Tipps

zum Thema Obstsalat

 

Vorbemerkung

 

Ein Obstsalat kann insbesondere an heißen Tagen für Erfrischung sorgen. Meist gehen die sogenannten „Hundstage“ auch mit der Unlust einher, zu kochen bzw. warm zu essen. Um trotzdem auf die notwendigen Nährstoffe und Vitamine zu kommen, ist ein Obstsalat ideal.

Vor allem solltest Du aber darauf achten, an diesen Tagen besonders viel Wasser (am besten stilles oder Leitungswasser) zu trinken. Denn Histamin ist zwar hitze- und kältebeständig, aber wasserlöslich. Somit ist Wasser stets ein echter Helfer, um Histamin aus dem Körper „spülen“.

Entscheidend, wie bei allen histaminarmen Rezepten, ist auch beim Obstsalat, neben der Frische der Zutaten, die Auswahl der Zutaten selbst.

Problematisch unter den Früchten sind dabei die Histaminliberatoren und die histaminreichen Sorten.

 

Histaminliberatoren

 

Folgende Obstsorten regen die Ausschüttung von körpereigenem Histamin an. Insbesondere Betroffene mit HNMT-Abbauschwäche sowie Patienten von Mastzellaktivierungserkrankungen müssen beim Verzehr dieser Früchte mit Problemen rechnen, doch auch Betroffene der „regulären“ HIT mit DAO-Abbauschwäche bekommen mitunter durch Histaminliberatoren Probleme, vor allem dann, wenn am selben Tag etwas Histaminreiches gegessen wird/worden ist.

  • Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange, Grapefruit, Pampelmuse, etc.)
  • Erdbeere
  • Ananas
  • Kiwi
  • Papaya
  • Pflaume
  • Himbeere
  • Mango
  • Banane

Histaminreiche Sorten

 

  • alle Trockenfrüchte, z. B. Rosinen
  • Banane mit braunen Stellen
  • überreifes Obst (geht vor allem schnell bei Apfel, Birne und Beeren)
  • Datteln

Alternativen

 

Es gibt aber Alternativen.

Bevor ich die vorstelle aber noch ein paar Bemerkungen allgemein:

Verwende am besten kein Obst aus der Dose, sondern stets frisches Obst – und kein überreifes Obst. Gekaufte Säfte können in Maßen dazu gegeben werden. Achte aber auf Saftsorten, die weder Histaminliberatoren noch histaminreiche Sorten enthalten. Manchmal werden sogar Bananen in kleinen Mengen vertragen, wenn sie noch etwas grün und noch nicht komplett gelb sind (und keine braunen Flecken haben!). Ein besonderer Tipp für den Saft ist der einer frischen Kokosnuss – auch wenn das „Knacken der Nuss“ am Anfang vielleicht eine Herausforderung darstellt 🙂

Am besten eignen sich aber die Säfte von den nachstehenden Obstsorten, die auch für einen Salat geeignet sind.

  • Apfel – nicht stehen lassen, gärt rasch
  • Pfirsich – sollte nur nicht zu reif sein
  • Aprikose/Marille
  • Kirsche
  • Brombeere
  • Heidelbeere/Blaubeere
  • Preiselbeere (nicht aus dem Glas)
  • Johannisbeere/Ribisel
  • Stachelbeere
  • helle Weintrauben
  • Melone – Wassermelone wird manchmal nicht vertragen

 

Aufgrund von Allergien (bzw. kreuzallergischen Reaktionen) und anderen Intoleranzen (vor allem Fruktose-Intoleranz) kann es vorkommen, dass speziell Obst nur schlecht vertragen wird. Am besten testest Du Früchte vorsichtig in kleinen Mengen aus.

Ein erstes Obstsalatrezept findest Du hier.

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