir gut.

    Ich werde nun weiter auf deiner Seite stöbern.
    Liebste Grüße

    • Eva

      22. August 2015 at 21:33

      Hallo Paula,

      danke für das Kompliment. Mittlerweile findet man immer mehr zu dem Thema und das freut auch mich.

      Liebe Grüße,
      Eva

  26. Hallo Eva,

    eine ganz tolle Seite hast Du aufgebaut!
    Ich finde es super, dass mittlerweile mehr und mehr Seiten zu dem Thema entstehen.
    Ich finde, dass schwierigste bei dem Thema ist die Diagnose. Hab mir deine Story durchgelesen, dein Mann hat ja ganz schön leiden müssen. Und dann doch fast Zufall, dass Du es rausgefunden hast.

    Mach weiter so, ich werde regelmäßig vorbeischauen 🙂

    Gruß
    Christian

    • Eva

      5. September 2015 at 7:04

      Hallo Christian,

      danke erst mal und freut mich, wenn Du etwas Hilfreiches auch fuer Dich entdecken konntest und nun oefter vorbeischaust 🙂

      Liebe Gruesse,
      Eva

  27. Hallo Eva
    ich habe seit kurzem die Diagnose FI HistI. Habe beidesspontan 2 Monate nach der Geburt erst gemerkt, zuvor nichts! Also ist bei mir glaube ich Hormonbedingt bzw Darmsanierung war schon längst überfällig! Ich bin also noch am Anfang und noch in „Sanierungskarenz“! Tu mir aber auf Grund beuder Intoleranzen sehr schwer. Zudem ich nix mehr abnehmen möchte!!!! Du hast jetzt Wurst und Rahm und Nudeln angeführt – das essen ich derweil aber schon (wurst nur Kochschinken frisch geschnitten von der Wurstteke weil gekocht) weil diese Produkte sind laut der Liste des Arztes vertäglich!!!! Vorallem sind in den Histaminarmen Rezepten in der Karenzphase überall Rahm angegeben!!! Ganz auf Wurst kann ich nicht verzichten weil ich 1x täglich irgendetwas Kaltes essen muss, kann ja nicht dauernd Hauptspeisen kochen (hab ein Baby zaus!) Somit brauch ich in irgendeiner Form eine Unterlage mit was drauf (Brot Wurst) Somit Kochschinken (lt.Arzt ok) mit selbstgemachten Brot (typ 1000 Dinkrlmehl buttermilch frischkäse topfen weinsteinbackpulver und Karotten) was sagst du zu dem?

    • Eva

      27. September 2015 at 13:30

      Hallo Marion,

      was FI angeht, bin ich nicht sonderlich firm. Grundsätzlich musst Du Dir vor Augen führen, dass eine Intoleranz keine Allergie ist, d.h. Du musst nicht zwanghaft auf alles verzichten. Bei einer Allergie sorgen bereits kleinste Mengen für Reaktionen. Bei einer Intoleranz geht es um cleveres Management. Also sollte man sich viel mehr fragen, wovon kann ich viel essen, wovon eher weniger und wie kann ich clever kombinieren als „Was darf ich nicht mehr“. Als Grundregel bei HI steht immer: Frische zählt und möglichst wenig verarbeitet. Wurst haben wir ganz aufgegeben, nicht zuletzt, weil wir mittlerweile fast vegetarisch leben. Wenn ich Dich recht verstehe, suchst Du nach guten Brotaufstrichen und -belagen. Unter der Kategorie „Brot“ findest Du hier ein paar Sachen. Ansonsten geht z.B. junger Käse wie Mozzarella oder junger Gouda. Die Faustregel für Käse lautet: Keine großen Löcher! Frichkäse ohne Carrageen geht. Für den süßen Zahn (musst aber sehen, wie das mit FI geht), mag ich: https://histaminarm.wordpress.com/2014/07/15/chia-geht-immer/ Ansonsten geht auch einfach Butterbrot mit Kresse oder feinen Scheiben Radieschen, usw. Auch Brotrezepte findest Du einige auf meinem Blog – auch unter „Brot“. Rahm musst Du nicht zwingend essen. Auf die Abwechslung kommt es an. Neben Nudeln kann man auch diverse Reis- und Kartoffelgerichte essen. Ich mache auch gerne Pizza selbst mit einer Paprika-Karotten-Grundierung und mit Mozzarella überbacken. Als Belag geht bei uns – in Maßen – Mais aus der Dose (aus der Dose ist nämlich eigentlich nicht zu empfehlen bei HI) oder frisch nachher drauf gelegt Räucherlachs (kalt geräuchert, wild gefangen, nicht Aquakultur) oder frischer Salat wie Rucola, usw.
      Liebe Grüße,
      Eva

      • Ich esse Rahm gerne das ist ja das Problem! Ich bin eigentlich richtiger „fleischfresser“ daher kann ich auf Schinken schwer verzichten. Aber Ärztin meinte kochschinken ist ok!? Weiters stand auf ihrer Liste auch Schweinefleisch, was bei dir aber als no-go erwähnt wird? Sag Eieraufstrich müsste doch auch gehen? Eier sind verträglich, Töpfen und 2 Löffel Mayo sollte doch auch gehen oder? Und weil du es erwähnt hast – Kresse – ich habe daher leidenschaftlich gerne Buttertoast mit Butter und Brokkoli uns Alphalphasprossen gegessen. Geht das auch nicht? FI kann ich mir vorstellen muss ich nur auf einen möglichst Zuckerfreien Toast schauen!

        • Eva

          27. September 2015 at 19:57

          Grundsätzlich sollte die Sache mit der Kresse bzw. Butterbrot schon gehen, auch die Sprossen und Brokkoli sollten nicht zum Problem werden, aber das Toastbrot könnte hingegen schon Probleme machen: Wenn Du Toastbrot ohne Hefe und ohne Weizen findest, OK, ansonsten: Finger weg!

  28. Ja eigentlich geht es um den Belag aber ich denke eben auf Schinken kann ich leider nicht verzichten dazu bin ich zuviel Fleischfresser!! Lt meiner Liste von Arzt darf man angeblich auch Schweinefleisch, was du meinst keinesfalls? Ich denke mir Eieraufstrich muss doch auch gehen oder? Weil Eier sind ok, Topfen auch und die 1-2 Löffel Mayo ist glaube ich eher die FI ein Problem!? Ja und Rahm esse ich gerne daher meine Frage….

    • Eva

      27. September 2015 at 19:55

      Wenn Du Rahm magst, sollte das gehen. Schweinefleisch würde ich tatsächlich meiden, wenn Fleisch, dann lieber frisches Rindfleisch oder Hühnchen oder Pute. Bei Eiern haben manche Probleme mit dem Eiweiß und verwenden daher nur das Eigelb. Majo würde ich nur essen, wenn selbst gemacht, da sonst eventuell Zusatzstoffe oder Essig oder dergleichen drin sein könnte – und naja, Majo ist nun wirklich kein „Gesund-Essen“ 😉

      • Stimmt mit der Mayo! Sag und wenn ich eim Rezept für Weissbrot ohne Hefe gefunden habe und einfach das „Mehl“ durch ein Dinkelmehl (Typ 1000) ersetze?

        • Eva

          30. September 2015 at 19:23

          Das geht natuerlich. Dinkelmehl oder Einkornmehl haben in etwa die gleichen Backeigenschaften wie Weizenmehl. Nur glutenfreie Mehlsorten verhalten sich anders beim Backen und koennen nicht einfach so 1:1 verwendet werden – hier muss man das Rezept etwas anpassen.

  29. Blöde Rechtschreibergänzung 😠

  30. hallo eva!
    die seite ist wirklich super und übersichtlich und fasst beleuchtet die HIT von vielen seiten!! danke für deine mühe!!!
    ich habe auch HIT – und vielleicht einen wichtigen tipp für andere: seid vorsichtig mit eiseninfusionen!!! ich habe dank der vielen durchfälle (meine HIT wirkt auf den verdauungstrakt) monate/jahrelang an einer ausgeprägten anämie gelitten und leider eisentabletten überhaupt nicht vertragen. irgendwann wurde es richtig schlimm und ich hab mich dann doch dazu entschlossen mir eine eiseninfusion geben zu lassen. die wirkung war katastrophal – ich habe innerhalb von 12 stunden fieber, schüttelfrost, gelenkschmerzen, bewusstseinstrübung und überall am körper große rote flecken bekommen – und seither ist meine HIT noch eine stufe sensibler geworden…. bitte seid vorsichtig mit eiseninfusionen!!!
    was mir auch sehr hilft, ist die einnahme von effektiven mikroorganismen (EM). ich kann zwar nicht sagen WAS genau die im körper bewirken, aber jedenfalls gehts mir viel besser damit!
    ganz herzliche grüße
    dorothea

  31. Ergänzung:
    werden vertragen: Zwiebeln mit weißer Schale (in Maßen), gutes Olivenöl, Mangold, Erdmandel, Quinoa, Maiskeimöl, Kurkuma
    nicht vertragen: Minzkaugummis, Distelöl, Estragon

    • Eva

      22. Oktober 2015 at 16:02

      Mit gutem Olivenöl habe ich kürzlich auch endlich wieder gute Erfahrungen gemacht. Kaugummis enthalten meist Sorbit – geht also nicht. Senf geht hier auch nicht, Distelöl jedoch schon. Danke für das Teilen Deiner Erfahrungen. Liebe Grüße, Eva

  32. Hallo zusammen,

    wie wurde eure HIT denn diagnostiziert?
    Welcher Bluttest wurde denn gemacht? Wie das grosse Blutbild oder gibt es extra Tests?

    Danke im voraus für eine Antwort! 🙂

    Lau

  33. Danke für diese tolle Seite und die umfangreichen Informationen!

  34. Hallo, danke für den tollen Beitrag.

    Ich wollte mal wissen warum man Daosin nur im Notfall verwenden sollte?

    Vielen Dank
    Liebe Grüße
    Franzi

    • Eva

      8. Januar 2016 at 13:46

      Hallo Franzi,
      weil sich der Körper an die externe Gabe von DAO gewöhnen kann und sich dadurch die natürliche Produktion weiter vermindert. Es kann also eine Gewöhnung eintreten.
      Viele Grüße,
      Eva

  35. Friedl Behnke

    10. Januar 2016 at 16:40

    Liebe Eva, ich erlaube mir diese Anrede, da ich diese Seite voll Begeisterung vor wenigen Tagen entdeckte und nun mit Respekt vor dieser Fleißarbeit meine Haupt neige.
    Mein Leidensweg ist lang und ich kann ihn nicht im Detail schildern, das wird zu lang!!
    Ich bin 75 Jahre alt und erfuhr vor 6 Jahren, dass ich einen Morbus Basedow habe, wie Ärzte nun wissen seit Geburt, nur ich nicht. Wurde behandelt mit Propicyl über ein Jahr, bis die Werte normal waren.

    Meine stressbedingten Erkrankungen (burrnout mit 44 Jahren) und die Migräne begleiten mich seitdem.
    Colesterinsenkende Medikamente nahm ich 10 Jahre und dabei traten zuerst die Magen Darm Beschwerden zuerst auf, nur niemand glaubte mir, dass das von dem Simvastatin kommt, also nahm ich es weiter, bis vor zwei Jahren.

    Dass meine Beschwerden mit Histamin zu tun haben, fand ich durch meine googelei selbst heraus, ein Hautärztin hatte mir wegen meiner Uriikaria Salicylatintoleranz bescheinigt und geraten, „zu essen, was ich vertrage“.
    Nun ja, die Liste mit wenig aussagekräftigen Angaben über einige Lebensmittel, die ich meiden sollte, half mir nur bedingt. im übrigen empfahl sie mir, im Bioladen einzukaufen.
    Der Endoikrinologe empfahl drei Wochen eliminieren mit Reis, Mais Kartoffeln. Das ging prompt schief, den Mais habe ich nicht vertragen. Morbus Cron wurde ausgeschlossen.
    Der HNO Arzt fand bei meinen verschwollenen Nebenhöhlen und einer verschnupften Stimme( mehr als ein Jahr lang) nur einen vasomotorischen Altersschnupfen und gab mir Kortisonspray.

    Seit dem ich mit den Listen von SIGH gezielt auf histaminhaltige Nahrungsmittel achte, habe ich auch beschwerdefreie Tage.
    Interessant fand ich bei Dir auch, die Erkenntnis der Störung über die HNMT. Das erklärt auch, warum DAOSIN nicht wirklich meine Symptome lindert.

    Nun fühle ich mich bestätigt durch die Symptomauflistung auf Deiner Seite, sowie die Erkenntnis selbst mühselig nach Auswegen suchen zu müssen.
    Ich fand außerdem heraus, dass Vitamin C gepuffert sehr gut den Histaminhaushalt im Blutspiegel abbauen hilft
    http://www.histaminbase.at/vitcund6.php schau mal hier.
    Darüberhinaus nehme ich regelmäßig Zeolith Pulver für die Entgiftung des Verdauungstraktes und Flohsamenschalen vor dem Frühstück zu mir. Mein Brot bestelle ich mir bei Spreewaldpräsente.de, Roggenvollkornbrot nach herkömmlicher Art gebacken.
    Brötchen aus Weizen esse ich von einem Bäcker, der ebenfalls keine Fertigmehlmischung verwendet.
    Auf Weizen habe ich bisher nicht verzichtet, war mir nicht bewußt, dass der nicht geht.

    Meine Migräne meldet sich noch zu häufig, der Grund ist mir nicht klar, denn.auch bei Anstrengungen Aufregung, Schlafmangel, Wetterwechsel reagiert dieser Brummschädel.

    Was für eine tolle Seite, ich habe noch nicht alles gelesen von Dir und werde weiter Dein Gast sein.
    Ist es nicht traurig, dass die Kassen-Ärzte für solche verzweigten Krankheiten keine Zeit haben.

    Bitte laß uns weiter von Deinen Erkenntnissen profitieren und die Finger weg von dieser ominösen Taste!

    Deine dankbare Leserin Friedl

    • Eva

      10. Januar 2016 at 18:29

      Liebe Friedl,
      ich möchte nur hoffen, dass Du nach diesem langwrigigen Leidensweg endlich eine Milderung Deiner Symptome erfährst. Ich lese gerade einen dicken Wälzer zum Thema Autoimmunkrankheiten, der kürzlich publiziert wurde. Das großformatige und DENNOCH über 400 Seiten schwere Buch ist ein Fundus. Ich bin erst auf Seite 69, aber die Richtung gefällt mir sehr. Ich empfehle Dir daher: https://www.m-vg.de/riva/shop/article/3715-die-palaeo-therapie/ – und nein, ich bekomme keine Provision, lediglich das Gratis-Rezensionsexemplar, das ich gerade durchackere. Speziell durch Deine Vorbelastung mit einer Autoimmunerkrankung (Morbus Basedow) will ich Dir das Buch ans Herz legen. Es wirkt eventuell zunächst erschlagend, aber es wird Dir helfen Deine Probleme besser zu verstehen. Und ja, es ist traurig, dass einem Kassenärzte genau dabei oft so wenig helfen.Daosin hilft auch bei einer regulären Histaminintoleranzt (mit DAO-Defizit) nur bedingt, da auch hier Probleme durch Histaminliberatoren auftreten können. Daosin hilft nämlich nicht beim Abbau des vom Körper ausgeschütteten Histamins. Weil es dafür, genau, HNMT braucht.
      Zum Thema Migräne: Wetterumschwung und Stress machen hier auch Probleme. Stress lässt den Körper Histamin ausschütten. Dennoch würde ich auch noch andere Einflüsse in Betracht ziehen, etwa Textilien, Wasch- und Putzmittel und Kosmetik. Wir machen mittlerweile Zahnpasta selbst (sorbit- und fluoridfrei) und das war ein ziemlicher Meilenstein in Sachen Migräne. Außerdem verwenden wir nur silikonfreies Shampoo. Manchmal ist es nicht nur Essen. Gepuffertes Vitamin C ist ein bekanntes Mittel gegen Histamin. Mein neuester Beitrag befasst sich mit weiteren Antihistamin-Waffen: https://histaminarm.wordpress.com/2016/01/07/immer-mal-das-antihistamin-getriebe-oelen/ Borretschöl ist auch wirksam bei hormonellen Schwankungen, was womöglich bei Schilddrüsenproblemen (Morbus Basedow) bei Dir eins der Probleme ist.

      Nachtrag zum Thema Weizen: https://histaminarm.wordpress.com/2014/12/22/glutenfreie-info-wochen-teil-1-buch-rezension/ Das Buch musst Du natürlich nicht auch noch kaufen. Im Beitrag erkläre ich ein wenig, wie sich Getreide verändert hat und warum der moderne Weizen so ungesund ist.

      Soweit mal. Alles Liebe,
      Eva

  36. Wirkliche eine tolle Seite. Es ist so schwer nützliche Informationen zu finden und fast unmöglich das dann alles im Kopf zu behalten. Auch weiß ich nicht wo außer im Internet ich Hilfe finden kann. Man steht einfach echt alleine da. Vielen Dank das du dir die Mühe machst. Ich ziehe den Hut vor jedem der trotz dieser ganzen Sch***e noch den Nerv und die Kraft aufbringt diese ganzen Infos niederzuschreiben. Danke dafür.

  37. Hallo,
    bei mir wurde eine Intolleranz der Acetylsalecylsäure getestet und ich soll auf Histamin verzichten. Der Diätologe im KH ich soll mal a-z weglassen und 3 Wochen fast nur von Reis und Wasser leben. Ich kann mir nicht 3 Wochen am Stück bei der Arbeit freinehmen. Mit Arbeit (esse mittags immer auswärts, wir haben keine Küche im Büro und am Schreibtisch mag ich nicht essen) find ich das nicht praktkabel, da ich gezwungenermaßen allem ausgesetzt werde. Davon abgesehen find ich es auch nicht gesund, ich glaub ich würde mit meinem niederen Blutdruck täglich zusammenklappen. Ich habe auch wenig Lust noch etwas zu probieren (nach dem ich gluten, milch, zucker etc schon mal weggelassen habe) nur um ein Testkaninchen zu sein. Gibt’s da nix anderes?

    • Eva

      3. Februar 2016 at 17:39

      Hallo Tina,

      so ganz hab ich nicht verstanden, was genau Deine Diagnose ist. Bei ASS-Intoleranz solltest Du auf Salicylate verzichten, das ist was anderes als Histaminintoleranz. Sofern zusätzlich eine Histaminintoleranz festgestellt wurde, schränkt das den Speiseplan doch sehr ein. Was ASS angeht, hilft Dir vielleicht das hier weiter: http://www.mein-allergie-portal.com/allergie-wiki/55-ass-intoleranz-syndrom.html. Falls die HIT nur vermutet wird, aber eben noch nicht feststeht, sieht die Sache so aus: Es gibt momentan keinen einzelnen eindeutigen Test für Histaminintoleranz. Bei der Anamnese müssen mehrere Dinge zusammengedacht werden. Man kann zwar die DAO-Aktivität messen, um zu schauen, wie gut oder schlecht Histamin, das mit der Nahrung aufgenommen wurde, abgebaut wird. Allerdings kann es auch eine Störung des anderen histamin-relevanten Enzyms, HNMT, geben. Daher gilt die Ausschlussdiät immer noch als die beste Option, Histaminintoleranz zu diagnostizieren. Einige Kliniken bieten Provokationstests unter Aufsicht an. Da wird dem Patienten Histamin verabreicht und geschaut, wie er darauf reagiert. Das kann bei positiver Diagnose aber sehr unangenehm werden, weil sich teils heftige Symptome zeigen können. Mehr zu den einzelnen Tests findest Du hier: http://www.histaminintoleranz.ch/de/diagnose.html Hier findest Du Tipps rund um die Ausschlussdiät http://www.histaminintoleranz.ch/de/therapie_ernaehrungsumstellung.html Die muss nicht unbedingt so krass ausfallen, dass Du am Ende nur mit Reis und Wasser dastehst. Denn das kann zu Mängeln führen und die wiederum können auch üble Symptome haben, die mitunter denen der Histaminintoleranz ähneln, usw. Ich würde ein Ernährungstagebuch führen und auf die schlimmsten „Histamin-Übeltäter“ verzichten. Welche das genau sind, findest Du auch unter den Links (z.B. Alkohol, generell Fermentiertes, Gegorenes, lang gereifter Käse, Weizen, Tomaten, usw.) Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

      LG

  38. Hallo Eva,
    Gratuliere zu Deiner super ausführlichen „löse das Histaminrätsel“-Seite.👍😄
    Echt bewundernswert mit welchem Engagement Du die Sache betreibst obwohl Du selbst garnicht betroffen bist.
    Ich bin jetzt 43 und erst vor ca 2Jahren draufgekommen dass ich ein Riesen Problem mit Histamin habe.
    Ich hab mich immer nur gewundert warum es mich zB vollkommen wegbeamt wenn ich Kaffee trinke…..oder schon als Kind bei der Einnahme von Antibiotika Schüttelfrost bekommen habe und gedacht habe mein letztes Stündlein hat geschlagen….ähnlich bei Aspirin und Aeromuc usw.
    ….mit dem Notarzt bin ich auch einige Male abtransportiert worden….zB 1Tag nach einem köstlichen Thunfischsalat vom Pizza-Lieferservice…😷
    Die Reihenfolge war meistens…Kopfschmerzen…Schüttelfrost….und oder Panikattacken manchmal sogar Kreislaufkollaps oder extrem starke Blutdruck Schwankungen 😁…und das lustigste an der ganzen Sache war dass ich diese Symptome immer erst einen Tag später bekommen habe und dadurch überhaupt keine Erklärung für diese“Anfälle „gehabt habe.ich habe nicht gecheckt dass das mit der Ernährung zusammen hängen könnte.
    Und das beste war das auch kein Arzt draufgekommen ist dass das eine HIT sein könnte.
    Nach einem Asthma Anfall kombiniert mit Schüttelfrost (am Vorabend 3Bier und Spaghetti mit Meeresfrüchten 😋) bin ich dann durch Zufall draufgekommen….ich war auf Urlaub und bin im Hotelzimmer aufgewacht und hab wiedermal gedacht ich muss sterben….da hab ich vor lauter Panik die letzten 3Stück „clarityn“(Antihistamin-Tabletten) die ich eigentlich gegen juckenden Augen und Heuschnupfen mitgehabt habe eingenommen…und siehe da…20min später waren Schüttelfrost und Asthma weg.
    Dann bin ich durch googeln auf HIT Seiten gestossen …..und das 30Jahre andauernde Rätsel war gelöst!Das war echt ein super Gefühl!
    Den Ärzten die mir immer wieder erzählt haben dass meine „unerklärlichen „Zustände psychisch bedingt sind und ich autogenes Training machen soll…usw.richte ich hiermit ganz liebe Grüße aus….Ätsch ich hab das Rätsel alleine gelöst und bin selbst draufgekommen!😄👍
    Das tolle ist…ich ernähre mich seitdem histaminarm und mir geht es meistens gut.
    Wenn ich merke es bahnt sich histaminmässig etwas an nehme ich 1Clarityn-Tablette und die Sache beruhigt sich dann meistens wieder.(will jetzt keine Werbung für Histamin-Blocker machen aber mir hilft es…hilft übrigens auch bei See-Krankheit!)
    …..was Weizen betrifft……..vor kurzem habe ich ein Buch gelesen das heißt“Dumm wie Brot“…..anscheinend gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen HIT und Gluteinhältigen Lebensmittel wie zB……Weizen,Roggen,Dinkel uvm.
    Als letztes wollte ich noch meine Antihistamin Geheimwaffe verraten(bei mir wirkt es Wunder-soll aber nicht heißen dass das jeder/jedem HIT betroffenen gut tut…könnte bei Unverträglichkeit auch das Gegenteil bewirken)jetzt lachen mich sicher alle aus….😂😂😂…..aber ich meine es ernst…
    ……Haselnuss-Schnaps 😄….keine Ahnung warum aber bei mir verschwinden danach alle HIT-Symptome sogar durch HIT ausgelöste Ekzeme…
    An alle HIT-betroffenen:Lasst Euch nicht unterkriegen!
    Und an Dich liebe Eva….Danke für die tolle Seite!!!!👍👍👍
    Alles Liebe,
    Bernhard

    • Eva

      24. Februar 2016 at 20:05

      Hallo Bernhard,
      Haselnussschnaps?! Hihi, wenn’s Dir hilft, ist doch super. Kakao wird hier sehr gerne getrunken. Ja, echt. Und für die kleinen Zwischenfälle gibt es Chia oder Borretschöl. Das ersetzt alle Tabletten hier 😉

  39. Hallo 🙂 habe das hier grad spontan entdeckt und finde den Beitrag hier sehr informativ. Wenn man sich strikt an die Empfehlungen hält, hat man definitiv keine Beschwerden bezüglich Histamin. Mir fehlt jedoch so ein bisschen die „Offenheit“, gibt ja genug Leute, die zum Beispiel Weizen oder Hefe vertragen, auch Amaranth oder Buchweizen kann gut gehen. Ich will damit nur sagen, dass du vielleicht nochmal drauf hinweisen solltest, dass Histaminintoleranzen eben sehr individuell sind und jeder da für sich viel ausprobieren muss und nicht von vorne herein alles meiden muss was hier steht. Vielleicht hast du das ja auch irgendwo stehen und ich habe es doch überlesen.

    • Eva

      24. Februar 2016 at 20:09

      Julia, ich spreche explizit von meiner Liste und nicht DER Histamin-Liste schlechthin. Es gibt auch die Sighi-Liste usw. Ich habe auf http://www.histaminintoleranz.ch verlinkt, wo man nachlesen kann, wie man am besten ein Ernährungstagebuch erstellt und auf seine persönlichen „Histamin-Übeltäter“ kommt. Habe also nirgends behauptet, dass jeder auf all das immer verzichten muss. Eine Intoleranz heißt auch nicht Allergie. Daher sind auch die Sachen nicht unbedingt verboten, werden aber vor allem in Kombination oft schlecht vertragen. Man muss herausfinden, wo die eigene Toleranzschwelle liegt, usw. Wenn Du Dich weiter einliest in den Blog, findest Du sicher noch mehr individuelle Tipps, als die, die man hier auf der Übersichtsseite ohnehin findet.

      • Ah, alles klar. Du hast halt sehr ausgeholt und am Anfang viel erklärt, deswegen habe ich das als allgemein verstanden 🙂

  40. Hallo Eva,
    ich leide schon seit meiner Kindheit an HIT, wusste das bloß nicht. Ich konnte mir nur nie erklären, warum ich in zeitl. Abständen von Kopf bis zum Rumpfende völlig rot wurde, sehr starkes Jucken und Brennen, Durchfall, Schüttelfrost u. a. hatte. Meine Zwillingsschwester (eineiig), war von diesen Problemen nie betroffen. Atemwegserkrankungen hatten wir beide. Da mein Sohn mit immer wiederkehrenden Kopfschmerzen zu kämpfen hatte, auch Quaddelbildung und Juckreiz, ließ ich unser Blut testen. Mein Sohn, damals 5 Jahre, und ich zeigten beide einen starken DAO Mangel. Mit 2 Jahren traten bei meinem Sohn die ersten Symptome auf. Durch gezielte Ernährungsumstellung ging es uns wieder besser. Ich dacht nun, die Erkrankung wäre zu Ende. War sie aber nicht. Seit 2009 lebe ich mit einer Histamin freien bzw. Histamin armen Diät. Mein Sohn ernährt sich erst seit gut 2 Jahren mit einer strengeren Diät, da seine Beschwerden nicht mehr zu ignorieren waren. Für Kinder und Jugendliche ist es besonders schwer, eine Diät zu beginnen und durchzuhalten. Mein Sohn ist jetzt fast 16, 175 cm groß und 45 Kilo leicht. Bei dem Gewicht eine Diät durchzuführen ist schwer. Aber bis auf wenige Ausrutscher schafft er das. Er testet aus, wieweit er gehen kann. Wie du sagst, die individuelle Toleranzschwelle ist entscheidend. Vor 2 Wochen hatte ich nun eine OP im Krankenhaus. Zuvor bekam ich auf Grund einer Entzündung Cefuroxim. Mir ging es dabei nicht gut. Dann noch ein Röntgenkontrastmittel gespritzt und ich konnte gar nichts mehr essen. Im Krankenhaus wurde meine HIT-Erkrankung wohl nicht ganz ernst genommen, da ich nicht genügend auf die OP medikamentös vorbereitet wurde. Außerdem kennen sich die Ärzte mit dieser Erkrankung in meiner Gegend immer noch nicht richtig aus. Sie haben wohl schon davon gehört, wissen aber nicht, was zu tun ist. Ich bekam noch an 2 Tagen Cefuroxim nach der OP. ( Hatte einen Schlauch im Körper.) Ich bekam starke Schmerzen nach dem Essen, Übelkeit, das Atmen fiel mir schwer. Ich erklärte den Ärzten meine Probleme, Hilfe bekam ich nicht. Nach der Entlassung, ich hatte 5 Kilo abgenommen, brauchte ich noch 2 Wochen, um wieder richtig essen zu können. Nun folgt in diesem Krankenhaus in 2 Wochen eine größere OP, auf derselben Station. Habe mich jetzt mit ausreichend Literatur bewaffnet, nochmal neue Tests ( Histamin, DAO; sogar Triptase und N-Methylhistamin, um eine Mastzellenerkrankung auszuschließen) und Untersuchungen (Magenspiegelung, Ultraschall der inneren Organe…) machen lassen ( um andere Erkrankungen ausschließen zu können) und hoffe nun darauf, auf eine fähigeren Arzt zu treffen. Jemanden, der die HIT als Erkrankung und nicht als Modeerscheinung sieht. Zum Glück hab ich eine sehr gute Hausärztin, einen sehr guten Internisten und einen guten Urologen, welche die Untersuchungen innerhalb 1 Woche durchführten. Wenigstens was.
    Dein Artikel bestätigt genau das, was ich all die Jahre durchprobiert und erfahren habe. Es kommt mir alles so bekannt vor. Die Erkrankung wird man nicht los, aber mit einer Diät kann man beschwerdefrei leben. Es ist nur eine Frage der Gewöhnung. Manchmal sündige ich ( etwas Schokolade, eine Scheibe Wurst…) und ich hab eben am nächsten Tag Durchfall. Ist aber halb so wild. Medikamente will ich erstmal so wenig wie möglich nehmen, deshalb die strenge Diät. Schön, das auch Rezepte auf deiner Seite zu finden sind. Neue Ideen sind immer gut.
    Ich würde mich freuen, wenn auch Ärzte deine Seite durchlesen würden, einige könnten noch was lernen.
    Alles Liebe und weiterhin so eine tolle Arbeit, Andrea.

    • Eva

      1. März 2016 at 15:20

      Hallo Andrea,
      ja, es ist nach wie vor nicht so leicht fähige Ärzte in der Sache zu finden. Ich kann Dir zusätzlich empfehlen Chiasamen (mit ausreichend Wasser) und Borretschöl oder Schwarzkümmelöl täglich zu genießen. Das wirkt hier wahre Wunder. Leider muss man die Öle im Kühlschrank aufbewahren, damit sie nicht ranzig werden. Sonst wäre das eine tolle Sache für Deinen anstehenden Krankenhausaufenthalt, wo man offenbar bisher Deine Ernährungseinschränkungen nicht wirklich ernst genommen hat.
      Liebe Grüße und gute Besserung,
      Eva

  41. Danke Eva für deine Vorschläge. Chiasamen hab ich zu Hause und streue mir seit etwa einer Woche einen kl. Tl. voll in den Joghurt. Ich wusste aber nicht, dass der bei HIT hilft. Meine Kollegin hatte mir den mal empfohlen zur gesünderen Ernährung und zur Sättigung. Muss nun nur dazu mehr trinken. Mit den Ölen habe ich noch keine Erfahrung, werde das aber mal ausprobieren. Meine OP ist am 17. 03. Hab ja da noch ein bisschen Zeit. ( Übrigens hatte sich mein Histaminspiegel nach der OP verdoppelt).
    Vielen Dank nochmal und liebe Grüße, Andrea.

  42. Hallo Eva, hast du vielleicht schon irgendwo gelesen, ob man mit HIT ein Silikonimplantat eingesetzt bekommen darf? Bei meiner OP am 17. soll mir nämlich auf Grund einer Erkrankung ein Netz-Silikon-Implantat eingesetzt werden. Die Ärztin meinte, es wäre kein Problem wenn ich Latexhandschuhe vertrage. 1. trage ich sehr selten Latexhandschuhe, dann auch nur ganz kurz, und 2. trage ich sie dann ja nicht innerlich. Ich weiß nicht so recht, ob ich der Aussage der Ärztin vertrauen kann, da sie meine Probleme vor und nach der 1.OP auch nicht verstand und nicht ernst nahm. Deshalb hab ich jetzt auch ein bisschen Angst vor der OP, besonders vor den Nebenwirkungen nach Einsatz des Implantats. Ich hab im Internet leider keine Artikel zu diesem Thema gefunden. Im Knie hab ich ein kleines Implantat wegen eines Kreuzbandrisses. Das vertrage ich, es ist aber auch nicht aus Silikon. Naja, vielleicht hast du ja schon irgendwas darüber gehört und kannst mir da weiterhelfen. Bis dann erstmal und liebe Grüße, Andrea.

    • Eva

      9. März 2016 at 20:49

      Hallo Andrea,
      dazu weiß ich offen gestanden auch nichts. Grundsätzlich ist aber meine Erfahrung, dass viele auf Kunststoffe sensibel reagieren. Und wir auch auf silikonfreies Shampoo umgestiegen sind, weil das „normale“ nicht vertragen wurde.

  43. Nun, um mal mit diesem HIT Problem und generellen Allergien aufzuräumen, mal ein klein wenig Einblick in die Ursachen.

    Wie alle Krankheiten, hat auch HIT bzw. Allergien generell eine Ursache.
    Auch wenn so etwas von Geburt an besteht, liegen die Fehler bei den Eltern und das Kind ist praktisch nur ein Opfer. Im schlimmsten Falle werden Schäden in Genen usw. von vielen Generationen weitergereicht und potenztieren sich und der Mensch am Ende dieser Kette hat dann schlimme Leiden, Fehlstellungen/Missbildungen und zeitig beginnen die ganzen Krankheiten durchzubrechen.

    Auch so eine HIT ist nur eine Folge von Fehlern. Ich selbst habe ebenfalls schleichend mehr und mehr so eine HIT aufgebaut und habe ebenso Allergien gegen Latex und daraus Kreuzallergien auf entsprechende Stoffe.
    Ich selbst komme damit gut klar, habe jedoch bei bestimmten Dingen enorme Reaktionen zu verzeichen. Z.B. ist eine Avocado für mich extrem, oder ich vertrage keinen Kleber von Flaster, da bekomme ich üble Wasserblasen auf der Haut usw.

    Ja warum hatte ich solche Probleme mit 10 oder 20 noch nicht, oder vielleicht mit 20 noch so schwach, dass ich es nicht wirklich gemerkt habe, aber mit 30 war es dann recht schlimm?

    Aktuell ist es so, dass ich diese ganzen Probleme zumindest auf dem Stand gehalten habe und teilweise auch leicht bessern konnte. Wie habe ich das geschafft?

    Die Antwort auf die erste Frage, warum habe ich solche Probleme bekommen, ist nun nach vielen Jahren der Forschung und des Bildens leicht zu beantworten.

    Ich bin selbst schuld…leider.
    Natürlich war ich wie praktisch fast alle Menschen, einfach unwissend und kann nicht wirklich etwas für die vielen Fehler die ich machte. Jedoch ist das in dem Falle so eine Sache mit Unwissenheit und der Strafe dafür. Denn die Naturgesetz gelten immer ob unwissend oder nicht ist da völlig irrelevant. Es kann auch nur so sein, denn wir alle unterliegen einer gewissen Ordnung und verstoßen wir dagegen, sind die Folgen nicht abzuwenden, das ist unmöglich. Maximal im Märchenbuch klappt so etwas.

    Aus dieser Erkenntnis, dem Warum, konnte auch die Ursache nicht nur dieser, sondern praktisch aller Krankheiten gefunden werden, selbst so etwas wie Kopfweh oder eine Grippe lässt sich komplett verhindern. Dies beinhaltet auch die Antwort auf die 2. Frage von oben.
    Wie habe ich es geschafft, nicht mehr weiter zu erkranken?

    Kennt man die Ursache einer Krankheit, kennt man auch dessen Heilung.

    Was ist also zu tun, damit man praktisch nicht weiter krank wird oder ist, sondern langsam wieder der Gegenkurs eingeschlagen wird, hin zu einer Gesundheit, die man mit 20 das letzte Mal hatte?

    Die Antwort ist total einfach, behinhaltet aber eine extreme Leistung von einem.

    Hören Sie auf sich selbst zu vergiften!

    Ich rede hier nicht von einfachen Dingen, wie rauchen aufzugeben, oder Alkohol abzuschwören, sondern, und das ist nun wirklich der harte Teil, alles sich abzugewöhnen, denn es ist zu 99,9% eh nur Suchtverhalten, was dem Körper schadet und dadurch immer mehr hin zu Siechtum und Krankheit bringt.
    Man überlastet und überfordert ganz einfach gesagt, seine ganzen Körperfunktionen, Organe usw. durch ständiges zuführen schädlicher Substanzen.

    Daher nehmen solche Intolleranzen, Allergien und jede andere Krankheit auch mit der Zeit immer mehr zu. Der Körper wird immer schwächer die Belastung meistens sogar durch Medizin noch gesteigert.
    Medizin z.B. ist immer nur ein Mittel zur Manipulation und birgt absolut kein Heilpotential. Es vergiftet den Körper noch zusätzlich, lähmt Körperfunktionen, verschleiert und manipuliert Abläufe, aber die Giftmenge ist gleich oder höher und am Ende nehmen die Leiden noch rasanter zu.

    Was ist also alles zu meiden, damit man wieder gesund wird und zwar von fast allen Krankheiten, abgesehen von solchen, die schon das Gewebe völlig zerstört haben, wie Karies, oder Organe die fehlen etc?

    Um zu begreifen, was einem nicht schadet, muss man den Körper als teil eines funktionierenden Systems betrachten. Unser Körper ist Natur, wie ein Blatt am Baum, oder der Hirsch im Wald. Wir Menschen haben da keine Sonderstellung. Wir sind nichts anderes als auch ein Tier mit größeren Gehirnen und dadurch mehr Denkleistung, so hofft man zumindest..

    Wir unterliegen also den Naturgesetzen genauso wie jedes andere Lebewesen oder jeder Pflanze.
    Das muss uns nicht gefallen oder können wir abstreiten, aber das ändert nichts daran, das dem so ist.

    Verhalten wir uns also der natürlichen Ordnung, dem Kreislauf entsprechend, haben wir auch keine Krankheiten und werden viel viel Älter als aktuell und zwar fit und fröhlich.
    Glauben wir aber, wir sind ein Sonderfall der Natur und wir dürfen und müssen sogar uns so und so verhalten, sind die Folgen Krankheiten. Unser Verhalten und die Auswirkungen erzeugen ganz einfach unsere Leiden und vorzeitgen Tode.

    Schauen wir nun auf die für uns natürlichen und vorgesehenen Kreisläufe. Als Vergleich nehmen wir Tiger, Blauwal und dem Menschenaffen.

    Wie leben diese Tiere und was fressen sie?
    Sie leben immer da draußen in der Natur, ob Minusgrade oder Hitzewellen.

    Wir Menschen haben da einen Vorteil, wir können uns verkriechen, wenn draußen ein Unwetter tobt.

    Aber ist aus diesem Vorteil nicht auch ein Nachteil geworden?
    Wo es früher supi war, sich beim tosenden Gewitter eben in seine Hütte zu verziehen, verbringen wir nun extrem viel Zeit in Räumen.
    Da wird nicht nur die wenige Bewegung zum Problem, sondern auch die schlechte Luft. Im Räumen mit Farbe, Lacken, e-smoke usw. ist die uns umgebende Luft voller Schadstoffe.
    Man denkt sich ach das bissel, aber wussten Sie, dass sie ohne Sport, alleine schon ca 14 Kg Luft täglich konsumieren? Das ist weit mehr als sie essen und trinken zusammen. Wenn da noch viel Bewegung und beschleudingte Atmung dazu kommt, sind das leicht das doppelte und mehr.

    Was glauben Sie wie wichtig gute Luft ist? Alleine schon sich viel in frischer und vor allem sauberer Luft, z.B. im Wald, aufzuhalten, steigert die Entgfitungsmöglichkeit durch die Atemluft ihres Körpers extrem und vergiftet ihn nicht noch sehr stark zusätzlich.

    Dann haben wie den Sonnenschein der in Räumen nicht wirklich auf die Haut geht. Das Licht der Sonne bietet weit mehr als nur Vitamin D. Viel Sonne bringt sehr viel für ihren Körper. Natürlich sollten Sie nicht im Sommer in der Mittagshitze schmoren, auch sich nur in die Sonne legen ist nicht wirklich gut. Bewegung bei der Sonnenschein über viele Stunden morgens oder am Nachmittag und die Gesundheit gewinnt wieder an Kraft.

    Bewegung nannte ich ja schon. Sie glauben zwar das Sport das wichtigste sei, um fit zu sein, aber in Wahrheit ist das nur ein kleiner Bruchteil. Was beim Ausdauersport nämlich toll ist, ist die Luft die Sie atmen und die Sonne die sie abbekommen. Das der Kreislauf sich schneller bewegt ist ein Plus und das sich neue Gefäße durch Beanspruchung bilden kommt hinzu. Der große Gewinn dabei ist jedoch der Rest.
    Lieber täglich sanften Ausdauersport mit etwas Abwechslung, damit auch mal alle Muskelpartien genutzt werden, als sich alle paar Tage kaputt zu machen und dann zu glauben das war super.
    Sich an Grenzen bringen bis zum Schmerz und dann beißen, ist sogar schädlich. Etwas langt da locker, aber eben regelmäßig und an Sonne und guter Luft.

    Was ist noch wichtig? Guter Schlaf und ausreichend. Es ist viel gesünder um 22 Uhr schlafen zu gehen als um 0:00 Uhr. zeitig schlafen und dafür früher aufstehen, jedoch nicht zu zeitig, ist sehr sehr gut.
    Im Schlaf laufen viele Regenerationsprozesse ab. Die Entgiftung des Organismus ist besonders stark in dem Morgenstunden bis hin zum Mittag und hält am stärksten an, wenn man nur Wasser trinkt und nichts isst. Der Schlaf vor Mitternacht, die Stunden zählen wie doppelt für den Körper.

    Es ist kein Problem um 5 Uhr früh aufzustehen, oder 5:30 Uhr, es ist aber ein Problem spät schlafen zu gehen.

    Kommen wir aber nun zum Kernelement, zum Fundament der Gesundheit, ohne dem alles andere Krankheiten vielleicht hinauszögert, aber nicht verhindert. Die Ernährung.

    Wie war das mit dem Tiger, dem Blauwal und dem Menschenaffen?

    Was fressen die denn so?
    Der Tiger ist ein Fleischfresser und er frisst Fleisch. Der Blauwal bevorzugt Kleintiere, Plankton. Der Menschenaffe frisst zum großen Teil Früchte und ein klein wenig Blätter und ganz kleine Mengen, so praktisch als Zugabe in und auf Früchten an Insekten, Larven, Eier und kleine Würmer.

    Warum frisst der Tiger denn bitte keine Früchte? Die haben doch richtig gute Stoffe enthalten wie wir wissen?
    Warum jagd der Menschenaffe denn bitte keine Zebras oder holt sich den Graskarpfen aus dem Wasser?

    Wieso taucht der Blauwal nicht eben mal am Strand auf und holt sich ein wenig Gras und Farn?

    Die Antwort liegt wie schon erwähnt im Kreislauf der Natur. Es gibt Naturgesetze die gelten für den Tiger ebenso wie für den Wal und wie gesagt auch den Menschen.

    Der Tiger kann gar keine Früchte essen, ohne davon krank und schwach zu werden. Sein Organismus ist darauf nicht ausgelegt, weder äußerlich, noch von seiner inneren Beschaffenheit. Dazu zählt nicht nur die sichtbaren Eigenschaften, sondern auch die, die man nicht sieht, wie Stoffwechsel, Enzyme, Bakterienstämme usw.

    Er frisst also das, wofür er geschaffen ist. Er kann seiner Beute erjagen, sie mit seinen Krallen packen und reißt sein Maul auf mit dolchartigen Zähnen.

    Das haben alle Tiere gemein, wenn sie nicht beim Menschen leben. Sie fressen das, was zu ihnen passt.

    Das entscheidende Merkmal dabei ist aber, wie sie das tun. Und daran können wir Menschen uns orientieren, was für uns die richtige Nahrung darstellt.

    Alle Lebewesen fressen IMMER roh ihre Nahrung, immer… Egal ob bei Minus 25 Grad, oder bei +40 Grad im Schatten.
    Sie fressen die Nahrung auch immer ohne sie zu behandeln oder zu würzen. Mischen ist bis auf ganz wenige Ausnahmen auch nicht an der Tagesordung, sondern Monokost bevorzugt.

    Was macht denn nun der Mensch?

    Der Mensch sieht sich gerne als Allesfresser. Er sagt von Fisch bis zur Wurzel können, nein müssen wir sogar alles essen um gesund und fit zu sein.

    Gehen wir diesem Irrglauben auf die Spur, erkennt man viele Ungereimheiten. Diese alle nun aufzuzählen sprengt ein wenig den Rahmen hier.
    Das unsere Industrie heute und deren Lobbyisten alles daran setzen, das wir das weiterhin auch tun, ist natürlich nur eine logische Konsequenz unseres Systems. Denn das überlebt nur durch Fehler.
    Es ist quais abhängig davon, dass wir genau das weiter tun was wir so treiben, sonst bricht es überall komplett ein.
    Es hängt ja auch alles davon irgendwie ab. Ob Abwaschmittel, Energie, Geschirr, die Nahrung selbst, Gewürze und die dahinterstehenden Rohstofflieferanten, alle verdienen Geld durch einen künstlichen Kreislauf, der dem Menschen so wie er aktuell läuft mehr schaden als nutzen und der Natur ebenso.

    Daher wird man dort nicht die Wahrheit erfahren können. Das wäre wie Selbstmord…

    Schaut man in die Entwicklung des Menschen, verliess er seine normale Umgebung und breitete sich immer weiter auch da aus, wo er um zu überleben, seine Umwelt manipulieren musste, denn im Winter war es spätestens dort dann unmöglich sich natürlich zu ernähren. Es gab schlicht gesagt nix anderes.

    Schauen wir mal was der Mensch so zu bieten hat in Sachen Anatomie und Körperfunktionen.

    Ein aufrechter Gang, Hände zum greifen, kleine Eckzähne, Mahlzähne, keine Krallen oder Hauer oder Reißzähne. Spitzengeschwindigkeiten liegen knapp bei 30 Km/h im Schnitt eher langsamer bei der breiten Masse die nicht wie irre dafür trainieren und Doping usw. lassen wir mal weg.
    Keine Schwimmhäute, Kiemen oder Flossen erkennbar.
    Jagdinstinkte sind praktisch nicht ausgeprägt, Fluchtinstinkte stark ausgeprägt.

    Speichel basisch, der eines Tigers sauer. Glatte Zungen, Möglichkeit den Unterkiefer auch seitlich zu bewegen, probiert es doch gleich mal aus. Der Tiger kann nur auf und ab mit seinem Maul und da befinden sich viele große Zähne drin zum Reißen, aber nicht zum Kauen.

    Unsere Magen hat schwache Säuren, die des Tigers extrem starke Säuren. Der Darm des Tigers ist kurz, die des Menschen weit länger, gewunden und mit vielen Zotten, aber nicht so lang wie beim Grasfresser, der Kuh z.B.

    Wir Menschen sind in der Nacht blind. Der Tiger erkennt da weit mehr. Unser Gehört ist ganz ok, aber nicht so fein. Unserer Geruchssinn ist durchschnittlich, ich könnte damit kein Tier verfolgen. Hunde z.B. haben eine gute Nase, Haie riechen Blut Kilometer weit. Das wäre so, als könnten wir im Nachbardorf riechen, dass ein Huhn geschlachtet wurde.

    Also wenn wir das mal zusammenfassen, haben wir absolut gar nichts mit einem Raubtier gemeinsam.
    Wir sind Beute dieser Tiere, selbst aber nicht die Gattung Jäger.
    Wir schaffen es vielleicht einen Grashüpfer zu fangen, oder wenn wir besonders mutig sind eine Schlange.
    Einen Hasen zu erbeuten ist ohne Hilfsmittel schon praktisch unmöglich. Größere Tiere können wir schon gar nicht mehr überwältigen und einfach so töten, es sei denn wie betrügen die Naturgesetze und benutzen dafür Hilsmittel wie Waffen.

    Aber was machen wir denn dann, wenn wir so einen Hirsch erlegt haben, in dem wir ihn einfach erschossen haben?
    Ein Löwe fängt an zu fressen und frisst am Ende alles selbstz die Knochen.
    Der Mensch? Ich habe noch keinen Menschen gesehen der gerne und mit richtig viel Lust rohe Hasen, Hühner, Kühe frisst.

    Wir betrügen wieder die Natur und erhitzen diese Dinge, so dass sie von der Struktur her völlig entarten und genau genommen auch jedes Raubtier krank machen würden. Es muss nämlich alles roh und genau so verzehren und nicht manipuliert.

    Wenn wir dann so eine Keule durch Hitze überhaupt erst essbar machen, will es uns aber nicht schmecken. Was tun wir, um dann diese ganzen eher geschmacklosen Dinge, die dazu artenfremd sind und durch Hitzeeinwirkung nicht mehr natürlich sind, sondern denaturiert mit genuß zu essen?
    Wir betrügen uns ein weiteres Mal und nutzen Gewürze.

    Heutzutage wird das ganze ja noch gesteigert. Haltbarkeitsmittel, Aromen, Säuren und Stabilisatoren. Man hält mit einem E-Stoff 2 weitere in Schach und die brauchen selbsta uch noch 3 andere E-Stoffe, damit alles im Einklang überhaupt erst funktioniert.
    Dann wird Fleisch nicht grün, sondern bleibt blutig rot und irgendeine ekelige Pampe schmeckt auf einmal wunderbar…

    Ohne diese Gewürze, also Krücken und Betrugsmittel, würden wir diese Dinge gar nicht runterbekommen.
    Wir schaden uns also x-fach beim Verzehr solcher Dinge und belügen uns dabei ein paar Mal gleich mit.
    Damit ist es aber nicht getan. Damit diese ganze tote, schädliche Masse ruhig bleibt, nimmt man noch gegen Sodbrennen irgendwas, und verpasst seinem Körper noch ein paar Schläge.

    Dummerweise machen genau auch solche Dinge wie Salz und Zucker und andere Gewürze extrem süchtig und abhängig. So kommen wir davon einfach extrem schlecht weg. Wie der Raucher sich auch enorm schwer tut und immer wieder der Sucht verfällt.

    Da wir nun unseren Körper also peinigen, bilden sich starke Gifte und Bakterien vermehren sich in uns in gewaltigem Ausmaß.
    Ablagerungen wie geschlossene Gefäße, Haarausfall, Pickel, Schuppen und auch Allergien sind alles vorboten. Kopfweh beim Entgiften, Alpträume und später dann Krebs usw.

    Wir ruinieren durch unsere seichten Genüsse unseren Körper und bekommen auch von allen Seiten eingeredet das sei normal und richtig so. Der Mensch ist ein Allesfresser, Basta!

    Wir halten Kühe schwanger und rauben die Milch, das nur fürs Kalb gedacht ist. Wir errichten riesige Farmen mit Tieren, vergiften deren Körper, ermorden sie dann, erhitzen diese Dinge damit sie essbar werden, würzen diese Giftbomben ordentlich und schlingen dann diese Dinge runter der Sucht wegen, wundern uns dann krank zu werden ganz langsam…

    Schon mal einen Kuchen ohne Zucker oder ein anderes Süßungsmittel probiert?
    Schonmal eine Suppe ohne Salz gegessen?

    Es schmeckt einfach nach nichts oder meistens sogar widerlich. Der Körper signalisiert uns, er warnt uns, esse das nicht. Durch Gewürze und viele Fette dazu, überdecken wir diese Warnungen und betrügen uns selbst. Die Natur lässt sich aber nicht betrügen. Die Folgen sind HIT z.B.

    Für was ist der Mensch denn nun ausgelegt?

    In erster Linie sind das rohe, VOLLREIFE, Früchte und etwas Blattgrün.
    Dummerweise hält die Industrie auch bei der normalen Nahrung des Menschen einzug und schreckt vor nichts zurück.
    Kaputte vergiftete Böden, kümmerliche, verzüchtete Pflanzen, keine Sonne, viele Gifte und Gase, genverändert und inhaltlich total leergebrannt.
    Dann ist eine Holland-Tomate eben nach 2 Wochen „reif“ und wir glauben das ist was gutes.
    Wassermogelpackung mit vielen Schadstoffen ist das mehr nicht.

    Unsere Mägen und Därme sind so schwächlich, dass sie mit wilden Früchten die voller starker Inhaltsstoffe sind, überfordert sind.
    Es istz wie Flusswasser trinken. Eigentlich können wir das ohne Probleme tun, wie die Tiere im Wald auch Seen und Flüsse nutzen für ihren Durst. Wir aber haben Durchfall und Fieber davon.

    Wir machen einfach zu viele Fehler und glauben dann Gesund sein zu können. Die Natur, also den eigenen Körper, kann man aber nicht austricksen.

    Wer gesund sein will, lässt Gewürze weg, übersteht die Sucht. Er erhitzt keine Dinge mehr und schaut dann was er gerne essen möchte roh und frisch und reif.
    Er betreibt Monokost pro Mahlzeit, isst nicht so viel und geht in die Sonne.
    Er übersteht Entgiftung die sehr hart sein kann und bekommt als Geschenk, als normale Folge für sein Verhalten seine Kraft, Jugend und Gesundheit zurück.
    Natürlich nicht binnen 3-4 Wochen, aber nach 3-4 Monaten ist es schon deutlich besser geworden, auch wenn am Anfang der ganze Körper weh tut, was nur das deutliche Zeichen ist, was man sich schon alles angetan hat.
    Nun da der Körper seine normale Nahrung im guten Maße bekommt, heilt er drauf los und das kann schonmal weh tun, wenn alles verstopft und entzündet ist.

    Wichtig ist es, reines Wasser zu trinken, ohne Säuren und Zusätze und Früchte nur noch Vollreif zu essen.
    Da kann man sämtliches Obst eh vergessen. Das kann man nur nachreifen lassen, oder selbst im Garten anbauen. Die Natur besuchen und warten bis es richtig reif ist.
    Äpfel z.B. sind reif viel leichter, haben wenig bis fast keine Säure mehr. Man kann die Haut des Apfels schon anfangen zu verschieben und meistens bekommen sie die Farbe eher gelblich und sind nicht grün oder grau.
    Bananen sind gelb gepunktet, Mangos sehr weich ebenso Kakis. So muss man eben erstmal wieder lernen was normal ist.
    Unreifes Obst ist dagegen zu meiden. Es schadet sogar schnell. Zähne gehen dann gerne kaputt.

    Man sollte auch die Sorten nicht vermischen, dass ist nicht vorgesehen. Wir haben zwar alles hier rumliegen, aber es ist nicht immer alles zur selben zeit reif und somit verfügbar.
    Man kann pro Mahlzeit die Sorte tauschen, betreibt aber besser Monokost und isst nur dann, wenn man Hunger hat und nicht obendrauf. Besonders saures und süßes Obst passen sehr schlecht zusammen.

    Etwas Gemüse mal einschieben, aber auch nicht mischen und nicht würzen!
    Salz ist ein anorganisches Mineral und der Körper betrachtet es als Gift. Wer eine Weile rohe Kost ohne Gewürze isst und dann mal wieder Salz nach ein paar Wochen, wird schnell feststellen, wie sein Körper auf dieses Gift reagiert. Man ist aufgeschwemmt, die Stimme wird brummig und die Sucht steigt danach wieder extrem an… Dann findet man sich schnell wieder in alten Gewohnheiten und Süchten und frisst wie blöde drauf los.

    Vermeide den ersten Bissen, es wird mit jeder Woche leichter diese Dinge zu vergessen.

    So ich hoffe ich habe ein wenig helfen können.

    Wenn Ihr gesund sein wollt, vergesst alles, vergesst Ärzte und Medizin. Man kann sich wie bei allen wichtigen Dingen im Leben nur selbst helfen.

    Ich kann andere Menschen für mich arbeiten lassen und Geld durch sie bekommen. Aber ich kann andere Menschen nicht für mich Joggen gehen lassen und erwarten das meine Ausdauer steigt. Ich kann nur selbst ein Instrument lernen, oder eben meinen Körper gesunden lassen.

    Disziplin und Willen sind gefragt.

    Viel Erfolg und Freude am neuen verjüngten Körper.

    Ältere Menschen sollten langsam das ganze angehen. Beim Entgfiten befinden sich viele Schadstoffe wieder im Kreislauf, gelöst aus den Zellen. Da kann es zu starken Reaktionen kommen. Sollte man sich schlecht fühlen, viel Schlaf hilft. In schlimmen fällen, muss man mal kurzer Hand etwas Gemüse dünsten und essen.

    Der Körper bricht dann die Heilung sofort ab, um sich diesen toten Dingen anzunehmen. Dann fühlt man sich alsbald erstmal besser. Aber denkt daran, dass das keine Gesundheit ist. Sondern die Gifte unter Kontrolle gebracht werden müssen. Daher scheint es besser, aber macht eben krank. Es dient nur dazu, langsam sich in Richtung gesundheit zu bringen und die Gifte im Körper zu regulieren.

    Nicht zu viel essen. Anfangs isst man bei roher Kost unglaublich viel und hat immer Hunger. Das vergeht dann nach ein paar Monaten.

    Denkt dran, rauß in die Sonne, gute Luft ausgedehnte Spaziergänge oder Rad fahren.

    Bei Intolleranzen/Allergien auf eine Sorte, diese erstmal weglassen. Nach einem halben Jahr roher Kost und guter Heilung, kann man sich dann langsam wieder an Sorten probierenm die Probleme gemacht haben. Den Stoffwechsel zu heilen i st ein langwieriger Prozess. Zellen teilen sich teils mal schnell mal nur sehr langsam bzw. selten.

    MfG

    • Woow!stimme völlig zu!Menschheit hat sich selbst kaputt gemacht… wenn fangen wir wirklich zu DENKEN an?….
      Wenn wir die Naturrechte und EIGENE Instinkte (Hungergefühl Lust auf etwas bestimmtes) folgen anstatt sich immer noch an feste Gewohnheiten und Regeln (von wem gestaltet??..), können wir endlich dauerhaft heilen..

      Ich glaube tief fast alles, dass nicht als angeborene Krankheit ist, kommt aus dem Darm heraus.. Gesunder Darm = gesundes Leben.
      Liebe Grüße an Eva-KLASSE GEMACHT💖

  44. Vielen Dank für diese großartige Informationssammlung! Sehr interessant finde ich die Sache mit den Hormonen. Weil sich das Thema irgendwie überschneidet, wollte ich dir noch schreiben, dass bei einem Burn-out die Nebennieren geschwächt sind, und deswegen wenig Progesteron produzieren, was dann auch zu starker Migräne führen kann. Leider zu viel Erfahrung damit.
    Bücher dazu: „Migräne adé“ von Dr. Selz (bzw. auch „Grundlos erschöpft“ von Dr. Wilson)

    LG M

  45. Wer empfiehlt denn angebratene Zwiebeln? Ich kenne nur wenig Blähenderes und Unverdaulicheres als angebratene Zwiebeln; einzig Hülsenfrüchte, Brokkoli und Blumenkohl (alle gegart) sind noch schlimmer. Rohe Zwiebeln dagegen sind deutlich besser als angebratene, dennoch nicht geeignet bei Histaminproblemen. Weiße Zwiebeln habe ich noch nicht getestet. Gibt es ja kaum zu kaufen hierzulande.

  46. Hallo!
    Vielen Dank für die super informative Seite! Ich weiß schon seit vielen Jahren, dass ich eine Histaminintoleranz habe. Beim Verzehr von größeren Mengen geräucherten Fleisches (Bündner Fleisch) hatte ich mit 20-24 Stunden Verzögerung heftige Migräne mit Erbrechen. Mein DAO wurde gemessen: Histaminintoleranz.
    Lange habe ich auch Histaminliberatoren gemieden, aber irgendwann fiel mir auf, dass ich meine Migräneattacken eigentlich nie diesen Produkten zuschreiben kann. Dank Ihreres Beitrags bin ich nun auf das HNMT aufmerksam geworden, und kann mir nun auch erklären, warum bei mir Histaminliberatoren wohl nicht so problematisch sind. Danke für die Aufklärung!
    Was mir aufgefallen ist: wenn ich erfolgreich (größere Menge) auf Toilette gehen kann (Darmentleerung), dann geht eine Migräne daraufhin deutlich zurück oder verschwindet komplett. Auch eine heiße Dusche oder Pfefferminzöl auf der Stirn helfen, eine Migräne zu mildern. Offenbar hängt dies mit den Blutgefäßen zusammen. Interessant: wenn ich ein Schnapsglas 40%igen (oder 2 Schnapsgläser 20%igen) trinke, lindert das eine Migräne, bzw. kann den Ausbruch verhindern, wenn es noch ganz am Anfang ist. Auch ein Kaffee (ich bevorzuge Latte Macciato) lindert oder heilt einen Migräne-Anfall. Nach einer Google-Recherche habe ich herausgefunden, dass auch Kaffee und Alkohol (aber nur in kleinen Mengen!) eine entsprechende Wirkung auf die Blutgefäße haben.
    Nach einer Migräne habe ich am nächsten Tag in der Regel einen „Ganzkörper-Muskelkater“. Nun habe ich gelesen, dass es bei muskelkater-ähnlichen Symptomen einen Zusammenhang mit der Übersäuerung des Körpers geben kann. Ist Ihnen vielleicht ein Zusammenhang mit Übersäuerung und Histaminintoleranz bekannt?
    Mein Sohn leidet leider ebenfalls unter Migräne. Obwohl wir beide sicher häufiger an der frischen Luft sind als so manche andere Personen, wurde sowohl bei mir als auch bei meinem Sohn – auch im Sommer – ein erhöhter Bilrubin-Wert gemessen. Vitamin D ist deutlich zu wenig im Vollblut. Nun ist die Frage, ob auch diese Werte irgendwie im Zusammenhang mit einer Histaminintoleranz stehen können. Gibt es irgendeinen Grund, warum wir vielleicht Vitamin D nicht gut einlagern können, oder benötigen wir durch Histaminintoleranz mehr Vitamin D als unsere Mitmenschen?
    Mich würde interessieren, ob auch andere diese Zusammenhänge (Muskelkater, Bilirubin / Vitamin D) bei sich feststellen?
    Viele Grüße!

    • Eva

      5. Mai 2016 at 22:11

      Vitamin-D-Mangel ist mittlerweile zur Volskkrankheit geworden und betrifft in den Wintermonaten quasi jeden in unseren Breitengeraden. Besonders schlimm kann es aber sein, wenn man im Sommer, wo der Einfallswinkel der Sonne stimmt, seine Speicher nicht auflädt. Einen HIT-Zusammenhang gibt es wohl nur indirekt. Allerdings spielen alle fettlöslichen Vitamine und darunter auch Vitamin D eine entscheidende Rolle bei Autoimmunkrankheiten. Ein Mangel dieser ist da häufig. Zu Bilirubin kann ich jetzt direkt nichts sagen. Das mit dem Muskelkater kann ich jedoch bestätigen. Ihre Hausmittelchen wären hier absolute No-Go (Schnaps & Co würden die Migräne nur schlimmer machen). Aber tatsächlich hilft es manchen gefäßerweiternde Mittel zu nehmen, bei manchen macht aber genau das die Angelegenheit noch schlimmer.

      • Vielen Dank für Ihre Antwort!

        Meine Hausmittelchen hatte ich über Jahre gemieden, insbesondere bei Migräne, denn es war ja überall zu lesen, dass das bei Histaminintoleranz keine gute Idee sei. Bis ich mal den Effekt hatte, dass ich erste Migräne Symptome direkt nach der (ohnehin seltenen) Bestellung eines geschäftlichen Latte Macciatos bekam. Ich habe dann trotz der beginnenden Migräne den Latte Macciato getrunken, denn ich wollte im Geschäftsleben keine Schwäche zeigen … und nach einer halben Stunde war der Migräne-Spuk vorbei! Ich konnte es selber kaum glauben. Ich habe dann hier http://www.gesundheit.de/ernaehrung/richtig-trinken/tee-und-kaffee/koffein (unter Koffeein und Sport) die Begründung dazu gefunden. Mit kleinen Mengen Alkohol hatte ich denselben Effekt beobachtet. Ich bekomme es jedoch nur in den Anfängen in den Griff, wenn ich zu lange warte, hilft auch kein Kaffee oder kein Schnaps mehr, die Migräne ist dann nicht mehr aufzuhalten, höchstens vielleicht etwas zu lindern.
        Nachdem ich dies meiner Ärztin geschildert habe, hat sie mir probeweise Vitamin B2 (Niacin) mitgegeben, welches gefässerweiternd wirken soll. Das habe ich statt des Kaffees mal genommen. Es endete in einer Horror-Migräne. Die verschiedenen Fundstellen im Internet zum Thema Gefäße sind nicht immer stimmig, und ich blicke selber noch nicht ganz durch, weil sowohl Alkohol als auch Kaffee unterschiedliche Wirkungen auf die Gefäße nachgesagt werden.
        Kürzlich habe ich mit Entgiftung und mit basischen Lebensmitteln angefangen, weil diese Muskelkater-Symptome offenbar auch mit Übersäuerung zu tun haben, und weil ich gelesen hatte, dass ein übersäuerter Körper vermehrt Histamin ausschüttet. Meine Erfahrung: bei beginnender Migräne bloß nichts Entgiftendes nehmen, entgiftende Algen/Kräuter hatten bei mir eine Horror-Migräne zur Folge. Auch mit basischen Tees habe ich bei Migräne schlechte Erfahrungen gemacht. Es waren Kräutertees, und ich bin mir nicht sicher, ob es der basische Effekt war, oder ob die Tees gleichzeitig auch entgiften oder irgend etwas mit meinen Gefäßen machen … jedenfalls werde ich diese Tees jetzt an Migräne-Tagen meiden. Ich entgifte jetzt nur noch an Tagen, an denen es mir morgens gut geht. Wenn ich schon einen schweren Schädel habe, lasse ich es bleiben.
        Mal sehen, wie es so weiter gehen wird…

        Viele Grüße, und allen die hier mitlesen: gute Besserung!

  47. Hey liebe Eva,

    als du dich auf mein Gewinner-Mail gemeldet hast, ist mir deine E-Mail-Adresse gleich ins Auge gestochen. Ich habe kürzlich eine LINA-Analyse gemacht und dabei ist herausgekommen, dass mein Histaminwert zu hoch ist. Ich bin auf diese LINA-Analyse aufmerksam geworden als ich mir Allergietabletten in der Apotheke geholt habe. Bis dato, habe ich mich noch nicht mit Histaminen und Co beschäftigt muss ich gestehen…. Ich weiß nicht ob LINA kennst? Auf alle Fälle wird da dein Körper mit einem Tensor ausgependelt und es zeigt dir an, was für deinen Körper gut ist bzw. was er verträgt und auf was er reagiert. Ich habe auf alle Fälle eine Liste bekommen, was ich essen darf und was nicht und das sollte ich für 40 Tage machen. Ich kann dir sagen, dass diese Liste sehr lange ist.

    Auf alle Fälle möchte ich dieser Sache nachgehen und mit meinem Arzt nochmals drüber sprechen und meinen Histaminwert von ihm messen lassen. Werde mich auf deiner Seite diesbezüglich einmal umschauen und einlesen.

    Schön, dass ich du auf unsere Seite gestoßen bist und wir dich so gefunden haben 🙂
    Wünsche dir einen schönen Start in die neue Woche,
    Heike

    • Eva

      19. Mai 2016 at 18:06

      Hallo Heike, ich bin schon gespannt, wie die drei Racker auf das Spielzeug reagieren werden. Ich habe vom LINA-Test schon gehört, aber habe mir bisher noch keine Meinung dazu gebildet. Du kannst gerne Dich hier mal umschauen und eine histaminarme Ernährung mal ausprobieren, um zu sehen, ob es Dir damit besser geht. Ansonsten gibt es noch schulmedizinische Methoden, z.B. die DAO-Aktivität zu messen. Viele Grüße, Eva

      • Liebe Eva, da bin ich auch schon gespannt. Wie es deinen drei Rackern gefällt. Ich werde mich auf alle Fälle bei dir einlesen und versuchen einen Teil zu beachten und meine Ernährung ein bisschen umstellen. DAO-Aktivität messen, da werde ich doch gleich mal beim nächsten Artzttermin nachfragen. Ich wünsche dir und deinen Fellnasen ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Heike

  48. Hey,
    ich bin 52 weiblich und leide von Geburt an an einer HIT.
    Hab schon eine ganze Reise hinter mir und freue mich, dass es langsam mehr Infos zu Hit und Migräne gibt.
    Ein Tip von mir :
    Aus dem Thieme Verlag gibt es das Buch : Histamin Intoleranz und Seekrankheit
    der Titel ist ungewöhnlich, aber für alle, die schon mehr medizinisches Hintergrundwissen haben sehr hilfreich.
    Meine älteste Schwester hat sehr stark Migräne. Für mich besteht daher die Möglichkeit, dass Migräne und HIT viel mehr miteinander zu tun haben, als bisher erforscht.

    Dann zum Thema Dinkel: mit Dinkel wäre ich als Weizenersatz sehr vorsichtig.

    Eine HIT geht immer auch gerne mit einer Lactose- oder Fructoseintoleranz einher.

  49. Liebe Eva!
    Danke für deine sehr informative Seite. Bei mir wurde HIT,Lactose-u. Fructoseintoleranz vor ca 10 Jahren festgestellt.Nach jahrelangen unklaren Beschwerden(schwere Schlafstörungen, spontane Durchfälle, Urtekaria, Herzstolpern, Kreislaufschwäch uvm.) beginnend mit dem Wechsel hab ich die Ernährung mittlerweile gut im Griff und es geht mir recht gut damit. Wenn ich mal auswärts esse bzw. im Urlaub verwende ich Daosin, Xylosolv(wg.Fructose,),Lactrase.
    Ein Problem macht mir aber nach wie vor zu schaffen und das ist körperliche Anstrengung.
    Ich muß alle körperlichen Aktivitäten auf den Vormittag verlegen sonst kann ich nicht schlafen obwohl ich todmüde bin. Am darauffolgenden Tag bin ich nur müde und kann nichts tun. Ich mußte sogar den Yogakurs abbrechen. Meine Frage ist also : kann ich mit einem Antihistaminikum diese Reaktion (Schlafstörung)verhindern und wenn ja mit welchem? Habs schon mit AERIUS probiert aber leider nur mit mäßigem Erfolg.
    Danke um Voraus und LG
    ILse

    • Eva

      30. Juni 2016 at 16:17

      Hallo Ilse, wir verzichten ganz auf herkömmliche Medikamente. Im Bedarfsfall und auch zur Vorsorge kann ich Schwarzkümmel- und Borretschöl, sowie Chiasamen (aber mit ausreichend Flüssigkeit!) empfehlen. Schau mal hier: https://histaminarm.wordpress.com/2016/01/07/immer-mal-das-antihistamin-getriebe-oelen/
      Liebe Grüße,
      Eva

      • Danke für den Tipp! Chiasamen verwende ich seit längerem, Schwarzkümmelöl habe ich vor Jahren als Kapseln probiert, konnte aber keine besondere Wirkung feststellen. Borretschöl werde ich mir jetzt besorgen.
        Ein Tipp den ich weitergeben möchte: ich habe vor einiger Zeit eine Entgiftung mit Heilerde(Panaceo)
        zusammen mit gemahlenen Flohsamenschalen gemacht und eine Verbesserung festgestellt. Verwende sie seither alle paar Wochen einige Tage.
        Auf Medikamente gänzlich zu verzichten ist mir bis jetzt noch nicht gelungen, speziell wenn ich auswärts esse oder zB im Urlaub nehme ich zur Sicherheit immer Daosin.
        Würde gerne auch aktiver leben (Tennis, Laufen, Yoga) meine körperliche Belastbarkeit ist aber deutlich eingeschränkt(Schlafstörungen).Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen?

        Danke und liebe Grüße
        Ilse

  50. Hallo,

    vielen Dank für diese informative Seite. Mein Freund leidet wahrscheinlich an einer HIT. Gibt es Möglichkeiten zu testen, ob eine HIT vorliegt?
    Unser Arzt meinte Nein. Einfach mal DAO nehmen und gucken, ob es besser wird?
    Mfg

    • Eva

      5. August 2016 at 12:10

      Hallo Christin,
      man kann Histaminintoleranz schon diagnostizieren, aber den EINEN Test gibt es leider nicht dazu, wie etwa bei Laktose- oder Fruktoseintoleranz. Man muss mehrere Sachen zusammendenken und kann beispielsweise mal schauen, wie’s mit der DAO-Aktivität aussieht. Am Ende gibt nur eine Ausschlussdiät Auskunft. Schau mal hier: http://www.histaminintoleranz.ch/de/diagnose.html Und zum Thema, „einfach mal DAO nehmen“. Daosin meinst Du, denke ich mal. Erstens würde ich nie ein Medikament einfach mal so auf Gutdünken nehmen, das sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Zweitens wirkt Daosin nicht bei allen Histaminproblemen, weil Histamin eben von zwei Enzymen abgebaut wird (DAO ist nur das eine). Gegen das vom Körper selbst ausgeschüttete Histamin, das durch Liberatoren freigesetzt wird, hilft Daosin nicht. Viele Grüße, Eva

  51. Meine Güte macht ihr euch das kompliziert mit den Intoleranzen und Allergien, dabei liegt die Lösung doch wie immer im Gift. Mal abgesehen von der Zellerkrankung. Aber sofern die Ursache im Darmtrakt liegt, was in der Regel der Fall ist, muss man einfach jene Gärprodukte zu sich nehmen, die man so verteufelt. Wichtig dabei ist nur, sie selbst herzustellen. Also nehmen wir mal Sauerkraut. Im selbstgemachten Sauerkraut befinden sich nämlich die Bakterien, die der Darmtrakt braucht um Histamin abzubauen. Nennt man auch Bifidobakterien. Da gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder schmeisst man vorher ne DAO Pille ein oder man fängt einfach ganz klein an und tastet sich mengenmäßig so hinauf. Und das gilt für jede Art von gegärtem Gemüse. Wie macht man das? Man nimmt ein Einmachglas, schneidet das Gemüse klein und stampft es so lange bis es im eigenen Saft schwimmt. Dann schließt man es und lässt 2-3 Tage in Raumtemperatur stehen. Und dann is der ganze Zinober innerhalb eines Monats bereits Geschichte. Bei den anderen Intoleranzen ist es dasselbe. Und Allergien auch, da diese ja mit Histamin auch zusammenhängen. Sind alles Darmflorastörungen… anstatt mit biochemischen Theorien um sich zu werfen, wärs vllt ned schlecht sich mal der Mikrobiologie zuzuwenden. Da lernt man wesentlich mehr darüber. ^^

    • Nachdem ich selbstgemachtes Sauerkraut (1 Löffel) gegessen habe, bin ich 1 Woche lang mit Erbrechen und den schlimmsten Magenschmerzen meines Lebens im Bett gegegen, ohne die ersten Tage über auch nur einen Schluck Flüssigkeit zu vertragen. Damit ist nicht zu spaßen und es ist keine Lösung! Das kann tötlich sein, keine Übertreibung.
      (abgesehen davon bin ich Mikrobiologin und Lebensmitteltechnologin. Tut aber nichts zur Sache.)

      • Eva

        19. September 2016 at 10:49

        Beim Selberfermentieren hat man auch kaum Kontrolle darüber, welche Bakterienstämme involviert sind. Viele Darmbakterien setzen auch selbst Histamin frei und die ganze Aktion kann daher höchst kontraproduktiv sein. Grundsätzlich gibt es bessere Lösungen, den Darm mit Probiotika zu sanieren. Hierzu sind spezielle Produkte mit speziellen Bakterienstämmen nötig und das Ganze muss ganz sachte angegegangen werden. Zusätzlich viel trinken! Ich werde dazu demnächst eh noch mal was verzapfen, deshalb hatte ich bisher nicht auf den Kommentar von Daniel geantwortet.

  52. Ich finde diesen Blog sehr hilfreich und ausgesprochen gut geschrieben. Vor ca. vier Jahren fielen mir die ersten Anzeichen wie Herzrasen/stolpern in Verbindung mit Benommenheit und Schwindel auf. Nach langer Zeit bei Ärzten brachte mich ein spezieller Bluttest auf die Lösung des Problems. Seit der Ernährungsumstellung (auch durch Selbsttests, die nicht zu vermeiden sind), wusste ich nun, was ich vertrage und was mich in eine Schieflage bringen würde könnte. Von daher bin ich von dieser Arbeit hier sehr beeindruckt und werde diesen Blog gerne weiterempfehlen.

    • Eva

      21. Oktober 2016 at 11:46

      Vielen Dank

      • Tolle Seite-wirklich hilfreich.
        Da ihr schon einem Schritt weiter seid-vielleicht kann jemand helfen und jemand mal erzählen bei welchem Arzt man eine Histaminintoleranz am Besten Nachweisen lässt. Denn kein Arzt ist zuständig oder kann helfen:
        Mein Leidensweg: Vor ca. 6Jahren begann alles mit eitrigen Pickeln nach Schweinefleischverzehr, gefolgt von Reaktionen auf Carageen (Rotalgentypen zur Verdickung in zB Joghurt) mit Krämpfen und Durchfall, dann während der Schwangerschaft Reaktion mit Übelkeit auf den Schwangerschaftstee welcher Brennnesseln enthielt, nunmehr Reaktion mit Krämpfen und Durchfall bei Verzehr von Fisch/Teilweise Fleisch/Verzehr von Himbeeren auf Kuchen, Verzehr von Rotwein und Pflaumen führt zu Erbrechen.
        Dann dieses unerklärliche Ausbleiben der Periode damals-auf Grund dessen wir damals in die Kinderwunschtherapie geschickt wurden. Während Schwangerschaft bei Milchverzehr extreme Ödeme/brennende Füße/Schlafstörungen. Was nach Entbindung untersucht wurde ein längerer unerklärlicher Progesteronwert“abfall“. Eine Zeit die Hitzewallungen und Schweißausbrüche.
        Was mir zudem extrem aufgefallen ist-während der Pillenennahmepause/Periodenzeit: starke bis wehenartige Unterleibskrämpfe gepaart mit Durchfall bei Verzehr von Histaminhaltigen Lebensmitteln.
        Zu dem Zeitpunkt macht es mir echt zu schaffen, welche Lebensmittel verzehrt werden.
        Gemäß der Literatur deuten viele der hier beschriebenen Anzeichen auf eine Histaminintoleranz (Schweißausbrüche/Hitzewalkungen/Krämpfe/Durchfall/Zyklusprobleme.
        Berechtigter Verdacht oder was meint ihr?

        • Eva

          15. Februar 2017 at 19:41

          Hallo Katrin,

          klingt nach einem berechtigten Verdacht, aber natürlich brauchst Du eine vernünftige Diagnose und wirst dann hoffentlich von einem kompetenten Ernährungsberater begleitet. Grundsätzlich gibt es bei Histaminintoleranz verschiedene Anlaufstellen und auch Diagnosemöglichkeiten. In der Regel müssen mehrere Dinge zusammengedacht werden. Ein Immunologe, Allergologe oder Gastroenterologe würde sich darum kümmern. Man kann die DAO-Aktivität mittels Bluttest messen, ist jedoch sehr fehleranfällig. Daneben gibt es den von Dr. Kofler entwickelten 50-Skin-Prick-Test. Man kann Histaminwerte (bzw. Abbauprodukte)im Stuhl untersuchen lassen. Am meisten wird nach wie vor mit Auslassdiät und anschließender Provokation einzelner Lebensmittel getestet. Das ist dann im Grunde auch schon der Wegbereiter für die Therapie. Ich würde das Thema mal Deinem Hausarzt unterbreiten. Der soll Dich zu einem Allergiezentrum überweisen oder eben zum Gastroenterologen schicken. Manchmal erwischt man auch einen kompetenten Dermatologen/Hautarzt, weil viele Hautgeschichten auch auf Histamin zuzrückzuführen sind, Stichwort: Nesselsucht. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der „Detektivarbeit“. Hoffentlich gibt es bald Klarheit und es geht Dir dann wieder besser.

    • Marcus
      Was für einen Bluttest hast du denn machen lassen wenn ich fragen darf ?und was war die genaue Diagnose ? Ich habe genau diese Probleme die du beschrieben hast und ich bekomme des öfteren Panik davon. Ich hoffe du magst antworten oder dich anderweitig mit mir in Kontakt setzen

    • Hallo, um welchen speziellen Bluttest handelt es sich denn hierbei?
      Ich war die ganze Zeit der Meinung, dass man eine Histaminunverträglichkeit nicht testen kann.
      Also nur über eine Eliminationsdiät…? Ich versuche mich nur seit 3 Wochen weitestgehend Histamin arm zu ernähren und habe trotzdem täglich noch Symptome wie einen Blähbauch, Durchfall, extreme Müdigkeit, Migräne und Kopfschmerzen. Ich weiß garnicht so recht, ob ich noch 3 Woche durchhalte, wenn ich kaum Verbesserungen verspüre. Ein Bluttest würde mir wirklich weiterhelfen.
      Vielen lieben Dank!

      • Eva

        21. März 2017 at 14:34

        Hallo Nad,

        wie oben beschrieben, kann man mittels Blutuntersuchung die DAO-Aktivität bestimmen. Bestimmte Labore führen diese Untersuchung durch. Der Test ist insofern fehleranfällig, als dass die DAO sehr temperaturanfällig ist und hier schnelle Verarbeitung ohne lange Lagerung wichtig ist. Ansonsten erhält man unzuverlässige Aussagen. Hinzukommt, dass die DAO nicht das einzige Enzym für den Histaminabbau ist, sondern eben auch HNMT und teilweise die MAO eine Rolle spielen. Die Eliminationsdiät mit anschließender Provokation unter Führung eines Tagebuchs halte ich immer noch für eine der aussagekräfigsten Methoden. Daneben gilt der relativ neue 50-Skin-Pricktest nach Kofler als recht aussagekräftig. Hier muss man jedoch erst einmal einen Arzt finden, der sich mit dieser Methode auskennt.Wenn Du trotz Diät weiter so stark reagierst, würde ich Nährstoffmängel als Ursache in Betracht ziehen. Verschiedene Stoffe sind direkt oder indirekt für den Histaminstoffwechsel relevant, darunter Zink, Vitamin D, Magnesium, Vitamin B6 usw. Wenn Du den Verdacht hast, dass Du an einer HIT leidest, würde ich damit zum Hausarzt gehen. Der kann Dich kann zum Facharzt z.B. Gastroenterologen, Allergologen/Immunologen etc. überweisen. Wenn Du die ganze Zeit reagierst, kommst Du ja auch mit der Auslassdiät nicht weiter. Außerdem müssen gegebenenfalls andere Intoleranzen sowie Allergien abgeklärt werden.

  53. Tolle Seite!!! vielen herzlichenDank, mein erster Gedanke: muss ich sofort im Smartphone speichern somit habe ich alle wichtigen Infos immer bei mir. Weiter so, hewobe

  54. Gibt es schon Erkenntnisse über die Verträglichkeit von Xylit (Birkenzucker) bei HIT?

    • Eva

      27. November 2016 at 22:51

      Hallo Birgit,
      laut SIGHI-Liste soll Xylit in Ordnung sein. Hier wird dieser Zuckeraustausch, wenn gegessen, schlecht vertragen. Große Mengen führen außerdem abführend. Vielleicht in kleinen Dosen testen. In Zahnpasta geht es aber.

  55. Top! Jetzt weiss ich auch woher meine gluten Unverträglichkeit kommt!

  56. Hi danke für all dein wissen! Wirklich sehr hilf und aufschlussreich 🤘
    Ich denke ich habe histamin Intoleranz seit Geburt aber die lieben Ärtzte nannten es immer neurodermitis und Asthma 😣
    Mir wird einiges klar nachdem ich dein blog gelesen habe jetzt nochmal meine frage, es gibt keine heilung wenn man histamin Intoleranz bzw diesen gen defekt seit geburt hat?
    Hast du erfahrungen mit bioresonance therapy?
    Grüsse aus Mexico

    • Eva

      15. Dezember 2016 at 11:56

      Hallo Cadabra, erstmal ich bin ja keine Ärztin und auch mein Blog ersetzt natürlich keinen Arzt. Es kann sein, dass Du HIT hast, das sollte aber ein Arzt bestätigen. Wenn die HIT genetisch bedingt ist, gibt es derzeit, soweit ich weiß, keine Heilung, aber man kann die Krankheit durchaus therapieren. Mit Bioresonanztherapie habe ich keine Erfahrung. Viele Grüße von Österreich nach Mexiko

  57. Hallo ihr Lieben,hab den Artikel mit großem Interesse gelesen.Und wie immer ist es so die Dosis macht das Gift.Schlage mich seit 4 Jahren mit HIT herum und bin echt schon meisterlicher Vermeider geworden.Also es ist sehr verschieden einer verträgt das der nächste eben nicht im allgemeinen gilt einfach:nix aus der Konserve ,nix aus der Tüte(z.B.Maggi;knorr usw.)alle E_Stoffe meiden keine Citronensäure,keine Konservierungsstoffe,also wirklich versuchen frisch mit natürlichen Zutaten zu kochen .Mache sehr viel selber z.B. Marmelade sammle meine Heilkräuter selbst un dverzichte auch auf die meisten Kosmetika .Was mir mittlerweile sehr gut hilft sind Schwarzkümmelölkapseln hat sehr lange gedauert bevor sich eine Besserung eingestellt hat (ca.4-5 Monate)aber ich bemerke mittlerweile eine Linderung meiner Beschwerden.Und vorallem positiv denken hört sich blöd an aber ist wirklich so

    • Eva

      22. Dezember 2016 at 17:51

      Danke, Christina, für Deinen Erfahrungsbericht. Schwarzkümmel(öl) zählt hier auch zu meinen „Essentials“. Die Samen gehen hervorragend in Pizzateig und Brot. Das Öl am besten roh, z.B. zum Salat oder in Dips. Mit Kapseln habe ich aber keine Erfahrungen. Schöne Feiertage!

      • Hallo Eva,danke für deine Antwort.Ja mit dem Öl mache ich auch sehr viel,der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig aber egal wenn es hilft macht man ja viel.Wollte auch noch erwähnen das jeder anders auf bestimmte Lebensmittel reagiert man muß es eben ausprobieren.Immer vorsichtig und mit kleinen Mengen anfangen,und wenn es doch mal wieder zuviel war helfen mir sehr gut Radieschen da sie den HIT-Spiegel senken.Ja sind so kleine Tricks die man im Laufe der Zeit so lernt.Habe auch sehr gute Erfahrung mit homöopathischen Mitteln gemacht,aber da muß man auch aufpassen das man jemanden findet der nicht nur Kapital aus der Verzweiflung schlägt,ich habe da echt Glück mit meinem Heilpraktiker.Dann alles Gute und guten Rutsch

        • Eva

          27. Dezember 2016 at 19:09

          Hallo Christina,

          Radieschen klingt ja auch gut. Schön, wenn Du jemanden hast, der sich auskennt. Dir auch einen guten Rutsch!

          Viele Grüße,
          Eva

  58. Hallo, bin auf dieser Seite heute gelandet, nachdem ich gestern nach dem Genuß von Teriyakinudeln und einem Glas Rotwein in einem Restaurant wirklich die ganze Nacht mit Herzklopfen hellwach im Bett gelegen habe und kein Auge zu bekam. Schlafprobleme habe ich oft, aber dieses Hellwachsein die ganze Nacht, war mir fremd.
    Jetzt habe ich ein bischen gegoogelt und finde diese Seite sehr informativ. Ich bin 67 Jahre alt und vor zwei Jahren ist bei mir allergisches Asthma festgestellt worden. Könnte das eine HIT sein?
    Gruß

    • Eva

      22. Dezember 2016 at 21:06

      Hallo Ruth, ich bin ja keine Ärztin, aber Deiner Schilderung nach, kann es nicht schaden, dem mal genauer auf den Grund zu gehen. Schließlich hängt ja auch allergisches Asthma mit HIT zusammen. Bei der Histaminintoleranz kann es ebenso zu Atembeschwerden kommen. Leider ist die Diagnose schwierig, da es nicht den EINEN Test gibt. Man muss einiges zusammendenken. Führe doch mal ein Ernährungstagebuch, um zu verfolgen, wie es Dir mit bestimmten Lebensmitteln geht. Die SIGHI-Liste kann hier als Inspiration herangezogen werden. HIT hat mitunter auch einen Hormonzusammenhang. Das sowie der Nährstoffhaushalt sollte mal gecheckt werden. Ansonsten bieten spezialisierte Kliniken und Labore die HIT-Diagnose an. Neu ist der 50-Skin-Prick-Test als Diagnosemethode, doch nur wenige Ärzte kennen sich damit aus. Alles Gute für Dich!

  59. Hi, vielen Dank für deine Arbeit! Ich habe 30 Jahre in Frankreich gelebt, dort kennt niemand Histaminintoleranz und ich wurde oft als verrückt erklärt…Aber das nur nebenbei.Hast du einen Tipp , was ich gegen zuviel Magensäure nehmen kann, etwas ohne Zusatzstoffe?
    Ich hab ständig einen sauren Geschmack im Mund, dabei halte ich mich sehr an die Diät.
    Danke für deinen (euren) Rat!

    • Eva

      19. Januar 2017 at 11:18

      Hallo Irene, was Du beschreibst, klingt nach Sodbrennen. Über den H2-Rezeptor wird bei zu viel Histamin Magensäure produziert, wodurch man sich übersäuert fühlen kann. Von entsprechenden Blockern (Protonpumpeninihibitoren/H2-Antagonisten) würde ich aber eher absehen. Schließlich ist das nur eine symptomatische Behandlung, die Dich am Ende wahrscheinlich noch mehr Probleme haben lassen wird (z.B. Vit.12-Mangel). Wichtig ist es, das zugrundeliegende Problem zu finden. Leider gibt es hier viele Stellschrauben, die man in Betracht ziehen muss, um eventuell dran zu drehen. Trotz histaminarmer Ernährung (externer Zufuhr von Histamin), kann Dein Körper intern selbst Histamin herstellen und so Probleme verursachen. Hier denke ich aber nicht nur an das in Mastzellen gespeicherte Histamin, dass bei Entzündungsprozessen/Krankheit und Allergie freigesetzt wird, sondern auch an „böse“ Darmbakterien. Vielleicht solltest Du mal einen Darmflora-Check beim Arzt machen lassen. Eine Fehlbesiedlung kann ebenfalls solche Beschwerden auslösen und da nützt eine histaminarme Ernährung dann wenig. Ich hoffe, Du findest gemeinsam mit Deinen Ärzten den „Übeltäter“, so dass der saure Geschmack weggeht. Denke vielleicht auch an mögliche Nährstoffmängel, die HIT-ähnliche Symptome auslösen können.
      Viele Grüße, Eva

  60. Hallo,
    ich finde deine Seite wirklich super. Ich habe vermutlich seit Jahren HIT aber diagnostiziert wurde es vor 1,5 Jahren.
    Ich habe erst gestern wieder einen HIT Schock gehabt mit starkem Herzrasen und Schüttelfrost. Mit hilft schlafen am Besten. Aber was mache ich, wenn es auf der Arbeit passiert? Hättest du ein Hilfsmittel für mich welches ich immer dabei haben könnte?
    Viele Grüße Elena

    • Eva

      3. Februar 2017 at 14:01

      Hallo Elena,
      HIT ist leider komplizierter als andere Intoleranzen, da Histamin nicht nur mit der Nahrung zugeführt wird, sondern der Körper selbst auch Histamin braucht und synthetisiert. Daher gibt es auch verschiedene Abbauwege für Histamin. Idealerweise werden also mehrere Dinge zusammengedacht, um sich vor einer „Überdosis“ zu schützen. Man unterscheidet Histaminrezeptorblocker (Antihistaminika), welche Symptome lindern, Enzymersatztherapeutika wie z.B. Daosin, um den Abbau zu fördern, indem dem Körper künstlich eins der relevanten Abbauenzyme zugeführt wird (hier bin ich allerdings recht kritisch und vermute, dass sich der Körper daran gewöhnen könnte, was bei einem möglicherweise schon vorhandenen DAO-Mangel nicht gut wäre), man kann DAO-Cofaktoren wie Zink oder Vitamin C zuführen, um die körpereigene DAO-Synthese zu unterstützen sowie Mastzellstabilisatoren wie Quercetin einnehmen, um den Körper an der Histaminausschüttung zu hindern. Du siehst, das Ganze ist recht kompliziert. Da ich kein Freund von Pillen und Tabletten bin, würde ich versuchen, die relevanten Stoffe mit der Nahrung einzunehmen. So empfiehlt sich Baikal-Helmkraut-Tee (Mastzellstabilisator), den kannst Du auch auf Arbeit bunkern. Daneben wirkt Salbeitee entzündungshemmend und wahrscheinlich auch mastzellstabilisierend. Zink ist zum Beispiel in größeren Mengen in Chia-Samen enthalten. Die bitte aber nur mit ausreichend Flüssigkeit genießen, weil Chia-Samen Wasser binden. Der Körper benötigt Wasser – v.a. bei HIT, denn Histamin ist wasserlöslich. „Abwarten und Tee trinken“ ist also echt eine Strategie. Stilles Mineralwasser oder Heilwasser sollte auch zur Hand stehen. Also trinken nicht vergessen! Frische Kräuter sowie Obst (hier musst Du sehen, was Du verträgst) wie zum Beispiel Heidelbeeren oder Brombeeren sind gute Vitamin-C-Quellen. Einige HIT-Betroffene nutzen Acerola-Pulver. Abschließend sei noch die Bemerkung erlaubt: HIT kann verschiedene Ursachen haben, wie oben beschrieben. Eine gestörte Darmflora bedeutet meist zu viele „böse“ Darmbakterien, die Histamin freisetzen. Mit entsprechender Behandlung können die Symptome gelindert werden, wenn das die Ursache ist. Außerdem haben viele HIT-Betroffene Nährstoffmängel. Es kann daher sinnvoll sein, mal zu schauen, ob ein Vitamin-D-Mangel, Zink-Mangel, Vitamin-B6-Mangel, etc. vorliegt. Das sollte man mit dem behandelnden Arzt einmal besprechen. Ich hoffe, das hilft Dir weiter. Viele Grüße, Eva

  61. Vielen Dank für dieses Blog. Eine Frage: Seit Ende 2015 (Ursache könnten die Wechseljahre sein) habe ich unterschiedliche Histaminosesymptome, die ich erst Ende 2016 richtig deuten konnte. (Nesselsucht kam nämlich dazu). Blut: Eosinophilie und grenzwertigen Daosinwert. Seit 50 Tage ernähre ich mich histaminarm, möchte gerne die Antihistaminika absetzen (ertrage leider nur Fenistil, 4/täglich). Bekomme aber beim ausschleichen sofort wieder Nesselsucht. Wie lange dauert es im Durchschnitt bevor der Histaminspiegel so niedrig ist, dass man ohne Medikamente und nur mit Diät auskommt?

    • Eva

      12. Februar 2017 at 16:09

      Hallo Susan,

      grundsätzlich ist die histaminarme Ernährung ein sinnvoller Anfang und wird häufig auch mittels anschließender Provokation als Diagnosemittel eingesetzt. Für viele reicht das aber vor allem zu Beginn nicht aus. Histamin hat viele Funktionen im Körper und so auch mehrere Abbauwege. Es geht also nicht nur darum, das mit der Nahrung aufgenommene Histamin zu „zügeln“ (Achtung: Bei zu strenger Diät sind Nährstoffmängel nicht ausgeschlossen, am besten in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater durchführen), sondern auch die körpereigene Histaminausschüttung zu kontrollieren. Eosinophilie kann auch ein Hinweis auf Parasiten sein. Verschiedene Hormonstörungen (Östrogendominanz) sowie Pilzerkrankungen, aber auch Parasiten oder eine Fehlbesiedlung des Darms, etc. können eine HIT auslösen. Um die jeweilige HIT richtig behandeln zu können, ist es oftmals notwendig, das Problem an der Wurzel zu packen. Wenn die „Ursache“ wie eine Darmdysbiose oder ein hormonelles Ungleichgewicht behandelt wird, ebben häufig auch die Symptome ab. Vielleicht wird mit dem behandelnden Arzt noch in diese Richtung überlegt, ob es solche Ursachen geben könnte? Daneben empfehlen sich natürliche Mastzellstabilisatoren wie Helmkraut-Tee oder Nahrungsmittel wie Chia-Samen, die DAO-Co-Faktoren wie Zink enthalten, um die Diät in Bezug auf „Histaminkontrolle“ zu vervollständigen. Durch solche Maßnahmen kann der Körper beim Histaminabbau unterstützt werden bzw. wird so verhindert, dass zu viel Histamin vom Körper ausgeschüttet wird. Dann kann man meist auch schneller auf Medikamente verzichten. Grundsätzlich ist HIT-Therapie je nach Ursache aber doch meist ein recht langwieriger Prozess. Da kann es gut und gerne ein paar Wochen dauern (oder länger), bis Besserung eintritt.

  62. Danke für deine Antwort. 😙 Ich nehme Kieselerde (Zink/Kupfer) Vitamin D, B6 und C, und Probiotika. Meine Allergologin wollte erst ein halbes Jahr abwarten bevor sie weitersucht. IGE war normal. Aber eine Stuhluntersuchung auf Pilze wäre vielleicht angebracht. Bis jetzt nur Blutbild. Helmkraut-Tee kann ich probieren. Apotheke oder Reformhaus?

    • Eva

      13. Februar 2017 at 0:04

      Ui, da schlägst Du aber richtig zu. Klar, sind all die genannten Nährstoffe bei HIT relevant, jedoch würde ich die nicht einfach auf Gutdünken zusätzlich zuführen. Während man Vitamin C quasi nicht überdosieren kann, kann vor allem Vitamin B6, sofern kein Mangel vorhanden ist, problematisch werden. Daher meine Frage: Nimmst Du die Nährstoffergänzung, weil ein Mangel festgestellt wurde? Wenn die HIT mit den Wechseljahren aufgetreten ist, könnte das für eine Hormongeschichte sprechen. Wenn Du nach dem Absetzen der Antihistaminika trotz Diät eine Sofortreaktion hast, muss noch irgendwas anderes „im Argen“ sein, würde ich vermuten. Da solltest Du gemeinsam mit der Ärztin noch Detektiv spielen, würde ich sagen 😉 Helmkraut-Tee: Apotheke oder Pflanzenversan (Syringa).

  63. Ergänzung.
    Ich habe auch aufgehört DAO-Blocker wie Mate Tee, Schwarztee, Sencha, und Pu Erl Tee zu trinken. Das habe ich fast Literweise getrunken. Könnte auch eine Ursache sein?

    • Eva

      13. Februar 2017 at 0:09

      Sorry, Du hast jetzt aufgehört das zu trinken und trotzdem noch Probleme und ob das langfristig Probleme machen könnte? Verstehe ich die Frage so richtig? Nun bin ich ja keine Ärztin, würde aber vermuten, dass die Getränke ziemlich rasch nach dem Absetzen ihre Wirkung als DAO-Blocker verlieren. Sencha-Grüntee (weil Koffein) gehört zwar in die Liste, ist aber übrigens auch ein Mastzellstabilisator. Das geht also in beide Richtungen, wenn man so will. Hier wird Sencha zum Beispiel ganz gut vertragen, wenn er nicht ewig lang zieht. Hat man bei Dir sonst mal Allergien getestet? Die sind ja auch ein „Prime-Candidate“ für Nesselsucht.

  64. Danke Eva. Die Nahrungsergänzung wollte ich einfach mal ausprobieren. Kieselerde tut mir irgendwie gut, schadet auch nicht, genau wie Vitamin D (keine Überdosis) Bei Vit. B bin ich sehr vorsichtig. Aber ich könnte tatsächlich mal mit meiner Frauenärztin reden. Leider kennt sie sich nich aus mit Histaminose.
    Es gibt noch nich so viele Ärzte die sich damit auskennen. Meine Allergologin meinte die Ursache ist meist sehr vielschichtig, viele Komponente die zusammenkommen und da keine Allergie oder Entzündung vorliegt sollte ich erst mal ein halbes Jahr abwarten. Aber mal gucken was meine Frauenärztin sagt.

    • Eva

      15. Februar 2017 at 19:43

      Ja, im Grunde wär die Allergologin die Anlaufstelle der Wahl und ja, es kann sehr unterschiedliche Ursachen geben. Es ist aber ihre Jobbeschreibung, genau danach zu suchen.

  65. Hallo Eva.
    Danke für die schnelle Antwort.
    Die Hausärztin hatte mich schon zum Neurologen und zum Endikrinologen geschickt. Verdacht Hypophysenadenom. Die könnten nichts feststellen.
    Bin nun im Kontakt mit dem Frauenarzt, da ich seit (ungelogen 1,5 Jahren-der Entbindung) Blutungen und Zwischenblutungen habe. Ist schon echt belastend wenn man nur blutet. Die Hausärztin meinte hin auf den Hintaminintoleranzhinweis-wäre nicht schlimm.
    Versuche jetzt über den Frauenarzt weiter zu kommen. Mit deinen Tipps kann man da doch schon weiter drauf hinarbeiten, eine solche Überweisung zu erhalten.
    Dankeschön.

    • Eva

      16. Februar 2017 at 12:00

      Ich hoffe, man kann Dir dort weiterhelfen. Ansonsten wirklich mal um eine Überweisung zum Allergologen/Immunologen bitten. Das ist ja kein Zustand! 🙂

  66. Christinamaria

    28. Februar 2017 at 15:01

    Gibt es „Zufälle“? – Ja, die gibt es, sonst wäre mir diese Seite nicht „zugefallen“. Und ich bin sehr erfreut darüber, denn so wie hier habe ich Berichte über HI noch nirgends gefunden.
    Als vor vielen Jahren die HI bei mir in einer Klinik festgestellt wurde, hat niemand mich darauf aufmerksam gemacht, was ich selbst hätte tun können, um die Folgen zu mildern. Selbst von Symptomen, die darauf hinweisen können, hat niemand gesprochen. Ich bin damals wegen Hautproblemen zum Testen gegangen.
    Jetzt wird mir z.B. auch klar, weshalb ich so oft Herzrasen, Hitzewallungen u.v.mehr habe. Von der Menopause bin ich schon weit entfernt.
    Liebe Eva, danke für Deine Ausführungen, sie haben mir jetzt sehr geholfen. Dass Brennesseln Histamin enthalten, wußte ich, ich habe früher im Garten liebend gerne die Brennesseln gesammelt für Tee, bis ich es erfuhr. Jetzt habe ich dazu noch eine Frage: im Garten wächst tonnenweise Giersch, den ich sehr liebe, für Salat, für Tee. Weißt Du, ob auch er Histamin enthält?
    Danke – ich habe jetzt vieles erfahren dürfen – Danke.

    • Eva

      28. Februar 2017 at 15:59

      Hallo Christinamaria, tatsächlich ist die Sache mit den Brennesseln ein zweischneidiges Schwert. Ja, u.a. sorgt das enthaltene Histamin für die typische Quaddelbildung, wenn man die Pflanzen berührt. Der botanische Name Urtica war zudem namensgebend für Urticaria (Nesselsucht), welche auch zu den Symptomen der HIT zählt. Doch was vielleicht überrascht: Einige Betroffene nutzen Brennesseltee sogar GEGEN Histamin. Hä, wie das? Bestandteile in der Pflanze wirken offenbar mastzellstabilisierend und können so auf der anderen Seite sogar die körpereigene Histaminausschüttung verhindern. Mehr dazu hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19140159. Sinn scheint die Brennessel aber daher eher bei Mastzellaktivierungserkrankungen wie Mastozytose, nicht unbedingt bei HIT zu machen.

      Aber zu Deiner eigentlichen Frage: Giersch scheint meines Erachtens nach harmlos, wenn nicht sogar hilfreich zu sein. Wie viele Wildkräuter und anderes Grünzeug enthält auch Giersch recht viel Vitamin C. Alternativ und etwas konventioneller kann ich aus dem gleichen Grund Petersilie sehr empfehlen! Daneben ist recht viel Calcium enthalten – das gilt ja auch für Grünes fast allgemein, s. Brokkoli. Daneben ist etwas Magnesium enthalten. Das kann auch quasi nie schaden bei HIT. Ich betrachte Magnesium sogar als kleine Geheimwaffe gegen HIT an. Giersch soll entzündungshemmend wirken usw. Zu viel auf einmal soll offenbar Durchfall verursachen. Daher würde ich es zunächst einfach mal mit kleinen Mengen versuchen und schauen, wie es Dir damit geht.

      Viele Grüße,
      Eva

      • Christinamaria

        1. März 2017 at 18:36

        Danke, liebe Eva, für Deine Antwort.
        Ich freue mich schon wieder, wenn die ersten Giersch-Spitzen aus dem Boden lugen. Petersilie möchte ich auch wieder anbauen, ich liebe sie auch sehr. Leider wird sie bei mir immer ziemlich mickrig. Und sie möchte allein stehen.
        Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir, obwohl heute erst Mittwoch ist. Jedoch es ist so viel zu bearbeiten an Emails – ich weiß nicht, ob ich so schnell wieder in den Blog komme.
        Liebe Grüße – Christinamaria

  67. Noch einige weitere Fragen:
    – Was ist mit Cumin und anderen orientalischen Gewürzen?
    – Kann man Essen wirklich nicht wieder aufwärmen? Ich koche immer am Vorabend für die kommende Mittagspause, also wärme täglich mein Essen auf.
    – Was ist mit Gummibärchen oder Kaugummis?
    Und auch hier noch mal die Frage:
    – Gibt es wirklich einen Bluttest, mit dem man eine HIT feststellen könnte? Ich ziehe die Eliminationsdiät jetzt noch 2 Wochen durch und dann würde ich langsam austesten, ob es sich bei mir wirklich um eine HIT handelt. Jedoch passiert das in Eigenregie, ich habe keinen Arzt dazu befragt.

    Vielen Dank für eine Antwort! Dieser Blog ist wirklich sehr hilfreich und toll gestaltet!
    Nad

    • Eva

      21. März 2017 at 14:45

      Cumin ist ein Bestandteil von Curcuma und gilt als Mastzellstabilisator. Reines Curcuma-Gewürz ist daher sogar gut bei HIT und Mastzellaktivierungserkrankungen. Die Gewürzmischung „Curry“ enthält häufig jedoch Glutamat und wird eher schlecht vertragen. Scharfe Gewürze wie Chili können reizend wirken, werden in Maßen aber meist gut vertragen. Bei Kräutern und Gewürzen wird es problematisch, wenn Du neben der Histaminunverträglichkeit auch auf Salicylate reagierst.
      Man kann Essen zum Teil wieder aufwärmen, wenn man weiß, wie. Grundsätzlich würde ich schnell verderbliche Speisen nicht wieder aufwärmen, darunter fallen Reis, Pilze, Fisch usw. Rein vegetarische Speisen lassen sich meist ganz gut wieder aufwärmen, sofern sie direkt nach Runterkühlen auf Zimmertemperatur ordentlich eingekühlt werden. Am besten ist die Aufbewahrung in der Gefriertruhe. Im Kühlschrank bildet sich bei den Temperaturen mit der Zeit trotzdem Histamin. Also max. 1 Tag im Kühlschrank! Wer sehr empfindlich reagiert, bekommt jedoch auch dann zuweilen Probleme. Außerdem würde ich Speisen nicht zuletzt aufgrund des Nährstoffverlusts nicht in der Mikrowelle aufwärmen. Wie wärmst Du denn auf?
      Kaugummis enthalten in der Regel Sorbit. Das wird bei Sorbitintoleranz eh nicht vertragen, klar. Doch auch Betroffene von Hit reagieren meist auf den Zuckeralkohol Sorbit. Kaugummis sind auch deshalb ein Problem, weil sie dem Körper vorgaukeln, er bekäme Essen und dann kommt aber nix. Das kann den Magen übersäuern. Gummibärchen sind ziemliche Zuckerbomben und jetzt eh nicht gesund. Hinzukommt, dass oft Sachen wie Gelatine drin sind. Da isst man nur „leere Kalorien“. Ich würde lieber was anderes snacken, was dem Körper außer Kohlenhydraten (Zucker) auch Nährstoffe gibt.

      • Danke für die super schnelle Antwort!
        Seit ich mich an der Eliminationsdiät versuche, hab ich auf einmal echt Lust auf Süßigkeiten. Normal bin ich eher der deftige Typ. Aber Leberwurst und Salami sind ja leider gerade nicht drin…
        Ich versuche mich an Hermann-Dinkel-Zopf und Kuchen, das war vorher eher nicht mein Fall.
        Aber tausend Dank für die Rückmeldung!

      • Also, wir haben hier auf der Arbeit nur eine Mikrowelle, mit der ich die Speisen wieder aufwärmen kann. Ist leider nicht gerade eine sehr alltagsfreundliche Sache diese HIT. Aber ich werde versuchen, Essen max. 1 Tag im Kühlschrank aufzubewahren. Und Fisch & Fleisch nur direkt zu verarbeiten. Krass über was man da anfängt nachzudenken. Also ich nehme trotzdem glaube ich genug Vitamine und Nährstoffe zu mir, aber ich werde mal einen Bluttest machen lassen, um einen Nährstoffmangel ausschließen zu können. Vielen Dank für die vielen tollen und vor allen Dingen so schnellen Tipps und Antworten!

        • Eva

          22. März 2017 at 11:14

          Ja, gerade am Anfang ist es manchmal echt ein bisschen viel, aber sobald man sich mal auf bestimmte Dinge eingestellt hat, wird es leichter. Mit der Zeit entwickelt man ganz eigene Tricks, wie zum Beispiel Saucen in Eiswürfelformen einzufrieren, um sie stets portioniert parat zu haben.

          Es gibt ja so kleine mobile Kochplatten (für Camping und so), vielleicht legt man sich sowas für die Arbeit zu? Vielleicht besteht ja auch von Kollegen Interesse?

          Alles Gute weiterhin!

  68. Hi Eva,
    ich bin glaube ich der einzige Man in der Runde.
    Ich hatte bis zu meinem 50 Lebensjahr nie Probleme mit Allergenen oder Lebensmittel Unverträglichkeiten. Jetzt kämpfe seit drei Jahren mit HIT. Allerdings habe ich ausser Nesselsucht und Verstopfungen keine Probleme. Nach unterschiedlichen Ärzten bin ich jetzt beim Heilpraktiker gelandet. Der Bluttest soll eine Darmentzündung als Ursache ergeben haben. Jetzt nehme ich seit zwei Monaten alle die hier genannten Vitamine ein und zusätzlich Toxaprevent, sobald ich aber von meiner Verzichtsliste abweiche, bekomme ich sofort wieder Pusteln. Meine Frage: Wenn sich keine Besserung einstellt, könnte es auch eine Fehldiagnose sein? Können diese Mengen an Vitaminen mir auch irgendwie schaden?
    Vielleicht hast du ja einen Tipp.

    • Eva

      27. März 2017 at 23:19

      Hallo Kersten,

      Du bist nicht der einzige Mann, der sich hierher „verirrt“ hat, aber es stimmt schon: Männer sind in Sachen Histaminintoleranz eher in der Minderheit. Aber auch ich hab ja die Seite aufgrund meines „Histaminers“ begonnen.

      Toxaprevent ist ja im Grunde Zeolith und soll Giftstoffe binden und dadurch den Magen/Darm „entgiften“. Das wird meist mit anschließender Behandlung mit Pro- oder Präbiotika zur Darmsanierung gegeben. Im Grunde ist es gut, dass dazu auch Vitalstoffe gegeben werden, denn Zeolith „saugt“ nicht nur Giftstoffe, sondern eben auch bestimmte Nährstoffe auf, sofern das Mittel in kurzer zeitlicher Distanz zum Essen eingenommen wird. Allerdings bin ich kein Fan von solchen „Pauschal-“ oder „Trendkuren“. Obwohl ich natürlich mich jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will oder kann. Ich bin keine Ärztin oder Heilpraktikerin und gebe mir auch nicht den Anschein. Wir können aber gerne zusammen mal überlegen.

      Daher mal meine Frage: Wurden neben der Blutuntersuchung (welche Werte wurden da getestet?) noch weitere Tests durchgeführt? Schließlich muss man da erstmal Detektiv spielen. HIT kann durch verschiedenste Dinge ausgelöst werden bzw. diverse andere Krankheiten und Probleme spielen da mit rein. Wenn das Problem wirklich im Darm liegt, wäre ein Darmflora-Test sinnvoll, um zu sehen, welche Bakterien vielleicht zu stark oder zu wenig vertreten sind. Eventuell findet man dadurch auch andere Pathogene und kommt so der HIT auf die Spur. Ein anderer Ansatz wären Nährstoffmängel. Die muss man leider gezielt testen und selber zahlen, an Zink, Vitamin D und B-Vitamine wäre da zum Beispiel zu denken. Aufgrund Deines Alters und dem „schwupps, plötzlich war die HIT da“-Phänomen käme aber auch ein Hormonzusammenhang infrage. Da machen sich meist jedoch noch weitere Symptome bemerkbar wie zum Beispiel Kopfschmerzen/Migräne, Ödeme/Wassereinlagerung oder das Gefühl von „Aufgedunsensein“.

      Wenn Du derzeit „nur“ Toxaprevent und Vitalstoffe bekommst, wird der Darm dadurch allein nicht saniert. Das muss man erstmal eine Weile nehmen, aber dann müssen auch wieder passende Probiotika zugeführt werden bzw. die „guten“ Darmbakterien mit Präbiotika „gefüttert“ werden. Gerade Präbiotika sind meist schonender und einfacher (das sind bestimmte Ballaststoffe wie Flohsamenschalen oder Haferflocken), weil einige Bakterien auch Histamin freisetzen können. So pauschal machen Probiotika keinen Sinn. Dazu muss die Darmflora bestimmt werden, wie gesagt.

      Abschließend: Ich weiß nicht, welche Vitalstoffe Du genau einnimmst, aber natürlich sind auch die als Medikamente anzusehen und keine Smarties. Nahrungsergänzungspräparate sollten auf einen Mangel hin gegeben werden und dazu muss man vorher testen, was „fehlt“. Wenn Dir das jetzt alles etwas viel auf einmal ist oder Du nicht Deine gesamte „Krankengeschichte“ hier ausbreiten möchtest, kannst Du mir auch einfach mailen.

      Liebe Grüße,
      Eva

  69. Zunächst mal lieben Dank für die tolle Website, liebe Eva! Ich leide seit 2000 an HIT und sie macht sich bemerkbar, indem es zu akuten Hautausschlägen kommt (Urticaria), überall am Körper und sehr heftig. Also auch Zunge, Ohren, Nacken, Bauch, Beine, Fußsohlen etc. In Minutenschnelle ist der Körper rot und von Nesseln überzogen, die wie kleine Nadelstiche wirken und jucken. Gegen diesen Schub wehrt sich mein Körper und aktiviert eine Gegenreaktion, damit die Nesselausschläge in Schach gehalten werden. Damit bekämpft also ein körperliches Symptom ein anderes. Man kann auch sagen, der Körper kämpft gegen sich selbst. In Folge kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen, weil der Kreislauf bei diesem Kampf überfordert ist und schlapp macht. Das ist das eigentlich gefährliche. Gar nicht mal die HIT, sondern der anaphylaktische Schock. Schon einige Male ging es dann mit Tatütataa ins nächste Krankenheit zur Stabilisierung. Bislang ist es gut gegangen, aber es kann auch rasch schief gehen. Ein anaphylaktischer Schock ist immer auch lebensgefährlich.
    Bedeutet für mich: Ohne schickes Notfalltäschen mit Celestamin, Antihistamin und Adrenalinspritze gehe ich nicht aus dem Haus.
    Ernährungstechnisch verzichte ich auf Schweinefleisch, alten Käse, Wein, Erdbeeren, die bekannten sehr histaminhaltigen Fische wie Hering, Sardinen etc und koche täglich frisch mit viel Gemüse. Alles, was ich bio kriegen kann, ist bio. Ich würde nicht sagen, dass ich eine Diät lebe, aber ich achte schon darauf, was ich esse und was ich lieber nicht essen sollte.
    Für alle Raucher unter den HIT-Betroffenen ist dies vielleicht interessant: Ich habe vor 3 Monaten aufgehört, Zigaretten zu rauchen und bin umgestiegen auf E-Zigaretten mit Liquid. Das war keine gute Idee. Vor den E-Zigaretten war ich 1 Jahr lang beschwerdefrei. Danach hatte ich drei Schübe innerhalb von 6 Wochen. Also: Die E-Zig kommt wieder weg und ich rauche wieder Zigaretten, wenn auch wenige. Verantwortlich für die negative Auswirkung von E-Zigaretten ist das meines Erachtens das reine Nikotin und das Glycerin in den Liquids. Enthalten sind auch Aromastoffe, die sind natürlich auch schlecht, aber auch in normalen Zigaretten enthalten. Wie gesagt, dies ist meine Interpretation, keinesfalls validiert.

    • Eva

      21. Mai 2017 at 15:05

      Hallo Jona,

      wie die etymologische Herkunft von „Diät“ bereits suggeriert (von griech. „diaita“, was so viel wie Lebensstil, Lebensweise bedeutet), meint man mit Diät nicht unbedingt eine Einschränkung (etwa zum Abnehmen), wenngleich das Wort meist so verwendet wird. Diät heißt schlichtweg Ernährungsweise.

      Übrigens nicht zu verwechseln mit den Politikerdiäten, die sich vom lateinischen „dies“ für Tag und in späterer Folge Tagelohn ableiten 😉 Aber das nur am Rande.

      Zum Rauchen, ja, ist ein schwieriges Thema, da Nikotin ein bekannter DAO-Blocker ist. Somit sind auch bekannte Entwöhninstrumente wie Pflaster oder eben E-Zigaretten nicht zu empfehlen. E-Zigaretten sind medial mittlerweile generell in Verruf geraten. Du hast die Aromastoffe und andere Dämpfe bereits angesprochen. Umso bedenklicher ist/war es, dass diese Teile anfangs als „gesünder“ beworben wurden.

      Ich denke, es würde Dir noch besser gehen, wenn Du ganz aufhörst, aber das ist natürlich nicht einfach. Mein Vater hat es damals mit Unterstützung meiner Mutter und reichlich Kaugummis als Ersatz geschafft, wobei auch Kaugummis (Stichworte wie Sorbit etc.) bei HIT nicht zu empfehlen sind.

      Als Raucher braucht man einfach einen Ersatz, um die Finger und Lippen zu „beschäftigen“ – so meine Erfahrung mit Leuten, die aufhören wollen, da geht es gar nicht mal unbedingt darum, weiter Nikotin in geringen Dosen zuzuführen. Vielleicht suchst Du Dir ein Hobby wie Malen (da kann man dann auch auf Stiften rumkauen, haha).

      Am Ende entscheidet Willensstärke und wie stark der Leidensdruck wirklich ist, ob es klappt. Mein Vater hat jedenfalls kurz vor meiner Geburt aufgehört und seitdem keine Kippe mehr angerührt. Mein großer Bruder und ich bzw. unsere Gesundheit waren da sicher Teil der Motivation.

      Alles Liebe, Eva

  70. Denise Strohmaier

    11. September 2017 at 7:21

    Hallo Eva!
    Ich schließe mich dem Lob zu deiner Seite an! Wirklich toll! 🙂
    Ich weiß erst seit einer Woche von meiner HIT und bin ehrlich gesagt total überfordert. Ich lese Liste um Liste (auch SIGHI) und irgendwie stimmen die alle nicht so ganz überein.
    Hast du zum Beispiel Erfahrungen mit Carob als Kakaoersatz?
    Als Nascherin habe ich echt ein Problem damit, dass ich plötzlich so gut wie keine Süßigkeiten mehr essen soll! Ich habe zu allem Überfluss nämlich auch noch eine Laktoseintoleranz….

    Zur Zeit kann ich es mir noch nicht vorstellen, so zu leben… Bin echt deprimiert! Und dann auch noch ein Leben lang!!!

    LG Denise

    • Eva

      11. September 2017 at 15:04

      Hallo Denise,

      erstmal langsam mit den jungen Pferden! Am Anfang haut einen die Informationsflut wirklich um. Das gibt sich aber. Hinzu kommt, dass Du eventuell nicht ein Leben lang „verzichten“ musst, je nach dem, woran es liegt, dass Du plötzlich überempfindlich auf histaminhaltige (und laktosehaltige) Speisen reagierst. Und schlag Dir dieses „Ich muss jetzt auf alles verzichten“ aus dem Kopf. Sieh’s es mal so: Ich werde jetzt neue Dinge ausprobieren. Mal sehen, was mir davon alles schmeckt und guttut.

      Wenn zum Beispiel eine Darmdysbiose (zu viele „falsche“ Darmbakterien) die Ursache ist, kann man da durchaus etwas machen. Daher: Wie wurde denn festgestellt, dass Du HIT hast? Hat man mal die Darmflora im Labor gecheckt (Bitte keine Tests aus dem Internet! Auf dem postalischen Rückweg ist der temperaturstabile Transport nicht garantiert.)? Hast Du Nährstoffmängel, wie Vitamin D, Zink, Magnesium oder B-Vitamine (v. a. B6 und B12)?

      In den seltensten Fällen ist die HIT angeboren. Man muss sich also meist nicht damit abfinden bzw. kann mit den richtigen Hausmitteln und gegebenenfalls Supplementen das durchaus auch managen.

      Zu den Listen: Ich finde die SIGHI-Liste recht zuverlässig, auch wenn wir hier einige Abweichungen haben. Jeder reagiert ein bisschen anders und bringt andere Voraussetzungen mit. Du hast ja z. B. auch zusätzlich LI. Grundsätzlich solltest Du daher nicht einfach blind nach irgendeiner Liste leben. Weder generell streichen noch generell „das ist erlaubt“ funktioniert. Kauf Dir ein kleines Notizbuch und fertige Deine eigene Liste an, indem Du diszipliniert ein Ernährungstagebuch führst. Wie das geht, beschreibt die schweizerische Seite über HIT auch gut. Was hab ich gegessen? Wie ging’s mir danach (bis zu 3 Tage später können Beschwerden auftreten)? So findest Du schnell heraus, was bei Dir Übeltäter sind und was Dir guttut – und jeweils in welcher Menge. Denn, wie bei jeder Intoleranz, gilt auch bei HIT: Die Dosis macht das Gift. Jeder hat eine andere Toleranzschwelle.

      Carob funktioniert bei uns leider nicht. Dafür verträgt mein Histaminer aber überraschend gut Vollmilchschokolade, solange kein Sojalecithin drin ist. Das wird nur bei LI nix. Vielleicht findest Du eine passende (vegane) weiße Schokolade, die Dir schmeckt. Nach einer Ein- bzw. Umgewöhnungszeit wirst Du auch immer wieder neue Speisen und Lebensmittel entdecken, die Dir schmecken und guttun. Probier ruhig mal Neues aus. Wir sind durch die Intoleranz z. B. auf Chia-Samen gekommen. Ein „Pudding“ daraus ist auch ein leckerer Snack.

      Lass Dich also nicht unterkriegen und willkommen an Bord der Histamin-Piraten! Ahoi!

      • Denise Strohmaier

        11. September 2017 at 18:24

        Liebe Eva!
        Ich danke dir für deine aufmunternden Worte!
        Meine HIT wurde beim Internisten mittels Bluttest festgestellt. Das Ergebnis lautet: DAO: 4.4 U/mL. Bei einem Hauttest der letztes Jahr gemacht wurde (ich habe eine Gräserallergie) konnte man nichts Ungewöhnliches bzgl. Histamin feststellen.
        Ich hatte auch schon eine Darmspiegelung und da war alles ok.
        Leider ist mit dem HIT-Test nur noch Zink und Eisen mitgeprüft worden. Die Werte waren auch ok.

        Das heißt also, ich muss mich nicht zwangsläufig mit der Diagnose abfinden? Was sollte also noch alles abgeklärt werden?
        Traurig genug, dass einem das nicht der Arzt erklärt.
        Tut mir leid, dass ich so viele Fragen habe. Da ist das mit der Laktoseintoleranz wirklich einfacher zu verstehen.
        Liebe Grüße
        Denise

        • Eva

          11. September 2017 at 18:38

          Eine Darmspiegelung ist nicht dasselbe wie ein Darmflora-Test. Dafür musst Du keine Prozedur über Dich ergehen lassen, sondern bringst lediglich eine Stuhlprobe in ein darauf spezialisiertes Labor. Schau einfach mal, welches Labor in Deiner Nähe spezielle Untersuchungen für Intoleranzen anbietet. Der DAO-Blutwert zeigt an, dass Du zu wenig DAO produzierst, gibt aber keine Auskunft darüber, warum. Zink spielt bei HIT eine Rolle, aber auch viele andere Vitamine und Mineralstoffe sind nötig, damit Du ausreichend von den Enzymen DAO und HNMT produzierst, s. mein vorheriger Kommentar.

          Viele Betroffene entwickeln entweder durch schlechten Lebenswandel (einseitige Ernährung, Rauchen, Alkohol …), Antibiotikagabe, wiederkehrende Infekte, Nährstoffmängel, Hormonungleichgewichte oder andere Einflüsse eine HIT. Selten wird aber ursächlich abgeklärt, was nun speziell im Einzelfall die Ursache gewesen sein könnte. Stattdessen wird nur geraten, so oder so zu essen. Antibiotika sowie eine andauernde Mangelernährung, aber auch einige Infektionskrankheiten (v. a. Magen-Darm-Infekte) können die Darmflora verändern, daher kann es Sinn machen, dort mal zu schauen, wie es aussieht. Mit gezielter Prä- und Probiotika-Gabe kann man dann gegebenenfalls behandeln, sollte sich ein Ungleichgewicht bei den Darmbakterien zeigen. Vor allem wenn mehrere Intoleranzen vorliegen, ist das oft ein Hinweis darauf, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht ist. Daher habe ich das mal eingeworfen.

          • Denise Strohmaier

            11. September 2017 at 18:53

            Vielen vielen Dank! Ich werde mich gleich auf die Suche nach einem Labor und einem anderen Arzt machen! Das lässt hoffen! 🙂

          • Eva

            11. September 2017 at 20:59

            Viel Erfolg! Du kannst dann ja hier oder per E-Mail berichten, was herausgekommen ist, wenn Du magst.

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