Zur Aktion „Sortenvielfalt“ von Küchen Atlas Blog gibt es auch von mir ein Rezept. Diesmal geht es um die Öle, mit denen wir backen, braten und Salat verfeinern. Sortenvielfalt gehört auch hier groß geschrieben, denn es gibt so viel mehr als Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl. Zum Beispiel Hanföl oder Distelöl, Kokosöl oder Kürbiskernöl oder eben auch Schwarzkümmelöl. Für die zwei letzteren gibt es nun dieses Rezept von mir:

Spaghetti mit Kürbiskernpesto

 

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 2 Personen:

200g Dinkelspaghetti (oder mehr oder weniger, je nach Hunger 😉 )
2 TL Schwarzkümmelöl
2 EL Kürbiskernpesto/-mus
1 EL Frischkäse
ca. 150g Feta
Prise Majoran
Prise Rosmarin
Prise Oregano
Prise Curcuma

2 EL Hanfsamen

Pfeffer

Zubereitung:

Spaghetti kochen und abseihen. In einer Schüssel oder auf einem tiefen Teller anrichten. Feta, Gewürze und Hanfsamen über die Spaghetti streuen. Etwas Schwarzkümmelöl und Kürbiskernpesto/-mus dazugeben. Mit Pfeffer abschmecken (ich verwende kein Salz, da der Feta immer schon gut salzig ist).

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Tip:

Kürbiskernpesto bzw. -mus kann man leicht selber herstellen aus Kürbiskernen und Kürbiskernöl – und dann pürieren.

Schwarzkümmel hat botanisch nichts mit dem herkömmlichen Kümmel zu tun. Geschmacklich erinnert Schwarzkümmel an Sesam und er hat eine leichte Kreuzkümmelnote. Seit Jahrtausenden wird Schwarzkümmel als Heilpflanze genutzt. Ihm wird eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Außerdem soll Schwarzkümmel die Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern. Gegen Asthma und Bluthochdruck soll er helfen und bei Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte). Klingt nach einem Mittelchen, das wir gerne auch bei HIT einsetzen, oder?
Seit 2010 versucht Nestlé ein Patent auf die Verwendung von Nigella sativa, so der botanische Name, als natürliches Behandlungsmittel gegen Lebensmittelallergien unter der internationalen Patentnummer WO2010133574 anzumelden. Ein Grund mehr diesen Giganten zu verschmähen. Sind Bestandteile der Pflanze erst einmal patentiert, heißt das für den Verbraucher meist Preisanstieg und dass an der ursprünglichen Pflanze herumgedoktert wird. Der Zukunft als Heilpflanze für die Allgemeinheit werden durch solche Patente auf jeden Fall Steine in den Weg gelegt, wenn einzelne Firmen das Eigentum von Pflanzenteilen anstreben.
Blogparade: Sortenvielfalt

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat